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Schiiten-Aufstand im Irak spitzt sich zu!

Qrt

Geheimer Meister
28. März 2004
385
Letzte woche wurde ein ausländer von skinheads zusammengekloppt , wenn sich nicht alle deutschen gefälligst sofort und öffentlich und persönlich von dieser tat distanzieren , habe ich das recht alle deutschen als ausländerhasser anzusehen und sie zu diesbezüglich anzugreifen und zur rechenschaft zu ziehen!


Der deutsche Staat , der grösste Teil der Bevölkerung, Gemeinden , AntiFa Vereinigungen etc äussern sich regelmäßig zu dem Problem des Rechtsextremismus. Deutschland hat da eine regelrechte "Kultur" daraus gemacht ( was auch sehr begrüssenswert ist ). Das alle Deutschen sich davon distanzieren sollen , bzw alle Muslime vom Terror ist natürlich Polemik von dir. Aber verständlich . Das muslimische Gemeinden in Europa und in anderen westlichen Ländern sich vom Terror distanzieren ist, keine besondere Leitung , sondern normal ! Sonst würden sie sich ( in demokratischen Ländern) strafbar machen . Meine Frage ist , welche arabischen Staaten sprechen sich kathegorisch gegen den Terrorismus aus ? Welche arabischen Staaten gehen aktiv gegen den Terrorismus vor ? ( Libyen hats angekündigt )??


was halten christen oder hindus , buddhisten oder juden von demokratie?
was weiss ich was 1,3 milliarden muslime für eine politische einstellung haben, es gibt kommunisten , anarchisten , demokraten oder was auch immer , unter ihnen!
Der islam ist mit der demokratie vereinbar!

Anscheinden mehr als die Muslimes. Oder gibt es einen nennenswerten Arabischen Staat der sich Demokratisch nennt ?

Der Islam ist mit Demokratie vereinbar sagst du .Das bezweifel ich stark ! Ich höre viele Stimmen aus der arabischen Welt sie sagen . "Demokratie und Scharia schliessen sich gegenseitig aus ". Was sagst du dazu ?

@samhaim

im übrigen bin ich mir gar nicht so sicher, ob der von allen seiten befürchtete bürgerkrieg wirklich eintritt.
zumindest zur zeit eint schiiten und sunniten ein ziel: raus mit den besatzern.

danach schlagen sie sich ihre Köpfe wieder untereinander ein .

gruss


gruss
 

Hilda

Vollkommener Meister
21. November 2003
506
Das muslimische Gemeinden in Europa und in anderen westlichen Ländern sich vom Terror distanzieren ist, keine besondere Leitung , sondern normal ! Sonst würden sie sich ( in demokratischen Ländern) strafbar machen

wie bitte?
wenn ich mich nicht vom terror distanziere mache ich mich strafbar?
was ist das denn für eine logik?

Meine Frage ist , welche arabischen Staaten sprechen sich kathegorisch gegen den Terrorismus aus ?

fast alle! oder schaust du keine nachrichten?

Welche arabischen Staaten gehen aktiv gegen den Terrorismus vor

sehr viele! denn der terrorismus richtet sich auch gegen sie selber!
nenne mir doch mal arabische länder die du für die auftraggeber dieser terroristischen anschläge hältst!

Anscheinden mehr als die Muslimes. Oder gibt es einen nennenswerten Arabischen Staat der sich Demokratisch nennt ?

ist die demokratie das maß aller dinge?
kann man sich erst als zivilisiert bezeichnen wenn man eine 'scheindemokratie' wie in europa lebt?
es gibt viele arabische länder die die monarchie bevorzugen , die menschen sind glücklich im gegensatz zu vielen europäern!
denkst du , dass alle europäer demokratiebefürworter sind?
Auf demokratien wie die Usa pfeife ich!

"
Demokratie und Scharia schliessen sich gegenseitig aus ". Was sagst du dazu ?


schließen sich nicht aus!
schau dir mal die bedeutung dieser beiden begriffe an , dann kommst du selber drauf!
Der koran verlangt keinen sogenannten Gottesstaat, ein moslem kann seinen glauben in jeder gesellschaft und innerhalb jeder staatsform ausüben !
 

Qrt

Geheimer Meister
28. März 2004
385
wie bitte?
wenn ich mich nicht vom terror distanziere mache ich mich strafbar?
was ist das denn für eine logik?

Ich habe mich etwas unklar ausgedrückt . Ich meine wenn arabische Gruppierungen in Europa zum Terror aufrufen würden , wäre dies strafbar .(Was ja schon vorgefallen ist ) .
Das sie sich distanzieren ist völlig normal .


Zitat:
Meine Frage ist , welche arabischen Staaten sprechen sich kathegorisch gegen den Terrorismus aus ?


fast alle! oder schaust du keine nachrichten?

Na, tolle antwort.

Doch schaue ich . Welche arabischen Staaten sprechen sich den gegen Terror aus , bzw tun aktiv was dagegen ? . Kannst du welche benennen ?


sehr viele! denn der terrorismus richtet sich auch gegen sie selber!
nenne mir doch mal arabische länder die du für die auftraggeber dieser terroristischen anschläge hältst!


Allen voran Saudi Arabien ,Ägypten , Syrien, Libanon, Iran , Irak etc .


ist die demokratie das maß aller dinge?

Ja , es ist nunmal das beste System !. Du scheinst mir da skeptisch zu sein .

kann man sich erst als zivilisiert bezeichnen wenn man eine 'scheindemokratie' wie in europa lebt?

