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Warum nicht Vegetarier/Veganer??

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.799
AW: Warum nicht Vegetarier/Veganer??

Hab' mir den Link 'Ist der Mensch ein Fleischfresser' reingetan?
Wow, von der ernährungstechnischen Seite(wenn das Alles stimmt, was da geschrieben steht)ist eine pflanzliche Ernährung für den Menschen sicherlich am Sinnvollsten.
Thema 'Seele von Lebewesen':
Wenn man meint, dass alle lebenden Wesen eine Seele besitzen(noch vor ca.500 Jahren wurde das Kleinkindern abgesprochen(hab' ich in dem Buch 'Die Geschichte der Kindheit' gelesen), ist es jedoch egal, ob ich tote Tiere oder Pflanzen esse.
Ich denke, dass jeder, der Fleisch ist, vllt. anders denken würde, wenn er darauf angewiesen wäre, Tiere zu töten, mit denen er zusammenlebt(z.B. Bauern(vllt. idealisiere ich gerade)), um deren Fleisch essen zu können.
Auf Jagd gehen ja eh nur noch 'Jäger'. Der normale Bürger kann das gar nicht mehr.
Wir essen doch meist ent-personalisierte Nahrung; d.h., dass wir kaum noch einen Bezug zur Nahrungsquelle haben(ich kaufe mein Essen im Supermarkt).

Kleine Anekdote:
Vor Jahren wollte ich mich nur noch ausschließlich von 'einheimischen' Obst ernähren + hatte tatsächlich vergessen, wann in Dt. Apfelernte ist.

Ich als Hedonist gestehe, dass ich esse, worauf ich Bock habe + wenn das karmische Konsequenzen hat, nehme ich diese in Kauf(schließlich ist ja meine derzeitige Existen das karmische Ergebnisse früherer + ich denke nicht, dass meine 'Lernaufgaben' für diese Existenz darin besteht, mich vegetarisch zu ernähren.).
Nun ja.
 

Radikal

Großmeister
12. Juni 2009
79
AW: Warum nicht Vegetarier/Veganer??

... (wenn das Alles stimmt, was da geschrieben steht)
Ja wenn. Ich bin 55 und habe schon zu viele gegenteilige Meinungen gehört. Wir dürfen ja auch nicht vergessen, dass die Wahrheit in Deutschland nicht gerade in hoher Achtung steht. Das Volk muss blöde gehalten werden, und darum ist Bier mal gesund, dann wieder ungesund usw. Deshalb teste ich lieber selbst. Dabei bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass der Körper weiß, was er braucht. Meine Frühstückseier z. B. salze ich manchmal sehr stark, manchmal gar nicht oder wenig. Man muss nur seinem Körper zuhören.

Thema 'Seele von Lebewesen':
Wenn man meint, dass alle lebenden Wesen eine Seele besitzen(noch vor ca.500 Jahren wurde das Kleinkindern abgesprochen(hab' ich in dem Buch 'Die Geschichte der Kindheit' gelesen), ist es jedoch egal, ob ich tote Tiere oder Pflanzen esse.
Wir werden alle aus dem selben Topf gespeist. Es ist ganz schön anmaßend, Pflanzen etwas abzusprechen, nur weil sie einen nicht mit angstvollen Augen anblicken und sich wehren, wenn man sie packt.

Ich denke, dass jeder, der Fleisch ist, vllt. anders denken würde, wenn er darauf angewiesen wäre, Tiere zu töten, mit denen er zusammenlebt(z.B. Bauern(vllt. idealisiere ich gerade)), um deren Fleisch essen zu können.
Ganz sicher sogar. Dafür hat sich der Durchschnittsmensch schon viel zu weit von seinem Ursprung entfernt, als dass er seine Nahrung selbst tötet. Der Bauer haben damit sicher keine Probleme. Er nennt sie Nutztiere.

Auf Jagd gehen ja eh nur noch 'Jäger'. Der normale Bürger kann das gar nicht mehr.
Dafür haben wir ja die Haustierhaltung.

Wir essen doch meist ent-personalisierte Nahrung; d.h., dass wir kaum noch einen Bezug zur Nahrungsquelle haben(ich kaufe mein Essen im Supermarkt).
Würg! Fleisch aus dem Supermarkt. Doppelwürg!! Aus dem Supermarkt hole ich fast gar keine Lebensmittel. Wie schon erwähnt, leben wir auf dem Lande und können uns hier bestens mit sauberen Produkten versorgen. Du solltest Dir vielleicht auch eine Quelle suchen. Ist zwar oft teurer, aber man kann den Konsum ja etwas herunterfahren. Besser 2 – 3- mal die Woche gutes Fleisch als jeden Tag Aas aus dem Supermarkt.

