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Wann steht Deutschland still

die Kriegerin

Prinz der Gnade
19. September 2017
4.346
Kennst du den Film Inside Job?
Die Herangehensweise des Films wird bereits durch seinen Titel vorbereitet: Inside job ist im Englischen eine informelle Bezeichnung für eine Straftat zum Nachteil eines Unternehmens, die durch einen eigenen Mitarbeiter (Politiker) verübt wird, also eine Straftat durch einen Insider.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.850
AdBlue ist nur nice to have, oder? Oder brauchen moderne Diesel das inzwischen und gehen sonst über den Jordan?
 

MatScientist

Groß-Pontifex
21. März 2014
2.983
Solche Sachen bedenken die Grünen halt nicht...dass Gas nicht nur zum Heizen da ist, sondern auch als Grundstoff für die Chemische Industrie.


Herstellung AdBlue:
"
Harnstoff (CH4N2O) wird in der chemischen Industrie großtechnisch aus Ammoniak (NH3) und Kohlendioxid (CO2) hergestellt. Ammoniak wird dazu mittels elektrischer Energie (85 bis 160 kWh pro t) aus Stickstoff (N2) und Wasserstoff (H2) hergestellt (Haber-Bosch-Verfahren). Der benötigte Wasserstoff wird wiederum fast ausschließlich aus – überwiegend fossilemMethan (CH4) hergestellt.[10][11]

Durch hohe Gaspreise stieg der Preis des Additivs von vormals 13 €/100 l auf 76 €/100 l im ersten Quartal 2022.[12]
"


Sich von "fossilen Energieträgern" unabhängig machen hieße einen gesellschaftlichen Rückschritt in die Vorindustrielle Zeit im 18. Jh.

Hoffe das war jedem Grünenwähler klar. Denke aber eher weniger.
 

GreatWeSet

Großmeister
20. August 2022
56

AdBlue fehlt. Gas fehlt. Strom fehlt.
Genderspinner und Impfdeppen in der Regierung.

Wie lange läufts noch halbwegs normal weiter und wann wird alles stehen?

Gegen wen wird sich der Hass der deutschen Bevölkerung dann richten?
Wie lange es dauert, keine Ahnung. Fakt ist, und das habe ich Anfang 2020 vorhergesagt, D wird zerstört werden, mindestens wirtschaftlich. Und das passiert gerade. Der Widerstand hat vielleicht noch ein paar Jahre. Ich denke die wollen mit dem Great Reset bis 2030 durch sein.
 

die Kriegerin

Prinz der Gnade
19. September 2017
4.346
Nicht nur Deutschland hat er in der Hand, denn Japan geht es ebenso. Da wird Gas einfach abgefackelt.

Täglich werden rund 9.000 Tonnen CO2 freigesetzt.

Nachdem Russland seine Gaslieferungen nach Deutschland massiv gedrosselt hat, soll es nun systematisch grosse Mengen Erdgas abfackeln. Dies schreibt der britische Nachrichtensender BBC unter Berufung auf das norwegische Energieberatungsunternehmen Rystad Energy. Gemäss dessen Analyse gehen in der nordwestlich von Sankt Petersburg gelegenen Produktionsanlage Portowaja täglich rund 4,34 Millionen Kubikmeter Erdgas in Flammen auf.

https://www.nzz.ch/international/ru...utschland-vorenthaelt-ld.1699925?reduced=true

Die Flamme über der russischen Erdgas-Produktionsanlage Portowaja ist von der finnischen Grenze aus zu sehen.

https://sumikai.com/nachrichten-aus-japan/russland-droht-japan-den-gashahn-zuzudrehen-311383/

Medwedew sagte in seiner Antwort, dass man die angebotene Ölmenge reduzieren werde und der Preis dadurch steigen werde. Gleichzeitig warnte er, dass Japan sich nicht mehr an Sachalin II beteiligen wird, sollte eine Obergrenze des Handelspreises eingeführt werden.

https://www.nzz.ch/wirtschaft/sacha...ndirekt-enteignung-an-ld.1691663?reduced=true
 

die Kriegerin

Prinz der Gnade
19. September 2017
4.346
Nach dem Stopp der Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 befinde sich die „im roten Bereich“, sagt ein französischer Experte. Der Verbrauch muss stärker gesenkt werden. Kommen jetzt Rationierungen
Russland hat die EU ganz nett im Griff.
1663051783622.png

Die Bundesnetzagentur hatte jedoch schon frühzeitig gewarnt, dass selbst fast komplett gefüllte Gasspeicher nur für zweieinhalb Monate reichen würden, wenn kein Gas aus Russland mehr fließt. Aktuell sind die Speicher zu etwa 85 Prozent gefüllt.
 