Ist deine sog."Scheindemokratie" schlechter als das System welches in den meinsten arabischen Ländern herrscht, nämlich Diktatur ??


denkst du , dass alle europäer demokratiebefürworter sind?
Auf demokratien wie die Usa pfeife ich!

siehst du , das bist du nicht der einzige/einzige Moslem.. Die pfeifen , wie du , auf USA und Demokratie .
Ausserdem hast du meine Frage nicht beantwortet , die da lautete: Welche muslimischen Länder sind denn Demokratisch ??

schließen sich nicht aus!

Du bist der erste Moslem.den ich kenne , der sowas behauptet .



gruss
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
hier werden immer wieder die jeweiligen arabischen regime und die jeweiligen bevölkerungen in einen topf geworfen, die als verkörperung von barbarei, rückständigkeit, fundamentalismus usw. gesehen werden.

diese länder werden von diktatorischen regimen kontrolliert oder von regierungen, die sich scheindemokratisch geben, wie zum beispiel ägypten, marokko und jordanien. in den übrigen ländern wie es im sudan, libyen, saudi-arabien, tunesien oder algerien der fall ist, werden demokratie und menschenrechte außer Kraft gesetzt.

das alles stört aber den westen nicht, der diese regime trotzdem (deswegen) unterstützt.

und als es um den kampf gegen das sozialistische lager und gegen die kommunistischen parteien ging, stützte er sich auf die rückwärtsgewandten und fanatischen religiösen kräfte, was deren einfluß förderte.

die menschen dort sind größtenteils gegen ihre regierungen, die eben nicht die interessen der bevölkerung vertreten- und sie sind gegen den westen, weil der eben diese korrupten regime unterstützt (um die reichtümer in diesen regionen besser ausbeuten zu können) und ebenfalls nicht in ihrem interesse handelt.

ohne diesen hintergrund zu berücksichtigen und in einem rundumschlag DIE araber zu stigmatisieren, ist einfach zu flach.


die lage im irak ist jedenfalls mehr als schrecklich:

Nach Angaben von Eman Khammas, Direktorin des »Occupation Watch Center« in Bagdad, hat sich die Situation für die irakische Bevölkerung in den vergangenen Tagen dramatisch verschlimmert. Falludscha sei von der Außenwelt abgeriegelt und werde bombardiert. Augenzeugenberichten zufolge lägen Leichen in den Straßen der 300 000 Einwohner zählenden Stadt. Es gebe keine Ambulanzen, kein Wasser und keinen Strom mehr. Aus den Krankenhäusern der belagerten Stadt häuften sich alarmierende Meldungen, so Khammas. »Ärzte erklärten, daß ihnen Patienten unter den Händen verbluten.« Angesichts der hohen Zahl von Verletzten herrsche mittlerweile Mangel an Medikamenten und medizinischen Geräten.

...»Occupation Watch«-Chefin Khammas verwies darauf, daß seit Wochenbeginn die Autobahn von Bagdad über Falludscha ins jordanische Amman gesperrt ist. Journalisten werde von den Besatzungstruppen der Zutritt in die belagerte Stadt verweigert. In einzelnen Fällen seien Kameras zerstört worden. »Die Einwohner von Falludscha haben inzwischen UN-Generalsekretär Kofi Annan und andere internationale Organisationen um Hilfe angerufen«, so Khammas.

http://www.jungewelt.de/2004/04-08/001.php

man will also verhindern, das die welt erfährt was dort abgeht und sich ungestört seinen massakern an der zivilbevölkerung widmen.
die UNO wird sich wohl diesmal den gnadenschuss geben können- ausser einem lauen statement wird wohl nix dabei rausspringen.

es ist krieg, der als "befriedung" verkauft wird und alle sehen zu.
man nennt es im jargon der waffen-ss "bandenbekämpfung" und setzt sich so über die genfer konventionen hinweg, laut der angriffe auf zivilbevölkerung als kriegsverbrechen einzustufen sind.
aber wen interessieren denn noch irgendwelche verstaubten konventionen, gelle?
wen juckt es überhaupt, das tag für tag das völkerrecht gebrochen wird, das diese besetzung völkerrechtswidrig ist, wie es der von der UNO nicht mandatierte krieg gegen den irak war.
es war eindeutig ein präventivkrieg, alle vorgeschobenen gründe haben sich in schall und rauch aufgelöst.

es gibt keinen UN-beschluss, der die amerikanische besatzung (mitsamt ihren alliierten) als legitim anerkennt.

das völkerrecht anerkennt ausdrücklich den bewaffneten widerstand der bevölkerung eines besetzten landes, das heißt gewalt gegen ein illegal ausgeübtes gewaltmonopol.
demzufolge ist die aufstandsbekämpfung eindeutig illegitim und der aufstand legitim und die kollektive bestrafung der bevölkerung ein kriegsverbrechen, was aber die rechtsverdreher hier wahrscheinlich kaum kümmern wird.

KRANK!
 

Qrt

Geheimer Meister
28. März 2004
385
es gibt keinen UN-beschluss, der die amerikanische besatzung (mitsamt ihren alliierten) als legitim anerkennt.


Eine Frage an dich :
wäre die "Besatzung" legitim gewesen , wenn es dazu einen UN Beschluss gegeben hätte ?

Wir erinnern uns :Für Bosnien gabs auch kein UN Beschluss .




gruss
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
Eine Frage an dich :
wäre die "Besatzung" legitim gewesen , wenn es dazu einen UN Beschluss gegeben hätte ?

den gabs ja nunmal nicht, zu durchsichtig und letztendlich auch plump waren die gründe, die die USA anführten und es wäre nicht im mindesten durch das völkerrecht gedeckt gewesen. es gab keinen verteidigungsfall, wie ihn sich die USA durch die lächerliche verbindung von 9/11 und saddam hussein versucht hat zu konstruieren.
 

