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Medium Internet und die Kinderpornografie

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Nach einem britischen Bericht soll durch das Internet nicht nur die Verbreitung von Kinderpornografie enorm zugenommen haben, sondern auch der Kindesmissbrauch
Das Internet und die Kinderpornografie

Eine Viertel Million Männer sollen in Besitz derartiger Bilder in Großbritannien sein. Viel, sehr viel, sollte diese Dunkelziffer richtig liegen. Das ist ja eine Armee. Das Gezetere um das Recht kennen wir ja schon: Empörung über Pädophilen-Urteil in München. Das ist zwar ein Fall aus dem Brutkasten München, aber das Ziel eines rechtlichen Freiganges werden die 'Täter' in Großbritannien auch haben.

In der Prä-Internetzeit war es ziemlich schwierig, an Bilder von missbrauchten Kindern zu kommen. Das Internet hat alles verändert. Die Menschen mit einem unterdrücktem oder latentem Interesse haben jetzt einen Mechanismus gefunden ... Sie denken, das Internet sei anonym.
John Carr, der Autor des Berichts
Das Internet und die Kinderpornografie
 

Macleod23

Geheimer Meister
3. November 2002
207
Eine Viertel Million Männer sollen in Besitz derartiger Bilder in Großbritannien sein.
Habe nie gedacht, daß es doch soviel kranke gibt. Ich werde es nie verstehen was die Menschen (?) dazu treibt sich sowas anzuschauen.
Das ist echt krank. Einsperren und nie wieder rauslassen!!!!!!!!!!!!
 

v3da

Geheimer Meister
15. Dezember 2003
431
Eine kranke Gesellschaft bringt kranke Individuen hervor (nicht speziell auf GB bezogen).
 

InsularMind

Geheimer Sekretär
9. Dezember 2003
644
Das Seltsame ist es schon, dass sich derart Viele für solches zu begeistern scheinen.
Was geht in deren Geist bloß vor?
Wie vereinbaren die das mit ihrer inneren Direktive / Gewissen oder sind das mehr oder weniger Soziopathen, die sich kein Gewissen aneignen?

Es kommt zwar vor, dass bei solchen Erfassungen auch Jugendliche drunter fallen, die Pornographie über Ihresgleichen anklicken / horten, aber wenn es Erfassungen sind, die sich eindeutig um Erwachsene drehen, die Kinderpornographie suchen / austauschen ect, finde ich diese Zahl mehr als erschreckend.

Irgendwie erstaunlich, dass das scheinbar nur MÄNNER betrifft, oder?
Von Frauen hört man in dem Zusammenhang nur sehr selten, wenn, dann eher als Beihilfeleistende ( blödes Wort zu dem Thema, ich weiß )

Für mich ist so eine Entwicklung im Angesicht mit der menschlichen Arroganz, ein irgendwie erhabenes Wesen sein zu wollen, nicht in eine Linie zu bringen.

Gibt es denn keine internationale AG oder Ähnliches, die sich damit befasst, die Hintermänner solcher Seiten auszukundschaften oder Ähnliches?
Meist sitzen sie ja leider in Ländern wo man kaum irgendwie handeln kann, oder die Seiten laufen über x verschiedene Ecken oder auf Namen, die es nicht gibt.
Ich habe mal von einer Organisation 'Hackers against Paedophiles' gelesen, weiß Jemand was dazu, oder ob die noch arbeiten?

