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Wann darf ich wieder Mensch sein, wann darf ich wieder leben

Der Legat

Geselle
10. Mai 2002
23
Ich möchte wieder lieben können....

..ich sitze hier zuhause und merke wie die Zeit sich durch das Herz frisst, wie sich die Gewohnheit alleine zu sein als normal im Kopf manifestiert. Ich lebe nur für mich und habe keine wahre Freude mehr; vieles was ich mache ist für meine Oberfläche.
Das innere Ich ist vereinsamt, läuft im Dunkel meines Herzens festgetretene Wege und begegnet nicht mal sich selbst dabei. Das Einzige Ziel vor Augen stolpere ich durch das Leben und beginne verkrampft nach Wärme und Liebe zu suchen. Jeder Faden, noch so klein wird mit den Händen festgeklammert und dabei erdrückt. Ich bin mir ob diesen Fehler bewusst, jedoch bin ich nicht in der Lage dagegen anzugehen. Diese Misere bringt mich ins Abseits meiner Gefühle. Alle Wege die ich einschlage werden durch einen fast zwanghaften Gedanken geformt. Wie lange kann ich diesen Weg noch gehen ohne mich komplett von der Gesellschaft und deren die ich schätze zu distanzieren?
Ich suche die Wärme und finde nur die Kälte des eigenen Herzens; ich suche die Liebe und finde nur mich.

Wann darf ich wieder Mensch sein, wann darf ich wieder leben...............



Euer Legat
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Ich kann dir leider nicht erzählen, wie man Freunde findet.
Aber ich wünsche dir viel Glück :!:
 

Dagmar_Krause

Geheimer Meister
21. Februar 2003
114
Sei einfach offen freundlich und ein wenig naiv. Wenn das nicht hinhaut less folgende Bücher
Grimpel von Clement Freud
und Wie der Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte von Luis Sepulveda.

und in Chören werden immer Männerstimmen gesucht :wink: .
Und man bekommt Bonbons dort geschenkt ein Chor ist immer ein schöner Ort um Menschen kennenzulernen, besonders wenn man gerne singt, sonst kann man dort bestimmt auch einiges lernen.
 

OTO

Erhabener auserwählter Ritter
18. März 2003
1.185
Trete in irgeneinen Verein ein, es gibt ja genug, da wird auch etwas für dich dabei sein, da kannst du vielleicht leute kennenlernen.
 

Killuminati

Geheimer Meister
2. Juli 2002
333
hm.....auf eine art sehe ich mich wieder, in dem, was du sagst.besser gesagt habe ich angst davor,auch in diese situation zu kommen, denn irgendwie bin ich auf dem besten weg.Ich denke, dass diese "super" tipps, wie "geh in nen verein" dir echt nix bringen.denn dadrauf kannst du ja auch selber kommen.weisst du, ich fühle mich auch ziemlich alleine.ich habe zwar "nach aussen hin" freunde,auch leute, die sehr viel von mir wissen,aber ich kann dir nichtmal genau sagen, ob ich sie wirklich mag...ich verbringe sehr viel zeit alleine,ich habe das gefül, keiner von denen will seine freizeit mit mir verbringen....ich hatte/hab nich ein sehr einfaches leben...und ich glaube, dass mir das jetzt zum nachteil bleibt....ich bin überhauptnicht selbsbewusst....und ich hab das irgendwie nicht drauf mit freundschaften....meine freunde sagen zwar, bei problemen kann ich zu ihnen kommen,aber ich spüre nicht die liebe von ihnen.....es ist leer dahingesagt.ich weiss nicht,was ich tun würde, wenn ich meinem bruder, meine schwester und meinen vater nich hätte....
ich glaube, du musst erstmal besser mit dir selbst klarkommen.....das müsste ich auch...ich bin jünger als du,deswegen hoffe ich, dass bessere zeiten kommen......dein post hat mich zu tränen gerührt.
 

Dagmar_Krause

Geheimer Meister
21. Februar 2003
114
Nun ich war eine recht lange Zeit einsam, einerseits weil ich andere Menschen nicht ertragen habe und gleichzeitig unertragbar war.
Aber ich habe mich geändert, unteranderem durch das lesen von Kinderbüchern :wink: . Und jetzt ist alles so wie es sein sollte, oder besser so wie ich es finde dass es sein sollte.
 

