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Schiiten-Aufstand im Irak spitzt sich zu!

osiris1806

Geheimer Meister
20. August 2002
273
ist genau das was ich immer gepredigt habe,
die Amis haben in der Tat ihr zweites Vietnam!

Die Wut und der Hass gegenüber den Koalitionstruppen, besonders gegenüber den USA ist verständlich...., ein Diktator (Saddam) geht, der nächste (Bush j.) kommt. Viele Iraker nagen am Hungertuch und sind willkürlichen Repressalien seitens Amis, Briten, etc... ausgliefert, während die grossen Ölkonzerne und andere Wirtschaftsbosse das Land aussaugen
wollen.

Die willkürlichen Tötungen und Misshandlung von Zivilisten darf man nicht vergessen,aber dazu gibt es genügend Berichte.....

Bush j. hat sich Irak sehr einfach vorgestellt, doch das ganze wird wirklich "Hoch" gehen..




SCHIITEN-PROTESTE IM IRAK

"Wenn sie Sadr festnehmen, jagen wir alles in die Luft"

Die Sicherheitslage im Irak gerät außer Kontrolle. Der radikale Schiitenführer Muktada al-Sadr kündigte einen Aufstand gegen die Besatzungstruppen an. Beschützt von Hunderten bewaffneten Anhängern verließ er am Mittag eine Moschee in Kufa, in der er sich verschanzt hatte. Bei Kämpfen in Bagdad gab es rund 60 Tote.



REUTERS
Sadr-Anhänger in Mossul
Bagdad - Sadr verschanzte sich jetzt in der heiligen Stadt Nadschaf. In Falludscha begannen US-Truppen eine umfassende Militäraktion, in der Gegend kamen nach Angaben der Streitkräfte vier Soldaten und sechs Iraker ums Leben.

Sadr, der von den US-Truppen wegen der Ermordung eines schiitischen Geistlichen vor einem Jahr gesucht wird, hatte sich zuvor zwei Tage lang in einer Moschee in Kufa aufgehalten. Der Schiitenführer habe mit der Verlegung seines Quartiers nach Nadschaf Blutvergießen in der Moschee vermeiden wollen, sagte ein Vertrauter Sadrs.

Wegen der Ermordung eines schiitischen Geistlichen vor einem Jahr hatten die US-Streitkräften Haftbefehl gegen Sadr erlassen. "Wenn die Amerikaner versuchen, ihn festzunehmen, jagen wir alles in die Luft", sagte einer seiner Anhänger. Der Geistliche zieht mit seinen Tiraden gegen die US-Besatzung und dem Versprechen, die unter dem gestürzten Präsidenten Saddam Hussein unterdrückten Schiiten endlich an die Macht zu führen, eine wachsende Anhängerschaft an.

Bei Kämpfen zwischen US-Truppen und Milizionären in Bagdad sind nach Informationen des Senders CNN in der Nacht im Stadtteil Sadr-Stadt mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Der Sender bezog sich auf Angaben von Armeesprecher Brian O'Malley. Drei amerikanische Soldaten kamen ums Leben, als sie versuchten, Büros von Sadr zu stürmen. Das berichtete der arabische Nachrichtensender al-Arabija.

Im südirakischen Nassirija lieferte sich Sadrs Miliz ein mehrstündiges Gefecht mit rund 500 italienischen Besatzungssoldaten, bei dem 15 Iraker getötet worden sein sollen. Die Gefechte begannen den Besatzungstruppen zufolge, als Angehörige von Sadrs Miliz am frühen Morgen Militärpatrouillen beschossen, die in der Stadt verstärkt worden waren. Während der seit Samstag anhaltenden Proteste hat Sadrs Miliz in Nassirija mehrere Brücken über den Euphrat unter Kontrolle gebracht und Konvois mit Nahrungsmitteln und Hilfsgütern gestoppt. "Die Stadt war zweigeteilt und die Brücken waren unter ihrer Kontrolle. Wir mussten einschreiten und die Situation klären, bevor die Lage eskaliert", sagte der Sprecher der italienischen Truppen.