Qrt

Geheimer Meister
28. März 2004
385
Ok . Aber die Frage war : wäre die "Besatzung" legitim gewesen , wenn es dazu einen UN Beschluss gegeben hätte ?

Ja oder Nein ??


gruss
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
Ok . Aber die Frage war : wäre die "Besatzung" legitim gewesen , wenn es dazu einen UN Beschluss gegeben hätte ?

Ja oder Nein ??

unter den gegebenen voraussetzungen: nein, denn das hätte das völkerrecht ja nun vollends ad absurdum geführt, wenn sich eine institution wie die UNO ganz offiziell als handlanger einer großmacht geoutet hätte.

zum, gerade vom westen, beschworenen bürgerkrieg:

Die irakische Vereinigung
07.04.2004

Ganz im Gegensatz zu den häufig - vor allem von Seiten der USA - geäußerten Befürchtungen, der Irak könne in "einem Bürgerkrieg versinken", mehren sich die Anzeichen, daß derzeit das Gegenteil eintrifft. Wie die australische Herald Sun am Mittwoch berichtete, erklären sich zunehmend auch Sunniten mit den shiitischen Widerstandskämpfern von Muqtada al-Sadr solidarisch. In der Stadt Adhamiyah sagten die sunnitischen Anwohner, sie wären jetzt vereint gegen die amerikanischen Invasoren. "Wir sind nun, angesichts dessen, was gestern und in den Tagen davor in Najaf und Sadr City passiert ist, ein vereintes moslemisches Volk", sagte Nabil El Adami. Bewohner der Region al-Anbar, in der auch die Stadt Fallujah liegt, sandten ein Schreiben an al- Sadr, in dem stand: "Wir stehen alle hinter Muqtada al-Sadr, wir sind an seiner Seite, weil er das irakische Volk erweckt hat, um das Land von den ungläubigen Invasoren zu befreien." Eine Abordnung von 150 sunnitischen Bewohnern Baghdads haben in der Nacht Anhängern von al-Sadr ihre Unterstützung angeboten. Scheich Raed al-Kazami, Leiter des Büros al-Sadr in Kazimiyah, sagte, daß Sunniten aus Adhamiyah, aber auch aus Ramadi, Fallujah und sogar Bewohner der nordirakischen Stadt Mosul ihre Unterstützung angeboten haben. Einige Sunniten haben ihm zufolge sogar angeboten, der al- Mahdi-Armee beizutreten...

http://www.freace.de/artikel/200404/070404a.html
 

lowtide

Geheimer Meister
16. September 2003
469
Ich denke dieser aufstand ist die grösste chance die der irak, der Nahe Osten und im weitesten Sinne die ganze Welt seit langem hat.

Nehmen wir an das es zu einem zusammenschluss der Bevölkerungsschichten kommt und sie gemeinsam die Besatzer aus ihrem Land vertreiben. Nun kommt der springende Punkt, nehmen wir an die irakische Bevölkerung schafft es eine Demokratie einzuführen, wäre dies nicht die initialzündung für veränderungen im nahen Osten? Glaubt wirklich jemand eine von der USA vorgegebene pseudo Demokratie im Irak hätte in irgendeinem Nachbarland des Iraks zur Demokratisierung beigetragen, das denke ich nicht, wahrscheinlich hätte sie zu einer stärkung der radikalen Kräfte geführt und schlussendlich den nahen Osten noch mehr destabilisiert.

Die Iraker müssen sich selbst befreien und das tun sie im Moment.

Hoffentlich schaffen es die Wiederstandskämpfer die Besatzer aus dem Land zu werfen, dies würde meiner meinung nach bedeuten das auch in den USA wieder gemässigte Kräfte an die Macht kommen würden und der Imperialismus der jetzigen US Regierung wenigstens für ein paar Jahre gestoppt wäre.

Im Ernst glaubt wirklich jemand das die Welt nach Georgies Kreuzzügen besser geworden ist?
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
Ich denke dieser aufstand ist die grösste chance die der irak, der Nahe Osten und im weitesten Sinne die ganze Welt seit langem hat.

Ja das ist wohl die größte Chance für den Irak bzw. den gesamten nahen Osten im Chaos zu versinken. Meinst du denn wirklich, nach einem Rückzug der USA&Allierten werden dort stabilere Verhältnisse herrschen?
Ich sage dir wie es höchstwahrscheinlich laufen wird:
Al-Sadr wird weiterhin - vom Iran aus gepusht - massiv gegen die Sunniten vorgehen, Baathisten werden wiederum versuchen zurück an die Macht zu kommen und Al Quaida wird ebenfalls versuchen möglichst viel Einfluss zu bekommen, denn der Irak ist das beste Sprungbrett, um massive Attacken gegen das benachbarte verhasste SaudiArabien zu führen.
Und schliesslich gibt es ja im Westen noch einen großen Feind, gegen den viele Gruppierungen bestens vom Irak aus über Jordanien und Syrien agieren können: Israel.
Es wird nicht allzulange dauern, bis die ganze Region brennt. Und das vor den Toren Europas. Wunderbare Aussichten....es dürfte dann auch nicht allzulange dauern bis sich das ganze Problem langsam aber sicher über die Türkei in Richtung Europa verschiebt..ich muss dich ja sicher nicht daran erinnern, wie sehr Islamisten seinerzeit auf dem Balkan involviert waren und es gerne wieder wären.

