Die flache Erde oder die Globus Lüge

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Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.811
Zum Video in #1203:

Schön gemacht, auch die vom Autor Chopfloch selbst geschriebene Musik (wenn auch nicht mein Stil) und damit erschöpft sich das positiv hervorzuhebende.

Zum Auflösungsvermögen des Auges. Das Auflösungsvermögen gibt an, welchen Abstand zwei Punkt voneinander haben dürfen, damit sie für das Auge nicht zu einem Punkt verschwimmen. Sendet einer dieser Punkt Energie (Licht) aus, und reicht dieses aus, die betreffende Sehzelle auf der Netzhaut zu aktivieren, nimmt das Auge dieses natürlich, unabhängig von der Größe des Punktes, als hellen Fleck wahr.

Das Auflösungsvermögen des Schmerzmpfindens im Hintern, etwa, wenn man sich in eine Reißzwecke setzt, ist sicherlich auch begrenzt. Ab welchem Abstand kann man zwei Reißzwecken nicht mehr getrennt voneinander wahrnehmen? 2 cm? 5 cm? Keine Ahnung. Auf jeden Fall viel mehr als die 0,5 mm Drahtstärke, die die Reißzwecke hat. Trotzdem spürt man es ganz deutlich, wenn man sich in eine setzt.

Zum Verschwinden von Schiffen am Horizont. Das Thema hatten wir hier schon mehrfach. Ich wundere mich immer wieder, was für Idioten doch die alten Seefahrer und Schiffsbauer gewesen sein müssen. Wozu sind die eigentlich zum Ausguck die Masten hoch gestiegen oder haben die dicksten und schwersten E-Messgeräte so hoch es ging nach oben gesetzt? Ist doch alles gar nicht nötig - eher kontraproduktiv, da der Weg in die Höhe dank Pythagoras das Messergebnis verfälscht.

Man hat sogar mit irrsinnigem Aufwand versucht, U-Booten ein Bordflugzeug mitzugeben - nur um einen höheren Aussichtspunkt zu bekommen. Völlig aussichtslos, wir aus Chnopflochs Video folgt. Ein besseres Fernglas auf der Brücke reicht. Schließlich sieht man ja vom Flugzeug aus auch nicht weiter als vom U-Boot. Und all dies ist natürlich völliger Käse, der jeglicher jahrtausendealter Alltagserfahrung widerspricht.

Zur Darstellung von Sternen als rundliche, undefinierte Gebilde. Da Chnopfloch nichts zur Bildtechnik sagt und noch nicht mal die verwendete Kamera nennt, ist es natürlich schwierig, das was er zeigt, einzuordnen. Ich nehme an, dass hier der Bildstabilisator zuschlägt. Auch der hat nur eine endliche Präzision und schafft es vielleicht den Tremor in den Händen halbwegs auszubügeln, aber bringt selbst eine gewisse Unruhe ins Bild. Durch Unwuchten im Motor, durch den Zeitverzug beim Regeln usw. Da ist es nicht verwunderlich , wenn man komisches Zeug findet, wenn man dann mit der größtmöglichen Vergrößerung die schwächstmöhliche Lichtquelle mit den kleinstmöglichen Abmessungen betrachtet. Chnopfloch hat doch selbst ausführlich vorgerechnet, wie winzig dieser Stern ist - er wird niemals mehr als ein Pixel auf dem Sensor gleichzeitig ansprechen (und dürfte nach seiner Logik auch für die Kamera nicht sichtbar sein). Und wenn dann die Kamera um mehrere Pixel herum wackelt, und eine gewisse Belichtungszeit braucht, dann kommt eben eine Lichtspur heraus. Im Prinzip sieht man die Kamera bei der Arbeit, weiter nichts.

Sie halten Sich doch für so einen Oberklugen, Lagavulin, und dann lassen sich von einem Chnopfloch nach Strich und Faden verarschen. Also ganz ehrlich: Ihr geistiges Lichtlein scheint tatsächlich so beschaffen zu sein, wie Chnopfloch es vom Licht der Wega behauptet - für den Betrachter nicht wahrnehmbar, weil zu klein. Aber gut, hin und wieder hat es mal einen gewissen Unterhaltungswert, sich mit dem Mist zu beschäftigen, auf den Sie hineinzufallen pflegen.
 

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