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Political Correctness

LunaYu

Geselle
10. August 2017
24
Du beschreibst hier einfach einen Extremisten mir einer linken Ideologie. Mit dem Austauschen weniger Wörter kann man deine Checkliste auf alle möglichen Ideologien ummünzen. Klares Statement, gehen wir durch!

1. Ja, ich halte mich für umweltbewusst. Und ja soziale Gerechtigkeit ist mir wichtig (Ich glaube aber nicht an irgendeine Form des Kommunismus). Jemanden, aufgrund anderer Idiologien bewusst fertiggemacht habe ich noch nicht. Soziopath- ich glaube nicht, aber nicht unmöglich.
2. Wie schon erwähnt ich seh mich und alle anderen in Graustufen.
3. Ja, gewisse Punkte verteidige ich wehement:
Gleichberechtigung aller Menschen, Religions- und Meinungsfreiheit muss gewährleistet werden, Klimaerwärmung ist real.
Trotzdem können wir gerne darüber reden. Ich suche immer Leute die meine Meinungen zu ändern vermögen.
4. Bei diesem spezifischen Thema halt ich mich bewusst raus, da es mir einerlei ist, ob da zwei oder drei Geschlechter stehen und ich noch niemanden getroffen hätte, für den zwei Geschlechter nicht ausgereicht hätten. Auch als wiederkehrendes Muste trifft dies nicht auf mich zu.
5. Ich habe Freunde, mit denen ich mich auf grundsätzliche Dinge nicht einigen kann und trotzdem sind sie meine Freunde. Im Netz fällt dies, zugegebener Massen schwerer, da ich z.B. über dich nichts weiss, ausser dass du mir zwar mit dem N-Wort zustimmst, aber mir noch Hintergedanken, bzw. gänzlich falsche Motive vorwirfst.
6. Es geht mir um die Sache, aber eigentlich noch mehr um den Austausch verschiedener Meinungen und Weltsichten.

Aber ich glaube das alles macht mich zu einem durchschnittlichen Menschen. Denn ich bin fast sicher, dass du nicht gegen Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit bist, genau wie ich Prinzipien hast, die du verteidigst und es dir schwer fällt mich hinter meinen Posts als kompletten Menschen zu sehen, auch wenn du nur weisst, das ich irgendwo in einem linken Grau anzusiedeln bin.
 

paisley

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
11. Februar 2014
1.038
"Tue Gutes und rede darüber" ist nicht das Problem. Das Problem ist "Fordere Gutes und rede trotzdem darüber wie schlecht alle sind".

übergriffig ist ,
'Schubladen' für Menschen (mit anderer Herangehensweise ) zu erfinden

und wer sich in seinem gut sein erhaben fühlt
dem fehlt
die innere Größe der Unabhängigkeit

wer sein Selbstvertrauen genügend auf die
Probe gestellt hat oder vom Schicksal gebeutelt
immer wieder aufgestanden ist,
der ist nicht mehr so leicht um zu pusten
und der hat diesen liederlichen Vergleich
nach Nachbar zur rechten und Nachbar zur linken
einfach nicht nötig
für die Stabilität in seinem Inneren

nicht sich überlegen zu fühlen sondern
sich unabhängig zu fühlen
-frei vom Vergleiche anstellen -
nicht halbherzig Dinge durchpeitschen
sondern vor sich selber gerade stehen zu können
ohne einheimsen von Lob oder Vorzeige-zwang

das ist menschlich stark
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.901
"Der Mensch hat eine natürlich Abneigung dagegen bevormundet und kontrolliert zu werden."(Viminal)
Und warum wählen die Schafe dann immer wieder einen Herren, der ihnen sagt, wo's lang geht, statt ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen?
Ich denke, aus Bequemlichkeit!
Da braucht man nicht selber nachdenken und kann jede Verantwortung auf die Befehlshaber abschieben. Ein gutes Beispiel ist da das 3.Reich, wo ja alle nur Befehle ausgeführt haben.
Und in unserer Demokratie kann man ja gut auf die jeweilige Regierung schimpfen, statt selber mitzuhelfen, dass sich was ändert.
 

LunaYu

Geselle
10. August 2017
24
Also wenn ich das richtig verstehe, geht den Meisten hier in der PC Debatte eigentlich um zwei Punkte:
1. nicht bevormundet zu werden, was man sagen darf und was nicht
2. sich von den Leuten, die vorgeben sich für PC eizusetzen, aber es eigentlich gar nicht tuen, sonder sich nur privilegieren wollen, zu distanzieren

Zu 1.: Euch verbietet ja niemand den Mund. Ihr könnt natürlich durch die Welt laufen und alle Frauen ab jetzt nur noch [abwertende obszöne Bezeichnung] nennen, aber müsst natürlich damit rechnen, dass die Gesellschaft auf diese Verletzung der Umgangsformen mit Ablehnung reagiert. Und ja, diese Umgangsformen werden bestimmt auch von der Elite geprägt, aber ist es ein Grund diese Begriffe zurückzufordern, zumal sie ja offensichtlich für einige Leute verletzend sind?

