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Lügen, Osterhasen, Weinachtsmann und Kinder

fArdem

Geheimer Meister
23. Oktober 2002
108
Hallo leute möchte mal ein Thema eröffnen den ich schon in dem forum wo ich heimisch bin eröffnet hatte, nur leider ging dieses Thema irgendwie in die falsch richtung..
und dem vorzubeugen.. dies vorweg.. ich möchte euch nicht als lügner darstellen.. es ist die sicht von einem Menschen der ein anderen Glauben hatt als ihr.. und dahr sind es Punkte die ich nie nachvollziehen konnte


so hir nun mein fast-roginal posting aus dem anderen forum...




Ich schreibe mal etwas worüber ich schon vor ewigkeiten nachgedacht habe, bitte verurteilt mich nicht über das wa sich ich jetzt schreibe..

Es gibt einige dinge die ich nicht nachvollziehen kann, und nciht weiß warum mann das trotzdem tut.

Da ich nicht zu euere Kultur gehöre denke ich über andere sachen anders als ihr...und villeicht sehe ich andere dinge auch differernziert.

Manchmal stelle ich mir einige Fragen...
daher möchte ich euch diese auch mal stellen..

warum werden einige Dinge die lügen sind, nicht als Lügen angesehen und dann auch noch von der Gesselschafft und den Kirchen unterstützt die ja eigentlich die Lüge an sich verurteilen müssten.

Ist eine Osterhase der Eier legt und die irgendwo versteckt den keine Lüge?

Ein Nikolaus, der nachts von irgendwoher ( wo auch immer) kommt und Socken und Stiefel auffüllt..?

Mir geht es nicht um die dinge von den man überzeugt ist, wie gott, teufel, Engel etc...

Mir geht es mehr darum von sachen die man den Kindern erzählt von dem man als Erwachsene weiß das es reine unwahrheiten (Lügen) sind und den Kindern das trotzdem So erzählt das es sie geben würde..
Wie zum Beispiel verkleiden als Weinachtsmann und so tun als ob man einer wäre, tischt man damit als erwachsener den kindern nicht eine große lüge auf?
 

skiy

Geselle
28. August 2002
16
alles ist auslegungssache genauso könntest du fragen ob töten nicht immer falsch ist?
es ist die sache mit der begründung
für eine gute sache lässt es sich leicht lügen (bzw. töten)
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
stimmt, das sind lügen.
und mich machts sogar manchmal richtig sauer, wenn die erwachsenen rumstehen und gröhlen "ach wie süss, die kleinen glauben noch an den weihnachtsmann" wie konnen sie auch anders, wenn die menschen, die für die lieben kleinen verantwortlich sind, ihnen solchen müll eintrichtern?

dennoch finde ich mythen, märhcen, sagen, legenden wichtig und richtig. nur schade, dass z.b. die obengenannten so derart verzerrt, eigentlich schon karriekiert worden sind, weils da so ne gruppe gibt, de es nicht leiden kann, wenn menschen auf tradtionelle art an gott/die götter glauben..

aber egal..
gelogen isses. würde man diese geschichten in ein märchen oder eine mythe verpacken und es dem kind als solche erzählen, dann könnts auch das kind begreifen, dass es eben nicht "real" ist. und eine menge kinds würden sich ihre alpträume und träneen um den 6.12. herum sparen.

menschen können echt grausam sein.. sogar zu den eigenen kindern..

grüsse
zauberweib
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Was ist denn der Unterschied zwischen dem Weihnachtsmann, dem Osterhasen und Gott oder dem Teufel ?
Ist die Existenz eines der 4 besser belegt als die der anderen ?
 

fArdem

Geheimer Meister
23. Oktober 2002
108
agentp schrieb:
Was ist denn der Unterschied zwischen dem Weihnachtsmann, dem Osterhasen und Gott oder dem Teufel ?
Ist die Existenz eines der 4 besser belegt als die der anderen ?
von der Existenz von Gott und dem Teufel ist man Überzeugt..
von den anderen eben weiß man das es sie nicht gibt und tut es aber so.



