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Wann bricht der Klassenkampf auch in Europa aus?

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
Hoffentlich nie. Das wäre ein Rückschritt in die falschen Träume des 19.Jh. Wir sollten nicht spalten, gegeneinander aufwiegeln, sondern zusammenbringen.
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.692
Man könnte evtl. behaupten, dass der Klassenkampf von oben nach wie vor stattfindet und der Klassenkampf von unten auf Eis gelegt wurde, da man festgestellt hat, dass sich die europäische Linke ganz prima mit Identitätspolitik unterhalten lässt.
 

Libertarian

Gesperrter Benutzer
7. Dezember 2017
137
Der Klassenkampf hat nie aufgehört, es ist völlig klar das diese Situation nicht ewig anhalten wird
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
Nein, aber jeder User hat Gelegenheit, hier seine Meinung zu sagen - auch völligen Blödsinn, wie Du weißt, oder recycelten Schrott aus der Ideologie-Mottenkiste. Ob das jemanden interessiert, ist eine andere Sache,
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.692
ist bereits mit 12,6% fehlgeleiteten Germanen.
Aber richtig, das ist streng genommen keine Klasse, sondern Schwänzer
Bemerkenswert, die AfD mit Leuten wie von Storch ist also für Dich eine Klassenkampfpartei?

Wir haben hier ja wahrlich einige inspirierte und unterhaltsame Schreiberlinge, aber manchmal frage ich mich doch mit einer gewissen Bewunderung, wie man ein solches Level an Kreativität erreichen kann.
 

Hinz

Vorsteher und Richter
24. Januar 2015
766
Die Reichen (Kapitalisten und Plutokraten) haben den Klassenkampf gewonnen, der Rest der Arbeiterklasse ist zu Zombieklasse geworden.

Video gelöscht. Die Forenregeln verbieten ausdrücklich Links auf die Angebote Herrn Moustafa Kashefis. Verwarnung!

Jäger, Mod
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
Eine Revolution ist leider nicht mehr möglich, da die Bahnsteigkarten abgeschafft wurden, die laut Lenin unbedingt erforderlich sind. Auch Gaslaternen werden immer seltener - zu spät, verpennt oder was...
 

KB_Snatch

Geheimer Meister
17. Dezember 2017
412
Ich kann in Deutschland zur Zeit keine Klassen im klassischen Sinn erkennnen.
Soziale Millieus, ja. Aber die sind nicht in einer bestimmten Ideologie vereint, haben keinen homogenen Klassengeist entwickelt, von Redelsführern oder neudeutsch Speakern der einzelnen Milleus, die die jeweilige Klasse in den „Kampf“ führen könnte auch keine Spur. Die Menschen definieren sich im herschenden Zeitgeist anders, sind zunächst erst mal HipHoper, Goths, Veganer, Crossfitter, Runner, Motorradfahrer, Laktoseintollerant...und erst in zweiter Instanz dann Hartzler, Arbeiter, Angestellte.

So ganz unpassend fand ich Westerwelles spätrömische Dekadenz damals gar nicht mal.

Insofern nein, der Zeitgeist würgt den Klassenkampf gerade ab. Realistischer wäre da eher ein zielloser, aber handfester Bürgerkrieg. Nur dazu geht es uns in Summe noch viel, viel zu gut. Schau in die dritte Welt, da siehst du wirkliches, sehr reales Leid.
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.692
Ich kann in Deutschland zur Zeit keine Klassen im klassischen Sinn erkennnen.
Soziale Millieus, ja. Aber die sind nicht in einer bestimmten Ideologie vereint, haben keinen homogenen Klassengeist entwickelt, von Redelsführern oder neudeutsch Speakern der einzelnen Milleus, die die jeweilige Klasse in den „Kampf“ führen könnte auch keine Spur. Die Menschen definieren sich im herschenden Zeitgeist anders, sind zunächst erst mal HipHoper, Goths, Veganer, Crossfitter, Runner, Motorradfahrer, Laktoseintollerant...und erst in zweiter Instanz dann Hartzler, Arbeiter, Angestellte.

Sicher ein sehr berechtigter Punkt, den ich jedoch eher auf das Klassenbewusstsein beziehen würde. Die Klassenlage wird m.E. objektiv bestimmt, bspw. im klassisch-marxistischen Sinn eben über den Besitz an Produktionsmitteln, in der moderneren Sozialwissenschaft häufig über Berufsgruppen. (Fehlendes) Klassenbewusstsein ist jedoch zweifellos ein subjektives, u.a. auch durch den Zeitgeist beeinflusstes Phänomen. Die objektive Klassenposition bedingt objektiv begründete materielle Interessen, etwa bezüglich Steuer- und Wirtschaftspolitik, die jedoch nicht den eigenen Werten oder subjektiv wahrgenommenen oder vertretenen Interessen entsprechen müssen...
 

