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Und sie tun es doch

Nomade

Großmeister
17. September 2002
59
Korrigier mich einer, wenn ich mich irre, aber habe ich die USA nicht noch vor ein paar Tagen husten hören, die UN solle endlich Druck auf Hussein machen, um die Inspekteure wieder ins Land zu lassen, ansonsten wäre ein Angriff unvermeidbar ?

Und da titelt der Spiegel gerade auf der Website:

"USA werden trotzdem angreifen"

Der irakische Diktator Saddam Hussein will Waffenkontrolleure in sein Land lassen, doch die USA und Großbritannien bleiben skeptisch. Israels Außenminister geht sogar davon aus, dass die USA in jedem Fall den Irak attackieren werden.

Tja, wenn es mit Fadenschein nicht geklappt hat, dann nimmt Bush eben den Hammer.

Nomade
 

ROX

Geselle
10. April 2002
46
Hmmm, hast Du auch nur einen Moment daran geglaubt dass die USA sich von ihrem schon seit langem geplanten Vorhaben durch den Rest der Welt abbringen lassen ?

Es geht um die Vormachtstellung im nahen Osten. Seit die Saudis nicht mehr so richtig mitspielen wollen brauchen die Amis eine neue "Kolonie".

Es ist doch nichts leichter als ein Regime, das die eigenen Interessen nicht vertritt, zu stürzen, um nachher ein kooperatives Regime einzustetzen dem man Zuschüsse in den Arsch drückt um das was man eben noch plattgebombt hat wieder aufzubauen.

Diese Leute sind einfach nur pervers, die gesamt Amerikanische Führung ist pervers und Geld- und Ölgeil.

Es ist ein Jammer, dass so ein Land von solchen Mördern, Faschisten und Antihumanisten Regiert wird.
 

Tizian

Großer Auserwählter
14. Mai 2002
1.591
Es geht weniger um das Öl, denn um die vollständige Kontrolle der drei islamischen Großmächte, die sich vom Irak perfekt bewerkstelligen lässt (dann fließt das Öl schon von selbst) und eine neue Unterbringung der Golftruppen, nachdem Saudi-Arabien immer unzuverlässiger wird. Die drei islamischen Großmächte sind die Türkei, der Iran und Saudi-Arabien (Marokko und Ägypten lassen sich höchstens als "bessere" Mittelmächte sehen).
 

dkR

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.142
Tja, jetzt hat der Irak eingelenkt was den Amis ihr ganzes Konzept verhagelt hat und nun ist Bush entsprechend sauer :lol: :lol: :twisted:
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
Wenn die Amis jetzt angreifen, haben sie in Europa ein kleines Problem...

Was meint ihr, wieviele Leute sowas wachrüttelt!
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
Wenn die Amis jetzt angreifen, haben sie in Europa ein kleines Problem...

Was meint ihr, wieviele Leute sowas wachrüttelt!

die amerikanische regierung ist so scharf darauf da einzumarschieren, die werden sich davon nicht abhalten lassen.
europa wird von denen sowieso nicht richtig für voll genommen.
das könnte sich letztendlich als schuss nach hinten erweisen, aber dazu müssen sie erst mal von ihrem hohen ross runterkommen und das wird wohl erst passieren, wenn sie durch äussere umstände in die knie gezwungen werden.

Tja, jetzt hat der Irak eingelenkt was den Amis ihr ganzes Konzept verhagelt hat und nun ist Bush entsprechend sauer

vielleicht für den moment verhagelt, aber diese reaktion des iraks haben sie wahrscheinlich schon mit einkalkuliert.
das wird sie letztendlich nicht von ihrem plan abhalten, nur die argumentation muss etwas verändert werden.
mal sehen, was sie sich als nächstes einfallen lassen...
 

orbital

Geheimer Sekretär
19. April 2002
694
das wird medienwirksam so inziniert das ein angriff gerechtfertig ist.
da wird dann von problemen von der einreise der inspekteure berichtet und neue satelittenbilder von waffenfabriken und schon kann bush loslegen :twisted:
als ob der einen rückzieher macht wo schon soviel kriegsmaterial da unten ist!
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
samhain schrieb:
Tarvoc schrieb:
Wenn die Amis jetzt angreifen, haben sie in Europa ein kleines Problem...

Was meint ihr, wieviele Leute sowas wachrüttelt!

die amerikanische regierung ist so scharf darauf da einzumarschieren, die werden sich davon nicht abhalten lassen.

Abhalten nicht, das ist auch nicht das, was ich meinte!

samhain schrieb:
europa wird von denen sowieso nicht richtig für voll genommen.