doch das es jeh ein osterhasen gab oder gibt - ich glaube davon ist keiner der Eltern überzeugt das es ihn irgendwo in einem himmelreich gibt und dann die eier versteckt.. den das verstecken machen sie es ja selber..

oder dem Weinachtsmann bzw dem Nikolaus.... das einzige wahre an seiner Persohn ist das solch ein mensch mal lebte.. doch den Kindern wird nicht das was er vermitteln zu versuchte vermittelt sondern Die Eltern kleiden sich in Rot und pappen sich ein bart auf und täuschen den kindern unwahrheiten.. oder kannst du mir sagen das die eltern überzeugt sind das wenn sie sich diese klamotten anziehen udn ein bart aufsetzen in der tat überzeugt sind der wahre und echte Nikluas zu sein... wo bitte ist sein schlitten mit den rentieren?
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Also sorry, aber das ist jetzt ein bisschen fadenscheinig und befriedigt mich gar nicht !
Bloss weil sich der Papa einen weissen Bart anklebt und den Nikolaus spielt weiss man, daß nicht einen echten Nikolaus gibt ?
Dann beweisst also auch das Musical "Jesus Christ Superstar", daß es keinen Jesus gibt, weil jeder weiss dass der Schauspieler da auf der Bühne nicht der echte ist ?
Und bloss weil Osterhase und Weihnachtsmann (oder Christkindl für die Süddeutschen unter uns) heute offensichtlich nichts mehr bringen ist ihre nichtexistenz auch nicht bewiesen, immerhin zweifelt man ja offensichtlich auch nicht an der Existenz Gottes obwohl sich der auch schon länger nicht mehr persönlich blicken hat lassen, oder ?
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Ich denke, der Punkt ist, daß wir unseren Kindern einen Glauben geben, den wir selber nicht haben. Im Grunde ist das Heuchelei. Wir gehen mit der Sicherheit an die Sache, den Glauben des Kindes irgendwann verraten zu müssen.
Kein Nichtglaubender würde auf die Idee kommen, ein Kind in dem Glauben an Gott zu erziehen.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Ja, sorry, aber das ist doch lächerlich ! Natürlich tun wir das genauso wie wir Kindern einen Glauben an Frau Holle, Petterson und seine sprechende Katze Findus und an mopsige bunte Wesen mit Fernsehern im Bauch erziehen oder um mal nichtwestliche Beispiele zu nehmen im Glauben an den weissen Büffel, Ince Memed, den Räuber oder Sindbad den Seefahrer.
Das gibt es in nahezu jeder Kultur und ist wie man heute weiss für die Entwicklung der Phantasie von Kindern und damit für ihre gesamte geistige Entwicklung immens wichtig.
Und Heuchelei würde ich das nicht nennen, ehrlichgesagt oder ich bin gerne ein Heuchler, denn wenn ich meinem 3-jährigen Sohn die Geschichten von Michel aus Lönneberga vorlese, dann sag ich nicht alle paar Minuten "Das ist aber nur erfunden !", zumal ein permanentes beharren auf der Wahrheit vermutlich schnell das Leuchten aus seinen Augen zaubern würde.
 

QuadWord

Vollkommener Meister
16. Juli 2002
542
Grundsätzlich sehe ich schon einen erheblichen Unterschied zwischen diesen Dingen.

Zum Weihnachtsmann:

Sicherlich erscheint der Weihnachtsmann als "Lüge", weil den Kindern eben gesagt wird: "das Nintendo hat der Weihnachtsmann in den Strumpf gesteckt (mühsam)" :).

