Sind Urheberrechte von gestern?

dtrainer

Wiedergänger
Pirate Bay & Co...

BREIN bringt Pirate Bay erneut vor Amsterdamer Gericht

Ihre Betreiber stehen wieder vor dem Richter: Pirate Bay
Am 8. Oktober fand vor einem Amsterdamer Gericht eine weitere Anhörung der Betreiber von Pirate Bay statt. Die Richter hatten in einem Urteilspruch nach einer Klage der niederländischen Urheberrechtsorganisation BREIN Ende Juli die Abschaltung des BitTorrent-Trackers in den Niederlanden angeordnet, woraufhin die verurteilten Pirate-Bay-Betreiber Berufung einlegten.
Quelle
Der Streit geht schon lange. Urteil für/gegen Tauschbörsen, Klagen wegen kopierter Musik, Gründung einer Partei - und die bekommt gleich mal 2%.

Haltet ihr das gültige Urheberrecht für veraltet?
Sollte der Begriff "geistiges Eigentum...
- gestrichen werden
- neu definiert werden
- durch einen Anderen setzt (welchen?) werden?

Habt ihr Bedenken eure Musik-CD's zu kopieren, für den Fall daß das Original beschädigt wird?

habt ihr unschöne Erfahrungen mit dem Urheberrecht gemacht (Anzeigen..?)

bin gespannt.
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Naja die Piraten sollte man jetzt nicht nur darauf reduzieren, aber du hast schon recht was den Streit angeht, dazu hab ich grad folgendes gefunden...

Rapidshare: Von Klagen, Berufungen und neuen Gesetzen @ NETZWELT.de

"Nach einem Urteil des Kölner Landgerichtes Ende März müssen die Sharehoster nun dafür sorgen, dass keine urheberrechtlich geschützten Dateien illegal über ihre Server getauscht werden. Bisher mussten sich Verwertungsgesellschaften wie die GEMA oder Interessenverbände wie die IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) selbst aktiv auf Jagd nach Online-Nutzern machen, die unerlaubt Musik oder Filme über das Netz tauschen."

[...]

"Selbst wenn ein Nutzer ein komplettes Album von Robbie Williams auf einem Sharehosting-Server ablegt, ist ja noch lange nicht gesagt, dass dieses auch zur illegalen Verbreitung im Netz gedacht ist. Schließlich ist es ja auch möglich, dass die Robbie Williams-MP3s ganz legal von einer gekauften CD gerippt wurden und auf dem Filehosting-Server nur als vorübergehendes Backup gespeichert sind - was schließlich nicht verboten ist. Das heißt: Es muss auch nachgewiesen sein, dass eine hochgeladene Datei dazu bestimmt ist, illegal getauscht zu werden."
 

dtrainer

Wiedergänger
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Hi Beck's,

Ich meine nicht nur die Partei. Piraten sind wir ja irgendwie alle, sobald wir uns mp3's ziehen und die vielleicht auch noch mailen...mache ich übrigens gern.
Interessant ist auch die wirre Rechtslage was die Tools angeht: der Media Player rippt CD's, kein Problem.
Ich verwende den NO23 Recorder, der rippt alles was ihm in die Quere kommt, also auch Youtube-Videos, Fernsehton..eben alles was man hören kann. Er ist kostenlos. Weder Microsoft noch NO23 bekommen deswegen rechtliche Probleme.
Ich nehme an wir werden bald ein modifiziertes Urheberrecht bekommen.

Grüße
NO 23 Recorder (Win - XP, Vista)
NO 23 Recorder (Win - 2000)
 

holo

Frechdachs
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Pirate Bay & Co...


Quelle
Der Streit geht schon lange. Urteil für/gegen Tauschbörsen, Klagen wegen kopierter Musik, Gründung einer Partei - und die bekommt gleich mal 2%.

Haltet ihr das gültige Urheberrecht für veraltet?
Sollte der Begriff "geistiges Eigentum...
- gestrichen werden
- neu definiert werden
- durch einen Anderen setzt (welchen?) werden?

Habt ihr Bedenken eure Musik-CD's zu kopieren, für den Fall daß das Original beschädigt wird?

habt ihr unschöne Erfahrungen mit dem Urheberrecht gemacht (Anzeigen..?)

bin gespannt.
Generell ist mein Stand:
Kopieren ist erlaubt, aber:
Du musst im rechtmäßigen Besitz des Originals sein, wenn du kopierst.
Es ist verboten, den Kopierschutz auszuhebeln, darfst aber noch eine analoge Kopie ziehen.

