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Weltverschwörung zur Zerstörung der Musik durch 440 Hertz statt 432 Hertz, inklusive Hörbeispiel

Medizinmann

Geselle
27. August 2022
12
Es gibt, offenbar, eine Weltverschwörung zur Zerstörung der Musik, aber das ist natürlich nur eine Verschwörungstheorie ;-)

Hier:
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Ich möchte Ihnen eine möglicherweise revolutionäre musikalische Entwicklung vorstellen - klassische Musik in 432 Hertz, die richtig bzw. "natürlich" gestimmt wurde (so genannte "offene Quinten")!

Hören Sie bitte einfach selbst - IMHO SEHR gut investierte 20 Minuten - bitte benutzen Sie Ihre besten Kopfhörer bzw. Ihr bestes Audio-Equipment („Aus Holbergs Zeit“):

Ist das nicht exquisit?

Ich denke, wenn Sie sich das anhören können und emotional unberührt bleiben, sind Sie wahrscheinlich ein Stein ;-)
(oder haben SEHR schlechtes Audio-Equipment)

Warum also sind 432 Hertz UND die richtige Stimmung so wichtig? Lesen Sie hier darüber (englisch):

Der Unterschied zu anderen, "falsch gestimmten" Versionen der Holberg-Suite aus meiner Sicht aka mein persönlicher Eindruck:
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...deine Version der Holberg-Suite strotzt nur so vor Emotionen, sie berührt das Herz, sie "hat etwas", was allen anderen Versionen fehlt, zumindest denen, die ich bisher gehört habe und ich habe inzwischen viele gehört...deine Version scheint einfach direkt das Herz zu berühren und der "emotionale Inhalt", den die Musik transportieren soll, kommt ungefiltert durch, während die anderen Versionen irgendwie gefiltert wirken, sie "kommen nicht durch", als ob eine Art Schleier über ihnen liegt oder als ob es eine Art "Barriere" in ihnen gibt. Einige dieser anderen Aufnahmen waren vielleicht "technisch" ein ->kleines bisschen< besser als Deine Version, zumindest teilweise, aber trotzdem konnte diese "technische Perfektion" diesen "mysteriösen Schleier" NICHT aufheben!!!

Also, ich kann mir andere Versionen anhören und kann emotional ziemlich unberührt bleiben, aber ich KANN das NICHT bei deiner Version…ich denke, das "sagt etwas aus"...
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Hier eine interessante Beschreibung, wie Herr Ivan Yanakiev sich in die 432-Hertz-Musik verliebte:
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Als Ivan Yanakiev zum ersten Mal ein Instrument hörte, das auf 432 Hertz gestimmt war, sagte er, es war, als hätte er Gott sprechen gehört.

In der Männergarderobe des Musiktheaters Konstantin Kisimov in Veliko Tarnovo, Bulgarien, ließ Yanakiev, ein junger, an der Nationalen Akademie ausgebildeter Dirigent, seinen Freund Velimir sein Cello um acht Hertz von der Standardeinstellung A=440Hz herunterstimmen. Sie arrangierten ein Experiment.

Velimir, "ein begabter Cellist", so Yanakiev, begann mit dem Präludium zu Bachs "Cellosuite Nr. 1 in G-Dur".

"So, la, si, so, si, so, si, so/ So, la, si, so, si, so, si, so", singt Yanakiev zur Veranschaulichung. Es ist eines der am häufigsten gespielten und bekanntesten Stücke von Bach, aber in dieser Hinterzimmerversion, die nicht einmal eine halbe Klaviertaste tiefer transponiert wurde, klang das Lied frisch und aufregend.

"Es war eine Kanalisierung von reinem Licht und Liebe, die durch den ganzen Raum vibrierte", sagte er. "Es war neu. Es war brilliant."

Im November 2013 war Yanakiev zusammen mit Alexandros Geralis Mitbegründer des 432 Hertz Kammerorchesters. Die Gruppe besteht aus 12 Streichern, von denen einige von den besten professionellen Ensembles des Landes ausgeliehen wurden, und wird von den beiden Dirigenten geleitet, die alle für kein Honorar arbeiten und die nur aus ihrem gutem Willen heraus die Kraft dieser besonderen Frequenz erforschen und bezeugen. Bislang haben sie zwei Aufnahmen gemacht und wollen mit ihrer Show auf Tournee gehen und in ganz Europa Konzerte geben.

