Sind die USA das neue Rom?

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von Esajas, 3. September 2002.

  1. Esajas

    Esajas Geheimer Meister

    Beiträge:
    362
    Registriert seit:
    12. April 2002
    Da scheint es eine Fülle von Parallelen zu geben!
     
  2. Abbadon

    Abbadon Großmeister-Architekt

    Beiträge:
    1.295
    Registriert seit:
    28. Juni 2002
    Inwiefern setzt Du das gleich? Im Sinne der dekadenz, oder der Expansion?
    Ein biblischer Vergleich wäre auch Babylon...

    Schreib doch mal ein bisserl mehr am anfang :wink:
     
  3. Lt.Stoned

    Lt.Stoned Vollkommener Meister

    Beiträge:
    575
    Registriert seit:
    12. Mai 2002
    nein, denn Rom hatte KULTUR
     
  4. LaurentBlanc

    LaurentBlanc Großmeister

    Beiträge:
    86
    Registriert seit:
    23. Juli 2002
  5. Esajas

    Esajas Geheimer Meister

    Beiträge:
    362
    Registriert seit:
    12. April 2002
    @ Abbadon

    Ich meinte die Stellung als einziger Weltmacht.


    3 Thesen:

    Was für die Römer das Jahr 387 v. Chr. war, die Verwüstung der Stadt durch marodierende Gallier ("Barbaren"), ist für die US-Amerikaner der 11. September.

    Die Römer stiegen zur Weltmacht auf durch den Sieg über die Karthager,
    die US-Amerikaner durch den über die Russen.

    Was die Griechen für die Römer waren, sind die Europäer für die USA.
     
  6. Abbadon

    Abbadon Großmeister-Architekt

    Beiträge:
    1.295
    Registriert seit:
    28. Juni 2002
    hmm ich sehe da keine Parallelen bei 2 und 3... Ähnlichkeiten vielleicht...

    Aber die Römer haben Griechenland unterworfen und die Amerikaner haben Russland nicht besiegt...
     
  7. Esajas

    Esajas Geheimer Meister

    Beiträge:
    362
    Registriert seit:
    12. April 2002
    Gut, formuliere ich es anders:

    Der Untergang der Sowjetunion brachte den USA genauso die weltweite Vorherrschaft wie der Untergang Karthagos den Römern.


    4. - 6. These

    Die verlässliche Versorgung mit Wein und Getreide, die Toga als Kleidung und das Theater zur Unterhaltung hatten in der Antike eine ähnliche Anziehungskraft wie McDonald's, Coca Cola, Levi's und Hollywood heute.

    Damals Weltsprache Latein, heute Weltsprache Englisch.

    Für einen römischen Bürger war es im Altertum genauso undenkbar, sich einer fremden Rechtsordnung zu unterwerfen, wie heute für die USA in Form des internationalen Gerichtshofes.



    Natürlich, es geht um Ähnlichkeiten, nicht um die Gleichsetzung 1 zu 1!
     
  8. Abbadon

    Abbadon Großmeister-Architekt

    Beiträge:
    1.295
    Registriert seit:
    28. Juni 2002
    @Esajas

    Bei 4-6 stimme ich dir zu... Allerdings gibt das auch hoffnung auf den Zusammenbruch :)
     
  9. forcemagick

    forcemagick Ritter der Sonne

    Beiträge:
    4.641
    Registriert seit:
    12. Mai 2002
    ich finde den vergleich auch gar nicht schlecht....

    die römische republik hatte einen senat und ab einem bestimmten zeitpunkt einen cäsaren.. wenn ich mir die amerikanischen präsidenten so ansehe... in ihrer machtbefugnis... so ähneln sie in meinen augen auch eher cäsaren auf zeit, als etwa unser bundeskanzler oder bundespräsident...

