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Mord = Mord?

Paolo_Pinkas

Großmeister
22. Juni 2003
65
Vielleicht hat XY ja geglaubt die IRAKER...ähm JUDEN seien alle BÖSE weil sein LEADER das gesagt hat... :lol:

Hitler hat das Radio eingeführt um die Menschen gezielt zu manipulieren, der Krieg ist vorbei doch das Radio läuft weiter...
 

Gradualmesser

Geheimer Meister
10. September 2002
144
Er hatte auch einen gewissen Propagandachef der das seinige dazu getan hat........."Wollt ihr den totalen Krieg?!",...."Wer nicht für uns ist, ist gegen uns"! oh das war jemand anders......
 

citriatus

Geheimer Meister
3. Mai 2003
193
Duftbaum schrieb:
Du meinst, daß man öffentlich zugeben kann, mehrfachen Mord begangen zu haben ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen?

Naja, einer der Zeitzeugen hat das ja auch geschafft.
Es stimmt doch nicht, daß er zu irgendwas stehen würde, wenn er sich mit Befehlsnotstand rausredet.
Was soll da auch groß passieren, soviele Deutsche haben soviel Schuld auf sich geladen waehrend dieser Zeit.
Richtig. Es haben aber nicht alle eine gleich schwere Schuld (das klingt stark nach Kollektivschuld). Mord verjährt nicht, unterlassene Hilfeleistung (?) schon. Aber vielleicht hat der Zeitzeuge sich rechtzeitig für prozeßunfähig erklären lassen.
Ordnungspolizei? Was hat die mit der SS zu tun?
Die Einsatzgruppen wurden aus Angehörigen der Ordnungspolizei & der Waffen-SS gebildet. Außerdem noch der Gestapo, der Kripo & des SD (Sicherheitsdienst der SS).
Browning beschäftigt sich vor allem mit den Ordnungspolizisten, aber in dem Polizeibataillon sind auch SS-Mitglieder. Browning macht gegen Ende einige allg. Aussagen zu NS-Tätern & eine davon habe ich zitiert.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
In Bezug auf den Zeitzeugen, der sich zum Thema Exekutionen geaeußert hat und zugab, selbst Juden erschossen zu haben:
Er hat sich auch nicht mit Befehlsnotstand rausgeredet. Er hat gar nichts zu diesem Thema gesagt, sondern nur, dass er mitgeschossen hat.

In Bezug auf XY:
Aber ichbezweifle immer noch, dass SS Leute kurz hinter der Front einfach so eine Erschießung verweigern konnten, ohne Strafe zu bekommen. Das heißt es lag durchaus ein Befehlsnotstand fuer sie vor.
Trotzdem rechtfertigt so etwas keinen Mord .. meiner Meinung nach.
 

biowolf

Geheimer Meister
29. Januar 2003
249
Ich glaub,ich könnte viel zum Thema beitragen: :wink:

Stellen wir uns vor, es wäre 1942. Ein Mann namens XY, Mitglied der SS, befindet sich mit seiner Einheit in Russland. Der Auftrag seiner Einheit: Juden im bereits eroberten Territorium aufspüren und umbringen.
Gehen wir davon aus, dass XY aktiv an der Erschießung vieler Menschen beteiligt war, einige selbst getötet hat.

Also 1942,bzw schon 1941 haben SS-Einheiten und ihnen unterstellte Wehrmachteinheiten,Massenerschiessungen von Juden durchgeführt.Was mir spontan sofort einfällt ist Babiy Jar in Kiev,wo mehr als 10.000 ukrainische Juden erschossen und teilweise noch lebendig vergraben wurden.Die Erschiessungskommandos waren freiwillig,wer nicht wollte(siehe Wehrmachtsoldaten)musste nicht,nur jeder der hier mitschreibt sollte bedenken,dass Juden erschiessen sicherlich ungefährlicher ist,als sonst an der Front gegen die rote Armee zu kämpfen.Einer der Gründe fürs mitmachen.
2)1942 bestand die SS noch aus Freiwilligen,später gabs dann alle möglichen SS Einheiten,moslemische,kroatische,lettische,französische, etc,etc.

Um bestimmte geschichtliche Ereignisse beurteilen und bewerten zu können, sollte man generell versuchen, sich in die Lage der jeweiligen Person zu versetzen, die damaligen Zustände, Umgebung und so weiter zu berücksichtigen.