Dagmar_Krause

Geheimer Meister
21. Februar 2003
114
naja sie haben mich dazu gebracht lockerer zu sein. Ich bin jetzt auch recht kindlich und werde immer als jünger geschätzt vor zwei jahren war dies noch anders.
Ein weiteres hilfreiches Buch war Spiele der Erwachsenen von Berne.
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
@der Legat

Erzähl mal mehr über dich!

Grundsätzlich kenne ich dein Gefühl. Ich würd sagen, du bist einfach in der falschen Umgebung. Nicht, daß die dir was schlechtes will, aber sie kann auf dich nicht so eingehen, wie es für dich gut wäre.

Gibts nicht Dinge, die du schon immer mal tun wolltest und nur deshalb nicht gemacht hast, weil deine Umgebung dem mißtrauisch oder irgendwie anders negativ gegenüberstand ? Ich sag dir was: TU'S TROTZDEM ! Je mehr du zu dir selber stehst, desto eher können andere zu dir stehen. notfalls wechsle die Gegend, zieh dahin, wo du dich wohlfühlst.

Bei mir hat das ewig gedauert, aber irgendwann hats klick gemacht, und es kam dann das, was man "Erleuchtung" nennt. Danach hatte ich eher zu viele "gute" Freunde.
 

metronymikon

Großmeister
20. Oktober 2002
74
Re: Wann darf ich wieder Mensch sein, wann darf ich wieder l

Der Legat schrieb:
..ich sitze hier zuhause und merke wie die Zeit sich durch das Herz frisst, wie sich die Gewohnheit alleine zu sein als normal im Kopf manifestiert. Ich lebe nur für mich und habe keine wahre Freude mehr; vieles was ich mache ist für meine Oberfläche.
@Der Legat

Na, so allein bist du mit deiner Einsamkeit nicht! Was glaubst du denn, warum sich viele User im Internet herum treiben? Sieh dir nur einmal an, wieviele Stamm-User hier bei WV tagtäglich (und das stundenlang) ihre Freizeit totschlagen. Beweist das nicht genügend, dass der größere Teil der User keine Menschen im RL findet, mit denen er seine Gedanken und Gefühle vertrauensvoll austauschen kann?

Manche mögen besser dran sein, als du selbst. Leben sie doch noch bei ihren Eltern oder haben inzwischen ihren Lebenspartner gefunden. Aber was sagt das schon? Auch in einer großen Gemeinschaft kann man sich sehr, sehr allein und unverstanden fühlen.

Welchen Rat ich für dich habe? Keinen! Nur die Hoffnung, dass du irgendwann deine(n) Partner/in findest. Eine mehr oder weniger lange Zeit des Glücklichseins wird uns allen in einer festen Partnerschaft gewährt. Danach kehrt dann auch dort meist wieder der Alltag ein. Gehen Kinder aus dieser Zweisamkeit hervor, dann kommen einige Jahre, in denen man glaubt, einen Sinn im Leben gefunden zu haben.

Doch Vorsicht! Spätestens wenn die Kinder das Elternhaus verlassen haben, taucht bei vielen die Sinnfrage wieder auf. Es gibt viele Möglichkeiten sich Zeit seines Lebens von der Suche nach Verständnis und Geborgenheit abzulenken. Irgendwann aber merkt man, dass man von kurzen Unterbrechungen abgesehen, immer auf sich selbst gestellt war.

Resignierend, aber mit freundlichen Grüßen
metronymikon
 

morgenroth

Geheimer Sekretär
6. September 2003
685
Hallo Legat.

Was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor.Wohin das bei mir geführt hat habe ich in einem Medi-Tread schon beschrieben.Ich weiss nicht warum das bei dir so ist,ich schätze nur,ich weiss woran es bei mir mangelt:Selbstbewusstsein,Selbstliebe und nicht zuletzt an Energie wirklich
was ändern zu wollen.Obwohl Einsamkeit ein Scheissgefühl ist,habe ich mich lange nicht in der Lage gesehen etwas zu ändern.Mittlerweile schaffe ich es aber wieder in kleinen Schritten,Kontakt zu alten Bekannten und auch Freunden(?) aufzunehmen.Ich weiss überhaupt nicht wie schlimm sich das alles für dich anfühlt-aber für mich ist dieses Gefühl der Einsamkeit so unerträglich gewesen,das ich eine Therapie begonnen habe.
Demnächst werde ich auch noch für 3 Wochen eine stationäre beginnen.
Wie schon gesagt:kleine Verbesserungen merke ich schon,aber ich glaube es liegt noch ein langer Weg vor mir das Leben,die Menschen und vor allen Dingen Mich wieder zu lieben.
Ich wünsche Dir die Kraft,dein Leben wieder so zu leben wie Du es willst.

