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"The Interview"

lieblaunisches Luxustier

Geheimer Meister
27. Januar 2012
339
Kann man wirklich erwarten, dass Kim Jong Un den Film über seine Ermordung mit Humor nimmt? Müssten die USA nicht eigentlich damit rechnen, dass dieser Film tatsächlich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führt? Soll wieder ein Krieg angezettelt werden?
Ein heute im Spiegel erschienener Artikel legt sogar nahe, dass der Hacker-Angriff auf Sony überhaupt nicht von Nordkorea ausgegangen ist und somit auch nicht die Drohung von Vergeltung. Alles wieder nur eine Finte, um einen Grund zu finden, gegen einen Diktator vorzugehen, ohne dazu das Weltgericht zu bemühen?
Oder steckt Süd-Korea hinter dem Hacker-Angriff, aus Angst zwischen die Fronten zu geraten, wenn es nach Ausstrahlung des Films doch zu militärischen Auseinandersetzungen kommt?

Zumindest scheinen die Drohbotschaften von russischen Muttersprachlern verfasst worden zu sein. Doch die können überall leben und von jedem beauftragt worden sein.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: "The Interview"

Kann man wirklich erwarten, dass Kim Jong Un den Film über seine Ermordung mit Humor nimmt? Müssten die USA nicht eigentlich damit rechnen, dass dieser Film tatsächlich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führt? Soll wieder ein Krieg angezettelt werden?
Nein, kann man wohl nicht. Aber: ist das der Maßstab, nach dem sich Filmemacher zu richten haben? Kann man also keine Satire drehen weil sich wer darüber aufregt?
Und: wer macht denn die Politik, ein Regisseur oder die Politiker in Washington? Sollen die nun etwa sagen, was man nicht drehen darf, oder bitte drehen sollte? Wie weit wären wir dann noch von einer Diktatur in der Art Nordkoreas entfernt?
Soll der Popanz sich doch aufregen, das steht ihm frei. Aber er führt damit nicht etwa Zensur in einem anderen Land ein.
 
Zuletzt bearbeitet:

lieblaunisches Luxustier

Geheimer Meister
27. Januar 2012
339
AW: "The Interview"

Schon richtig. Das ist die Frage: Wie weit darf künstlerische Freiheit gehen?
Es ist sicher nicht die Aufgabe der Regierung, Filminhalte festzulegen. Die Verantwortung liegt bei den Filmemachern, die hier aber irgendwie zu weit gegangen sind und das am Ende auch eingesehen haben. Man hätte den Diktator, um den es geht, anders nennen können. Die Ähnlichkeit wäre aufgefallen, aber nicht so angreifbar gewesen. So weit ich weiß, sind andere Filme über Diktatoren nach deren Tod gedreht worden, außer vielleicht Chaplins "Großer Diktator". Allerdings ist der auch nicht in einem Hubschrauber explodiert, sondern wurde nur lächerlich gemacht und vorgeführt.
Wäre es aber nicht umsichtiger, nicht in Pulverfässern herumzuzündeln? Es geht ja nicht darum, einen Menschenrechtsverletzer zu schonen, sondern ihn auf der Vernunftsebene anzuklagen.
Die Art, wie der Filmstart in den USA "zelebriert" wurde, hat etwas merkwürdiges. Da stehen Leute mit Fahnen und Fräcken, die im Muster der amerikanische Flagge gestaltet sind und die Besucher tragen nationale Binden um ihren Arme. Stellen wir uns dieses Szenario einmal in Deutschland vor. Nord-Korea hat die Amerikaner nicht einmal angegriffen, soll sich aber entschuldigen: Für Drohungen, die es nach eigenen Angaben aber gar nicht selber ausgesprochen hat. Das muss nicht stimmen, aber warum sollte Nord-Korea einen gelungenen Coup leugnen?
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
AW: "The Interview"

Ich bin sowieso der Meinung, dass Sony den Hack in Auftrag gegeben hat, um den Film zu pushen.
Ansonsten halte ich es mit Kurt Tucholsky:
Was darf die Satire?Alles!
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: "The Interview"

Wie bitte? Nicht gedroht? Nordkorea droht rund um sich herum, aus nichtigen Anlässen, mit atomarer Vernichtung. Schon lange.
Wenn da jetzt nationale Töne aufkommen, wer hat die wohl angeschlagen? Auch wieder Nordkorea. Nähme man das erst, gäbe es das Land schon nicht mehr.
Richtig so, man läßt sich ja von einem Pinscher verbellen - aber man gehorcht ihm nicht. :k_schuettel:
 

Luchs

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
26. Januar 2010
1.024
AW: "The Interview"

Das ist wie mit der Islamisten verarsche bei "True Lies", da gab es in der folge auch jede menge bissiger Kommentare aus dieser Richtung und wer kann dann garantieren das nicht vielleicht doch, bei manchem der Vogel oben Raus fliegt und dann erst recht aus Gedanken Taten werden.