Ich kenne noch das :
http://www.heise.de/ct/Netz_gegen_Kinderporno/default.shtml
http://www.heise.de/ct/Netz_gegen_Kinderporno/meldestellen.shtml

Da ist auch ne Liste mit Meldestellen, falls Einer mal irgendwie so ne Seite entdecken sollte
 

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
Seit es Menschen gibt, gibt es Kinderf.... - und jede Gesellschaft versucht seitdem jeweils zu ihrer Zeit, damit umzugehen. Natürlich ist es nach unserem Gesellschaftsverständnis Unrecht, und natürlich muss dagegen vorgegangen werden, aber diese Scheinheiligkeit, dass das nun was Besonderes ist und die Überlegung, dass 'man' das heutzutage ausrotten könnte, ist absolut daneben. Und das Internet ist nichts weiter als ein modernes Medium, sonst nichts - die POST hat ja bisher auch niemand erfolgreich wg. Verbreitung pornografischer Schriften verurteilt. Also, was soll der Schmarrn?
 

Lt.Stoned

Vollkommener Meister
12. Mai 2002
575
Seit es Menschen gibt, gibt es Kinderf.... - und jede Gesellschaft versucht seitdem jeweils zu ihrer Zeit, damit umzugehen
im antiken griechenland zb galt es teilweise als gut für die entwicklung eines knaben ihn in die "obhut" eines älteren mannes zu geben.
 

v3da

Geheimer Meister
15. Dezember 2003
431
im antiken griechenland zb galt es teilweise als gut für die entwicklung eines knaben ihn in die "obhut" eines älteren mannes zu geben.
Das zeigt uns dass wir nicht die ersten sind die eine gestörte Gesellschaft hervorgebracht haben.
 

Hans Dunkelberg

Geheimer Meister
4. September 2002
366
streicher schrieb:
Eine Viertel Million Männer sollen in Besitz derartiger Bilder in Großbritannien sein.
In Deutschland soll es ein Siebtel aller Haushalte sein... Eine einzige Berliner Kinderporno-Seite soll schon mal an einem einzigen Tag im August 100.000 mal angeklickt worden sein...

Noch Fragen, warum da das Bundeskriminalamt die Ermittlungen gegen die Verbreiter und Besitzer von Kinderpornographie als "ausserordentlich aufwaendig" bezeichnet?
 

Alrik

Geselle
9. Mai 2003
27
Ich finde das völlig krank!

Jede dritte Frau erfährt in ihrem Leben sexuellen Missbrauch. Jeder siebte Mann. (Bei den Zahlen gehören auch Vergewaltigungen, etc. Erwachsener dazu)

Was geht eigentlich in den Männern (überwiegender Großteil der Täter) vor, so etwas zu tun??? Die meisten Täter sind Verwandte der Opfer, oft auch die Väter!!! (*ich könnte kotzen, sorry)

Ich verstehe jede Frau die sich von diesem widerlichen Geschlecht abwendet.

Ich bin generell gegen Todesstrafe oder Selbstjustiz, aber in diesen Fällen schwankt meine Überzeugung da. Diese bestialischen Kinderf..., da hab ich echt null Verständniss.

Und ob die sich ihre "Befriedigung" über das Internet holen (mit Bildern für die Kinder misshandelt wurden) oder selbst Kinder misshandeln stellt nur einen geringfügigen Unterschied dar.

Ich verstehe jedes Opfer, dass "seinen" Täter tötet. Auch wenn´s erst Jahre später ist! (Und jeder, der ein, zwei Opfer kennengelernt hat und sich damit mal auseinander gesetzt hat, wird das genauso sehen.)
 

Laurin

Geheimer Sekretär
10. April 2002
602
nun, ich bin mir nichts sicher, ob das alte griechenland als maßstab zu dienen hat.

es war ein in sexualität sehr befreites volk (so würden wir es heute ausdrücken, damals hat es sich irgendwie so entwickelt...es war damals normal) und bordell an den straßen waren nicht die ausnahme, sondern die regel.

gleichgeschlechtliche liebe war nicht verpönt und wenn gesagt wird, dass man junge knaben in die obhut älterer männer gab, so ist dies zu überdenken.