Mit Ersterem ist es leicht: Du gehst in die Videothek oder ziehst dir die WMA von Napster herunter.
Zwei Mal Besitzer.

Die DVD nun zu rippen ist verboten. Der Grund, weshalb man einschlägige Kopiersoftware im Ausland erhält, aber nicht im Land dusseliger Richter. Ein Grund, weshalb TuneBite seinen eigenen, legalen Weg gehen muss.

Und dennoch: Das Aushebeln des Kopierschutzes ist verboten, steht jedoch nicht unter Strafe.

Nun liegt die Kopie auf meinem Laufwerk ... doch wer will beurteilen, dass hier der Kopierschutz geknackt oder aber meine Framegrabberkarte und eine Authoringsoftware im Spiel war? Wie will das einer bei 192 kBit/s nachweisen?

Ich kann denen schon mal sagen: Ich habe eine TuneBite-Lizenz, einen Videothekenausweis und eine Framegrabber-Karte ... und natürlich auch einen No23-Recorder ;)

Damit sind wir beim Thema Weiterreichen von (auch illegal angefertigten) Kopien:
Das ist verboten und das finde ich auch gut so.

Wenn jemand nicht bereit ist, für jede (in der Regel geschnittene) DVD überteuerte Mondeuronen zu blechen, dann muss er nicht im Gegenteil für lau Raubkopien ziehen. Rettet die Videotheken!
Wäre klüger, denn: Nur dort kommt man in den Genuss einer FSK-18-Fassung, die ja wohl kaum mit dem Schrott zu vergleichen ist, den Premiere sendet oder der von der Leinwand abgefilmt wird.
Und man kann zumindest sagen, dass man rechtmäßiger Besitzer des Originals war ...
Und bei meiner Musik ... nun, alles, was ich so habe, stammt von alten CDs oder ist ersetzt durch Napster, womit der No23-Recorder ausgedient hat. Dank TuneBite automatisch im Batchbetrieb "überspielt" und nach mp3 konvertiert. Adieu, DRM. Adieu, CSS ... adieu Gravenreuth und Konsorten.

Ich bezahle ... nur nicht ganz so viel.

Gruß
Holo
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Ich finde ja die Idee der Kultur-Flatrate-Abgabe ganz charmant ... :egal:
 

wolfberg

Geselle
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Ich meine, man sollte Urheberrechte jedenfalls stark einschränken. Wenn ein einzelner Maler, Autor oder Musiker etwas malt, schreibt oder komponiert, so finde ich schon, er sollte die alleinigen Rechte daran haben, und auch dafür Geld bekommen.

Andererseits denke ich, gibt es da den "Hobbybereich", etwa Fanvideos auf Youtube, Fanart von bekannten Anime-Serien usw. Solche Dinge sollten Menschen gestalten dürfen, solange sie nicht selbst damit Geld machen, auch wenn andere daran ein Copyright haben.

Prinzipiell bin ich gegen Patente auf Dinge aus der Natur, etwa für Gene oder andere biologischen Dinge. Was in der Natur ist, darf nicht einigen als Profit dienen. Das Urheberrecht und Patent sollte da auch aufhebbar sein, wo das Gemeinwohl vor geht. Etwa wenn theoretisch ein Mensch ein Aids- oder Krebsheilmittel erfindet und es dann aus welchen Gründen auch immer den Menschen vorenthielte, würde ich klar sagen, Gemeinwohl geht vor Eigennutz, und da würde das Patentrecht erlöschen.

Grundsätzlich sollte auch in kleinen Mengen im privaten Kreis tauschen und kopieren erlaubt sein, solange jemand wiederum kein Geld damit macht und es in kleinen Mengen bleibt. Also mal gelegentlich eine Software, ein Musikstück usw. und nicht gleich duzend und hundertfach. Urheberrechte sollten mit dem Tod erlöschen und nicht vererbbar sein. Ebenso sollten Symbole, Begriffe usw. nicht durch Copyright schützbar sein. Worte sind Teil der Sprache und diese durch Urheberrecht zu sichern finde ich einfach quatsch. Abgesehen vielleicht vom eigenen Namen, also wenn ich die "Wolfgang Kolberg-Restaurant Kette" aufmache, dann sollte dieser Eigenname geschützt sein, damit die Kunden wissen, was wirklich von mir ist. Oder wenn ich dieser Restaurantkette einen Namen gebe, irgendwas, dass der geschützt ist aus Gründen der Wiedererkennung, gut. Aber eben nur auf solche wichtigen Dinge beschränkt.

