Sind Urheberrechte von gestern?

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Übrigens zahlen wir alle schon lange an die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte
und zwar durch die Pauschalabgabe.
[...]
Veröffentlichte Tarife zu Mobiltelefonen:
Nix ist umsonst.
 

tiktok

Vorsteher und Richter
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Wieso kann ich nun damit so gar nichts anfangen?

Wenn ich nun nach den Begriffen googeln muss, hat es sich für uns erledigt...
Was weiss ich weshalb du mit den Begriffen nichts anfangen kannst. Irgendwie kann ich mit deinem kompletten Post auch nichts anfangen. Du hast eine Frage gestellt und ich habe geantwortet. Sehe irgendwie dein Problem nicht. Willst du jetzt einen Download Link haben und ich soll den für dich googlen, weil du zu faul bist?
 

almende

Großmeister aller Symbolischen Logen
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Werde wohl Euro-Lotto spielen und mir die Rechte am Duden sichern wenn ich gewinne.
Jedes Wort kostet dann - Allgemein-Gut geht nicht - schade/besser so!
Früher haben wir Musik mit dem Cassetten-Recorder aus dem Radio aufgenommen!
Geht auch mit internet-radio - Urheber-Rechte waren immer schon von gestern.
Morgen hört, liest, sieht man was anderes - immer schneller.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Und weil es diese Radio-Mitschnitte gab, wurde eine Pauschalabgabe auf alle
kopierfähigen Medien vereinbart. Das heißt, daß jedes aufgezeichnete Lied
aus dem Radio oder anderen Streamings schon von dir bezahlt wurde.
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Al´Azrad schrieb:
Alle Untersuchungen belegen, daß die Internet-User bereit und Willens sind, einen angemessenen Preis
für die Nutzung und den Konsum zu leisten. Es fehlt an entsprechenden Angeboten.
Das wird ja immer wieder gerne behauptet. Da hätte ich gerne mal wissenschaftlich haltbare Quellen zu.

Mir kommt dabei immer dieser Fall in den Sinn: Piracy and the App Store
Ein preiswertes Spiel, das lange ausprobiert werden konnte - trotzdem wurde es illegal kopiert. Und es waren Intensivnutzer, die es kopierten - und dann soll kein wirtschaftlicher Schaden entstanden sein?

Ähnlich beim Spiel World of Goo: 2D Boy: I love you, 2D Boy! » Blog Archive » 90%
(Ja, ich weiß, keine Musik, sondern Spiele. Aber mir fiele jetzt kein Argument ein, warum es da anders sein sollte.)

Aber wie gesagt, ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen und warte auf wissenschaftlich haltbare Studien, die deine Aussage belegen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Aber wie gesagt, ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen und warte auf wissenschaftlich haltbare Studien, die deine Aussage belegen.
Okidoki, here we go:
PDF der Untersuchungen von Börsenverein etc


https:--------//digitalegesellschaft.de/2011/08/jammern-der-musik-und-filmindustrie-selbstverschuldet-–-rechtslage-und-anbieter-benachteiligen-nutzer/

[Warnung vor inaktivem Trojaner]
"Im Klartext heißt dies, dass selbst nach Studien der Rechteindustrie nur fünf Prozent der Deutschen überhaupt rechtlich umstrittene Werke im Netz herunterladen."
Zu den Spielen:
Ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst, wie sich der Spiele-Markt ursprünglich entwickelt hat.
Gerade in dem Bereich war es schon immer normal, sich die Spiele von Kumpels zu besorgen etc.
Erst mit den Konsolenspielen wurde daraus überhaupt ein Markt.
Früher war das virale Marketing auf Schulhöfen die einzige Verbreitungsform, heute sind das plötzlich alles
Raubmordkopierer.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Okidoki, here we go:
Entschuldige, aber wir scheinen unterschiedliche Definitionen von haltbaren Quellen zu haben. Im ersten Link geht es nur um E-Books, im zweiten - der sich, so vermute ich, auf den ersten beziehen soll - wird munter und ohne Quellenangaben (wer hätte es gedacht ;-) ) das Downloadverhalten bei E-Books, Musik und irgendwie auch Filmen zusammengeworfen und kurz gesagt, dass das ja alles Quatsch sei, was die Industrie da erzählt.