Bei Gefechten zwischen Milizionären Sadrs und US-Soldaten wurden gestern in Basra und Amarah drei Iraker getötet, wie Augenzeugen berichteten. In Falludscha waren bis zum Morgen Explosionen und Schüsse zu hören, mindestens ein Iraker soll getötet worden sein. In einem Stadtteil lieferten sich US-Marineinfanteristen Gefechte mit Aufständischen. Am Montag kamen nach Militärangaben in Falludscha sechs bewaffnete Kämpfer ums Leben. Augenzeugen berichteten dagegen, unter den Toten seien fünf Zivilpersonen.



AFP
Kämpfer der Sadr-Miliz in Sadr-City
In der Provinz Anbar, in der Falludscha liegt, kamen gestern nach Angaben der Streitkräfte vier US-Marineinfanteristen ums Leben, in der Gegend um Bagdad wurden drei US-Soldaten getötet. Für den Fall einer weiteren Eskalation der Gewalt im Irak erwägt das Weiße Haus nach Angaben eines ranghohen Offiziers eine Verstärkung seiner Truppen.

Bei einem Feuergefecht in Ramadi westlich von Falludscha wurde nach Angaben von Ärzten ein Iraker getötet. In Bakuba erschossen Unbekannte einen Übersetzer, der für die Koalitionstruppen arbeitete, wie ein Polizeisprecher sagte.

Experten warnten davor, dass damit unmittelbar vor der geplanten Machtübergabe nicht nur die USA unter Druck kommen, sondern auch die gemäßigten Schiiten, auf deren Zusammenarbeit die Besatzungsmacht sich bisher stützen konnte. "Sadr bringt sich selber in eine gute Position, um ... all die anderen großen Ajatollahs in den Schatten zu stellen. Er könnte der erste schiitische Saddam in der Geschichte werden", sagte Amatzia Baram, ein Islamexperte des US-Instituts für Frieden, in Washington. "Das ist ein sehr beängstigender Moment", sagte die US-Sicherheitsexpertin Ellen Laipson.

Der irakische Außenminister Hoschjar Sebari wandte sich in einem BBC-Interview entschieden dagegen, den geplanten Termin für die Machtübergabe zu verschieben. Das Datum müsse eingehalten werden, sagte Sebari am Abend. US-Präsident George W. Bush bekräftigte erneut, dass er am 30. Juni als Termin festhalten werde.

Südkorea will im Laufe der Woche ein militärisches Erkundungsteam in den Irak entsenden, das einen Ort für die Stationierung von rund 3600 Soldaten ausmachen soll. Das teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Seoul mit. Mit der Truppenstationierung würde Südkorea der drittgrößte Koalitionspartner im Irak nach den USA und Großbritannien.

Großbritannien entsendet in den nächsten Tagen 4500 Soldaten als Ablösung für im Süden des Irak stationierte Truppen, wie das Verteidigungsministerium am Dienstag bekannt gab. London hat gegenwärtig insgesamt 8700 Soldaten im Land.
 

nicolecarina

Meister vom Königlichen Gewölbe
6. Juni 2003
1.414
ich bin auch froh, dass viele menschen im irak offenbar selber deutlich sehen, was in ihrem land vorgeht - das erspart mir viele vorwürfe, beim aussprechen der gleichen meinung
 

Qrt

Geheimer Meister
28. März 2004
385
osiris :
Die Wut und der Hass gegenüber den Koalitionstruppen, besonders gegenüber den USA ist verständlich....

Sorry . Aber das finde ich völlig unverständlich ! Saddam hat über Jahre hinweg Schiiten unterdrücken, verfolgen , foltern und töten lassen. Erst nach dem Sieg der Amerikaner durften die Schiiten wieder ihren traditionellen "Blutmärschen" und gebräuchen nachgehen ( die unter Saddam verboten waren). Die Amerikaner haben sie Schiiten aus ihrer groben "Unfreiheit" befreit und jetzt fällt denen nichts besseres ein , als gegen ihre Befreier zu wettern !. Was soll das ? Warum gibt es bei denen keine Dankbarkeit .
Also wenn ich ein geknechteter Schiit wäre , wäre ich den Amerikanern unendlich dankbar . Aber diese Art von Reflexion findet bei religösen Fanatikern wohl nicht statt.


ein Diktator (Saddam) geht, der nächste (Bush j.) kommt.
Bush als Diktator hinzustellen ist nicht in Ordnung .