Leute mit sehr geringem Einkommen, Studenten, Harz IV Empfänger, sollten grundsätzlich vor Verfolgung durch Urheberrechtsverletzungen ausgenommen werden. Wenn arme Habenichtse sich mal ne Software oder ein paar Lieder vom Kumpel kopieren, sollte das nicht verfolgt werden.

Das ist jedenfalls meine unmaßgebliche Ansicht.
 

beast

Moderator
Teammitglied
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

[.....]
Leute mit sehr geringem Einkommen, Studenten, Harz IV Empfänger, sollten grundsätzlich vor Verfolgung durch Urheberrechtsverletzungen ausgenommen werden. Wenn arme Habenichtse sich mal ne Software oder ein paar Lieder vom Kumpel kopieren, sollte das nicht verfolgt werden.[.....]
Sind deine Worte nur provokativ, oder meinst du das wirklich ernst?

Wer mich kennt, weiss, dass ich gerade auf meinen Händen sitze. :k_schuettel:

Wenn du deine Meinung ernst meinst und der von dir angesprochenen Zielgruppe Straffreiheit zusprechen möchtest, schliess bitte deine Wohnung nicht ab.

Ich schicke dir am Wochenende ein paar Leute vorbei, damit die sich ein Schnäppchen deines Eigentums abholen können...

Im übrigen wurde dein Wunsch diesbezüglich schon 1975 erfüllt...

Click mich...



Selbsthilfe für Einkommensschwache...
 

hives

Prinz von Jerusalem
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Unabhängige Musikproduktionen sind heute einfacher denn je, man braucht minimal nicht mehr als ein Mikrofon (wenn nicht gleich alles digital produziert wird), ein paar Freeware-Programme und den kostenlosen Account bei einer Seite wie Bandcamp, Youtube oder Soundcloud und schon kann man die eigenen Produktionen weltweit veröffentlichen - Indy-Labels sind nicht mehr nötig, weil die Musik direkt über das Netz verbreitet werden kann. Dass trotzdem weiterhin von vielen nur die Musik großer Labels gehört wird, ist m.E. nicht durch böse Raubkopiediebe, sondern vor allem durch das extreme Überangebot zu erklären, das viele Leute dazu bringt, sich auf sehr bekannte und häufig empfohlene (bzw. mit vielen virtuellen "Likes" versehene) künstlerische Produktionen zu konzentrieren, da man sich nicht einmal mehr einen Bruchteil der gesamten international verfügbaren Veröffentlichungen anhören kann. Deshalb stehe ich der stärkeren Verfolgung oder Verhinderung von Urheberrechtsverletzungen im Internet inzwischen auch gar nicht mehr rein ablehnend gegenüber: je mehr Druck die großen Labels machen, je weniger von ihnen in der freien Sphäre zu sehen ist, desto mehr werden sich Konsumenten mit unabhängigen Produktionen auseinandersetzen. Letztendlich wird es möglicherweise der Bekanntheit von Creative Commons und alternativen Verkaufsstrategien wie Pay-as-you-see-fit-Konzepten (siehe bspw. hier) nutzen.
Hier noch zwei Kommentare zur "Wut-Rede":
Internet-Law » Sven Regener und das Urheberrecht
Sven Regener, du erzählst Unsinn, und ich erklär dir, warum « 11k2
 

wolfberg

Geselle
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Sind deine Worte nur provokativ, oder meinst du das wirklich ernst?

Wer mich kennt, weiss, dass ich gerade auf meinen Händen sitze. :k_schuettel:

Wenn du deine Meinung ernst meinst und der von dir angesprochenen Zielgruppe Straffreiheit zusprechen möchtest, schliess bitte deine Wohnung nicht ab.

Ich schicke dir am Wochenende ein paar Leute vorbei, damit die sich ein Schnäppchen deines Eigentums abholen können...

Im übrigen wurde dein Wunsch diesbezüglich schon 1975 erfüllt...

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Selbsthilfe für Einkommensschwache...



