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Mord = Mord?

tsuribito

Vorsteher und Richter
27. September 2002
732
es ist zwar nicht gut zu toeten, allerdings hat man als soldat die pflicht befehle auszufuehren und ein wahrer soldat fuehrt jederzeit ein befehl aus ohne ihn in frage zustellen...

und wenn XY als soldat einen befehl nicht ausfuehren kann, dann hat er sich halt den falschen beruf ausgesucht....
Ein Soldat darf einen Befehl in Frage stellen, sollte ihn zwar ausführen, kann auch aus moralischen Gründen die Ausführung verweigern.

Ausserdem war XY kein Soldat, wie bereits geklärt.
 

Ring

Geheimer Meister
29. Juli 2003
296
Was hättet ihr an XYs Stelle getan? Stellt euch auch andere Situationen vor, nicht jeder Soldat wollte in den Krieg so wie XY, viele wurden gezwungen.

Wenn ich mir versuche ernsthaft und vor allem ehrlich diese Frage zu stellen und zu beantworten fühle ich mich sehr unwohl und bin froh in einer Zeit aufgewachsen zu sein, in welcher eine so extreme Entscheidung von mir nie gefällt werden musste.
Meiner Meinung nach kann keiner der diese Zeit nicht miterlebt hat ein Urteil über den besagten Soldaten „XY“ fällen. Denn ich bin ebenso der Meinung, dass keiner der diese Zeit nicht mitgemacht hat mit 100prozentiger Sicherheit sagen kann „Ich hätte ganz anders gehandelt!!“

Man kann in Zusammenhang mit dieser Fragestellung auch nicht anfangen mit Menschenrechtsverletzungen und ähnlichem zu argumentieren, da diese zu jener Zeit ja eh
einen Dreck wert waren (siehe Judenverfolgung, ...).

Ich persönlich halte mich für einen Menschen, der nach moralischen Grundsätzen lebt und handelt. Ich behaupte von mir, dass ich nie in der Lage währe einen Menschen zu töten (mal von Notwehr abgesehen). Aufgewachsen bin ich aber in einem Land vor unserer Zeit namens DDR. Vor dem sogenannten Mauerfall war ich noch zu Jung, was aber währe geworden, wenn die Mauer noch stehen würde? Währe ich dann pro oder kontra, also Stasispitzel oder Insasse im politischen Knast in Bautzen???

Schwere Frage und wohl nie eine wirkliche Antwort!
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
Hallo!

Hier mein Kommentar zu Thema!

1. Nur sehr wenige Soldaten gehen ins Militär um zu töten! Für viele ist es nur eine Möglichkeit an "gutes" Geld und um an eine Zukunft zu kommen. Wenn nun doch für die Soldaten der Ernstfall eintritt, sprich sie werden in den Krieg abkommandiert und es kommt tatsächlich zu einem Gefecht, gibt es immernoch zwei Möglichkeiten, die eine (a) sie schießen bewußt daneben, die zweite (b) sie schießen auf ihren Gegner und töten ihn! (A) ist gar nich so selten wie manche denken und bestimmt nich feige und für (b) ist dieses für den Soldaten tatsächlich Notwehr!
Denn :arrow: "wenn er schneller/besser geschossen hätte, wäre ja ich tot", so die "Ausrede", aber diese Soldaten sind sich nich der Tatsache bewußt, das sie als Soldaten eventuell zu so einen Horrortrip herangezogen werden.

2. Hat man als Soldat noch die Wahl, quatsch, die Pflicht einen Befehl zu seiner Rechtmäßigkeit zu überprüfen, Verstößt er gegen bestehende Gesetze usw.

3. Zum Thema Wehrmacht und "ethnische" Säuberungen! Anfangs hat die Wehrmacht dieses Spiel nich mitgespielt und das Feld der SS überlassen. Zum Ende des WK II hat sich dann leider auch die Wehrmacht in dieses Spiel mit eingemischt! Aufgrund falsch verstandenem "Nazi-"Stolzes!!!