Viele Iraker nagen am Hungertuch und sind willkürlichen Repressalien seitens Amis, Briten, etc... ausgliefert, während die grossen Ölkonzerne und andere Wirtschaftsbosse das Land aussaugen
wollen.
Die ewige Masche . Wie erklärst du dir eigentlich , daß die meinsten Iraker die Amis noch lange im Land haben wollen ?? Umfragen sprechen ganz eindeutig dafür . ( Wenn du Quellen haben willst, kein Problem) .

Wohlgemerkt : Unter Saddam ging es der Bevölkerung wohl super . Hatten immer genug zu essen und hatten keine repressalien zu befürchten .Jetzt kommen die Amerikaner und führen die Barbarei wieder ein . So klingt deine Mail .



gruss
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Qrt schrieb:
Die Amerikaner haben sie Schiiten aus ihrer groben "Unfreiheit" befreit und jetzt fällt denen nichts besseres ein , als gegen ihre Befreier zu wettern !. Was soll das ? Warum gibt es bei denen keine Dankbarkeit .
Also wenn ich ein geknechteter Schiit wäre , wäre ich den Amerikanern unendlich dankbar .
Vielleicht sollte man auch ein Auge darauf werfen, wie sich diese "Befreier" tatsächlich benehmen! Arroganz, Respektlosigkeit und Unfähigkeit gehören jedenfalls nicht zu den Attributen, mit denen man Dankbarkeit erntet.

Desweiteren dürfte es einem Iraker schwerfallen, seine toten Familienangehörigen als Kollateralschaden abzutun, so wie es von denen, die im kuscheligen Europa sitzen, gern gemacht wird.
 

Qrt

Geheimer Meister
28. März 2004
385
trasher:
Vielleicht sollte man auch ein Auge darauf werfen, wie sich diese "Befreier" tatsächlich benehmen!
Wie benehmen sie sich ? Das die Amerikaner die Schiiten und Kurden befreit haben , wird ja keiner ernsthaft leugnen. Nochmal. Wenn ich Schiit wäre , wäre ich glücklich über meine Befreiung , und es würde mir im Traum nicht einfallen ,die Amis mit den "Knigge" zu konfrontieren.

Arroganz, Respektlosigkeit und Unfähigkeit gehören jedenfalls nicht zu den Attributen, mit denen man Dankbarkeit erntet.
Aber mit Grausamkeit , Folter und Mord ?? Wie bei Saddam ? Oder wie ?
Saddam hat damals jeder Respektiert ! . Frage an dich : Wären die Amis also besser damit beraten derart durchzugreifen wie Saddam ?? , weil man sie so respektieren kann ?




gruss
 

Leontral

Geheimer Meister
13. Februar 2004
250
@all

es wird hier meineserachtens viel zu sehr verallgemeinert.
Es handelt sich wohl nicht um eine repräsentative Anzahl an Menschen für ein ganzes Land. Es scheint sich vielmehr um eine Gruppe von einigen hundert, vielleicht tausend Menschen zu handeln. Es gibt auch im Irak gemässigte Menschen. Das Argument, dass man sich wenn sein eigenes Kind durch eine amerikanische Bombe stirbt mit hass erfüllt ist logisch, dass würden wir alle machen.

Weiters denke ich das die Destabilisierung der gesamten Region ein riesiges Problem darstellt.

Das Argument, dass diese menschen doch dankbar sein sollen entbehrt jedem Wissen über diese Kultur und deren religiöse Hintergründe. Man kann es nicht oft genug erwähnen, dass diese Menschen ein absolut anderes Wertesystem haben als wir......denen ist Geld und Macht scheissegal...es geht ihnen um die ausübung ihrer Religion und das kein ungläubiger auf ihrem Boden weilt......mit westlichem Gedankengut ausgestattet werden wir nie einen konsenz erreichen...
Wenn wir nicht ihre Bedürfnisse erkennen und diese erlauben und immer nur unsere ach so tollen westlichen "Nicht-Werte" verbreiten wollen wird uns da niemand zuhören...nein der Hass wird weiter wachsen....