Al Sadr ist ein vom Iran aus gelenkter Schuft, nicht mehr. Er hat ja nichtmal einen religiösen Status, der seinen Fatwas das nötige Fundament geben würde.
Nicht umsonst hat das wirkliche religiöse Oberhaupt der Schiiten - al Sistani - seine Leute zur Ordnung gerufen und dazu aufgefordert sich nicht den Brigaden al Sadrs anzuschliessen.
 

lowtide

Geheimer Meister
16. September 2003
469
@technoir

und was denkst du ist die Lösung?

eine Besatzungsarmee die nach mehr als einem jahr keine halbwegs funktionierende Infrastruktur aufgebaut hat, die leute mit füssen tritt, sich nicht um die kultur der leute kümmert, in grossen teilen des irak nicht präsent ist, ach ja das tönt extrem viel besser.
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
@technoir

und was denkst du ist die Lösung?

eine Besatzungsarmee die nach mehr als einem jahr keine halbwegs funktionierende Infrastruktur aufgebaut hat, die leute mit füssen tritt, sich nicht um die kultur der leute kümmert, in grossen teilen des irak nicht präsent ist, ach ja das tönt extrem viel besser.

Hey dass im Irak nach einem Jahr immer noch vieles im Argen liegt ist wohl kaum Schuld der USA. Wenn man sich nicht mit dem Schutz vor den ewigen Terrorattacken und der Suche nach den Hintermännern hätte aufhalten müssen, wäre viel mehr Zeit und Manpower übrig geblieben für den Aufbau des Landes. Wer hat denn die UNO und all die anderen Hilfsorganisationen wie zB das IRK aus dem Irak gebombt, die nur vor Ort waren, um eben das zu leisten was dem Irak fehlt? Wer bekämpft jene Iraker, die sich konstruktiv am Aufbau beteiligen, wie zB Politiker, Polizisten und Dolmetscher
Waren das die Amerikaner?
Wenn du dich mehr damit aufhalten musst die Kräfte auszuschalten die den Irak unregierbar machen wollen fehlt dir dieses Potential nunmal dazu etwas aufzubauen.

Natürlich haben die USA Fehler gemacht und machen auch jetzt noch dumme Fehler (Verbot der al-sadr Zeitung, die eh kaum einer liest, viel zu spätes Vorgehen gegen die MehdiMiliz).
Der Krieg an sich war wunderbar vorbereitet, leider magelte es an einem probaten Nachkriegsplan, die GI´s sind erstklassige Soldaten aber sie haben 0,0 Erfahrung im Nationbuilding und so gut wie kein Verständnis für Land und Leute.

Man kann wohl nur hoffen, daß Bush die Wahl haushoch verliert und dass Kerry endlich das tut was Bush nicht zustande gebracht hat: Eine breite internationale Koalition zu schmieden, um den Irak zu stabilisieren und wiederaufzubauen. Dazu gehört aber auch, daß sich die UNO UND die arabische Liga stärker beteiligen. Vor allem letztere hat sich ja auffallend vornehm zurück gehalten dabei, sich im Irak zu engagieren....obwohl grad die arabischen Nationen viel besser geeignet wären wegen ihrem Verständnis für die kulturellen und sozialen Begebenheiten im Irak.
Aber wahrscheinlich wollte man die USA einfach auflaufen lassen nach dem Motto "Scheiss auf das Wohl der irakischen Bevölkerung, hauptsache die USA kriegen eins auf die Nase"

Noch ein paar Gedanken gefunden auf zeit.de:

Der einzige Weg

Die Amerikaner im Irak stehen vor einer großen Herausforderung: sie müssen verhindern, dass der Aufruhr einer schiitischen Gruppe zum landesweiten Aufstand wird – ohne Gewalt

Von Ulrich Ladurner für ZEIT.de

Seit Tagen liefern sich irakische Schiiten mit US-Soldaten gewaltsame Auseinandersetzungen. Sie kämpfen in Nadschaf, in Bagdad, in Basra und in Amara. Dutzende Menschen starben. Ist das nun der Schiitenaufstand, den viele befürchtet haben? Der Beginn einer landesweiten Rebellion?

Nein, noch ist es das nicht. Noch ist es ein Aufruhr der Anhänger von Mokhtada al-Sadr. Mokhtada ist ein Außenseiter innerhalb der schiitischen Gemeinde. Aber genau das macht ihn gefährlich. Er mobilisiert die Straße, weil er im religiösen Establishment relativ bedeutungslos ist. Über Gewalt versucht er, die Führerschaft unter den Schiiten zu erlangen. Gewalt ist nicht unpopulär, denn alle Schiiten sehen die USA als Besatzungsmacht. Sie wollen, dass die US-Soldaten den Irak verlassen – besser heute als morgen.

Bisher war Ayatollah al-Sistani die anerkannte Führungsfigur der Schiiten. Er gilt als gemäßigter Mann, und das ist er wohl auch. Er hat dazu aufgerufen, die Gewalt zu beenden. Allerdings tat er dies mit recht zweideutigen Sätzen. Das zeigt, dass er bereits in die Ecke gedrängt ist. Wenn er nämlich hart gegen Mokhtada vorgeht, werden viele Schiiten denken, dass er sich auf die Seite der Amerikaner geschlagen hat. Die Folge wäre ein dramatischer Autoritätsverlust al-Sistanis und ein Autoritätsgewinn für Mokhtada.