Schauen wir den ersten Link an, den ich nebenbei für katastrophal halte, weil da von Satz zu Satz Mengen, Personen, Prozentangaben, Verhältniszahlen und so weiter vermischt werden, haben 42 Prozent der Menschen, die E-Books runterladen, dies illegal getan. Insgesamt handelte es sich bei rund 60 Prozent der heruntergeladenen E-Books um illegale Downloads. Soll das jetzt ein Links sein, der deine These stützt? Falls ja: dass es sich bei der Mehrheit der heruntergeladenen Bücher um illegale Downloads handelt, überzeugt mich nun nicht davon, dass das mit dem illegalen herunterladen gar nicht so schlimm ist. ;-)

Edit:
Okay, du hast den ersten Link ausgetauscht. Den schaue ich mir später an.



Ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst, wie sich der Spiele-Markt ursprünglich entwickelt hat.
Gerade in dem Bereich war es schon immer normal, sich die Spiele von Kumpels zu besorgen etc.
Erst mit den Konsolenspielen wurde daraus überhaupt ein Markt.
Früher war das virale Marketing auf Schulhöfen die einzige Verbreitungsform
Sorry, hier kann ich deiner Argumentation nun gar nicht folgen. Weil früher alles kopiert wurde, haben sich Videospiele verbreitet? Und davon hatten dann die Programmierer was genau? Und das sollte so bleiben, weil das die Ursprünge waren? Und ein Markt war es nicht, weil keiner was bezahlte? Bzw. illegale Kopien herumgereicht wurden?

Ich verstehe es wirklich nicht, was du mir damit sagen willst.

heute sind das plötzlich alles Raubmordkopierer.
Du willst oder kannst nicht ohne überflüssige Polemik, oder?
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Sorry, hier kann ich deiner Argumentation nun gar nicht folgen. Weil früher alles kopiert wurde, haben sich Videospiele verbreitet?
PC-Spiele. Damit hat bekanntlich alles angefangen.
Und davon hatten dann die Programmierer was genau?
Kundschaft, Bekanntheit, letztendlich einen Markt.
Und das sollte so bleiben, weil das die Ursprünge waren?
Es IST nicht so geblieben. Und soweit ich die Gamer-Gemeinde kenne, sind das in der großen Menge
treu und brav zahlende Kunden. Unter anderem weil sich die Spiele-Hersteller eine Menge haben einfallen lassen,
um ihre Produkte sinnvoll zu schützen.
Und ein Markt war es nicht, weil keiner was bezahlte? Bzw. illegale Kopien herumgereicht wurden?
Jepp.
Man hat die ersten Spiele quasi kostenlos verbreitet.
Und die Konsolen wurden und werden unter Wert verkauft, weil man dann
an den Spielen verdient.
Also imho ist die Spiele-Industrie ein Beispiel dafür, wie man es richtig macht.
Im Gegensatz zur Musik-, Film- und sonstigen Content-Industrie.
Ich verstehe es wirklich nicht, was du mir damit sagen willst.
Ich hoffe, ich hab es verdeutlichen können.
Du willst oder kannst nicht ohne überflüssige Polemik, oder?
Das aus der Feder des hiesigen Polemik-Meisters zu lesen, ehrt mich.

Das mit dem Trojaner find ich lustig. Hab selbst nichts gemerkt.
Mein PC hat auch nichts abbekommen.
Das von mir angegebene Zitat findet sich auch hier:
Dänemark: 95% der Musik ist illegal?
Und geht so weiter
Und für die Rechteinhaber scheint jeder Download illegal zu sein, bei dem kein Geld bezahlt wird. Gleichzeitig steigen die Zahlen für verkaufte Musikdownloads massiv an – vor allem wegen eines besseren Angebotes, Verzicht auf Kopierschutz und auch günstigeren Preisen. Und dann gibt es auch noch legale Streamingdienste.Diese werden auch noch weiter steigen.
 

rambaldi

Intendant der Gebäude
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Und geht so weiter
Spaß mit Statistik...

Und für die Rechteinhaber scheint jeder Download illegal zu sein, bei dem kein Geld bezahlt wird. Gleichzeitig steigen die Zahlen für verkaufte Musikdownloads massiv an – vor allem wegen eines besseren Angebotes, Verzicht auf Kopierschutz und auch günstigeren Preisen. Und dann gibt es auch noch legale Streamingdienste.Diese werden auch noch weiter steigen.
Heißt das jetzt konkret, daß sich der Umsatz von "Datenträgern" zu "Download" verlagert oder von "illegal" nach "legal"?