Was wenn der Rehpinscher nicht bellt, sich anschleicht und zum Wadenbeiser wird ?

Es gibt mehr als genug Typen in der Weltpolitik denen das wahrscheinlich sehr zupass wäre.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: "The Interview"

Was wenn der Rehpinscher nicht bellt, sich anschleicht und zum Wadenbeiser wird ?
Kim Jong Un wäre nicht der erste Diktator, der als Löwe springt, um als Mäuschen zu landen. Ich denke da an die Falkländer, die ja angeblich argentinischen Truppen zujubeln würde, oder an die "Mutter aller Schlachten".
Diktatoren leiden öfter unter Realitätsverlust. Wobei, in diesem Fall, konnte wohl kaum etwas verloren gehen - alles Kulisse, seit Jahrzehnten. Wer suchet, der findet - auch wenns das eigene Ende ist.
 

Veritas79

Großmeister-Architekt
8. November 2012
1.280
AW: "The Interview"

ich glaube sämtliche Diktatoren dieser Erde wurden schon im Rahmen eine Films oder Sketch hoch genommen, die einen etwas derber und die anderen etwas weniger....
 

Luchs

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
26. Januar 2010
1.024
AW: "The Interview"

Ist schon klar, aber viele denken nicht gerne weiter als man sie werfen kann, das ist dasselbe wie im Straßenverkehr.
Da kannste halt nichts machen auser das Genick einziehen und hoffen das einem nicht die Brocken um die Ohren fliegen.
 

Nachbar

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
20. Februar 2011
4.965
AW: "The Interview"

Das dicke Kind in Nordkorea muß man nur insoweit ernst nehmen, als daß es einige Millionen bedauernswerte Menschen beherrscht. Abgesehen davon ist der Kerl nichts als ein tragischer Idiot, der bei der "Reise nach Jerusalem" als erster raus wäre. Und sein schwarzes Loch auf der Weltkarte interessiert letztlich auch niemanden. Ausser die Südkoreaner und die Chinesen. Aber selbst Letztere werden ihm kräftig auf die Patschehändchen hauen, sobald er eine ihrer wichtigeren Interessen gefährdet. Nun gut, er befehligt eine grosse und leider erfolgreich gehirngewaschene Armee. Daher lässt man ihm einige Ausrutscher durchgehen, bei denen Sachschaden entsteht und ein paar einfache Soldaten sterben, sei's drum. Ansonsten darf man ihn gern toben lassen und in Ruhe darauf warten, daß sich diese Staat gewordene Lächerlichkeit von selbst erledigt, das spart Ressourcen und Abfall.
Und selbstverständlich darf und sollte man eine Witzfigur auch Witzfigur nennen! Mir fällt nicht der geringste Grund ein, dieses Individuum mit Respekt zu behandeln. Genau wie man derzeit - leider Gottes - die Regierung der USA schuldig der Verletzung der Menschenrechte nennen darf. Die Freiheit der Meinungsäusserung (sofern diese kein Gesetz verletzt, wie bspw. die Leugnung des Holocaust) zählt zu unseren höchsten Gütern. Deshalb: Na klar, zeigt den Film!
 

Luchs

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
26. Januar 2010
1.024
AW: "The Interview"

Ja genau, nur zu, der Typ kann halt aber sehr wenig dazu das er zu einer todbringenden "Witzfigur" wurde, noch dazu eine geduldete.
Die schwächen und Unzulänglichkeiten der freiheitlich demokratischen Staatenverbände filmisch und attraktiv zu verarbeiten wäre ja auch zu kompliziert und bestimmt auch nicht so lustig.
Obwohl, es gibt Menschen die können über alles lachen.
Realsatire eben.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.654
AW: "The Interview"

Ich finde es geschmacklos bis skandalös, heimtückische Mordanschläge im Ausland zu verherrlichen oder als lustig darzustellen. Genau wie die Verherrlichung von Kriegsverbrechen zählt das zwar zu den großen und altehrwürdigen Hollywood-Traditionen, aber das macht die Sache nicht besser. Es wäre ein erbärmlicher Mißbrauch der Rede- und Kunstfreiheit, den man vielleicht zähneknirschend akzeptieren, aber keineswegs begrüßen müßte, wenn es denn bloß die peinlich niveaufreie Idee eines kulturlosen Filmmenschen wäre und nicht so nach staatstreuer Propaganda röche. Da der Film aber die amerikanische Politik der gezielten Tötungen zu feiern scheint und da der ganze Coup mit angeblichem Hack, angeblichen Terrordrohungen, angeblichem Sieg der Kunstfreiheit und billigem Heldentum für jedermann durch Kinobesuch so ein herrlicher Propagandaerfolg ist, vermute ich mal, daß die Regierung Obama zumindest involviert ist.