MatScientist

Groß-Pontifex
21. März 2014
2.983
Problematisch bei der dt Industrie ist dass sie eine Veredlungsindustrie ist, und selber wenig Ressourcen hat.

Jetzt hatte man die Industrie die letzten Jahrzehnte im reinen Vertrauen darauf, dass irgendwer Gas nach Deutschland reinpumpt, umgemodelt.

Sind wir wieder beim Thema Nationale Selbstversorgung (aber das war ja immer pöhser Nationalismus).

Beispiel Glasindustrie:
Früher mit Holz die Schmelzwannen gefeuert, nun mit Gas, was auch als Schutzgas gebraucht wird, und jetzt steht man ohne Gas halt blöd da.

"Zentren der deutschen Glasindustrie waren wegen des immensen Bedarfs an Holz von jeher die waldreichen Mittelgebirge, besonders die Dörfer und Städte im Bayerischen und Thüringer Wald, die bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts hauptsächlich von dieser Industrie lebten. Hier bildeten sich auch zahlreiche Spezialisierungsrichtungen heraus, so beispielsweise Christbaumschmuck aus Lauscha und Thermometer sowie andere Laborgeräte aus Glas aus Ilmenau. "

Ich glaube kaum, dass man in Zukunft mit Gas, welches mit einem Tankschiff aus USA rüberfahrenmuss, weiter konkurrenzfähig bleibt.

Von demher müssten Industriezweige schnellstmöglich auf "Vor-Erdgaszeit" umbauen, wenns überhaupt iwie möglich ist.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.850
Unsere moderne Glasindustrie werden wir nicht mit Holzkohle betreiben.

Über kurz oder lang wird es keinen Präsidenten Putin mehr geben, aber es wird ein Rußland geben, und dieses Rußland wird dieselben Rohstoffe und dieselben Interessen haben wie vor dem Krieg.
 

Nachbar

Ritter Kadosch
20. Februar 2011
5.040
Über kurz oder lang wird es keinen Präsidenten Putin mehr geben, aber es wird ein Rußland geben, und dieses Rußland wird dieselben Rohstoffe und dieselben Interessen haben wie vor dem Krieg.
Ja / nein / vielleicht. Russland hat eine Wissenschaft auf Weltniveau. Wer es wahrnehmen möchte, kann auch in Russland wahrnehmen, dass der Begriff "dieselben" in zentralen Feldern der strategischen Ausrichtung einer Nation auf dem besten Wege ist, als Synonym für "zukunftsunfähig" zu funktionieren.

Die Menschheit muß extrem dringend aus der Verbrennung fossiler Energieträger raus. Punkt. Keine Alternative. Wer das immer noch nicht kapiert hat, ist ein Idiot. Und wer es kapiert hat, was weiß Gott nicht schwer ist, und den es aus unterschiedlichsten Gründen nicht kümmert, ist ein Verbrecher.
Da es um Russland geht ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jemand aus der zweiten Kategorie an die Macht kommt, und dann behältst Du Recht.

Ein Regent, der die Zukunft seines Landes weiterhin auf den Export fossiler Energieträger aufzubauen probiert, handelt kurzsichtig. Wie üblich zumeist aus egoistischen Motiven. Aber der Klimawandel wird Jahr für Jahr spürbarer und entsprechend wächst der Handlungsdruck auf die Regierungen. Gas, Öl und Kohle werden zwar weiterhin benötigt, wir Deutsche bekommen das ja aktuell zu spüren, aber nichtsdestotrotz sind diese Rohstoffe als zentrale Einnahmequelle ein Auslaufmodell.

In Zeiten einer globalen Bedrohung müssen sich die Interessen eines Landes zwangsläufig dem Interesse der Menschheit annähern. Und das Interesse der Menschheit ist, genau wie beim Individuum, das Überleben. Momentan sind die Schläge noch nicht gar so arg, insbesondere noch nicht bei den zentralen Verursachern, also den Industrienationen. Zwar erleben in Deutschland beispielsweise alle Betriebe die irgendetwas mit dem Bauen von Brunnen zu tun haben einen absoluten Boom, aber das merkt ja kaum jemand. Und nun wird es Gott sei Dank auch erstmal wieder kälter.

"Dieselben Interessen mit denselben Rohstoffen" wird aus Russland über kurz oder lang einen gigantischen Elendsstaat machen, ganz egal wer regiert. Kein vernünftiger Mensch kann sich das wünschen.