Yanakiev ist entschlossen: "432 Hertz ist eine Schwingung, die auf der ganzen Welt verbreitet werden muss. Für ihn ist sie nicht nur angenehm für das Ohr, sondern ein tiefgründiger Schlüssel, der Geheimnisse auf der Ebene des Bewusstseins selbst entschlüsseln kann.
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Also - ob Sie es merken oder nicht, seit ca. den 1950er Jahren sind wir wahrscheinlich „in ein dunkles Zeitalter der Musik“ gestürzt, eben wegen des Aufkommens der 440-Hertz-Musik und wegen dem - so genannten - "modernen“ Stimmsystem!!!

Meiner Meinung nach wurde uns die Musik gestohlen, sie haben die Musik VERKRÜPPELT!!!!

Aus diesem Grund halte ich es für SO wichtig, dieses besondere Orchester zu unterstützen!!!

Bitte werden Sie Gönner auf patreon.com,
bzw. suchen Sie dort auf der Patreon.com Seite einfach nach dem Suchbegriff
432
oder spenden Sie direkt auf der Internetseite des 432 Hertz Kammerorchesters https://432hz-orchestra.com/en/!

Bitte beachten Sie, dass das 432 Kammerorchester das ERSTE UND EINZIGE Kammerorchester DER WELT ist, das seine Instrumente auf 432 Hertz gestimmt hat UND ein "natürliches" Stimmsystem verwendet!!!

Wenn dieses Orchester Erfolg hat, könnte es andere Orchester dazu inspirieren, auf 432 Hertz und ein besseres, natürlicheres Stimmsystem umzusteigen, was zu einer Wiederbelebung der klassischen Musik als Ganzes führen könnte, und als Ergebnis könnte irgendwann die gesamte Musik auf 432 Hertz und bessere, natürlichere Stimmsysteme umgestellt werden, was zum Anbruch eines neuen goldenen Zeitalters der Musik führen und einen sehr positiven Einfluß auf die Gesellschaft als Ganzes haben könnte!!!

Deshalb denke ich, dass hier viel mehr auf dem Spiel steht als nur das Schicksal eines "weiteren Kammerorchesters"!

Bitte leiten Sie diese Information weiter, wenn Sie dies für wichtig halten :-)

Ich danke Ihnen!

P.S.:Warum ist die richtige Stimmung so wichtig? Bitte hören Sie sich das an:
Es gibt ein (englisches) Buch über die korrekte Stimmung, das heißt
"How Equal Temperament RUINED Harmony (and Why You Should Care)" von Ross W. Duffin:
https://www.amazon.com/Equal-Temperament-Ruined-Harmony-Should/dp/0393334201&tag=
Bitte beachten Sie, dass es im Titel des Buches RUINIERT lautet - und nicht "zum Schlechten verändert" – sondern RUINIERT, das sagt denke ich alles!!!!!

P.P.S.: Bitte beachten Sie, dass 99,9999% der so genannten 432-Hertz-Musik, die z.B. auf youtube zu finden ist, einfach nur von einem Computer verlangsamt oder "umgeschnitten" wurde. Aber so einfach ist es nicht...ALLE Instrumente müssen VOR der Aufnahme in 432 Hertz UND in einem natürlichen Stimmsystem gestimmt sein, und DANN muss es "original" aufgenommen werden, wenn es "ECHTE" 432 Hertz Musik sein soll!!!
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.224
Danke für den Beitrag, sehr interessant!

Nun, wenn es eine 440 Hz Verschwörung gibt, dann ist sie schon recht alt, weil diese Frequenz ja schon 1939 international als Kammerton festgelegt wurde. Aber stimmt schon, was haben eigentlich die alten Meister gemacht, die in den Jahrhunderten vorher gar nicht in der Lage waren, Frequenzen zu messen?

Eigentlich konnten sie den Kammerton ja nur nach eigenem, subjektiven Gehör festlegen. Ob da nun 432 Hz genau die Frequenz ist, die z.B. Griegk vorschwebte, wäre jetzt die Frage … obwohl: Stimmgabeln aus dieser Zeit müsste es ja noch geben. Weiß man da mehr dazu?