Gruss
Leo
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Das trifft so ziemlich genau auch meine Meinung. Einen westlichen Maßstab anzulegen wird der Situation einfach nicht gerecht und das ist auch der Fehler, dem die amerikanischen Führung unterlegen ist. Die war davon ausgegangen, dass das irakische Volk die Truppen mit einem Blumenregen und kleine Ami-Wimpel schwenkend empfangen würden.
Wäre ja auch zu schön, wenn die junge, freie irakische Familie am Wochenende mit ihren Kindern hübsch bei McDonalds essen gehen könnte, während Omma sich im Walmart nach Geschenken für Halloween umschaut.

Über einen hochnäsigen GI, der eine Zigarre rauchend wie ein Gorilla durch den zerstörten Palast Saddams latscht, lacht vielleicht die USA, das irakische Volk ganz sicher nicht.

Wären die Amis also besser damit beraten derart durchzugreifen wie Saddam ?? , weil man sie so respektieren kann ?
Ich weiß nicht, was den Besatzungstruppen jetzt helfen kann, aber zur Zeit schaut es so aus, als schlitterten sie dem totalen Kontrollverlust entgegen.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
ich hatte folgendes schon im thread "gewaltexesse in falludscha" gepostet, aber hier passt es besser rein:

die eh schon brisante situation im irak beginnt auf breiter front zu eskalieren.

Sadr ruft zum Aufstand gegen US-Truppen auf

Der radikale Schiitenführer Muktada al Sadr hat einen Aufstand gegen die US- geführte Besatzungsmacht in Irak angekündigt. Seine Anhänger kämpfen gegen US-Truppen in Bagdad. Zuvor hatte das US-Hauptquartier einen Haftbefehl gegen Sadr bekannt gegeben.
http://www.netzeitung.de/spezial/irak/280792.html

die umsetzung des haftbefehls gegen sadr oder seine tötung werden die lage nicht mehr umkehren können. sunniten und schiiten beginnen sich bereits zu verbünden und dann wirds für die besatzer wirklich eng.


Schiiten-Unruhen: Tote und Verletzte

Bei Gefechten zwischen Schiiten und Besatzungssoldaten sind in Irak binnen 48 Stunden mehr als 60 Menschen getötet worden. Allein im Bagdader Schiitenviertel Sadr City wurden 39 Menschen getötet und 126 weitere verletzt, wie das örtliche Krankenhaus am Dienstag mitteilte. Bei einem Einsatz westlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind vier US-Soldaten getötet worden. Wie die US-Armee am Dienstag mitteilte, wurden die vier Marine-Infanteristen in der Provinz El Anbar angegriffen und getötet. Sie hätten den Auftrag gehabt, für Sicherheit in der Region zu sorgen.


na wer hätte das gedacht?!

Blix: Irak-Krieg gefährlicher als Saddam

Der Irak-Krieg ist nach Ansicht des ehemaligen UN-Chefwaffeninspekteurs
Hans Blix eine größere Gefahr für die Welt als die ehemalige irakische Regierung von Saddam Hussein. "Das Gute ist, dass Saddam und sein blutiges Regime nicht länger an der Macht sind", sagte Blix der dänischen Tageszeitung "Jyllands-Posten" (Dienstagausgabe). "Aber wenn man eine Rechnung aufmacht, wiegen die negativen Auswirkungen schwerer."...


http://www.n24.de/politik/ausland/index.php?a2004040612320523224


es wird wohl auch nicht lange dauern, bis die NATO sich im irak wiederfindet:

Schäuble für Nato-Einsatz im Irak
http://www.n24.de/politik/inland/?a2004040608031021184