4. Mord ist für mich nicht gleich Mord!
Wenn ein Soldat einer regulären Streitkraft einen Soldaten einer gegnerischen regulären Streitkraft erschießt, ist daß das Gesetz des Krieges und für mich NICHT Mord. Obwohl er ihn ja "umgebracht" hat. Einer muß leider verlieren und beide haben sich auf dieses Spiel eingelassen und sollten sich der Gefahr bewußt sein!
Wenn nun aber ein Soldat einer paramilitärischen Einheit, wie es die SS war, auf NICHTBEWAFFNETE und/oder ZIVILISTEN losgeht und hier den finalen Akt ausführt, so ist dieses, für mich gesehen, MORD!!!
Aber so war und ist leider die Ideologie aller paramilitärischen Einheiten :evil: :evil: :evil:

5. Was ich anstelle von "XY" getan hätte? Ich wäre bestimmt nicht zu den Paramilitärs gegangen, denn wie hier im Fall der SS war ja klar, das diese zur Durchsetzung der HITLER-/NAZIIDEOLOGIE geschaffen wurde. Und somit war auch klar mit was für Mittel diese Ideologie durchgesetzt wurde!
Wär ich doch bei der Gruppierung gewesen und mich mit dieser Ideologie identifiziert, dann hätte ich für den Mord (s.o.) auch die Konsequenzen getragen!

gruß

trashy

PS: Warum hab ich das Gefühl, das sich MAXIM wieder unter uns befindet???
 

Ring

Geheimer Meister
29. Juli 2003
296
Hab noch eine Frage um das ganze besser beurteilen zu können?
Bestanten SS-Einheiten aus Wehrpflichtigen oder aus Freiwilligen ?
Denn wenn XY sich freiwillig in eine solche Einheit begeben hat und
ihm der Zweck und die Aufgaben dieser Einheit vorher klar waren, verurteile
ich sein Verhalten natürlich zutiefst, denn er hatte ja doch eine Wahl
und offensichtlich die falscheste getroffen, die es nur geben kann.
 

OTO

Erhabener auserwählter Ritter
18. März 2003
1.184
Anfangs waren es Freiwillige aber dann wie Leute knapp wurden, wurden die aufnamebedingungen herabgesetzt und am ende wurden sogar Leute zum Dienst eingezogen, wie in die Wehrmacht.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.051
Ganz am Anfang, weit vor dem zweiten Weltkrieg, waren es Freiwillige. Es gab nach einiger Zeit so viele davon, dass alle gar nicht hätten aufgenommen werden können, also wurden nur die nach damaliger Meinung arischsten genommen. Wie es spaeter, zu Zeiten des zweiten Weltkrieges war, weiß ich nicht genau, werde da OTO einfach mal vertrauen.

XY soll sich nicht auf einen bestimmten Soldaten beziehen, er kann es gewusst haben oder nicht, Sinn dieses Threads ist, unter verschiedenen Situationen das Handeln XYs zu beurteilen.

Du verurteilst ihn, falls er vorher gewusst haben sollte, was seine Aufgaben bei der SS sein würden. Was ist, wenn er es nicht gewusst hatte? Verurteilst du ihn dann auch noch?

Da einige Leute von Menschenrechten und Genfer Konvention reden: Denkt dran, ihr müsst versuchen, euch in die Person XY zu versetzen, denn nur dann könnt ihr ihn wirklich beurteilen. Damals waren Menschrechte den Anhängern von Adolf Hitler doch völlig egal. Hitlers Weg zur Macht zeigt das doch eindeutig. Es wurde geprügelt und gemordet. Wen interessierten da die Menschen?
 