Nun gut, ich höre normalerweise Musik, bei denen es auf derartige Feinheiten kaum so richtig ankommt. Obwohl sich z.B. Black Sabbath für mich immer sehr merkwürdig, düster, angehört hat. Bis ich erfuhr, dass die alle Instrumente gleich einen halben Ton runter gestimmt haben, um die Saitenspannung für ihren an einer Handverletzung leidenden Gitarristen runter zu bekommen.

Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass eine etwas geringere Grundstimmung mehr klanglichen Tiefgang bringt.
 

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.202
Nun, wenn es eine 440 Hz Verschwörung gibt, dann ist sie schon recht alt, weil diese Frequenz ja schon 1939 international als Kammerton festgelegt wurde. Aber stimmt schon, was haben eigentlich die alten Meister gemacht, die in den Jahrhunderten vorher gar nicht in der Lage waren, Frequenzen zu messen?

Interessant ist der Wikiartikel zum Kammerton:

Bis in das 19. Jahrhundert hinein gab es keine einheitliche Stimmhöhe, sondern es wurde abhängig von Ort oder Region wie auch nach Art der Musik unterschiedlich eingestimmt.

Verglichen mit dem heutigen Standardkammerton lagen die Stimmtöne im 16. Jahrhundert um bis zu vier Halbtöne tiefer oder um bis zu drei Halbtöne höher. In der Mitte des 18. Jahrhunderts schwankten die Stimmungen etwa im Bereich von −2 bis +2 Halbtöne und Mitte des 19. Jahrhunderts im Bereich von −1 bis +1 Halbton, bezogen auf a1 = 440 Hz. Dabei wurden in Österreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden tendenziell höhere, in Frankreich und England eher tiefere Stimmtöne bevorzugt.

Durch ein zunehmend interregionales und internationales Musikleben wuchs das Bedürfnis nach einem einheitlichen Stimmton. Im Jahr 1788 einigte man sich zunächst in Paris auf 409 Hz für das eingestrichene a, die (frühe) Pariser Stimmung. Später wurde dort 1858 durch die französische Akademie, unter Napoleon III., der Kammerton a′ dann auf 435 Hz festgelegt (mit der damaligen Bezeichnung als „435 Doppelschwingungen pro Sekunde“), für Frankreich gesetzlich eingeführt und in benachbarten Ländern übernommen. Für Russland, Schweden, Italien und verschiedene deutsche Staaten beschloss eine internationale Stimmtonkonferenz 1885 in Wien einen internationalen Normstimmton mit ebenfalls 435 Hz.

Aha: Wie so oft gab es ursprünglich viele Festlegungen, was denn ein Kammerton A zu sein habe.
Tatsächlich scheint es auch darum zu gehen, was ein Dirigent oder ein Orchester zu präferieren wünscht - und da liegt der Fokus meist auf den Violinisten,

In deutschen und österreichischen Orchestern hat sich – unabhängig von der nach wie vor international gültigen Normstimmhöhe von 440 Hz – die Frequenz von 443 Hz als Kammerton eingebürgert, insbesondere weil Saiteninstrumente bei höherer Frequenz durch die höhere Saitenspannung angeblich lauter und voller klingen.

aber zum Leidwesen von Sänger*innen:

Die Sopranistin Waltraud Meier hat sich (ebenso wie Birgit Nilsson) für eine Reduktion der Tonhöhe des Kammertons eingesetzt: „Die Orchester sollten umdenken und, statt ausschließlich auf die eigene Brillanz zu achten, auch auf die Möglichkeiten der Sänger Rücksicht nehmen und in der Stimmung ein paar Hertz hinuntergehen.“ Auch der deutsche Komponist Richard Strauss kommentierte die gestiegene Höhe des Kammertons 1942 folgendermaßen: „Die hohe Stimmung unserer Orchester wird immer unerträglicher. Es ist doch unmöglich, dass eine arme Sängerin A-Dur-Koloraturen, die ich Esel schon an der äußersten Höhengrenze geschrieben habe, in H-Dur herausquetschen soll …“
Quelle: Wikipedia, Kammerton

Eigentlich konnten sie den Kammerton ja nur nach eigenem, subjektiven Gehör festlegen. Ob da nun 432 Hz genau die Frequenz ist, die z.B. Griegk vorschwebte, wäre jetzt die Frage … obwohl: Stimmgabeln aus dieser Zeit müsste es ja noch geben. Weiß man da mehr dazu?