@Trasher

Über einen hochnäsigen GI, der eine Zigarre rauchend wie ein Gorilla durch den zerstörten Palast Saddams latscht, lacht vielleicht die USA, das irakische Volk ganz sicher nicht.
und das ist ja kein einzelfall.
bis jetzt haben sich die besatzer (insbesondere die amis) wie der elefant im porzellanladen benommen.
jetzt bekommen sie die quittung- saddam hin oder her- der bonus ist schon längst verspielt.
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
@trasher
Ich weiß nicht, was den Besatzungstruppen jetzt helfen kann, aber zur Zeit schaut es so aus, als schlitterten sie dem totalen Kontrollverlust entgegen.
Du klingst zwar so als würdest du dir nichts sehnlicher wünschen als einen Bürgerkrieg um die USA aus dem Irak raus zu bekommen, aber ich hoffe du bist dir auch der Konsequenzen bewusst.

Ich glaube (noch) nicht an einen totalen Kontrollverlust...Muktada al-Sadr hat nur bei einer Minderheit Einfluss...vor allem bei den Kriminellen und Ganoven..die Mehrheit der Schiiten folgt Sistani und verflucht die Aufhetzerei von al-Sadr..vor allem weil sie ihn als den Mörder von Schiitenführer (AutobombevorMoschee...wie hiess er noch?) halten.
Natürlich gibt es im Irak Kräfte die diesen Konflikt mit aller Gewalt anheizen wollen..die Iraker, die Islamofaschisten von AQ und die alten Baath-Kader.
Aber solange die Mehrheit der Iraker sich nicht an diesen schwachsinnigen Attacken beteiligt, hat der Irak eine Chance mal zu dem zu werden was er verdient.
 

type_o_negative

Geheimer Meister
5. Juni 2002
306
Ich denke, wir hier im "friedlichen" Eueropa, können uns die Lage unten nur schwer vorstellen. Ich denke, es wird sich unten so sehr zuspitzen, dass die Amerikaner am Ende den Irak entweder verlassen, oder alle "Terroristen" erschiessen. Weil sonst, wirds ja schwer.... Bush hat sich einen zu Großen Bissen geholt und kann das jetzt nicht runterschlucken. Ein zweites Vietnam wirds nicht. Aber eine zweite amerikanische Apokalypse schon.
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Dem Irak wünsche ich ganz bestimmt keinen Bürgerkrieg, vor allem weil die Leidtragenden wieder diejenigen sind, die nichts mit der Sache zu tun haben wollen und einfach nur in Frieden leben möchten.

Wen ich gern auf Bagdads Straßen sehen würde ist ein gewisser Herr Bush, der trotz Warnungen ein Aufstocken der Besatzungstruppen nun aus wahltaktischen Gründen nicht in Erwägung zieht.
Dort kann er sich ja dann vom dankenden Mob durch die Straßen hochleben lassen.

Nein, ich wünsche niemandem Krieg und Tod, aber Fehler müssen wohl manchmal erst richtig wehtun, bevor man aus ihnen lernt.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@technoir

Ich glaube (noch) nicht an einen totalen Kontrollverlust...Muktada al-Sadr hat nur bei einer Minderheit Einfluss...vor allem bei den Kriminellen und Ganoven..die Mehrheit der Schiiten folgt Sistani und verflucht die Aufhetzerei von al-Sadr..
also die leute, die ich heute in den nachrichten gesehen habe, waren alle einstimmig gegen die besatzer ( oder waren das etwa alles kriminelle und ganoven?) und sie haben eindeutig die schnauze voll.
es gab auch genug stimmen, die gesagt haben, das sunniten und schiiten diesen kampf gegen die besatzung gemeinsam führen werden.

Tatsächlich hatte die Mehrzahl der unter dem Saddam-Regime leidenden Schiiten den Einmarsch der Koalitionstruppen zunächst begrüßt. Eine die Verhältnisse im Lande völlig ignorierende Besatzungspolitik hatte jedoch zu einem Umdenken geführt. Meldungen, nach denen bei diversen Irakern nach dem Krieg bei Urintests Uran-Reste durch die von den Alliierten eingesetzten ummantelten Geschosse nachzuweisen sind, dürften die Wut nicht dämpfen. Das Verbot einer schiitischen Zeitung in der Vorwoche, willkürliche Verhaftungen von Schiitenführern und nun Massaker von Nadschaf hat das Faß zum Überlaufen gebracht.
http://www.rbi-aktuell.de/Politik/06042004-01/06042004-01.html
 