Na, dann wird's aber Zeit, dass sich das ändert!

samhain schrieb:
aber dazu müssen sie erst mal von ihrem hohen ross runterkommen und das wird wohl erst passieren, wenn sie durch äussere umstände in die knie gezwungen werden.

Du verstehst wohl nicht ganz, was ich meinte!
Was meinst du denn, wieviele Kriege die noch führen können, wenn die unseren Stahl nicht mehr bekommen?
Verstehst du nicht? Wir sind die äußeren Umstände!
Vielleicht können wir auch die Chinesen und Russen dazu überreden, nicht mehr an die USA zu liefern. Und wenn nicht - wayne kümmerts? Russischer und chinesischer Stahl ist wesentlich teurer als europäischer, und was meinst du, wie die den Preis aufschlagen, wenn ihr größter Konkurrent nicht mehr liefert?
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Hält nicht auch Europa stets ein paar Hintertürchen offen? Berlusconi, und auch Stoiber äussert sich (vor der Wahl) vorsichtig in eine bushkonforme Richtung.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
dieser ausschnitt aus einem artikel der berliner zeitung beschreibt die momentane situation sehr genau:

In den Vereinten Nationen sehen sich die USA momentan in der paradoxen Situation, dass sie nur wenige Tage nach Bushs entschlossener Rede einen Erfolg erzielt haben, der ihren Interessen nicht dient. In Gesprächen mit vier der Mitglieder des Sicherheitsrats bekräftigte auch Powell deshalb am Dienstag nochmals die Notwendigkeit einer neuen, harten UN-Resolution. Der Beschluss müsse drei Elemente enthalten. Er müsse feststellen, dass der Irak vergangene Resolutionen verletze, er müsse klar umrissene Abrüstungsschritte vorschreiben und im Falle der Missachtung konkrete Konsequenzen androhen.

Wie aus Regierungskreisen in Washington verlautet, kam der Brief aus Bagdad angesichts der laufenden Kriegsvorbereitungen nicht unerwartet, auch habe man mit dem positiven internationalen Echo gerechnet. Diese Entwicklungen würden aber die Bush-Regierung keineswegs von ihren Plänen abhalten.

Was meinst du denn, wieviele Kriege die noch führen können, wenn die unseren Stahl nicht mehr bekommen?

das mag ja sein, aber was meinst du wie lange es dauern kann, bis so etwas umgesetzt werden würde?
die kriegsvorbereitungen sind in vollem gange, man müsste also sofort ein embargo gegen die usa verhängen.
soweit sind die anderen länder noch lange nicht, weil sich niemand traut, die ambitionen der usa im fall irak grundsätzlich in frage zu stellen bzw. daraus konseqenzen in richtung einfuhrstopp (z.b. stahl) zu ziehen.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
ebenfalls aus der berliner zeitung dieser kommentar, der genau zusammenfasst, worum es beim einmarsch in den irak eigentlich geht:

Kommentar

Muntermacher aus dem Irak
Maritta Tkalec

Ob Saddam Hussein Atomwaffen, Bakterienbomben und Giftgasgranaten gebunkert hat, weiß man nicht ganz genau. Gewiss aber besitzt der Irak die größten Erdölvorkommen der Welt außerhalb Saudi-Arabiens. Nirgendwo lässt sich das Öl so kostengünstig fördern wie in dieser Region. Die USA verbrauchen ein Viertel des weltweit geförderten Öls. US-Präsident George W. Bush und sein Stellvertreter Dick Cheney haben lange im Erdölgeschäft gearbeitet und gute Beziehungen zu einschlägigen Konzernen.
Sollten diese Tatsachen etwas mit den Vorbereitungen auf einen Irak-Krieg zu tun haben? Die US-Regierung bestreitet jeden aktuellen Zusammenhang. "Erwähnt bloß das O-Wort nicht", charakterisiert der britische Economist die Informationspolitik der US-Regierung zum Thema "O wie Oil". Eine Neuordnung des Ölmarktes nach dem Sturz Saddams stünde nicht einmal auf der Aufgabenliste der vom Außenministerium eingesetzten Arbeitsgruppe, die den neuen Irak entwerfen soll.