Der Punkt der hierbei übersehen wird ist doch dieser. Es gibt Dinge, welche durch Konsum verbraucht werden, und Dinge, welche nicht verbrauchbar sind.

Steht z.B. ein Kuchen auf meinem Tisch, und Sie kommen und essen ihn, dann ist der Kuchen weg, verbraucht. Ich habe den Schaden, da ich nun den Kuchen nicht mehr habe.

Kopiere ich Ihnen aber eine Software oder Musik, geht diese ja nicht mir verloren. Schaden würde dem Hersteller auch nur DANN entstehen, wenn Sie es stattdessen kaufen WÜRDEN. Dazu müßten Sie aber überhaupt genug Geld haben, um sich besagte Software oder Musik leisten zu können. Sind Sie nun aber Harzler oder Minirentner, verbrauchen Sie ihr ganzes Geld idR für Miete und Essen. Daher entsteht niemand ein Schaden. Mir nicht, weil wenn Sie meine Software kopieren ich diese ja nicht verliere (anders als wenn Sie meinen Kuchen wegessen), und der Firma nicht, weil Sie sowieso kein Geld haben. Wenn aber niemand ein objektiver Schaden entsteht, wieso etwas ahnden? Schaden würde dem Hersteller der Software oder dem Komponisten nur DANN entstehen, wenn Sie andernfalls wirklich die Software gekauft HÄTTEN. Sind Sie aber so arm, dass Sie ihr ganzes Geld für Wohnung und Essen aufbrauchen, haben Sie einfach kein Geld für die Software. Nehmen wir an, ein Harzler hat als Hobby Fotografie, und kopiert sich Adobe Photoshop. Preis 1200 Euro. Adobe verliert hier nichts, denn der Harzler kann sich Adobe Photoshop sowieso nicht leisten. Niemand verliert etwas. Anders als beim Kuchen, den man mir stiehlt. Wenn also kein Schaden entsteht, warum, etwas verfolgen?

Mir scheint es von der Software- Film und Musikindustrie eine Milchmädchenrechung, wenn diese behaupten, durch Kopien gingen ihnen Einnahmen verloren. Wenn Leute, die schlicht kein Geld dafür haben, sich das kopieren, dann ist das doch Unsinn, da sie gar kein Geld HABEN, mit denen sie so etwas kaufen könnten. Und wie gesagt, anders als wenn Sie mir meine Bude leerräumen, verschwindet ja beim kopieren niemand etwas.
 
Zuletzt bearbeitet:

dtrainer

Wiedergänger
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Braucht der Minirentner und der Hartzer ein Profipalet für 1200 €? Wozu denn? Hätte er beruflichen Bedarf dafür, würde er verdienen und könnte das Paket auch bezahlen. Hat er nicht, kann er sich kostenlos und legal Freeware herunterladen, die hobbymäßigen Bedarf voll abdeckt. Das Argument zieht also nicht, denn es geht implizit davon aus daß er ohne Photoshop im Regen stände - was nicht der Fall ist.

Vor dem Gesetz sind alle gleich. Was mir verboten ist, darf auch kein Großkopfeter, auch kein Satteltramp oder Schüler. Das ist ein wesentlicher Grundsatz im Rechtsstaat; wer den aufweichen möchte hat wohl ein paar wesentliche Dinge nicht begriffen.

Per Gesetz ist da nichts zu machen; aber die Hersteller von Software haben guten Grund sich Gedanken zu machen. Nur, das haben sie schon getan. Statt des teuren Microsoft Office kann man für den pivaten Bedarf OpenOffice einsetzen oder- als Student - eine verbilligte Version von MS bekommen. Wem Windows zu teuer ist, der kann ja Linux einsetzen.

Es gibt Freeware für jeden Zweck, Shareware ebenso....und Leute die nichts mitbekommen und meinen sie müßten das Rad neu erfinden.
 

LEAM

Großmeister aller Symbolischen Logen
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Hi,

Statt des teuren Microsoft Office kann man für den pivaten Bedarf OpenOffice einsetzen oder- als Student - eine verbilligte Version von MS bekommen.
kleine Anmerkung:
Openoffice, Libreoffice, Lotus Symphony kommen aus dem (salopp gesagt) gleichen Stall und sind ausdrücklich auch für die gewerbliche Nutzung vorgesehen, können die bekannten Office Formate und kosten kein Geld.