Paran

Vorsteher und Richter
30. November 2003
795
Besonders in den schiitischen Armenvierteln im Osten Bagdads findet al-Sadr großen Anklang. Dort hatte er seit dem Irak-Krieg durch die Übernahme von sozialen Einrichtungen, Krankenhäusern und Moscheen konsequent mit Hilfe seiner Milizen seine Machtbasis ausgebaut. Allerdings ist unklar, wie groß seine Popularität bei den Schiiten tatsächlich ist. Sie machen zirka 60 Prozent der Iraker aus.


Moktada al-Sadr bezieht seine Legitimität besonders aus seinem Image als einziger Schiiten-Führer, der den US-Truppen auch gelegentlich auf der Straße die Stirn bietet. Und sicherlich spielt bei vielen Schiiten auch eine Portion Angst vor den Schlägertrupps und den neu aufgebauten Mehdi-Milizen von al-Sadr mit, die er ohne zu zögern gegen Alkohol-Geschäfte oder gelegentlich auch gegen schiitische Widersacher einsetzt.


Al-Sadrs größte Mankos sind sein jugendliches Alter und seine geringe religiöse Qualifikation. Bei beidem kann er dem populärsten Schiitenführer im Irak, Großayatollah Ali al-Sistani, nicht das Wasser reichen. Al-Sadr wird auf ungefähr 30 Jahre geschätzt, manche sprechen gar nur von 25. Er selbst verschweigt sein Alter. Auch al-Sadrs arabische Predigen, die er jeden Freitag in der großen Moschee in Kufa im Süden des Landes hält, zeichnen sich nicht gerade durch ihre feine Ausdrucksweise aus. Da es ihm auf Grund seines fehlenden religiösen Gelehrtenstatus' nicht erlaubt ist, den Koran und andere religiöse Quellen zu interpretieren, bezieht er sich immer wieder auf den Iraner Ayatollah Kazim Al-Haeri, der für sein striktes Eintreten für die Herrschaft der Geistlichen bekannt ist.
Das sagt wohl genug über diesen so genannten "Geistlichen" aus!

Kompletter Artikel: http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=ai&id=414737

Ich persönlich hoffe, dass die Amis, das wieder unter Kontrolle bringen. Diesen schadenfreudige Antiamerikanismus finde ich langsam absolut lächerlich und unangebracht! Sicher haben die Amis viel Mist gebaut, aber dass im Irak jetzt einiges schief läuft ist nicht gerade ein Vorteil für uns und ist schon gar nicht zu begrüßen! Also denkt bitte bevor ihr eure üblichen Lästerposting über die bösen Amis schreibt!
 

Wiz

Geselle
31. März 2004
15
Die Frage die sich stellt ist doch nicht ob die Besatzer gedultet werden oder nicht, oder ob sie freundlich empfangen werden oder nicht, sie sollte doch eher lauten was kommt danach.

Was werden die Amerikaner denn tun, bei einem totelen Kontrollverlust bleiben ihnen nur zwei Möglichkeiten, die eine ist eine radikale "Säuberung" des Gebietes was wieder Krieg und Verluste heissen würde, die andere Möglichkeit ist das der Amerikaner sich aus dem Gebiet zurückzieht und die Menschen dort sich selber überlassen werden was meiner Meinung nach zu einem heftigen Bürgerkrieg führen würde.

Zudem steht die Präsidentenwahl ins Haus, Bush jr. kann sich keine weiteren Verluste im Irak leisten, er würde aber auch das Gesicht verlieren wenn er den Irak aufgeben würde. Ich denke das die amerikanische Regierung zur Zeit echt das mieseste Blatt auf der Hand hat welches man sich wünschen kann.

Das es zu einem zweiten Vietnam kommt denke ich nicht, dazu haben die meisten Amerikaner zuviel von Vietnam mitbekommen und ich denke auch wenn sie durch die Medien stark beeinflußt werden, werden sie sich gegen solch einen Einsatz stellen wenn viel mehr tote GI´s nach Hause kommen.