Was mir spontan noch einfällt:
- Wieviel (im Endeffekt Umsatz) wurde von den jeweiligen Personengruppen geladen?
- Wieviel geben die illegalen Downloader weiter?

Aber mal ganz hart, was soll die ganze Diskussion? Letztlich läuft es immer wieder darauf hinaus, daß man ein Luxusgut (wir sprechen nicht über Lebensmittel usw) haben will, aber der Meinung ist, nicht dafür zahlen zu brauchen.
Und wenn man das weiterdenkt, dann kommt man doch wieder darauf, wo sonst läßt man das gelten?
- unbesetzte Plätze in Fußballstadien
- unbesetzte Plätze in öffentlichen Verkehrsmitteln
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Leerstehende Wohnungen, ungenutztes Land, selten getragene Kleidung, seit Jahren nicht gelesene Bücher... Man kann es auf alles und jedes anwenden, aus dem heraus vorübergehend keine Fruchtziehung stattfindet.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Ein vernünftiger Anfang wäre vielleicht, einen angemessenen Preis für die Kopie
eines Inhalts per Internet zu finden.
Er müsste sich irgendwo zwischen 150.000 $ (das ist nach amerikanischen Recht der Schaden,
der durch einen illegalen Download entsteht) und Nichts (das ist das, was man heute bezahlt,
wenn man sich ein klitzekleines Bisschen auskennt) bewegen.

@ simple man: Kritisierst du jetzt auch EwJ für die überflüssige Polemik?
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
AW: Sind Urheberrechte von gestern?

Vollkommen richtig.
Dazu müsste es imho einen Markt geben, auf dem sich durch Angebot und Nachfrage ein Preis bilden kann.
Was gibt es bisher?
Streamingportale, bei denen man eine Flatrate zahlt,
Shops mit Einheitspreisen a la 99 Cent.
Das einzige mir bekannte Portal, daß dem Bild eines Marktes nahe kommt, vertreibt Spiele.

Gerade im Film- und Musikbereich sind es doch imho die Rechteinhaber, die einen
echten Markt mit unterschiedlichen Preisen für unterschiedliche Produkte verhindern.
Und im E-Book-Bereich finde ich die Preisgestaltung der Anbieter auch nicht unbedingt
nachvollziehbar.
 

Schizogen

Geheimer Meister
Ich finde die Debatte über das Urheberrecht sehr wichtig. Prinzipiell habe ich eine ganz klare Meinung, dass es auf "Kunstwerke" (Plastiken und Sonstige, Bilder) definitiv ein Urheberrecht gibt. Bei Musik ist es schon schwieriger, aber prinzipiell gibt es auf eine Komposition ein Urheberrecht. Schwieriger ist es, denn wann ist es ein Imitat, eine Kopie? Soetwas wie "Deutschland sucht den Superstar" widerspricht für mich definitiv dem URHEBERRECHT, vor allem wenn mal ein Lied gesungen wird, bei dem der Urheber (Originalkünstler bzw. Kompositor [haha, Komponist, natürlich]) nicht genannt wird/wurde.

Zweitens gibt es für mich definitiv NICHT ein Urheberrecht auf Wissen, sehr wohl auf Ideen. Und hier gibt es ganz ungerechte Gesetze, besonders der Pharamindustrie und zwar stimmt es sehr wohl, dass die Generierung von Wissen Geld kostet und Pharmakonzerne nun einmal weltweit oft oder meist eben, fast immer, private Konzerne sind, aber es GIBT KEIN geistiges Eigentum/Urheberrecht auf Wissen.

Zum Thema "Ideen": das ist eine sehr schwierige Frage, meiner Meinung nach, die bedarf unbedingt wiederum Philosophie.
 

Schizogen

Geheimer Meister
Ich kenne auch die weltpolitische Lösung für den Schutz des Urheberrechts von Künstlern, hier Musikern. Es ist das Verbot von CDs. Schallplatten wiederum dürfen, müssen Künster auch erst erlauben, denn Club-Culture ist eine eigene Musikkultur.

Dass Menschen heutzutage CDs kaufen ist der strukturelle Fehler.

Ich weiß, dass ihr die Lösung nicht versteht. Deswegen erläutere ich auch nicht die Konsequenzen, die der verbot von CDs hätte. Die Lösung ließe sich sowieso ohne Weltregierung nicht umsetzen. Dennoch ist es die Lösung, da könnt ihr machen, was ihr wollt. Ich bin Mit Gnaden.
 
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