Und wie du schon sagst: Es gibt nahezu keinen Bereich der Softwarewelt, der nicht durch ansprechende und gute Free/Shareware abgedeckt wird.

Zum eigentlichen Thema:
Das Urheberrechte ist nicht das Problem, denn das ist im Gesetz klar festgelegt. Der, der ein Werk erschafft, ist der Urheber. Dieses Recht gehört ihm als Mensch, er kann es lediglich vererben. Was wirklich zählt, sind die Nutzungs- und Verwertungsrechte.

Letztlich ist es mir egal, ob und was und wie viel kopiert wird. Nur - und jetzt kommt der Haken - wie stelle ich sicher, dass der Künstler mit seinen Werken auch das Geld für seinen Lebensunterhalt verdienen kann? Letztlich führt das auch dazu, dass ein gutes Konzert weit im 3 stelligen EURO Bereich an Eintritt kostet, jedenfalls die von den bekannten Größen.
Wir werden sicherlich einen neuen Umgang mit solchen Rechten uns ausdenken müssen. Wie genau, kann ich noch nicht gut genug sagen.


LEAM
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Patente kann man nicht in Schubladen verschwinden lassen. Patente sollen gerade dazu dienen, daß Erfindungen nicht geheim gehalten werden. Sie schützen die wirtschaftliche Verwertung, machen aber die Veröffentlichung der Erfindung zur Bedingung, so daß andere daran weiterforschen können. Zwangslizenzen können bereits ohne weiteres erteilt werden, ein indischer Mitbewerber hat gerade erst eine Zwangslizenz auf ein Bayer-Medikament erhalten, und zwar zu Konditionen, die als skandalös empfunden werden, weil nur die Herstellungskosten Berücksichtigung finden und der Forschungsaufwand nicht vergütet wird...
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Braucht der Minirentner und der Hartzer ein Profipalet für 1200 €? Wozu denn?
Die Argumentation ist doch lustig. Ich klau mir nen Ferrari, der steht beim Händler seit 3 Monaten auf dem Hof rum und wird eh nicht gekauft, ergo entsteht dem Händler auch kein Schaden. Außerdem ist er eh versichert.
 

a-roy

Mensch
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

High, friends
ich hab' mit 11 Jahren angefangen LPs auf MCs aufzunehmen. Heute archiviere ich CDs als MP-3 CDs. Der Grund: Ich hab' echt nicht die Kohle + hatte sie nie + werde sie nie haben, um all die geile Musik, die es weltweit gibt(hab' außer dt. Volksmusik + Schlager so ziemlich alle Richtungen)zu kaufen.
Mir ist durchaus bewusst, dass ein Künstler von seinen Produkten leben muss.
Mir ist durchaus bewusst, dass, wenn es alle so machen würden wie ich, bald sehr wenige CDs gekauft würden.
Damit kann ich leben!
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Cory Doctorows Artikel dazu ist lesenswert.
Copyright isn't dead just because we're not willing to let it regulate us | Technology | guardian.co.uk

Es geht in der augenblicklichen Diskussion nicht um die Urheber-, sondern um die Verwertungsrechte.
Der Trick, diese beiden Dinge in der öffentlichen Berichterstattung miteinander zu verschmelzen,
ist bemerkenswert erfolgreich. Aber es bleibt ein Trick.

Alle Untersuchungen belegen, daß die Internet-User bereit und Willens sind, einen angemessenen Preis
für die Nutzung und den Konsum zu leisten. Es fehlt an entsprechenden Angeboten.
Stattdessen wird ein Krieg geführt, der ähnlich erfolgversprechend wie der Krieg gegen Drogen oder Terroristen ist.

 

a-roy

Mensch
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Ist ein bisschen schlitzohrig:
Die neuesten CDs/DVDs sind doch schreibgeschützt, trotzdem gibt es 'Möglichkeiten', diese zu umgehen.
Warum kann ich mir denn diese 'Möglichkeiten' legal aus dem Net holen?
 

beast

Moderator
Teammitglied
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Ist ein bisschen schlitzohrig:
Die neuesten CDs/DVDs sind doch schreibgeschützt, trotzdem gibt es 'Möglichkeiten', diese zu umgehen.
Warum kann ich mir denn diese 'Möglichkeiten' legal aus dem Net holen?
Wie wäre es nun mit Beispielen und Quellen für derartige Utensilien? Uns sind die nicht bekannt... :egal:
 
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