Ich bin gespannt wie der Amerikaner reagieren wird, wo doch (siehe anderer Thread) die Amerikaner bzw. der CIA Deutschland vorwirft am Krieg im Irak schuld zu sein.
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
:roll:
..das ist jetzt vielleicht eine stark verallgemeinernde Position,
aber bitte:

Es geht um's Öl!
Auf ARTE lief vorletzte Woche eine Doku, wie der Zugriff von
anglo-amerikanischen Interesensgruppen auf das irakische
Öl dort schon lange vor Saddam für gewaltsame Regierungs-
wechsel gesorgt hat und wehe, einer der Herrschenden hat
diesen Interessen nicht gut genug gedient: Weg war er/waren
sie.

Diese Ölstrategie kann weder von der amerikanischen, noch
von der britischen Regierung geändert werden, da der
Einfluss der davon profitierenden Unternehmen auf diese
Regierungen (oder Teile davon) enorm groß sein muß.
Das Beste, was sie in dem Zusammenhang hoffen können,
ist genug Verbündete (auch gern aus NATO Kreisen) in
ihr Boot zu bekommen OHNE dafür allzu viel teilen zu
müssen....

Eine unter UNO Aufsicht gestellte Nutzung des Irak Öls mit
dem vordringlichen Zweck, durch dessen Erlöse die Lebens-
bedingungen im allgemeinen zu verbessern, könnte helfen,
aber ist das realistisch?
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Wiz schrieb:
Die Frage die sich stellt ist doch nicht ob die Besatzer gedultet werden oder nicht, oder ob sie freundlich empfangen werden oder nicht, sie sollte doch eher lauten was kommt danach.
Eine Chance zum Frieden in absehbarer Zeit sehe ich wie auch in Afghanistan nur in der Akzeptanz der Besatzer. Ohne Duldung wird sich das Land niemals stabilisieren lassen und bei einem Abzug droht der Bevölkerung der Bürgerkrieg.
Die wichtigste Frage bleibt also nach wie vor, ob und wie die Besatzer es schaffen, mit der Bevölkerung zusammenzuarbeiten und ihr ein Sicherheitsgefühl zu geben.
Für eine schnelle Machtübergabe sehe ich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch schwarz und das wird hoffentlich den Cowboy den Kopf kosten.
 

osiris1806

Geheimer Meister
20. August 2002
273
Die Amis müssen so verzweifelt sein, das sie jetzt sogar nicht davor abschrecken moscheen zu bombadieren und in die luft zu jagen, egal ob Kinder, Frauen oder Zivilisten mit unter den Aufständischen sind, sind ja eh alles Terroristen....

Das die Zerstörung der Moschee insbesondere der Vernichtung von
Frauen, Kindern und Unschuldige noch mehr Wut und Hass gegenüber den Amis ins unermässlichen steigen lässt, ist ja logisch....oder?

Die Cowboy Methode kommt einen so ziemlich bekannt vor, die Israelis legen ja auch Bombenteppiche um 1 Hamas Aktivist zur Strecke zu bringen, die 30 Toten Zivilisten sind halt Colatarel Damage....

übrigens, man sollte die offziele Zahl der gefallenen US Soldaten mit 3 multiplizieren und hat die tatsächlichen Verluste, nur Amis...

Wer jetzt wirklich meint, die Amis sollen man für die Vertreibung Saddam Husseins danken, ist o.k (wobei Saddam eine Züchtung von Dad George und Rumsi ist, aber anders Thema)
wer doch sagt den Amis soll man danken das sie Frieden, Freiheit ins Land gebracht haben, der hat ein Vollschuss weg...! und hat die Propaganda voll geschluckt...

Ich sage nur, die ständige, willkürliche Misshandlung, Nötigung, Demütigung und Tötung von Irakis durch US-GI´s, Briten, Italiener, etc...
wird dem Irak niemals Frieden bringen.

Vor allem der KRIEGSGRUND ist bist Heute nicht belegt worden, Bush jun. macht sich doch Lustig und sucht MVW im Ov(r)al Office
ob der nicht zuviel Jeam Bean hatte?

