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Mehmet darf zurück nach Deutschland ...

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Wer sich nicht leisten kann, in den prachtvollen Gegenden zu leben, wird sehr schnell feststellen, daß diese "Traumstädte" schnell ihren Glanz verlieren.
Da hast Du mich gänzlich missverstanden. Ich meinte damit, daß wir unsere Kultur selber zerstören, indem wir uns in vielen Dingen am Ausland orientieren (Mailand + Paris -> Mode, London + USA --> Musik, Lifestyle, usw.). Das waren nur Beispiele, die verdeutlichen, daß die Gefahr für eine deutsche Kultur ausgeht von uns selbst ausgeht und nicht von der Million Türken hier.
 

Lichtgestalt

Großmeister
1. Juli 2002
81
Die deutsche Kultur wird nur so weit beeinflußt, wie wir alle es zulassen. Zur Zeit gefällt es eben der Mehrheit (unabgesprochen, aber auch abgesprochen durch sog. "Trendsetter", also Leute, die den Menschen sagen, was gerade "cool" ist) sich an anderen Kulturen zu orientieren.
Seltsamerweise sind das aber vor allem "westliche" Kulturen. Kenne wenige/keine Leute, die sich an der orientalischen Kultur orientieren (von einigen extravaganten Persönlichkeiten (Schauspieler,etc.) abgesehen).
Daher wird ein Franzose auch nicht so als die Bedrohung wahrgenommen, wie bspw. jemand aus Südostasien, oder auch Türken, Afrikaner, usw.!
Das ist eben Geschmacksache. Aber man darf nicht den Leuten ihren Geschmack verbieten, die den jetzigen Stand unserer Kultur beibehalten möchten, oder einen früheren Stand (noch ohne Hiphop-Musik, ohne Dönerbuden).

Man sollte versuchen, die Isolierung unterer sozialer Schichten zu lösen, deutsche und ausländische, und deren Integration fördern. Es kann nicht ausländerfeinlich oder rassistisch sein, wenn man sich von Ausländern wünscht, daß sie die Landessprache erlernen, damit sie hier leben können, und zwar nicht nur als Hilfsarbeiter oder Arbeitsloser!
Das wäre Integration!

Zu den Gefahrenzonen mancher Großstädte: Entweder haben die, die sich da sicher fühlen, ein geringeres Sicherheitsbedürfnis als ich, oder sie waren noch nicht in den Stadtteilen, die ich schon vormittags großräumig meiden würde!
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
oder einen früheren Stand (noch ohne Hiphop-Musik, ohne Dönerbuden).
... und ohne Jeans, ohne Rockmusik, ohne Currywurst, etc.
Wer legt denn bitte den Zeitpunkt fest bis zu dem die Kultur zurückgerollt wird ?
Ich würde vorschlagen, wir legen uns am besten wieder auf Bärenfellen unter die Bäume und trinken Met aus Auerochsenhörnern (falls wir noch irgendwo Bären und Auerochsen auftreiben) um ganz sicher zu gehen.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Seltsamerweise sind das aber vor allem "westliche" Kulturen. Kenne wenige/keine Leute, die sich an der orientalischen Kultur orientieren (von einigen extravaganten Persönlichkeiten (Schauspieler,etc.) abgesehen).

Ähm ja, komischerweise gibt es selbst in einem Kaff wie Rosenheim in Oberbayern 2 (!) Geschäfte in denen man von der türkischen Wasserpfeife über tibetanische Gebetstrommeln bis hin zu japanischem Tee alles kaufen kann um einem Heim einen Anstrich von 1000 und 1er Nacht geben kann. Die Läden betreiben Deutsche und sie florieren seit 30 Jahren.
Darüber hinaus gibt es in der gleichen Stadt noch 3 Asia-Shops mit asiatischen Lebensmitteln.
Das alles in einer Provinzstadt mit 60.000 Einwohnern.
Kannst Du mir erklären, wenn doch so wenige Interesse an dem Kram haben, wieso das Zeug so gut läuft ?
Ich denke auch solche Geschäfte sind von der Nachfrage abhängig !
 