Kleine Anekdote:
Vor Jahren wollte ich mich nur noch ausschließlich von 'einheimischen' Obst ernähren + hatte tatsächlich vergessen, wann in Dt. Apfelernte ist.
Erst habe ich geschmunzelt, bis mir der Ernst dieser Anekdote bewusst wurde.

Ich als Hedonist gestehe, dass ich esse, worauf ich Bock habe + wenn das karmische Konsequenzen hat, nehme ich diese in Kauf(schließlich ist ja meine derzeitige Existen das karmische Ergebnisse früherer + ich denke nicht, dass meine 'Lernaufgaben' für diese Existenz darin besteht, mich vegetarisch zu ernähren.).
Nun ja.
Hau wech, kann ich da nur sagen. Wie sagte Goethe in einem anderen Zusammenhang? Wenn´s nicht mehr frommt wird Gott schon winken. :drinking:

Gruß

Radikal
 

paisley

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
11. Februar 2014
1.014
@Manesse
ich finde es unschätzbar klasse, dass sich hier im Forum keiner findet, der es
nötig hat, anderen Leuten das Essen auf dem Teller madig zu machen.
(wer das lesen will kann es ja im denkforum .at)
 

Manesse

Ritter Rosenkreuzer
3. Oktober 2010
2.751
Was mich an Veganern stört, ist weniger, dass se eigentlich nur Grass fressen wollen wie die Kühe, sondern dass sie sich deswegen als die besseren Menschen fühlen.
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.805
Arroganz und moralische Selbsterhöhung gibt es in vielen Facetten. Manche bedienen sich dazu des Veganismus, andere des Fahrradfahrens, andere halten sich für besser weil sie Geld haben oder ein "von" im Namen.
Meiner Erfahrung nach gehören dazu aber immer zwei: Eine Person die sich als was besseres fühlt und eine die sich daran stört.
 

paisley

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
11. Februar 2014
1.014
" Wird das Thema "Essen" zur Ideologie?

Gunther Hirschfelder: Wir sind aufgewachsen in einem ideologischen Zeitalter und haben nach 1990 gelernt, dass Ideologien etwas Schädliches sind. Darauf folgte eine ideologiefreie Generation, und heute kommen die Ideologien in anderer Gestalt wieder. Es geht nicht mehr um die Frage des politischen Systems, sondern um die Frage des richtigen Ernährungsstils. Und in modernen Lebensstilgesellschaften ist der Hauptlebensstil der Ernährungsstil. Meiner Meinung nach reden wir zu viel über Ernährung, wir sollten vielleicht erst einmal über geistiges Wohlbefinden sprechen. Warum muss man immer seinen Körper optimieren? Die Ernährungsimperative sind auch insofern problematisch, weil sie ein Diktat aussprechen, wie ein Mensch auszusehen hat. Habe ich mit einem BMI von über 30 versagt? Habe ich versagt, wenn ich graue Haare bekomme oder wenn ich über 50 bin? Ist Altwerden ein Verbrechen? Wir können den Menschen nicht zur absoluten Gesundheit erziehen, am Ende stirbt er sowieso. "

" Gunther Hirschfelder: Die Ernährungsbildung in Deutschland arbeitet mit permanenten Imperativen. Die Mehrheit der Bevölkerung hat aber keine Lust auf Imperative. "
aus
https://www.forschung-und-lehre.de/zeitfragen/wir-reden-zu-viel-ueber-ernaehrung-906/

ist mir sympathisch, was dieser Herr schreibt
das geistige Wohlbefinden im Auge behalten und tunlichst mit dem Vergleichen aufhören.
 

Manesse

Ritter Rosenkreuzer
3. Oktober 2010
2.751
Jemand anders sagte so schön und treffend:

Den Begriff "Sünde" gibt es heute nicht mehr.
Oder nur noch als Verstoß gegen die Diätvorschriften.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.799
Ich bin dankbarfroh, dass ich in einem Land lebe, wo man diskutieren kann, ob man sich vegetarisch, vegan oder fleischfressend ernähren soll.
Ist in so manch anderen Ländern nicht so, da wird schlicht ums Überleben gekämpft!
Meine Eltern, Jahrgang 1924/25, haben mir so einiges über das Nachkriegsdeutschland erzählt, die 1960er hab ich dann selber mitbekommen.
Ich esse, was ich will (obwohl sich mein Fleischkonsum in den letzten Jahren drastisch verringert hat) und bin froh, wenn ich tgl. meinen Magen füllen kann, denn ich habs schon anders erlebt!
Wer sich über vegetarische, vegane oder fleischfressende Ernährung echauffiert, kann froh sein, dass SiEr keine anderen Probleme hat!
 