Die klassische Methode, den Kammerton anzugeben, ist die Stimmgabel, die 1711 von dem englischen Militärtrompeter John Shore entwickelt wurde.

Wie sich aus dem Wikipedia-Artikel auch entnehmen lässt:
Nicht alle Instrumente lassen sich so ohne Weiteres (Klavier, Orgel) umstimmen, manche Instrumente nur über einen Spielarum von 3 oder 4 Hz (Holzbläser), wieder andere überhaupt nicht (Klarinette, Schlagzeuge). Die Instrumente müssten dann in mehrfacher Ausführung vorhanden sein. Außerdem haben Musiker wohl oft Schwierigkeiten bei einer Änderung des Stimmtons sauber zu intonieren, weil sie sich an den Klang in der sonst verwendeten Stimmung gewöhnt haben.

Bei allen Festlegungen konzertanter Musik durch die Notation gibt es noch einige andere Aspekte, die letztlich jedes Musikstück zu einer Angelegenheit der Interpretation machen. Somit ist, streng genommen, jeder Ruf nach Originalität eine Bemühung, die zum Scheitern verurteilt ist. Zwar gab es zur Zeit des Wirkens von Griegk bereits das Metronom, für viele andere beliebte Komponisten, die auch heute noch viel gespielt werden, gab es das allerdings noch nicht. Denn das Metronom kam erst nach 1820 auf (Vorläufer seit 1800) und man musste sich mit Angaben wie "andante", "allegro" usw. begnügen.

NB, Metronom:
Als ich ein junger Mann war, kannte ich einen Gitarristen, der zunächst mit einem mechanischen Metronom übte. Er leistete sich dann aber ein elektronisches Metronom (damals noch ziemlich teuer), denn das mechanische Metronom erwies sich für ihn als ungenau. Tatsächlich wies es Schwankungen auf, je nach Zimmertemperatur und möglw. anderen Faktoren.

Also ist bereits das Tempo einer Aufführung Interpretationssache, und selbst Werke, deren Tempo "genau" bezeichnet wurde, werden unterschiedlich schnell eingespielt. Ravels Bolero (1928) z.B. ist mit einer Länge von 14:20 - 18:11 Minuten eingespielt worden. Ich verstehe nur wenig von Musik, aber es ist wohl sicher auch im Ermessen und der Diktion eines Dirigenten, wo Akzente im Spiel gesetzt werden, und auch über die Lautstärke eines Tons sagt die Notation ja wohl nichts aus. Beim Spiel eines Instrumentes wie dem Klavier gibt es zwei verschiedene Standpunkte, wie es denn zu spielen sei. Der Pianist Richard Clayderman lässt die Töne weich ineinander überfließen, Glenn Gould schlug jeden Ton einzeln an (so sehr, dass man ihm Attribute wie "klinisch" und "eisig") vorwarf.

Es wird sicher noch einige andere Aspekte geben, die dem Bestreben nach der "Originalität" historischer Werke der Musik zu einem reinen Wunschdenken machen. Sollen dann international auftretende Orchster mal nach der einen, mal nach der anderen Festlegung der Stimmung spielen, dann wird es zu einem Ding der Unmöglichkeit. Denn weder können Musiker mehrere (teure) Instrumente besitzen, noch können sie sie dann auch in der gewünschten Weise spielen. Eine andere Stimmung wird dann wohl eher zu einer Spielart von Spezialorchestern, die sie pflegen, und genau dies scheint das Orchester des YT-Beitrags ja dann auch zu sein.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.224
Ich find‘s ja auch schön, wenn da bei allem ein gewisser Interpretationsspielraum bleibt, so dass jedes Orchester und jeder Dirigent einen durchaus eigenen Stil da hineinbringen und andere Facetten in einem Musikstück hervorheben kann.

Und toll auch, was sich mit klassischen Instrumenten anstellen lässt. Besonders hat‘s mir das Cello angetan. Unglaublich, was das für eine Dynamik entwickelt:


Sooo viel Volumen und Emotion wie diese Fassung hat das Original nicht …
 

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