OTO

Erhabener auserwählter Ritter
18. März 2003
1.184
Auch dachten sicherlich einige, na die paar hanserle und kannten die große Massenvernichtung nicht
 

Ring

Geheimer Meister
29. Juli 2003
296
Wie ich schon sagte es ist sehr schwer eine solche extreme Situation zu beurteilen, wenn man selber nicht dabei gewesen ist. Danach ist man immer schlauer, wenn man vorher über den Ausgang des Krieges
Bescheid gewusst hätte, hätten wahrscheinlich auch viele SS-Leute den ein oder anderen
Befehl verweigert.
Aber durch diese wirklich einzigartige Propaganda waren die Massen ja so verblendet, dass die meisten wirklich dachten das müsste so sein und ist auch richtig. Ich stelle mir das wie eine Volkshirnwäsche vor. Das ist heute kaum vorstellbar, aber auch in der heutigen Zeit finden sich aktuelle Beispiele. Es gibt Massen von Irakern die Amerikaner hassen und es gibt Massen von Amerikanern, die Iraker hassen. Jede der Parteien bildet sich ein Gründe für diesen Hass zu haben.
Wer will nun entscheiden wer wirklich recht hat??? Ich bin mir sicher in 10 Jahren, oder so,
sind wir alle ein wenig (ich betone „EIN WENIG“) schlauer.
 

Thakazaker

Geselle
19. Mai 2003
38
Ich möchte zuerst zitieren(bzw was ich noch weiss): Die Menschenrechte eines Menschen endet dort wo sie die rechte Anderer verletzt und einschließt.
Dies finde es gilt auch für XY, genauso wie für jeden menschen.
er hat eigentlich nicht das recht dazu die Juden zu exekutieren. Natürlich ist es schwer die haltung XY's nachzuvollziehen. Aber überlegt mal:
1. es ist seine Pflicht
2. wenn er es nicht tut, hat er den staat am hals
3. die vorstellung eines perfekten Staates lässt ihn alles vergessen, was das zitat aussagt(er ist ein höhergestelltes Mitglied einer riesigen bewegung, die fast alles mit sich reisst).

und jetzt stellt euch ihn mal vor:
Angst fühlt er: zu sterben, seine familie nicht mehr ernähren zu können,seine würde zu verlieren und den staat zu verraten. eins hat er während des erschießens verloren: seine Würde, in dem er die würde anderer verletzt.
meint ihr im ernst, dass er sich nicht wiedersetzen kann?!
meint ihr im ernst, dass er keine wahl hat?

Er hat eine wahl: entweder er tötet oder er stirbt

thakazaker
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.051
Thakazaker
meint ihr im ernst, dass er keine wahl hat?

Er hat eine wahl: entweder er tötet oder er stirbt

Ja, genau auf diese Situation bin ich auch gekommen.
Aus heutiger Sicht wuerde ich fuer mich sagen, dass ich lieber sterben wuerde, als einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, e g a l unter welchen Umstaenden ( Notwehr ).
Aus Sicht von XY kann man das natuerlich viel schwerer Beurteilen.

a) Ist er verblendet, sieht nicht, dass er etwas falsches tut, wuerde ich ihm spaeter keine Verachtung entgegenbringen.

b) Ist ihm bewusst, was er da tut, weiß er, dass es falsch ist, wuerde ich ihn verachten, falls er Leute erschießt. Falls er sich weigert und dafuer bestraft wird, wuerde ich meinen Hut bzw. meine FlexFit Cap vor ihm ziehen.

Obwohl Dummheit/Unwissenheit ( in diesem Fall ausgeloest durch Verblendung in Fall a) ) ja nicht vor Strafe schuetzt ..
 

antares

Geselle
16. Juli 2003
47
Dein tot verhindet überhaupt nichts und währe sehr Unklug. Der nächste würde kommen sich die Selbe Frage stellen, sowie ein bischen Kaltblütiger sein und aus ist es.

Würdest du mit jemanden in die Positionen des Opfers tauschen wollen? Ich nicht. Bin ich deswegen ein Mörder?