US-Verwalter Paul Bremer bezeichnet Mokhtada als „Gesetzlosen“. Ein Haftbefehl liegt vor. Es scheint so zu sein, dass Bremer diesen Befehl auch exekutieren lassen will. Das wäre fatal. Mokhtada sucht die Konfrontation. Eine Verhaftung, oder auch nur der Versuch der Verhaftung würde ihn nur noch populärer machen.

Zu tun bleibt nicht viel. Die USA müssen auf al-Sistani einwirken, damit er Mokhtada an die Kandare nimmt. Dabei müssen sie möglichst unauffällig vorgehen. Alles andere würde al-Sistani beschädigen. Viel diskrete Arbeit hinter den Kulissen müssten die Amerikaner leisten – der Erfolg ist nicht garantiert. Aber es ist der einzige Weg, um einen wirklichen Aufstand zu verhindern.
 

lowtide

Geheimer Meister
16. September 2003
469
Technoir schrieb:
Hey dass im Irak nach einem Jahr immer noch vieles im Argen liegt ist wohl kaum Schuld der USA. Wenn man sich nicht mit dem Schutz vor den ewigen Terrorattacken und der Suche nach den Hintermännern hätte aufhalten müssen, wäre viel mehr Zeit und Manpower übrig geblieben für den Aufbau des Landes. Wer hat denn die UNO und all die anderen Hilfsorganisationen wie zB das IRK aus dem Irak gebombt, die nur vor Ort waren, um eben das zu leisten was dem Irak fehlt? Wer bekämpft jene Iraker, die sich konstruktiv am Aufbau beteiligen, wie zB Politiker, Polizisten und Dolmetscher
Waren das die Amerikaner?
Wenn du dich mehr damit aufhalten musst die Kräfte auszuschalten die den Irak unregierbar machen wollen fehlt dir dieses Potential nunmal dazu etwas aufzubauen.

da geb ich dir recht, nur kann man nicht in einem land einmarschieren mit der einstellung "schaun mer mal dann sehn wer dann"... die usa haben einen fehler an den nächsten gereiht. sie habe nicht aus ihren fehlern gelernt und eine ignoranz gegenüber einem grossen teil der welt an den tag gelegt der vom selbst ernannten weltpolizisten nicht tolerierbar ist.

nun vielleicht zeigt der aufstand einfach das die amis nicht willkommen sind und nie waren, und zwar nicht nur bei einer kleinen bevölkerungsschicht sondern bei der mehrheit der bevölkerung. solche aufstände wie im mom. und der guerillakrieg überhaupt würden niemals funktionieren wenn die bevölkerung diesen nicht unterstützen oder zumindestens tolerieren würde.

wie gesagt die frage ist, gibt es die möglichkeit den irak anderst zu regieren als es saddam getan hat ohne gleich einen gottestaat einzuführen?

was sind die perspektiven der USA, wie soll diese Situation beruhigt werden? für jeden getöteten iraker kommen zehn neue denen es nichts ausmacht im kampf zu sterben. was ist die motivation eines us soldaten? wahrscheinlich lebend nach hause zu kommen.

sollte sich die situation nicht in den nächsten tagen beruhigen haben wir das zweite vietnam.

EDIT:
zu dem artikel aus "der zeit".
genau das ist das problem, die USA können nur noch fehler machen nur haben sie sich selbst in diese missliche lage manöveriert und die suppe muss jetzt die irakische bevölkerung auslöffeln.
 

Melfer

Geselle
11. August 2003
34
Technoir wrote:
Man kann wohl nur hoffen, daß Bush die Wahl haushoch verliert und dass Kerry endlich das tut was Bush nicht zustande gebracht hat: Eine breite internationale Koalition zu schmieden, um den Irak zu stabilisieren und wiederaufzubauen. Dazu gehört aber auch, daß sich die UNO UND die arabische Liga stärker beteiligen. Vor allem letztere hat sich ja auffallend vornehm zurück gehalten dabei, sich im Irak zu engagieren....obwohl grad die arabischen Nationen viel besser geeignet wären wegen ihrem Verständnis für die kulturellen und sozialen Begebenheiten im Irak.
Aber wahrscheinlich wollte man die USA einfach auflaufen lassen nach dem Motto "Scheiss auf das Wohl der irakischen Bevölkerung, hauptsache die USA kriegen eins auf die Nase"

Eine breite Koalition zu schmieden, wäre bestimmt ein sehr guter Ansatz. Nur dazu müsste die USA eine Kursänderung von 180 Grad vornehmen. Die Amerikaner wollen die alleinige Kontrolle über den Irak behalten. Sie bestimmen was mit dem Öl passiert, sie bestimmen welche Firmen die Aufträge erhalten, sie bestimmen wie die Nachkriegszeit auszusehen hat usw. Nun, ich habe eine andere Vorstellung von einer Koalition.

Solange nur die USA das Zepter in der Hand hält, werden wohl nicht viele Länder bereit sein sich aktiv im Irak zu beteiligen. Bei einer Koalition haben alle Beteiligten ein Mitspracherecht. Und dazu ist die USA leider nicht bereit...
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
da geb ich dir recht, nur kann man nicht in einem land einmarschieren mit der einstellung "schaun mer mal dann sehn wer dann"... die usa haben einen fehler an den nächsten gereiht. sie habe nicht aus ihren fehlern gelernt und eine ignoranz gegenüber einem grossen teil der welt an den tag gelegt der vom selbst ernannten weltpolizisten nicht tolerierbar ist.

schon klar!
Das Dumme ist halt nur dass der Status Quo so ist wie er zur Zeit ist und alles Lamentieren über die Fehler der USA ist zwar fürs Ego sicherlich erbauend, hilft der Situation kein Jota weiter.
Europa und ganz besonders Deutschland ist ein Weltmeister im Lamentieren und Rumjammern.