Man konnte sich davor drücken,hatte gar keine Konsequenzen zu befürchten,gut man musste wieder an die Front :wink:
Mehr noch,ich hab mal von einen SS Gefreiten gelesen,mir fällt der Name leider nicht mehr ein,der hat Juden im Warschauer Ghetto gerettet,falsche Papiere besorgt,rausgeschmuggelt,etc.Mehrere Hundert Leute,als es rauskam,wurde er an die Ostfront versetzt(das war die Strafe).Also fragt mal euer Gewissen,ob Menschenlebenretten,so etwas nicht wert ist.

Was hättet ihr an XYs Stelle getan? Stellt euch auch andere Situationen vor, nicht jeder Soldat wollte in den Krieg so wie XY, viele wurden gezwungen.

wie gesagt,man konnte sich drücken,wenn man wollte,vor dieser "ehrenvollen Aufgabe"Wenn es nicht ginge,würd ich überlaufen od mir in den Arm,Bein schiessen,etc.


P.S ein SS Mann der mitgemacht hat,verdient nur Verauchtung,mit so einen würde ich nichts zu tun haben wollen,auch wenns der Grossvater ist.
Egal,wenn er da im Krieg erschossen hat,Juden,Kriegsgefangene,Geiseln,wenn auch immer.

in der sagten Zeitzeugen auch, dass sie keine Wahl gehabt haetten ( die Herren waren bei einem SS Erschießungstrueppchen,

Da hat der Zeitzeuge gelogen.

Absolut,die haben gelogen um sich später rechtfertigen zu können.
 

Wiesengrund

Geheimer Meister
26. Juni 2003
189
biowolf schrieb:
Mehr noch,ich hab mal von einen SS Gefreiten gelesen,mir fällt der Name leider nicht mehr ein,der hat Juden im Warschauer Ghetto gerettet,falsche Papiere besorgt,rausgeschmuggelt,etc.Mehrere Hundert Leute,als es rauskam,wurde er an die Ostfront versetzt(das war die Strafe).Also fragt mal euer Gewissen,ob Menschenlebenretten,so etwas nicht wert ist.

Könntest Du (oder jemand anders) den Namen nachreichen, wenn er Dir wieder einfällt? Ist er "Gerechter unter den Völkern"?
 

Skywalker

Großmeister
23. September 2002
94
Da ich heute eine Klausur über die Gerechtigkeit in Platons Gorgias geschrieben habe, werfe ich einfach mal unerklärt folgenden Satz ein:

Unrecht Leiden ist besser als Unrecht tun.

Da ich nun weiter lernen muß, bleibt mir wenig Zeit für eine Erklärung, falls erwünscht reiche ich diese im Laufe der Woche noch nach oder schlage einfach mal vor, Platons Gorgias Dialog zu lesen.
Selber zu Unrecht verurteilt zu werden ist also ethisch gesehen besser, als Unrecht zu verrichten. Somit sollte es also keine Frage sein, ob man jemanden töten darf um einer Bestrafung zu entgehen.

Für Fragen stehe ich ab Samstag wieder zur Verfügung.

Gruß

Skywalker
 
G

Guest

Gast
Menschen die auf befehl töten sind doch die schlimmsten Mörder.
Sie töten ja noch nicht einmal aus eigenem Interesse sondern für einen anderen. Sich später als ames Werkzeug zu presentieren ist doch alleinen charakterisch das allerletzte. Die Leute haben noch nicht einmal einen eigenen Willen gescheige charakter.
 

guarana

Geselle
14. Juni 2003
15
ich muss mal was loswerden, was mir bei euren antworten nicht so oft bzw. gar nicht aufgefallen ist, ist der Bezug auf die Menschenrechte.
Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht im Art. 1 geschrieben: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Allein dieser Satz verbietet es dem Soldaten, andere Menschen zu töten, zu quälen oder zu erniedrigen. Ein Soldat hat auch das Recht, und muss dieses Recht im Zweifelsfalle, ein Befehl, der gegen Art. 1 geht, zu verweigern, und wird vor einem Kriegsgericht auch Recht bekommen.
Gut, ich werde jetzt von vielen Seiten zu hören bekommen, dass dies in der damaligen Zeit undenkbar gewesen wäre, natürlich, das ist mir auch klar, aber genau aus solchen Gründen wurden diese Gesetze erlassen, und es wird auch darauf geachtet, dass sie eingehalten werden.

Gruß an alle gua
 

Gurke

Großer Auserwählter
25. März 2003
1.626
psst schrieb:
Menschen die auf befehl töten sind doch die schlimmsten Mörder.
Sie töten ja noch nicht einmal aus eigenem Interesse sondern für einen anderen. Sich später als ames Werkzeug zu presentieren ist doch alleinen charakterisch das allerletzte. Die Leute haben noch nicht einmal einen eigenen Willen gescheige charakter.
Komm in die Situation und wir reden weiter.
Propaganda kann recht wirkungsvoll sein, in dem Augenblick kommt es einem vielleicht sogar richtig vor.
 