Die Erdölfirmen jedenfalls halten sich an die Tatsachen und stecken daher längst in den Vorbereitungen für die Zeit danach. Wer wollte abseits stehen, wenn mit einem neuen Regime in Bagdad das Embargo fällt, seit zehn Jahren brachliegende Fördertürme, Raffinerien, Pipelines wieder in Betrieb zu setzen sind, wenn Lizenzen neu vergeben werden? Man spürt schon jetzt das Petroleum in der Nase und die Freude der Ölgroßverbraucher, sich aus der unangenehmen Abhängigkeit Saudi-Arabiens lösen zu können. Mangels ernsthafter Konkurrenz beherrschen die Saudis seit zehn Jahren die Opec und machen die Preise. Und die sind hoch, billiges Öl - 15 oder zehn Dollar pro Barrel - das wäre der Muntermacher für die Konjunktur weltweit, in Sonderheit für die amerikanische. Vorausgesetzt, die Technik wäre rasch repariert, könnte der Irak die Märkte mit Öl überschwemmen, auch an der Opec vorbei. Der Finanzbedarf für einen Wiederaufbau ist gewaltig.

Doch einer soll nicht vom Powerdrink schlürfen dürfen: Saddam. Ginge es nur um die Waffeninspektionen - man könnte den Diktator gezügelt und kontrolliert noch einige Zeit ertragen, so wie man seinen Kollegen in Nordkorea erträgt. Ein Krieg wäre nicht so drängend. Saddams Regime wieder reich zu machen, ist allerdings nicht nur in den USA unvorstellbar. Neue - bislang unbekannte - Machthaber hätten hingegen ihren Aufstieg allein den USA zu danken. Der Dank dafür müsste zu lang anhaltender Geschäftspartnerschaft verpflichten.

Eine solche Marktneuordnung muss auf alle anderen Öl-Verdiener und Energieproduzenten höchst irritierend wirken. Werden nicht-amerikanische Firmen im Irak noch eine Chance haben - zum Beispiel die stark interessierte russische Lukoil, die französische Elf Aquitaine oder chinesische Firmen? Werden sich Investitionen in teuer zu erschließende Ölfelder - etwa in Sibirien, Mexiko, Norwegen oder Angola noch lohnen? Wäre es noch wichtig, Kaspi-Öl durch das unbefriedbare Afghanistan zu transportieren?

Nicht zuletzt würde ein Ölpreis-Sturz das Schicksal des weltweiten Klimaschutzes auf Jahre besiegeln. Wer wollte schon fossilen Brennstoff sparen, wenn er als Schnäppchenangebot zur Verfügung steht? Auch um die Wettbewerbschancen erneuerbarer Energien stünde es mit einem Schlag denkbar schlecht. Alle Anstrengungen Deutschlands, sich mit Hilfe diversifizierter Energieimporte und -quellen vergleichsweise unanfällig für Hochpreiskrisen zu machen, wären zumindest auf absehbare Zeit vergebens gewesen - noch ein Grund, einen überstürzten, mit Gewalt herbeigeführten Regimewechsel im Irak abzulehnen.

Vermeidbar erscheint er nicht mehr. Die USA haben das irakische Angebot, wieder Waffeninspekteure zuzulassen, umgehend als Täuschungsmanöver abgelehnt. Saddams Entmachtung bleibt das Ziel. Die Härte, mit der die ölbetriebene US-Regierung an dieser Aufgabe arbeitet, lässt sich mit der Furcht vor Massenvernichtungswaffen, die schließlich auch andernorts produziert werden, nicht zureichend erklären. Die würden auch eher Europa als die USA bedrohen.

"America first" lautet der Kernsatz der Politik Bushs. Das gilt zuallererst für die sichere und billige Versorgung des eigenen Landes mit dem wichtigsten Rohstoff für den Erhalt der Größe der Supermacht wie der alltäglichen Lebensart. "Kein Blut für Öl" sagten 1990 die Gegner des ersten Golfkrieges. Der Satz hat seinen Sinn nicht verloren.
 

Eisfuchs

Geheimer Meister
30. April 2002
254
samhain schrieb:
soweit sind die anderen länder noch lange nicht, weil sich niemand traut, die ambitionen der usa im fall irak grundsätzlich in frage zu stellen bzw. daraus konseqenzen in richtung einfuhrstopp (z.b. stahl) zu ziehen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,214346,00.html

wenn ich das lese, krieg, nein, streiche ersatzlos, bekomm ich das grosse kotzen.
das wäre nach afghanistan der zweite angriffskrieg, den george w. führt.
wie kann es sein, dass die UN da so tatenlos zuschaut?? ist amerika mittlerweile wirklich die weltmacht, die gegen den rest der welt (mal mit ausnahme von grossbritannien) ihren willen durchsetzen kann???

macht mir schon so'n bisschen angst.....

der eisfuchs
 

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