    die demokratie in den staaten ist meiner meinung nach auch wie die im alten römischen reich eher eine vorgebliche demokratie... ( sicherlich auch bei uns läuft es immer mehr auf ein zweiparteiensystem hinaus, bei dem einem kaum die wahl bleibt)

    interessant ist auch die symbolsprache der us-administration... adler, blitze für das militär... washington und seine politischen bauten... pragmatische baustile.. eine art postmoderne neoromanik ( nicht zu verwechseln mit der romanik der nazis.. )

    die römische kultur war in dem sinn keine.. sie haben eigentlich immer nur alles mögliche assimiliert... die römer hatten als stärke weniger ihre kultur, sondern eher ihre logistik...

    auch das passt zu den amerikanern...

    ja für mich sind die usa ein neues rom
     
  10. Esajas

    Esajas Geheimer Meister

    Beiträge:
    362
    Registriert seit:
    12. April 2002
    Die Integrationskraft des Römischen Reiches war enorm,
    irgendwann aber erschöpft.

    Der Zusammenbruch allerdings führte zu einem beispiellosen Prozess
    wirtschaftlichen und kulturellen Verfalls.

    Die Europäer brauchten Jahrhunderte,
    bis sie das Niveau der antiken Zivilisation
    wieder annähernd erreicht hatten.
     
  11. dkR

    dkR Großmeister aller Symbolischen Logen

    Beiträge:
    3.142
    Registriert seit:
    10. April 2002
    Genauaer gesagt etwa 6 Jahrhunderte (vom 6 - 12), wobei sehr viel wissen leider unwiederbringlich verloren ging.
     
  12. DrJones

    DrJones Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn

    Beiträge:
    1.006
    Registriert seit:
    21. Mai 2002
    Da bin ich aber beruhigt, wenn es parallelen gibt.

    Denn Hochmut kommt vor dem Fall. Und etwas hochmütig
    sind sie schon.


    Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende
    (Auf die USA bezogen)
     
  13. dkR

    dkR Großmeister aller Symbolischen Logen

    Beiträge:
    3.142
    Registriert seit:
    10. April 2002
    Das dumme ist halt, dass der Schrecken ziemlich schrecklich und vor allem LANG sein dürfte.


    Buchtip: "Kultur vor dem Kollaps - Wegbereiter Amerika" von Morris Berman

    Grad am Sonntag gelesen, sehr informativ und trifft genau das Thema
     
  14. Abbadon

    Abbadon Großmeister-Architekt

    Beiträge:
    1.295
    Registriert seit:
    28. Juni 2002
    Ich denke nicht dass unsere Kultur derart kollabieren würde... Europa ist nicht zwangsweise abhängig von den amerikanischen Produkten...
    Wieviel wissen ging denn verloren? Aus heutiger sicht ist alles erhalten... Sogar die Ars Amatoria...
    Untergegangenes Wissen ist eher in Ägypten oder bei den ureinwohnern von nord und süd-amerika zu suchen...
     
  15. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

    Beiträge:
    20.855
    Registriert seit:
    10. April 2002
    vor allem bei denen nordamerikas ... :o)
     
  16. Abbadon

    Abbadon Großmeister-Architekt

    Beiträge:
    1.295
    Registriert seit:
    28. Juni 2002
    denke das tut sich nicht viel... südamerika war durch die hochkulturen ebenfalls sehr wichtig
     
  17. zian

    zian Geheimer Sekretär

    Beiträge:
    664
    Registriert seit:
    14. April 2002
    ich denke, südamerika ist noch immer der schlüssel zum verständnis unserer vergangenheit, auch wenn die dortigen hochkulturen vergangen sind
     
  18. Abbadon

    Abbadon Großmeister-Architekt

    Beiträge:
    1.295
    Registriert seit:
    28. Juni 2002
    das erinnert mich an Erich v. Däniken... ich tippe eher auf die antarktis...
     
  19. Wo auch immer die Menschen herkamen, die USA sind es, wo
    sie mehrheitlich hin wollen, selbst die Muslime, sei es, um die
    Amis zu bekehren oder dort daheim verbotenen Genüssen nach
    gehen zu können...Wollt ihr nicht auch alle da hin???? :idea:
     
  20. Abbadon

    Abbadon Großmeister-Architekt

    Beiträge:
    1.295
    Registriert seit:
    28. Juni 2002
    HAE?
     

Diese Seite empfehlen