ich könnte mir durchaus vorstellen, dass diese knaben alt genug waren und eben gerade dabei, ihre sexualität zu entdecken. man hat nicht einfach 3jährige genommen und sie gegen den willen mißbraucht. es gab damals keine bravo...da wurde aufklärung anscheinend anders betrieben...alles mutmaßungen.....die frage ist, wer hat da ahnung, dies klarzustellen???

auch der oft zitierte umstand, das väter mit ihren kindern im alten griechenland es getan hätten, muss aus heutiger sicht aufstoßen...aus damaliger sicht aber eben nicht. da war Inzest und genetik ein fremdwort.

man muß sich schon darein versetzen, denn ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, das eine so hoch entwickelte kultur so etwas widerliches wie unsere (der normalen sexualität überdrüssigen gesellschaft ) hervorbringen kann.


Laurin
 

Zwerg

Geheimer Meister
12. Dezember 2003
211
Alrik schrieb:
Ich finde das völlig krank!

Ich verstehe jedes Opfer, dass "seinen" Täter tötet. Auch wenn´s erst Jahre später ist! (Und jeder, der ein, zwei Opfer kennengelernt hat und sich damit mal auseinander gesetzt hat, wird das genauso sehen.)
Ja, obwol dem Mörder dann auch schwerere Strafen drohen alls dem Vergewaltiger.
Ein Kind ( um die 14) hat ma seinen Vergewaltiger im Internet (Google ) gesucht ...
und gefunden. Sie brachte etwas fertig, was die Polizei nich in 5 Jahren geschaft hat.

Da fragt man sich doch, ob auch wirklich etwas gegen die vergewaltiger getan wird. Ich finde mann kann jemanden mit einer Vergewalltigung dass antuen, was man nicht mal mit dem Tod schaft. Ein paar der Opfer sind danach innerlich total zerschtöhrt und haben unheimliche Angst.
 

Alrik

Geselle
9. Mai 2003
27
Ein paar der Opfer???

Eigentlich braucht jedes Opfer therapeutische Behandlung. Das manche diese nicht in Anspruch nehmen zeigt, wie stark die Scham und die Erniedrigung sind.

Bei einer Vergewaltigung spielen verschiedenste Einflüsse zusammen. Angst, Erniedrigung, Schmerz, Erregtheit (ja, leider), Panik, Selbstaufgabe uvm.

Bei einer sexuellen Misshandlung, gerade wenn sie regelmäßig stattfindet, kommen noch viele weitere Dinge hinzu. Das absolut widerwärtigste.


Und wie unser Rechtssystem mit solchen Kinderf. und den Opfern umspringt ist eine der grössten Schanden für unser "System".


Doch in diesem Fall darf der Großteil der Gesellschaft nicht schimpfen, denn genau diese ist dafür verantwortlich, dass sexueller Missbrauch und Gewalt gegen Kinder nach wie vor absolute Tabu-Themen sind.
 

Solon

Geheimer Meister
2. März 2003
140
Laurin schrieb:
auch der oft zitierte umstand, das väter mit ihren kindern im alten griechenland es getan hätten, muss aus heutiger sicht aufstoßen...aus damaliger sicht aber eben nicht. da war Inzest und genetik ein fremdwort.
Was für ein Unsinn! Meinst Du, Inzucht würde heute nur deshalb vermieden, weil es uns als Tabu und dank genetischer Erkenntnisse anerzogen wird? Inzucht und Sodomie sind widernatürliche Triebe die im verfallenden Griechenland ganz offen praktiziert wurden.
 

Murphy

Geheimer Meister
3. Februar 2003
138
Medium Internet:

Das Internet ist ein Spiegel unserer Gesellschaft (Weltweit)
Mit allen Seiten, den Guten wie den Miesen


An alle die sagten das es fast ausschließlich Männer seien, die ihre Kinder mißbrauchen.
Auch unter den Frauen kommt es oft zu übergriffen auf ihre Kinder.