Allerdings: Ist der Weihnachtsmann (eigentlich ja das Christkind) von symbolischer Natur. Zu Weihnachten wird eben ein Fest gefeiert. Dieses Fest ist dem Geb.Tag. Christis gewidmet, der den Menschen damals eben mit bestimmten Werten "beschenkt" hat. Dieser "Geist" wird nun symbolisch gefeiert. Die Menschen beschenken sich gegenseitig, um dieses Überlieferung zu würdigen. Den Kindern wird erzählt, das die geschenke vom Christkind kommen (was nicht unbedingt falsch ist, weils ohne Christ auch dieses Fest nicht geben würde). Dieser Aspekt geht nun mit der Zeit verloren, weil die Menschen immer logischer, kälter und fantasieloser werden. Und gerade DIE Menschen, die keinen Glauben mehr haben, verlieren auch die Fähigkeit dieses Fest angemessen zu feiern. Die Sache hat was mit Herz, Fantasie und Symbolik zu tun. Das wäre keine schlechte Sache, wenn die Menschen diese Fähigkeiten nicht verlieren würden.

Ähnlich ist es mit dem Osterhasen. Auch diese Begebenheit ist ein Spiel.
In erster Linie geht es darum, anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Diese Freude macht sich auch nicht Rückgängig, wenn das Kind in einem Bestimmten Alter von der "Wahrheit" desillusioniert wird.

Für mich war damals Weihnachten und Ostern ein schönes Erlebniss. Es war ein Spiel, an denen nicht nur meine Freunde, sondern auch meine Eltern beteiligt waren. In diesem Spiel war der kleine Teil "Religion" eigentlich nicht sooo erheblich. Man machte sich natürlich Gedanken darüber,´aber als Kind erlebt man eher die Sache an sich.

Wenn ich nun diese neumodische "Ich glaub an nichts, deshalb gibts kein Weihnachten!" Metalität betrachte, bedauere ich die Kinder, die auf zwei (potentiell schöne) Ereignisse mehr im Jahr verzichten, weil sich ihre Eltern zu fantasielosen "praktisch orientierten" Konsumeinheiten entwickelt haben.

Und ob man nun daran glaubt, oder nicht. Weihnachten kann (angemessen gefeiert) eine sehr schöne Sache sein. Besonders für Kinder, deren Eltern sich noch einen Rest der Fantasie und des Herzens bewahren konnten.

Normalerweise würde ich an dieser Stelle gerne an den Film "Scrooge" verweisen, wenn ich nicht das Gefühl hätte, das die meisten das aufgrund fehlender Fantasie eh nicht verstehen würden.

Den anderen rate ich: Geht doch einfach Golfen.

- QuadWord
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Danke Quad,
ein schönes Posting, wie ich finde und bereits mit einem Hauch "Geist der Weihnacht" gewürzt und sehr auf den Punkt gebracht !
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Ich will nicht bestreiten, daß für die Entwicklung eines Kindes jene nichtmaterielle Welt, kindliche Wunder und Helden enorm wichtig sind. Als Erwachsener sollte man eigentlich um diese verlorengegangene kindliche Sicht trauern. Wir alle wissen, wie schön für uns damals Weihnachten&Co waren und so geben wir es auch an unsere Kinder weiter.
Ich finde auch, Weihnachten ist ein Fest bei dem man sich gerade als Erwachsener gerne wieder an Dinge wie Ruhe und Besinnlichkeit erinnert.

Und trotzdem war der Moment ziemlich grausam, an dem ich das wahre Gesicht des Weihnachtsmannes erkannte. Vielleicht gehört das ja zum Kind-Sein dazu aber ich denke schon, daß es in dem Moment eine Art Vertrauensbruch darstellt.
Michel, Frau Holle & Brüder sind alles Geschichten, mit denen man nie direkt in Kontakt tritt und von daher sehe ich schon einen großen Unterschied zum Weihnachtsmärchen.
 

