Berlin: LKW rast in einen Weihnachtsmarkt

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von Manesse, 20. Dezember 2016.

  1. Nachbar

    Nachbar Ritter-Kommandeur des Tempels

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    AW: Berlin: LKW rast in einen Weihnachtsmarkt

    Zett eL, Du lebst in Realitäten, die Du dir nach Belieben zurecht biegst. Man kann laufen ohne wegzulaufen, hab' ich selbst schon oft gemacht. Es müsste Dir auch bekannt sein, daß unmittelbar nach einer solchen Katastrophe mit "Zeugen" überhaupt nichts anzufangen ist. Aber egal, Du bist offenbar ein zu versessener, im eigenen Streitkäfig heillos gefangener Rechthaber, als daß Du dich von diesem unsäglichen Schwachsinn aus eigener Kraft lösen kannst. Das ist äusserst bedauerlich. Aber genau deshalb kommst Du auch mit deinen 9/11-Dingern nicht weiter. Du müsstest Dich ganz dringend mal reflektieren, zur Not mit fremder Hilfe.
     
  2. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    AW: Berlin: LKW rast in einen Weihnachtsmarkt

    Nicht in dem Ton. Beiträge verschoben. Jäger, Mod
     
  3. Minusmensch

    Minusmensch Geheimer Meister

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    Bundespraesident Joachim Gauck und Innenminister Thomas De Maizière haben am vergangenen Freitag 50 Hinterbliebene des Berliner Terroranschlags im Schloss Bellevue empfangen. Zunaechst einmal versprachen Gauck und De Maizière in Zukunft die Kommunikation zu verbessern, falls es noch einmal zu solch einem Ereignis kommen sollte. Viele Hinterbliebene berichteten, dass sie teils tagelang auf der Suche nach Angehoerigen durch Berlin geirrt seien und niemand ihnen Auskunft gegeben haette. Gauck und De Maizière rechtfertigten diesen Zustand mit der verhaengten Nachrichtensperre.

    Ebenso wurde den Hinterbliebenen untersagt am darauffolgenden Trauergottesdienst in der Gedaechtniskirche teilzunehmen, da dort auch hochrangige Politiker anwesend waren. Gauck aeußerte, dass er nichts davon gewusst habe. Der Hoehepunkt seien allerdings Briefe der Gerichtsmedizin gewesen, in denen aufgefordert wurde eine Rechnung zu begleichen. Ansonsten werde das Geld mittels einer Inkassofirma eingetrieben. Das "Rote Rathaus" habe sich mittlerweile unbuerokratisch um die Gebuehrenbescheide gekuemmert.

    Die Anwesenden bezeichneten den etwa vierstuendigen Empfang als "starkes Zeichen". Gauck versprach zum Abschluss auch in Zukunft am Ball zu bleiben.

    Quelle: Angehorige vom Breitscheidplatz bei Gauck: Als erstes kam ein Gebuhrenbescheid - Berlin - Tagesspiegel [Tagesspiegel vom 19.02.2017]
     
  4. Nachbar

    Nachbar Ritter-Kommandeur des Tempels

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    Tja, es geht alles seinen sozialistischen Gang, wie man so sagte. Gemeint war die normale, bürokratische Vorgehensweise.
    Ich habe vor vielen Jahren, als ich in einer entsprechenden Position war, hin und wider eine Rechnung einfach zerrissen und in den Papierkorb befördert. Das war GEGEN die Dienstvorschrift aber FÜR den Menschen, den ich ja tatsächlich noch konkret vor Augen hatte, aber den die Rechnungsabteilung natürlich nicht mehr kennen konnte. Von daher musste ich, als quasi letzte Instanz, die Rechnung zerreissen. Danach wäre sie ihren sozialistischen Gang gegangen.

    Seitdem, es waren die 80er, weiß ich, daß egal was geschieht, es letztlich immer nur an den Menschen hängt. Die meisten Gesetze sind per se auf das Wohl der Bürger gerichtet und die meisten Behörden sind das auch, und die Ausnahmen von dieser Regel sind eher Missgeschicke als Vorsatz, denn wir sind tatsächlich ein gutes Land, aber es gibt natürlich immer Grauzonen. Und diese Grauzonen müssen Menschen ausgleichen. Dafür, wie gut oder schlecht das funktioniert, ist das politische Klima von Bedeutung, und an der Stelle bekommt es auch seine praktische Relevanz. Das merken wir normale Bürger nicht, aber viele Menschen, denen Leid genauso weh tut wie es uns weh tun würde, die merken das schon. Sehr konkret. Wir sollten sie persönlich kennenlernen, damit wir die Chance haben, mitzufühlen.
     
  5. Manesse

    Manesse Prinz von Jerusalem

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