Damit hat das mit Rede- oder Kunstfreiheit aber rein nichts mehr zu tun, denn das sind bürgerliche Freiheiten und keine Freiheiten der Regierung. Staatspropaganda genießt nicht den Schutz der Kunstfreiheit, gegen wen auch?

Niemand wird Kim umbringen. Aber die Idee der gezielten Tötungen ist wieder ein Stück populärer geworden. Und zwar die Idee der gezielten Tötung von Politikern, die noch nie ihre Hand gg. die Vereinigten Staaten, die unverzichtbare Nation, Gottes eigenes Land erhoben haben. Der alte Mann, den die Seals vor ein paar Jahren in seinem Bett ermordet haben, hatte wenigstens einige Terroranschläge zu verantworten. Aber Kim? Nichts. Noch ein paar Filme dieser Sorte, und man wird darüber nachdenken können, beispielsweise Baschar al-Assad zu ermorden. Das ist die Politik, die hier verherrlicht wird. Sie ist so erbärmlich abstoßend und widerwärtig, daß man das Propagandavehikel wohlweislich zum Opfer stilisiert und unsere Reflexe, bedrohter Kunst beizuspringen, zu kitzeln versucht. Rattenfängerei.
 

MatScientist

Prinz von Jerusalem
21. März 2014
2.300
Ich bin sowieso der Meinung, dass Sony den Hack in Auftrag gegeben hat, um den Film zu pushen.
Ansonsten halte ich es mit Kurt Tucholsky:
Was darf die Satire?Alles!
Bin der selben Meinung.
Geiler Marketinggag sonst nichs.
Nordkoreas Wissenschaftler verfuegen meines Wissens nach ueber know-how aus den 80ern (in doku gesehn), glaube kaum dass die Regierung iwo willige Mega-Hacker findet

Das ist wie mit der Islamisten verarsche bei "True Lies",...
Btw in true lies befinden sich diverse Andeutungen für 9/11.

Vielleicht wird die Ermordung Kim Jong Uns in ein paar Jahren Realitaet
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
AW: "The Interview"

Weiah, wilder Jäger, da haste einen Aspekt rein gebracht, den ich so noch nicht gesehen hab, Thx dafür!
 

Veritas79

Großmeister-Architekt
8. November 2012
1.280
AW: "The Interview"

Aber die Idee der gezielten Tötungen ist wieder ein Stück populärer geworden.....

Da ist in der Tat was dran, wenn man bedenkt wie sehr das US-Militär mit Hollywood verstrickt ist. Und wenn man darüber nachdenkt wie teuer ein inzinierter Staatsstreich sein kann (inziniert von wem auch immer) dann könnte eine von der Bevölkerung akzeptierte gezielte Tötung eine preiswerte Variante werden. Voraus gesetzt man hat es in den Köpfen platziert und durch gezielte Propaganda die Gehirnwindungen der Leute verdreht.
 

Osterhase

Geheimer Meister
12. Mai 2013
463
AW: "The Interview"

Zum Artikel vom Jäger kann ich nur sagen:
Ja, genau Alles das ist es,
was mich an der ganzen Sache stört.
Ich stimme mit seinem Artikel voll überein.

Liebe Grüße vom nachdenklichen Haserl.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: "The Interview"

Natürlich kann propagandistische Absicht vorliegen, wäre ja nichts Neues. Sollte das stimmen, hat Kim jedenfalls erwartungsgemäß reagiert und die Propaganda bestätigt. Aber auch dann: es ist nicht seine Sache, mehr zu tun als zu sagen daß er den Film schlecht findet, von mir aus soll er ihn verreißen, geschenkt. Aber mit politischen oder gar militärischen Folgen zu drohen, sind wir zwar gewöhnt, das macht die Sache aber nicht besser.
Was gezielte Tötungen angeht: ich lehne sowas ab, und ein Film ändert gar nichts daran. Ob man daraus eine Komödie macht, ist Geschmackssache. Aber schlechter Geschmack ist auch kein Grund, politisch mit der Axt herumzulaufen. Insofern wurde nur bestätigt, was ohnehin bekannt ist: da überschätzt sich einer, und schreit auf Knopfdruck...als wäre das eine Neuheit...
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
AW: "The Interview"

Und da wir in einem Verschwörungsforum unterwegs sind:
Vllt. soll uns dieser Film darauf vorbereiten, dass Kim eines Tages tatsächlich in einer ähnlichen Weise getötet wird, wie im Film insistiert wird.
Obwohl ich mir kaum vorstellen kann, welches Interesse USA(?) daran haben sollte, der bellt ja nur.
 

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