QuadWord

Vollkommener Meister
16. Juli 2002
542
Und trotzdem war der Moment ziemlich grausam, an dem ich das wahre Gesicht des Weihnachtsmannes erkannte.
:) diese dramatische feststellung hab ich jetzt schon öfter mal gehört.

für mich war das eher die situation, das man von jahr zu jahr immer mehr "merkt", das da was nicht stimmt. als ich dann von dem "schwindel" hörte, hats mich nicht mehr richtig überrascht. dannach waren die weihnachtsfste nicht mehr auf "vielleicht_seh_ich_das_schristkind" orientiert, blieben aber trotzdem schön.

geaendert hat das feeling erst, als diese ersten züge des rebellischen "weihnachten ist fürn arsch"-gedanken kamen, und die geschenke im vordergrund standen.

ich denke das liegt an der herangehensweise der eltern. meine mutter hat mir zwar gestanden, dass die geschenke von den eltern kamen, _aber_ die sache mit dem christkind trotzdem sehr wichtig ist, und ich diese erst später verstehen würde. ... und da hatte sie recht.

Dieses "Eltern lügen Ihre Kinder an." finde ich aus dem Gesamtkontext überflüssig deutlich "herausgeschält". schliesslich gehts in dem Gesamtpacket um _mehr_ als eine einzelne "falsche" Information. Zudem ist diese Information auch nicht wirklich falsch, aber erklär dem Kind mal was über Symbolik ...

- QuadWord
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Stimmt, klingt ziemlich dramatisch :)

Eine Bekannte von mir hatte vor einiger Zeit das Problem, daß ihr Sohn noch an den Weihnachtsmann glaubte und sie deshalb befürchtete, er würde von gleichaltrigen Kindern ausgelacht. Nachdem sie sich mit anderen Müttern unterhielt stellte sich heraus, daß er wirklich der letzte war, der an den Weihnachtsmann glaubte.
Jetzt stellt euch vor, euer Kind kommt eines Tages heulend nach Hause und ihr müsst ihm erklären, daß die lachenden Kinder alle recht haben.
Also ich finde das einen ziemlich grausamen Vertrauensbruch.
 

Weltenbummler

Großmeister
24. Juni 2002
69
hmmm ...

ich kann mich eigentlich nur QuadWords Statement anschließen. Es ist in dem Sinne o.k, wenn es als eine Art Spiel betrachtet wird. Kinder glauben nicht nur an Weihnachtsmann und Osterhase (wobei es wahrscheinlich nur wenige gibt, die wirklich eine Vorstellung von einem eierlegenden Hasen haben), sondern auch an die Welt der Märchen, an Prinzessinen und Zauberei. Und irgendwann kommt überall der Moment der Entzauberung, der Übergang ins Erwachsenendasein, und damit einhergehend Enttäuschung. Nun ja, ich denke, es kann schon gemein sein, wenn das Spiel so lange weiter betrieben wird, wenn dem Nachwuchs eigentlich schon lange klar ist, dass da etwas nicht stimmt. Aber ich kenne viele Leute, bei denen eben nicht im engeren Sinne gelogen wird, jede neugierige Frage abgewimmelt wird, sondern wo die Kinder schon wissen, dass der Weihnachtsmann halt der Papa im roten Kostüm und umgehängtem Bart ist. Und da die Geschichte vom Weihnachtsmann dann mit diesem Hintergrundwissen dann doch jedes Jahr wiederholt wird, haben die Kinder auch Spaß an der Sache. So wie ich während Sommerferienbetreuungen in Theaterrollen schlüpfe und die Kinder dann schreien: "Ich kenn dich doch!", im Rahmen des Spieles dies dann leugne und dabei bleiben muss, dass ich im Moment der Piratenkapitän Holzbein oder sonst wer bin ...
 

Paradox

Geheimer Meister
16. Juli 2002
110
Also wenn ich mich recht entsinnen kann, hab ich Weihnachten noch viele Jahre nachdem ich das mit dem Christkind erfahren hab, als etwas ganz besonderes und ziemlich schönes empfunden. Was mir wirklich auf den Keks ging war, das meine Mutter immer drauf bestanden hat das es doch eins gibt.

Also ich denke ich würde nie vor meinem Kind behaupten ich hätte es oder ihn gesehen.
 
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