nun vielleicht zeigt der aufstand einfach das die amis nicht willkommen sind und nie waren

Das sehe ich anders. Der Großteil der Irakis war froh dass man sie vom Joch des S.H. befreit hat (ursprüngliche Kriegsgründe hin oder her), die USA haben sich jedoch den Bonus nunmehr durch Unwissenheit, Naivität, Arroganz und Fehlplanung fast völlig verspielt.
Der ursprüngliche Fehler der USA war einfach, dass dieser Krieg und das Nationbuilding danach nicht auf vielen Schultern stand. Man hätte den Irak mit mind. 500.000 Soldaten überfluten müssen und das Kriegsrecht bis zur Einsetzung der Regierung beibehalten müssen, um all die Probleme die sich nunmehr ergeben haben schon im Keim zu ersticken.
Dazu fehlen den USA aber die Leute und da man die UNO nicht einbinden will und sich die Araber wie gesagt "sehr vornehm" zurückhalten was Hilfe angeht, werden wir wohl auf Kerry hoffen müssen, der ja bereits für den Fall eines Sieges versuchen will internationale Unterstützung einzuholen und der UNO die Zügel in die Hand zu geben.
Ich finde es nur bedauerlich, dass D und F selbst dann wohl immer noch nicht einsehen, dass auch sie helfen können und auch sollten.

solche aufstände wie im mom. und der guerillakrieg überhaupt würden niemals funktionieren wenn die bevölkerung diesen nicht unterstützen oder zumindestens tolerieren würde.

naja mach mal halblang...es sind ca. 6000 Milizionäre (woher sie auch immer kommen mögen) und der Irak hat 25.000.000 Einwohner.
wie gesagt: al Aadr hat die Unterstützung einiger Radikaler aber die Mehrheit der Schiiten folgt immer noch al Sistani, der sehr viel cleverer an die Besatzungsmacht herangeht und einfach auf Zeit spielt.
Die Typen die da jetzt Rabbatz machen sind wohl die Gleichen, die auch schon vorher mit Bomben, Sniperattacken und SAMs gegen die USA vorgegangen sind. Bisher halt heimlich still und leise und jetzt ist es eher ein offener Strassenkampf.

Hoffen wir, dass die USA diesen Aufstand in den Griff bekommen ohne allzuviel Unschuldige dabei zu töten.
Nicht weil wir die US-Administration so furchtbar lieben oder den Krieg legitimieren wollen sondern um der Zukunft des Iraks und der ganzen Region wegen.
 

Raucher

Großmeister
15. August 2003
60
Der Widerstand gegen die Besatzter im Irak formiert sich langsam.
US-Verteidigungsminister Rumsfeld schliesst nicht mehr aus,die Truppenstärke im Irak zu Erhöhen!
Aus N24 Berichten zufolge sollen Milizen Soldaten der Koallitionstruppen Gefangengenommen haben,darunter auch Spanische Soldaten.
Große Unruhen und Widerstand soll es im Süden der Landes geben,das als Hochburg von el Sadr gilt.
In Bagdad soll es Demonstrationen geben.
Die Lage im Irak beginnt langsam aber sicher sich der Kontrolle der Besatztungstruppen zu Entziehen.
Ausgerechnet Heute(15 Uhr MEZ) muss US-Sicherheitsberaterin Rice unter Eid vor dem Untersuchungsauschuss nach anfänglichen Schweigen Aussagen.

........ Goodbye Georgie :arrow: :p


....God bless america
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
Hier noch ne Kleinigkeit zur Einstellung von J.F.K. zu dem ganzen Schlamassel. Ich finde der Mann hat Recht. Hoffentlich bekommt er auch die Gelegenheit, seine Vorhaben in die Tat umzusetzen.

N24 schrieb:

Kerry: US-Besatzung ist "Chaos"

Rückhalt der US-Bürger zur Irak-Politik sinkt


US-Präsidentschaftskandidat John Kerry hat die US-Besatzung in Irak als "Chaos" bezeichnet. Die US-Führung gehe "ungeschickt" mit der Lage in Irak um, sagte Kerry am Mittwoch dem Fernsehsender CNN. Es sei an der Zeit, dass US-Präsident George W. Bush die Probleme eingestehe, die Weltgemeinschaft einbeziehe und eine andere Politik einschlage.

Der demokratische Senator fügte hinzu, es sei ein Fehler gewesen, Kriegsgegner vom Wiederaufbau Iraks auszuschließen. "Das ist eine fürchterliche Botschaft an die Staaten", sagte er. Bush müsse den Wiederaufbau und die Einsetzung einer Übergangsregierung "einer legitimierten internationalen Einheit" überlassen.



Arroganz in der US-Außenpolitik

Kerry verglich die Irak-Politik von Bush mit den Fehlern der USA im Vietnam-Krieg verglichen. "Seit ich in Vietnam gekämpft habe, habe ich eine solche Arroganz in unserer Außenpolitik nicht mehr erlebt", sagte Kerry am Mittwoch (Ortszeit) in einem weiteren Interview. Er habe den Eindruck, Bushs Zeitplan für die Machtübergabe an eine irakische Übergangsregierung richte sich "nach der amerikanischen Wahl, nicht nach der Stabilität in Irak".