Lichtgestalt

Großmeister
1. Juli 2002
81
Solche Geschäfte findet man ja nun nicht an jeder Ecke, oder hast Du doch diesen Eindruck gewonnen?!
Ich kenne nur ein einziges Geschäft das mit solchen exotischen Dingen handelt, und das wird von einem Argentinier betrieben. Und ich kenne mich in einigen Großstädten NRWs recht gut aus, zumindest in den (weiter gefaßten) Zentren der Städte.
So gut laufen diese Geschäfte vielleicht (kenne deren Bilanzen nicht) deshalb, weil sie so selten sind, und die wenigen "Fans" von weit her anreisen, um ihre gewünschten Artikel zu bekommen. Einen großen Bedarf kann ich da nicht bezeugen!

... und ohne Jeans, ohne Rockmusik, ohne Currywurst, etc.
Wer legt denn bitte den Zeitpunkt fest bis zu dem die Kultur zurückgerollt wird ?
Ich würde vorschlagen, wir legen uns am besten wieder auf Bärenfellen unter die Bäume und trinken Met aus Auerochsenhörnern (falls wir noch irgendwo Bären und Auerochsen auftreiben) um ganz sicher zu gehen.

Manche mögen auch keine Currywurst, keine Jeans etc.! Sind das deswegen schlechte Menschen?
Wer den Zeitpunkt festlegt? Das macht die Gesellschaft, gestützt von Medien, Politik und Denkern! Das entscheidet nicht der Einzelne, weshalb auch Jeans nicht von der Bildfläche verschwinden werden. Das entscheidet die "landläufige Meinung"! Die Mehrheit eben. Der Durchschnitt aller Meinungen in ihrer Gesamtheit.
Und wenn Du gerne auf Bärenfellen schläfst, ist Dir das freigestellt. Du kannst versuchen, die Leute zu überreden, es Dir gleich zu tun. Es muß aber niemand auf Dich hören. Aber es sollte Dir keiner Dein Fell wegreissen und Dich zwingen ab heute auf Bambusstöcken und Palmenblättern zu schlafen!
Ich rede nicht von Zwang, sondern vor Schutz derjenigen, die dem Althergebrachten eher zugetan sind, als neuen Einflüssen. Das neue darf ja kommen, aber nicht so, daß das alte zerschlagen und weggenommen wird. Da würden sich viele unwohl fühlen, ich ebenfalls!
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Solche Geschäfte findet man ja nun nicht an jeder Ecke, oder hast Du doch diesen Eindruck gewonnen?!
Ich kenne nur ein einziges Geschäft das mit solchen exotischen Dingen handelt, und das wird von einem Argentinier betrieben. Und ich kenne mich in einigen Großstädten NRWs recht gut aus, zumindest in den (weiter gefaßten) Zentren der Städte.
Tja, scheint so als hätte NRW den Trend mal wieder verpennt.


[...]So boomt die Branche ungebremst: Mit arabischen Wasserpfeifen, holzgeschnitzten Elefanten, nepalesischen Wandbehängen
und indonesischen Sarongs lässt sich die Kasse zum Klingeln bringen.
Knapp 380 Millionen DM Umsatz machten die Händler für exotischen Lifestyle zwischen Kreuzberg
und Hasenbergl im Jahr 2001.
Dabei sind noch nicht mitgerechnet die zahlreichen Asia-Food-Stores, geschweige denn
der einfache türkische Ramsch- und Lebensmittelladen an der Ecke.
Im Bundesgebiet eröffnet alle 2 Tage ein einschlägiges Geschäft, rechnet man die Geschäfte im Food-Sektor hinzu sogar
täglich eines.[...]
Die Sehnsucht der Deutschen nach 1000 und einer Nacht im eigenen Wohnzimmer scheint immer grösser zu werden.
Quelle: Small Business, 4/2002, S 43f


Ich rede nicht von Zwang, sondern vor Schutz derjenigen, die dem Althergebrachten eher zugetan sind, als neuen Einflüssen. Das neue darf ja kommen, aber nicht so, daß das alte zerschlagen und weggenommen wird. Da würden sich viele unwohl fühlen, ich ebenfalls!

Also nochmal: Wenn eine Mehrheit im Lande am althergebrachten hängt, wird das neue keine Chance haben und es gibt nichts das man schützen müsste, ist aber eine Mehrheit dafür, daß sich die Dinge weiterentwickeln, sehe ich keinen Grund, warum sich die Mehrheit nach einer Minderheit richten sollte.
Kultur ist nichts konkretes, sondern ein abstrakter und vor allem dynamischer Begriff. Die Kultur wird sich verändern, wie sie sich schon immer verändert hat. Versucht man das aufzuhalten, könnte man ebensogut versuchen einen Gletscher auf dem Vormarsch aufzuhalten.
 

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