Zerch

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.443
In der Not essen die Menschen sich sogar gegenseitig. Sobald die beliebten Herbivoren ausgegangen sind, geht es über die gewöhnliche omni- und carnivore zweite Wahl, zur ungenießbaren dritten Wahl über. Ich bezeichne diese einfache und ungesunde Beute schlicht mal als "Pestilivoren".
 

Manesse

Ritter Rosenkreuzer
3. Oktober 2010
2.751
Das Beste ist es, man isst von allem etwas.
Dann wird das Richtige schon drunter sein!
 

Aurum

Gesperrter Benutzer
26. September 2015
3.955
Klimatechnisch bräuchte man mehr Fleischfresser, um anthropogenes CO2 und CH4 zu reduzieren.
animalisch
 

KB_Snatch

Geheimer Meister
17. Dezember 2017
412
Unter Veganern kann man schon fanatische Züge entdecken.

Ich kombiniere Ernährung mit meinen sportlichen Zielen, orientiere mich, was Kraftsport angeht, an Paleo. Wenn es auch für "normale" Westler in meinen Augen zwar nice to have, aber nicht wirklich notwendig ist, macht es im Kraftausdauer-Sport echt Sinn, und man merkt es auch.

Vegan nutze ich ganz gern zur Halbmarathon-Vorbereitung, so dass ich mich da dann auch mal 3 Monate vegan ernähre. Ein wenig unfassbar finde ich allerdings, dass man selbst damit von Veganern teils massiv angefeindet wird, "weil die Ethik nicht stimmt" und man das ja nur aus hedonistischen Gründen macht. Statt das die sich mal einfach freuen, dass dadurch zumindest eine Zeit lang keine Tiere gegessen werden.
 

Manesse

Ritter Rosenkreuzer
3. Oktober 2010
2.751
Und was meint ihr zu jenen Veganern, die vor lauter Tierliebe auch ihre Katzen oder Hunde strikt vegan ernähren?
 

Zerch

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.443
Und was meint ihr zu jenen Veganern, die vor lauter Tierliebe auch ihre Katzen oder Hunde strikt vegan ernähren?
Ich persönlich denke, daß das nicht artgerecht ist, also Tierquälerei wäre. Ich finde es nicht gerade gut, daß der Großteil im gewöhnlichen Supermarkt, an erhältlicher Tiernahrung für Fleischesser, nur mindestens 4% Fleisch enthält.
Eigentlich müssten die Tiere ihre ideale Nahrungsform bekommen, also bei Katzen hauptsächlich kleine Nagetiere, wie Mäuse, Hamster, etc.
Da der Mensch mit seinen Zucht- und Haltungsformen alles aus dem Gleichgewicht gebracht hat, neben vielen anderen Dingen, einschließlich sich selbst, ist es leider reine Utopie, alles artgerecht handhaben zu können. So geben wir den Fleischessern halt auch Dinge, welche diese in der Natur niemals abbekommen würden, selbst wenn es nur 4% von ungeeigneten Beutetieren, wie z.B. Rind, Büffel oder Hai beinhaltet. Das viele Getreide das den Karnivoren vorgelegt wird, ist noch mehr ungeeignet.
Es werden hauptsächlich Abfälle, aus der Nahrungsmittelproduktion für Menschen, weiter für Tiere verwertet.
Und Menschen haben verlernt sich selbst artgerecht zu halten, was mögliche Antworten für eine artgerechte Haltung anderer Lebensformen fast schon als hypothetisch anmuten lässt.
 

Shishachilla

Gesperrter Benutzer
10. April 2002
4.639
Ich mache mir mehr Sorgen um Menschen, die ihre Kinder strikt vegan ernähren.
Habe Freunde, bei denen das so ist.
Sind alle 5 gesund und gut genährt.

Der Mensch ist, genau wie der (Haus-) Hund, ein Allesfresser.
Er kann sich seine Nährstoffe aus der vielen unterschiedlichen Quellen holen.
Das ist was wirklich tolles.
Das unterscheidet uns von sehr vielen anderen Tieren.
WIR können es uns aussuchen.
Meine Meinung:
Bevor jemand 5kg Nackensteaks für 0,99 € kauft sollte er sich lieber vegan ernähren.
 
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