Die Präsidentschaftswahl in den USA findet im November statt, die Machtübergabe in Irak ist für den 30. Juni geplant. Trotz der blutigen Gefechte der vergangenen Tage mit über 250 Toten will die US-Regierung an dem Termin festhalten. Bush habe aber noch nicht deutlich gemacht, wem er die Souveränität überantworten wolle, sagte Kerry. "Übergibt er sie an diese Leute in den Straßen? Übergibt er sie an Muktada el Sadr?" Der radikale schiitische Geistliche el Sadr hatte am Montag zum Aufstand gegen die Besatzungstruppen aufgerufen.


Zustimmung zur Irak-Politik sinkt

Die Zustimmung der Bevölkerung zur Irak-Politik der Regierung ist in den USA innerhalb des vergangenen Jahres deutlich gesunken. Einer Umfrage zufolge zeigten sich Anfang April nur 40 Prozent der Befragten mit dem Vorgehen von US-Präsident Bush in Irak zufrieden. Im gleichen Monat des Vorjahres hatte die Zustimmungsrate noch 75 Prozent betragen. Nur gut die Hälfte der Befragten (57 Prozent) unterstützte Bushs Entscheidung für ein militärisches Eingreifen, gegenüber drei von vier Befragten im vergangenen Jahr. Für einen Abzug der US-Truppen sprachen sich 44 Prozent aus, jeder zweite war der Meinung, die Streitkräfte sollten in Irak stationiert bleiben, bis dort stabile politische Verhältnisse herrschen.

Das Pew-Meinungsforschungsinstitut hatte 790 Erwachsene befragt, die Fehlerquote wurde mit vier Prozentpunkten angegeben.

Als Reaktion auf die schweren Unruhen wollen die USA ihre Truppen vorübergehend aufstocken. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld räumte am Mittwoch in Washington ein "ernstes Problem" in Irak ein und kündigte an, dass Soldaten, die eigentlich in diesem Frühjahr in die USA hätten heimkehren sollen, in dem Kriegsgebiet stationiert bleiben sollten.
 

Winston_Smith

Groß-Pontifex
15. März 2003
2.804
So langsam habe ich echt keinen Bock mehr auf den ganzen Mist!!! :evil: :evil:

Man will die Koalitionstruppen verjagen? Dann sage ich "OK!". ALLE TRUPPEN RAUS AUS DEM IRAK!!!

Ich habe keinen Bock mehr auf geschändete US-Bürger, Bomben in Spanien usw.!!!!

Setzten wir S.H. wieder ein und dann ist da unten Ruhe! Man will keine Demokartie?! Ok, alle Frauen werden wieder verschleiert, Ehebrecher gesteinigt und Dieben die Hände abgehackt!! Ganz ehrlich, augenscheinlich will man dort keine Demokratie.

Allso, warum soll denn nur noch ein Staat seine Truppen da runter schicken, und die eigenen Söhne/Töchter ermorden und schänden lassen?!

Ich bin echt schon fast soweit, die ganzen Deppen da unten ihrem Schicksal zu überlassen!!!

Jetzt ist Schluß!! :evil: :evil: :evil:
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@Melfer

Die Amerikaner wollen die alleinige Kontrolle über den Irak behalten. Sie bestimmen was mit dem Öl passiert, sie bestimmen welche Firmen die Aufträge erhalten, sie bestimmen wie die Nachkriegszeit auszusehen hat usw.

und genau deswegen glaube ich nicht, das sich unter kerry groß was ändern würde. die mehr als einträglichen verträge sind unter dach und fach, die nur auf ihren vorteil bedachten strippenzieher bleiben die selben.
wird jetzt durch das zunehmende selbstbewusstsein der iraker eine situation geschaffen, in der sie nicht alles hinnehmen, was ihnen aufgezwungen wird, könnte das die lage ändern.
im moment siehts aber eher so aus, das die USA auf teufel komm raus reinschlagen- diplomatisches geschick ist nicht ihre stärke- brutales niederschlagen schon eher.

von baghdad aus hat sich ein protestmarsch von sunniten und schiiten richtung falludscha aufgemacht.

die korrespondentin von N24 in baghdad hat gesagt, das die USA sich gerade den letzten rest von "sympathie" verspielen. selbst gemässigte iraker wie z.b. in den reicheren vierteln baghdads, unterstützen mittlerweile diesen aufstand.

@Technoir

al Aadr hat die Unterstützung einiger Radikaler aber die Mehrheit der Schiiten folgt immer noch al Sistani, der sehr viel cleverer an die Besatzungsmacht herangeht und einfach auf Zeit spielt.
Die Typen die da jetzt Rabbatz machen sind wohl die Gleichen, die auch schon vorher mit Bomben, Sniperattacken und SAMs gegen die USA vorgegangen sind. Bisher halt heimlich still und leise und jetzt ist es eher ein offener Strassenkampf.

bist du blind, oder was?

die leute, die sich da unten erheben, sind wohl kaum als radikale minderheit zu bezeichnen.
aber so kann man ja alles zerreden, wenn man es immer nur auf "radikale", kriminelle, baath-anhänger usw. reduziert.

sieh dir mal die offiziellen nachrichten an, selbst da wird ein wesentlich differenzierteres bild vermittelt, als das, was du hier zum besten gibst.

es ist ein flächenbrand!

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wen es interessiert:

hier gibts ein (irakisches?) webblog, in dem sich die leute vor ort bzw. aus den anrainerstaaten austauschen.

kleiner ausschnitt:

Bush: He is a Baathist! Saddamist! Terrorist! Arrest him
Bremer: Sir, he is a Shia leader… and he is anti-Saddam and Anti Bathist…
Bush: Ok ok whatever... call him a cowboy… a thief… anything…
Bremer: “outlaw”?
Bush: Oh Boy! Yes yes yes! Go Bremer go! Whhhooooaaaaaaaa

How can anyone be an outlaw, when we don’t have a law?
Lol :*)

AsSadr, as his spokesman declared, feel “proud” to be called an outlaw by the CPA.