Die neue irakische Regierung will natürlich sehr schnell an die Macht kommen, die interessieren sich genauso wie die Shiiten nur für den Chefsessel..., kein grosser Unterschied.., Ihnen die Macht und UNS das Oel, die neue Lakaie schmieren sich schon mal Ihre Köpfe mit Vaseline ein.., dann kriecht es sich besser....

nun ja, ich rege mich nur auf, ist nicht gut
Was da im Irak abgeht ist wirklich unter aller Sau,
MEINE PROGNOSE: sollte es Heute genauso weitergehen wie gestern, gebe ich den gemäsigten Shiitenführer Sistani noch eine Woche bist er ebenfalls zum Heiligen Krieg gegen die Besatzter aufruft, ist ziemlich merkwürdig, das dieser sich noch bedeckt gibt.
letztendlich will jeder die Macht, ob Sadr oder Sistani, oder irakische ÜG.




US-Armee bombardiert Moschee in Falludscha: 40 Tote


Falludscha (AFP) - Die US-Armee hat eine Moschee in der sunnitischen Widerstandshochburg Falludscha bombardiert und bis zu 40 Aufständische getötet. Das teilte ein US-Militärsprecher mit. Die Moschee, in der sich die Aufständischen verschanzt hatten, war seit dem Morgen heftig umkämpft.

Kurz vor dem Bombardement waren US-Marineinfanteristen nach heftigen Gefechten mit sunnitischen Rebellen in das Zentrum der Stadt vorgedrungen. Bei den Kämpfen wurden nach Krankenhausangaben seit Dienstagabend mindestens 46 Iraker getötet, die meisten davon Frauen und Kinder.

Ein US-Armeesprecher hatte den Aufständischen vor dem Bombardement vorgeworfen, Moscheen als Waffenlager und für Angriffe auf die Armee zu missbrauchen. In Falludscha hatte die US-Armee am Montag eine Großoffensive gestartet, nachdem dort vergangene Woche vier US-Zivilisten getötet und deren Leichen von einem wütenden Mob geschändet worden waren.

Bei Kämpfen mit Aufständischen in der irakischen Stadt Ramadi sind rund zwölf US-Marineinfanteristen getötet worden. Zwei Dutzend weitere Soldaten seien verletzt worden, als etwa 60 bis 70 Aufständische den Gouverneurspalast der Stadtangegriffen hätten, sagte ein Pentagonvertreter in Washington.

Offensichtlich seien die Angreifer in Ramadi "gut trainiert" gewesen, sagte der Pentagon-Vertreter. Ihm zufolge könnte der Angriff von Anhängern des radikalen Schiitenführers Moktada Sadr geführt worden sein. Dessen Anhänger liefern sich seit Tagen blutige Gefechte mit den Koalitionstruppen. Dabei wurden binnen 48 Stunden fast 130 Menschen getötet.

Ramadi liegt im so genannten sunnitischen Dreieck, rund 80 Kilometer westlich von der irakischen Hauptstadt Bagdad und 30 Kilometer westlich von der sunnitischen Widerstandshochburg Falludscha.

Ein Vertreter des einflussreichen geistlichen Schiitenführers Großayatollah Ali Sistani in der zentralirakischen Stadt Kerbela, Scheich Abdel Mehdi el Karbalai, rief derweil seine Landsleute zur Ruhe auf. Das Problem solle auf friedlichem Wege gelöst werden, hieß es in einem Aufruf an die Bevölkerung.

US-Präsident George W. Bush will eine Entscheidung über eine mögliche Verstärkung der Truppen in Irak seinen Generälen überlassen. Bush will seinem Sprecher zufolge heute in einer Telefonkonferenz unter anderem mit dem für Irak zuständigen Centcom-Chef John Abizaid beraten.
 

Paran

Vorsteher und Richter
30. November 2003
795
@ osiris

Ich finde es eher von den Kämpfern mies, dass sie sich in einer Moschee verschanzen! Ich würde als Kommandant auch nicht anders handeln wenn ich aus einer Kirche heraus beschossen werden würde.
 
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