Libertarian

Gesperrter Benutzer
7. Dezember 2017
137
Nur dazu geht es uns in Summe noch viel, viel zu gut. Schau in die dritte Welt, da siehst du wirkliches, sehr reales Leid.

Sicher, einige sind damit zufrieden, Brot und Spiele. Doch das wird nicht ewig so bleiben, die Finanz-Blase wird platzen, soviel steht zumindest fest. Nichts ist determiniert
 

KB_Snatch

Geheimer Meister
17. Dezember 2017
412
Sicher, einige sind damit zufrieden, Brot und Spiele. Doch das wird nicht ewig so bleiben, die Finanz-Blase wird platzen, soviel steht zumindest fest. Nichts ist determiniert
Wenn du echte Gerechtigkeit möchtest, musst du erst denen helfen, denen es am schlechtesten geht. Mit dem Blick auf die dritte Welt möchte ich nicht rechtfertigen, dass wir in Deutschland auch aus der Perspektive eines Obdachenlosen noch recht gut da stehen, sondern vielmehr den Finger in die Wunde legen, dass wir das brutale Elend der dritten Welt billigend in Kauf nehmen, um unseren westlichen Wohlstand zu sichern. Das solltest du als Anarchist und Chomsky-Kenner eigentlich sehr genau wissen. ;)

Weißt du, in den richtigen Elendsgebieten dieser Welt gibt es keine Bahnhofsmission, keine Suppenküche, keine Tafel und auch keinen medizinischen Notdienst für Obdachlose. Wenn du da hungern musst, dann verreckst du auch daran. Leitungswasser geht hier z.B. immer, während andernorts industriell versiffte Dreckbrühe getrunken werden muss, damit wir uns hier durch die dadurch produzierte Zuckerbrühe von Nestle und co fröhlich unsere Adipositas ansaufen können.

Das ist uns aber scheißegal, wenn wir hier dekadent über den Hartz4-Regelsatz jammern. Damit will ich nicht die Bestrebungen abwürgen, auch hier in diesem Lande die Gerechtigkeitsfrage zu stellen, aber solange wir nicht im gleichen Atemzug auch für Verbesserungen in der dritten Welt eintreten, ist das nichts als scheinheiliges, egoistisches Geschwafel. Denn den meisten, geht es dabei nur darum, ihre eigene Lebenssituation zu verbessern, oder was meinst du wieviele nach der persönlichen Verbesserungen auch bereit wären, Projekte wie z.B. Aqua con vida zu unterstüzen? Eben!

Ja die Finanzblase wird platzen, da bin ich bei dir, aber Kapitalismuskritik kann nur global formuliert werden, sonst ist es gefährlich nahe an verdecktem Nationalismus.

In diesem Sinne, kommt gut ins neue Jahr und denkt vielleicht auch ein wenig an die, die keine Gelegenheit haben, sorgenfrei ins neue Jahr feiern zu können.

Vielleicht springt als guter Vorsatz ja auch ein wenig Spendengeld, es gibt sehr sinnvolle Projekte, wo es auch vollumfänglich ankommt. Tut Gutes und bleibt Gesund. ;)
 

Aragon70

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juli 2008
1.439
Die Finanzblase wird natürlich platzen, das tut sie im Abstand von 5-10 Jahren immer. Der letzte Crash war dieser Hong Kong Aktien Crash. Nach 2001 war der Dax mal bei 2000 Punkten. Tja, da hätte man massenweise kaufen sollen :)

Meine Theorie ist das die Blase dann platzt wenn aus den meisten Aktien Diagrammen der letzte Crash herausgefallen ist. Im Moment kommt auch noch diese Bitcoin Blase dazu, die wird ohne Zweifel auch platzen.

Aber die Welt wird danach nicht untergehen, man kann das einfach als eine notwendige "Bereinigung" des Marktes ansehen, wenn zu viele zu risikobereit geworden sind. Jemand meinte mal wenn jeder ahnungslose Trottel plötzlich in den Aktien Markt investieren will (oder aktuell in Bitcoins) steht der Crash kurz bevor.

Sehr viele werden dann eine Menge Geld verlieren, allerdings auch hauptsächlich nur die welche eh genug davon hatten, sonst hätten sie erst gar kein Geld für sowas gehabt. Die werden erstmal wieder "geheilt" vom Aktienmarkt sein und dem Gedanken an schnelles Geld ohne Arbeit.
 

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