Ok… going back to the roots of the conflict.
I was invited to have dinner with Tara, my dear Canadian friend, in Amman some weeks ago, and it happened that Jon Lee Anderson, the New Yorker Magazine journalist, was there too. They were on their way to Baghdad…

We were discussing the demographic/cultural multi-layers in Iraq; I didn’t feel comfortable at all with the Coalition analysis of the Iraqi demographic, ethnic, cultural and religious grouping. All what they see is (Sunni, Shia, Kurds), which is not very accurate. Not just because Kurds ARE Sunni! I cannot conceive a Sunni group, or a Shia one…

Ok, now listen to my theory
:*)

Iraq has four main groups, living together in harmony. My grouping theory has geographical titles:

A) The most identified group is the northern region one, in which Kurds are the majority. Politics rule in this region, even if in some times it had some tribal roots, but at least it is represented in a political way.

B)The Tribal region, is the middle and western one. Religion doesn’t have much influence here, and the very well identifiyed structure is the Tribal one. Each Tribe has a sophisticated hierarchy for leaders and decision makers; the head of the pyramid is the Sheikh, the leader. The big Sheikh has a meeting place (Motheef) full of assistants and visitors, each tribe consists of many federal groups, they are called (Fokhoth). Tribes have their laws, treaties, life style and protocols. “I’ll help my brother against my cousin, and I’ll help my cousin against any stranger”, if that makes sense.

C) The southern area, the most homogeneous eight cities: Karbala, Hilla (the city that my mother is from), Najaf, Diwanyya, Simawa, Nasryya, Amara and Kut. I spent months going around these cities, and I doubt if anyone stop himself from falling in love in them. People there are very friendly, everything is cozy and warm, it always feels like home there. The international standards of space and time are different; you go through the market (Sooq) and find yourself in the middle of a human ocean! Everything is intense and pure. Socio-cultural laws rule here, life if full of small ornamental detailed rules for how to behave and act, it feels like someone wrote a manual for how to live, and everyone read it! This are is very interesting because of the extremely powerful socio- cultural leaders, the Shia leaders are local gods, they own the city, own the people, own everything! But in a friendly way. People obey their leaders without even thinking… “They know that’s the best for us” I was told. People have their own world of believes and superstitions that I used to enjoy in spite of my secular mentality.

D) The fourth group is the no-group. The neutral lost metropolitans: Baghdad and Basra. As most of other big cities all over the world, Baghdad and Basra are hard to be categorized, but I can say that in the case of Baghdad external influence (coming from the southern or the western regions) has the final say. Basra has the same scent of Baghdad, and the southern area has its strong effect on the city.

When the Bush Administration decided to attack Iraq and bring freedom and democracy for its people, people of the southern area believed that, pretty much…

Clashes happened usually between the American army and the residence of the middle and western region because those people expressed their anger in a personal and individual way, attacks on the coalition forces were not tribal at all.
Why?
Because the tribal structure is not a political one, it is social.

Were those people Baathists and pro-Saddamsist?
Maybe… I think that is true sometimes too, most of the important decision makers in the Iraqi government were from this area. Saddam was from this area and social context too.

Ok.. now the question is: why didn’t southern people move in the past?
Because they had real hope, that the American magic wand would change their historically miserable situation, but it didn’t.

People wonder all the time, why do Iraqis have this image about the magical solutions of Americans? Why don’t they move and change things by themselves?
Because this is what the American media promised them! I mean… I fought against that for months and tried to tell everyone that “it is YOUR responsibility to rebuild your country”, most of those people are wrong… I know… but I can see why they are acting in this way.

Back to the subject,

So, Bush and Bremer said that all the clashes and attacks are being planed by terrorists, and that’s why the American army is killing and arresting “bad Iraqis” in those “bad cities”… those were just minority, but the CPA is going to give freedom and democracy for the majority of Iraqis.

Ok… here is the majority! AsSadr is the majority, he is THE leader of the majority…AsSadr is the symbol of millions in the south who were waiting for Americans come, where is the problem?
Why did Bremer decide to close AsSadr’s newspaper now? And arrest his assistant?
Because the newspaper said that Bremer is acting like a new Saddam?????????
I say that too :*) arrest me.
I think that Bremer acts like a small Saddam sometimes; today he decided to forbidden demonstrations! One year in jail is what you get if you demonstrate without having an approval, to have the approval u must submit a form at least 24 hours before the demonstration with information about why, when, who, how many, bla bla blah..
:*)

The clashes that didn’t happen last year between the CPA and the “majority” just started, in a bad timing too for Bush and his adminstration.

I think Bremer should write a book under the title “how to create lose/lose situations”, he closed the newspaper, arrested the assistant, shoot people in demonstrations, attacked Shia neighborhoods and cities, and now… the outlaw thing.

The picture of the day, is for some policemen joining a pro-Sadr demonstrations at Basra, where people occupied the governorate building, maybe that would be a message to the CPA that feelings of belonging to the social and cultural structure in the south are much stronger than the $60 salary.


Believe me, Bremer and Bush are totally lost; most of the time they don’t know what they want to do, and when they do, they don’t know how to do it.

Believe me, they are playing with fire.

Posted by: Raed Jarrar / 12:27 AM

http://pagead2.googlesyndication.co...t.com/2004_04_01_raedinthemiddle_archive.html
 

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