Deswegen mache ich lieber ein kaltblütige Rechnung anstatt durch eine unüberlegte Handlung noch mehr tote zu sehen! Ich möchte nicht verantworten was der nächste mit diesen Personen macht der an die Stelle kommt.

Die richtige Antwort währe gewessen, "auf dieser Stelle habe ich die möglichkeit den Menschen zu helfen" siehe Schindler!
 

antares

Geselle
16. Juli 2003
47
Wenn es um dein Leben geht hast du sehr wenig Wahl! Friss es oder stirb.
Es ist also eine Wahl wo der Richtige (ich will überleben) und der Falsche (ich muss töten) oder der Falsche (ich Opfere mich) sowie der Richtige (ich töte keinen, halte mein Gewissen Rein) Weg zur Wahl steht.

Also was ist hier von der Gewichtung Richtig oder Falsch?
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
JimmyBond schrieb:
SentByGod schrieb:
JimmyBond schrieb:
es ist zwar nicht gut zu toeten, allerdings hat man als soldat die pflicht befehle auszufuehren und ein wahrer soldat fuehrt jederzeit ein befehl aus ohne ihn in frage zustellen...

Falsch. Das bekommst du beim Militär zwar eingebleut nur ist es nicht wirklich etwas woran man sich halten kann. Der Mensch ist von Natur aus mit einem Eigenen Willen bestückt und derartige Institutionen schaden dementsprechend nur. Sie bieten keine Rechtfertigung für Mord oder auch nur Gewalt.

wenn du als scharfschuetze den befehl bekommst jemanden zu toeten, dann darfst du nicht lange zoegern, sondern tun was von dir verlangt wird. ansonsten kannst du das leben von anderen menschen aufs spiel setzen..... :wink:

Hast meinen Betrag wohl nicht gelesen. Kannst du das eben nachholen?
 

antares

Geselle
16. Juli 2003
47
Ich hab deinen Beitrag nicht gelesen weil ich die Zeit manchmal dazu nicht habe. Sehe es doch bitte so: Wenn ich geschrieben hätte das ich Dir recht gebe hätte ich auch einmal gepostet. So habe ich deine Theroie sogar noch untermauert. =)
 

JimmyBond

Einsamer Schütze
7. Mai 2003
1.593
@SentByGod

es ist zwar keine rechtfertigung fuer mord und gewalt. allerdings laeuft so das leben von uns ab. einige menschen muessen sterben, damit man das von anderen menschen schuetzen/retten kann.

eine kleine frage: wuerdest du ein kleines kind toeten, wenn du wuesstes du koenntest damit das leben von hunderten von menschen retten? oder wuerdest du doch eher auf risiko spielen wollen?
 

JimmyBond

Einsamer Schütze
7. Mai 2003
1.593
antares schrieb:
Wenn es um dein Leben geht hast du sehr wenig Wahl! Friss es oder stirb.
Es ist also eine Wahl wo der Richtige (ich will überleben) und der Falsche (ich muss töten) oder der Falsche (ich Opfere mich) sowie der Richtige (ich töte keinen, halte mein Gewissen Rein) Weg zur Wahl steht.

Also was ist hier von der Gewichtung Richtig oder Falsch?

wieso ist es falsch sich fuer andere zu opfern? bitte erlaeutern
 

antares

Geselle
16. Juli 2003
47
Du hast auch ein Recht auf Leben. Wieso ist es falsch das sich die andere für Dich Opfern? Ist beides ein Opfer.

Deswegen wegen den Opfern muss man Abwegen. Hänge halt an meinem Leben. Wer dann nicht.

Kann das mit dem Kind nicht entscheiden zuviele Situationen aber wenn du oben liest weist du wie ich mich entscheide.
 

JimmyBond

Einsamer Schütze
7. Mai 2003
1.593
@antares

hast du keine ueberzeugung? irgendeinen glauben? wenn ja, werst du nicht bereit fuer deine ueberzeugung zu sterben? oder fuer deine familie oder deinen besten freund oder so......
 

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