Aber wahrscheinlich wird es so kommen. Die erste Weltklimakonferenz war 1979, das sagt schon viel. Der Mensch ist deutlich mehrheitlich zu gierig und zu egoistisch, er kriegt die Kuh nicht vom Eis (bevor es schmilzt).
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.850
Die Versorgung eines Industrielandes wie Deutschland mit Energie ist ausschließlich mit den fälschlich so genannten erneuerbaren Energien leider nicht möglich. Gaskraftwerke sind deswegen ein zentraler Bestandteil des Umbaus unserer Energieversorgung. Sie springen ein, und nur sie können einspringen, wenn die sog. Erneuerbaren gerade nicht liefern. Unsere Energiestrategie hat unsere Abhängigkeit vom Gas vergrößert, und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben, wahrscheinlich ein paar Jahrzehnte, denn Abschalten war wesentlich einfacher als Aufbauen sein wird. So lange haben wir ein vitales Interesse, russisches Gas zu kaufen. Sollte Rußland seine Verantwortung für das Weltklima entdecken, müssen wir hoffen, daß andere das nicht so schnell tun, sonst haben wir eben verloren. Dann können wir uns ggseitig die Haare schneiden und, pardon, Visitenkarten entwerfen.

Der Umbau der russischen Wirtschaft wäre ebenfalls ein sehr langfristiger Prozeß, in den die Demographie ebenso hineinspielt wie kulturelle Aspekte und so etwas wie Nationalcharakter. Herr Präsident Putin hat da völlig versagt und Rußland weit hinter die Sowjetzeit zurückgeworfen, wie es jetzt scheint. Sollten seine Nachfolger hier tüchtiger sein, werden wir übrigens nichts zu lachen haben, da die russischen Interessen, wie gesagt, dieselben bleiben werden. Sie werden von der Geographie und der Demographie diktiert.
 

die Kriegerin

Prinz der Gnade
19. September 2017
4.346
14.09.2022,
Der Kreml soll nahe der Gaspipeline "Nordstream 1" mehrere Millionen Kubikmeter Gas verbrennen, die eigentlich für den Export nach Deutschland bestimmt waren.
Ob das wirklich nur der Putin anschafft? Ich denke da steckt schon mehr dahinter.
 

Nachbar

Ritter Kadosch
20. Februar 2011
5.040
Die Versorgung eines Industrielandes wie Deutschland mit Energie ist ausschließlich mit den fälschlich so genannten erneuerbaren Energien leider nicht möglich. Gaskraftwerke sind deswegen ein zentraler Bestandteil des Umbaus unserer Energieversorgung.
Ja, natürlich. Wie lange dafür aber noch Gas aus Russland kommen muß, ist fraglich.

Bei Gesprächen wie diesem müsste eine Frage immer am Anfang stehen: Wie ernst nehmen die Gesprächspartner den aktuellen Bericht des Weltklimarats? Ab einem gewissen Maß an Abweichung bzgl. der Akzeptanz oder dem internen Umgang mit dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand zielen Argumente zwangsläufig aneinander vorbei.

Überlegungen, zu den aus vergangenen Jahrzehnten gewohnten Standards zurück zu finden, halte ich für grundverkehrt. Benötigt werden Veränderungen, sehr radikal und extrem schnell. Nicht weil ich mir das wünsche, sondern weil es die Physik vorgibt. Genau genommen müsste der Teil der Menschheit der den Ausstoß von Treibhausgasen maßgeblich verantwortet seine Lebensweise und natürlich auch den Begriff "Wohlstand" grundlegend neu denken.


Das ist abstraktes Geschwafel wenn das hier so steht, das ist mir klar, und es nützt einem Glas produzierenden Unternehmen aktuell kein bisschen, und es interessiert die Mehrheit auch nicht, die im Winter wieder nach Malle & Co. will und nächstes Jahr einen neuen SUV, und es verärgert extrem all Diejenigen, die gerade in echte Not geraten und die deshalb berechtigter Weise ganz andere Sorgen haben als das Klima in 10 oder 20 Jahren und danach, aber gleichzeitig stimmt es auch.

Und nein, ich habe auch keine Idee. Allemal müssten wir hurtig hin zu regenerativ erzeugtem Wasserstoff und Treibstoff, und also nebenbei auch weg vom massenhaften Fleischkonsum, und vieles Andere mehr, aber auch das löst die Probleme natürlich nicht. Sollte der ITER tatsächlich funktionieren und die Menschheit dann in einer großen Anstrengung weltweit Fusionskraftwerke bauen, das könnte noch was bewegen.
 
Zuletzt bearbeitet:

MatScientist

Groß-Pontifex
21. März 2014
2.983
Genau genommen müsste der Teil der Menschheit der den Ausstoß von Treibhausgasen maßgeblich verantwortet seine Lebensweise und natürlich auch den Begriff "Wohlstand" grundlegend neu denken.
Also China und die USA, und nicht wir.


China 27%, USA 13% und Deutschland 1,9% Anteil an globalen Treibhausemissionen.

Und wir Deutschen wollen in einem Akt der Selbstkatharsis mal wieder die ganze Welt retten. Typisch.
 

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