JimmyBond

Einsamer Schütze
7. Mai 2003
1.593
guarana schrieb:
ich muss mal was loswerden, was mir bei euren antworten nicht so oft bzw. gar nicht aufgefallen ist, ist der Bezug auf die Menschenrechte.
Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht im Art. 1 geschrieben: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Allein dieser Satz verbietet es dem Soldaten, andere Menschen zu töten, zu quälen oder zu erniedrigen. Ein Soldat hat auch das Recht, und muss dieses Recht im Zweifelsfalle, ein Befehl, der gegen Art. 1 geht, zu verweigern, und wird vor einem Kriegsgericht auch Recht bekommen.
Gut, ich werde jetzt von vielen Seiten zu hören bekommen, dass dies in der damaligen Zeit undenkbar gewesen wäre, natürlich, das ist mir auch klar, aber genau aus solchen Gründen wurden diese Gesetze erlassen, und es wird auch darauf geachtet, dass sie eingehalten werden.

Gruß an alle gua

im krieg werden nun mal gesetze ausserkraft gesetzt. da kannst du nun mal nichts aendern.

psst hat folgendes geschrieben:
Menschen die auf befehl töten sind doch die schlimmsten Mörder.
Sie töten ja noch nicht einmal aus eigenem Interesse sondern für einen anderen. Sich später als ames Werkzeug zu presentieren ist doch alleinen charakterisch das allerletzte. Die Leute haben noch nicht einmal einen eigenen Willen gescheige charakter.

doch die haben einen eigenen willen, doch wenn das ihr job ist, dann muessen die ihn ausfuehren. menschen, die auf befehl toeten duerfen keinen gewissen haben. bzw. keine reue zeigen. und die schlimmsten moerder sind die nicht, sondern die, dies es in auftrag geben, weil die zu feige sind es selbst zu machen.....
 

citriatus

Geheimer Meister
3. Mai 2003
193
Duftbaum schrieb:
In Bezug auf den Zeitzeugen, der sich zum Thema Exekutionen geaeußert hat und zugab, selbst Juden erschossen zu haben:
Er hat sich auch nicht mit Befehlsnotstand rausgeredet. Er hat gar nichts zu diesem Thema gesagt, sondern nur, dass er mitgeschossen hat..
Hattest Du nicht ursprünglich gesagt, die “Herren vom SS-Erschießungstrüppchen“ hätten behauptet, sie hätten keine Wahl gehabt? Aber egal.
.
Aber ichbezweifle immer noch, dass SS Leute kurz hinter der Front einfach so eine Erschießung verweigern konnten, ohne Strafe zu bekommen. Das heißt es lag durchaus ein Befehlsnotstand fuer sie vor..
Nur weil Du bezweifelst, daß sie gezwungen wurden, heißt das noch lange nicht, daß sie sich wirklich im “Befehlsnotstand“ befanden.
Auch wenn es schwer zu glauben ist, diese “ganz normalen Deutschen“ haben gemordet, ohne großem Druck ausgesetzt gewesen zu sein.
.
Trotzdem rechtfertigt so etwas keinen Mord .. meiner Meinung nach.
Wenn man das eigene Leben nicht anderes retten kann, ist es erlaubt (iSv nicht strafbar) andere zu töten. Deswegen berufen sich diese “ehrenwehrten Männer“ auf einen Notstand. Sie wissen genau, daß sie dann nicht mehr belangt werden könnten. Viele der SS-Mitglieder waren Juristen & haben nach dem Krieg entsprechende Netzwerke gebildet, um die “Kameraden“ & sich selbst der Strafverfolgung zu entziehen. Ein bekannter Name wäre hier zBsp Werner Best.
 

JimmyBond

Einsamer Schütze
7. Mai 2003
1.593
:arrow: citriatus
Wenn man das eigene Leben nicht anderes retten kann, ist es erlaubt (iSv nicht strafbar) andere zu töten. Deswegen berufen sich diese “ehrenwehrten Männer“ auf einen Notstand. Sie wissen genau, daß sie dann nicht mehr belangt werden könnten. Viele der SS-Mitglieder waren Juristen & haben nach dem Krieg entsprechende Netzwerke gebildet, um die “Kameraden“ & sich selbst der Strafverfolgung zu entziehen. Ein bekannter Name wäre hier zBsp Werner Best.

fuer mich sind wahre dreckschweine die sich ihrer verantwortung entziehen wollen. wenn man etwas tut, sei es mord oder sonst irgendetwas. dann muss man sich davor verantworten....anders gehts nicht.......sonst ist man verloren
 

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