Alles Gute
morgenroth
 

nicolecarina

Meister vom Königlichen Gewölbe
6. Juni 2003
1.414
tip für dagmar und alle anhänger ihrer therapie:

vom kleinen maulwurf der wissen wollte wer ihm auf den kopf gemacht hat

werner holwarth/wolf erlbruch

:roll: :wink:
 

Der Legat

Geselle
10. Mai 2002
23
Hallo Zusammen,
ich möchte mich erst einmal bedanken für Euren Willen mir zu helfen und für die Ehrlichkeit Einzelner die "wissen" das manchmal helfen nicht möglich ist.

Zur Erklärung meiner Person müßtet ihr vielleicht das eine oder andere mehr wissen, denn ich schreibe nicht oft.

Meine Texte sind Gedankenfragmente, die aus meinem gesamten Leben bestehen. Viele Texte sind etwas älter und liegen ein paar Jahre zurück; mancher ist aktuell.

Dieser Text entstand eines Nachts, als ich mich in in mein Inneres zurückzog und ganz auf ein Gefühl einließ. Einer meiner Eigenschaften ist es Gefühle intensiv zu leben und zu bearbeiten. Dieses geschieht nicht immer, jedoch wenn das Herz dem Kopf signalisiert es sei an der Zeit das rationelle in den Hintergrund zu stellen und das emotionelle nach vorne zu kehren so schreibt Der Legat.

Die Tiefen des "wahren Fühlens" bleiben uns oft verschloßen. Wir haben Angst vor uns selbst und trauen uns nicht das emotionelle agieren zu lassen.

Eine besondere Geschichte war dieser obige Text; denn just in dem Augenblicke des Verfassens bekam ich zwei Anrufe von mir sehr wichtigen Personen. Es gibt eine Art der Gefühlstransformation die über Kilometer Entfernung wirkt. Ich bin darüber immer wieder erstaunt, und weiß das auch ich oft im richtigen Augenblick mich bei verschiedenen Leute gemeldet habe welche dann auch in seelischen Not waren.


liebe Grüße euer Legat
 

Yogi

Geselle
18. August 2003
34

Tetsuo

Geheimer Sekretär
9. Juli 2003
649
Hm ich kann auch nicht mehr lieben, ich denke das liegt daran das ich niemanden mehr traue. Liegt wohl an meiner Paranoia. Ne aber echt ich kann mir nicht vorstellen mich noch mal zu verlieben. Zu viele schlechte Erfahrungen...
 

Laurin

Geheimer Sekretär
10. April 2002
602
mh, wenn ich vielleicht auch nicht so wirke, kenne ich dennoch deine/eure probleme.


das sich-selbst-abschotten von allem, niemanden sehen zu wollen...einfach alles (zwischenmenschliche) hinschmeißen zu wollen.


wenn man der typ dafür ist, dann soll man vereinen beitreten....das kann was bringen, muss aber nicht. bei mir würde es augenblicklich gar nichts bringen, auch wenn ich als teenager da gut mit gefahren bin.

wenn man aber nicht der typ dafür ist, dann wird es schwierig, wenn man dazu noch kommunikationsgehemmt ist, dann dezimieren sich die vorhandenen freunde...nach und nach....schleichend.


zwar habe ich im augenblick freunde, allerdings wohnen diese sehr/relativ weit weg, dass man sich höchstens wochenends sieht, seit man aber berufstätig ist .....naja.....man ist einfach mal froh, wenn man die tür zu machen kann und ganz allein ist.


deshalb zwinge ich mich mittlerweile irgendwas zu unternehmen...es ist sehr mühsam und gegen meine innere einstellung....ich möchte mich meist einfach nur abkapseln, allein sein....aber das ist der einzige weg, die besten seiner freunde, die aus der großen masse übrig geblieben sind zu halten.



Laurin
 
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