--->Münchhausen by proxy Syndrom<---

www.spiegel.de/sptv/magazin/0,1518,263665,00.html
 

arius

Großer Auserwählter
16. Juli 2003
1.555
Gibt es Schätzungen über die Zahl der Betroffenen und der
Verteilung auf die verschiedenen Schichten der Bevölkerung ?
 

Lunatic

Vollkommener Meister
4. Januar 2004
582
Einer der grausamsen Aspekte ist, dass die Kinderschänder 4-10 Jahre in den Knast kommen. Wenn sie vor Gericht erzählen, was für eine schlimme Kindheit sie hatten und dass es ihnen immer sooooooo schlecht ging, bekommen sie 4 Jahre und gut is. Wenn man Steuern in großem Rahmen hinterzieht, kann man locker für 12 Jahre verknackt werden. Wo bleibt da die Gerechtigkeit??? :? Die Kinder müssen ihr Leben lang damit fertigwerden, nicht nur 4 Jahre!!!
Manchmal denke ich, dass die Justiz in Deutschland absoult was fürn Arsch ist. :don:
 

freak237

Geselle
27. November 2003
14
ich finde sowieso das ganze Rechtsystem in Deutschland zu mild.
Kein Wunder das es hier so viel Kriminalität gibt.
 

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
freak237 schrieb:
ich finde sowieso das ganze Rechtsystem in Deutschland zu mild.
Kein Wunder das es hier so viel Kriminalität gibt.
Stimmt, denn in Ländern, in denen die Todesstrafe droht, gibt es keine oder nur wenig Kriminalität.
:wink:

Aber zurück zum Thema. Das was zur heutigen Zeit in 'unserer' Gesellschaft in dieser Region als abnorm und widerwärtig eingestuft wird, wird / wurde u. U. zu anderer Zeit, in anderer Region und in anderer Gesellschaft als 'normal' angesehen - das gilt auch für Sex zwischen Erwachsenen und Kindern. Es soll heute noch Stämme in sog. unterentwickelten Ländern geben, in denen angehende Jugendliche schon sehr früh durch den 'Medizinmann' für die Aufnahem in die Erwachsenengesellschaft vorbereitet werden. Wir nennen es Vergewaltigung (und es ist es wahrscheinlich auch) aber innerhalb jener Gesellschaft ist es als normal angesehen und nicht mit Strafe bewehrt.

Worauf ich hinaus will ist die Art und Weise, mit der die Diskussion in zivilisierten Ländern wie z. B. Deutschland geführt wird. Ihr könnt den schlimmsten Überwachungsapparat einführen und die ekligsten Strafen in Gesetze gießen - Sex zwischen Erwachsenen und Kindern wird es weiterhin geben, im Extremfall dann durchgeführt von den Überwachern und Richtern (innerhalb ihrer eigenen Familien oder mit Hilfe von Erpressung durch Ausübuing ihrer Macht).

Ein Problem ist sicher, dass Menschen, die solche Bilder erregend finden oder sogar selbst mit dem Gedanken spielen, es mit einem 'echten' Kind zu tun, auf Grund der gesellschaftlichen Ächtung mit NIEMANDEM darüber reden und um Hilfe bitten können, sofern sie überhaupt dazu in der Lage sind, ihr Unrecht zu erkennen. Schließlich werden sie je nach Ausprägung durch ihren Trieb gesteuert. Stellt Euch vor, man würde nun 7 Millionen englische Männer kastrieren oder staatlich ermorden, weil sie Kinderpornobilder betrachten - das wäre doch auch keine Lösung, oder?

Das Internet erleichtert den Zugang zu disem Material. Aber im Internet wird JEDER Furz protokolliert, immer schon, seit dem ersten Tag! Wer sich im Netz auf die Suche nach solchem Material begibt, wird früher oder später immer ins Netz gehen; irgendwann wird jeder mal zu unvorsichtig... Also HILFT das Internet letztendlich auch bei der Ermittlung solcher Menschen, man muss es nur zu nutzen wissen.
 
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