2.: Könnt ihr euch nicht eifach über die Gutmenschen erheben, indem ihr aus den richtigen Gründe PC verwendet? Ich meine, wenn ihr die Gutmenschen so vorführen könnted, wäre das nich viel effizienter als N.... wieder salonfähig zu machen?
Denn niemandem von euch scheint ernsthaft am N-Wort zu liegen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.358
Moin

So wie ich die Debatte verstehe geht es hier niemandem ernsthaft darum Farbige als "Mohren" oder "Neger" bezeichnen zu dürfen, darauf besteht ja auch niemand, es geht wohl im Wesentlichen darum diverse Köstlichkeiten gewohnheitsmässig weiterhin so bezeichnen zu dürfen wie man es als Kind gelernt hat ohne dabei böse Hintergedanken zu haben.
Da greift eigentlich nur der Vorwurf der Gedankenlosigkeit, vielleicht kommt der eine oder andere auch einfach nicht ohne seine Stereotypen aus...

Wenn man allerdings soviel Energie in diese Umstände investiert, stellt sich aber schon die Frage warum es jemandem wichtig ist ständig Negerkuss oder Mohrenkopf schreiben zu müssen als würde da ein latentes Tourette Syndrom vor sich hingären...

Gruss Grubi
 

LunaYu

Geselle
10. August 2017
24
@Manesse
Wenn es dir nur ums Essen geht, dann führen wir diese Diskussion doch in deinem Feed (Mohrenkopf, Negerkuss, Schaumkuss, Schokokuss - wie sagt ihr) weiter, denn niemand hier scheint sich an deinen Essensbezeichnungen zu stören. Und da dem so ist, können wir ja wieder auf den Aspekt des "Mund verbieten" zurück kommen.
Findest du denn nicht einige Begriffe gehören, aufgrund ihrer Geschichte aus dem Sprachgebrauch gestrichen?
 

Manesse

Ritter Rosenkreuzer
3. Oktober 2010
2.761

denn niemand hier scheint sich an deinen Essensbezeichnungen zu stören.
Wieso "meine"?

Ich habe nicht den Eindruck, dass ich der einzige Mensch bin, der diese Begriffe verwendet.

Ich finde es daneben, das so zu sehen.

Vielleicht meinst du, es sei geschickt, dieses Thema zu m/einer Privatangelegenheit zu erklären.

Und dich in den Chor jener einzureihen, die sich mit Mobbing gegen Manesse vergnügen hier.

---------------------

Over and out.
 

LunaYu

Geselle
10. August 2017
24
Lieber Manesse
Ich bin nur frustriert da ich schon mehrfach erwähnt habe, dass es mir um Menschen geht, und nicht um Süssigkeiten, Schnitzel oder Salate. Daher war ich dafür diesen Aspekt der Diskussion auszugliedern, da es dafür ja einen extra Feed gibt.
Es tut mir leid falls du dich angegriffen fühlst, ich nehme das "deine Essensbezeichnungen" zurück und korrigiere mich zu Essensbezeichnungen im allgemeinen.
Aber du hast meine Frage nicht beantwortet: Findest du nicht auch einige Begriffe gehören, aufgrund ihrer Geschichte, aus dem Sprachgebrauch gestrichen?
 

TheUnforgiven

Großer Auserwählter
17. Februar 2012
1.813
Findest du nicht auch einige Begriffe gehören, aufgrund ihrer Geschichte, aus dem Sprachgebrauch gestrichen?
Solange die betroffenen Menschen sich nicht diskriminiert fühlen, sehe ich keine Notwendigkeit Begriffe zu entfernen.
Für mich hatte zum Beispiel das Zigeunerschnitzel nie einen diskriminierenden Hintergrund gehabt.

Was für mich aber gar nicht geht, sind Dinge unserer Kultur zu ändern, damit sie anderen, bei uns wohnenden Kulturen, nicht sauer aufstoßen...
St. Martin in Laternenfest umbenennen, keine öffentliche Weihnachtsdekorationen etc.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.901
Soweit ich weiß, LunaYu, soll der Begriff 'Schwarzer' auch nicht politisch korrekt sein.
Ist der Begriff 'Weißer' also auch nicht politisch korrekt?
Wie sieht's mit 'Gelber und Roter' aus?
Und wer bestimmt, was ein politisch korrekter Ausdruck ist und welcher nicht?
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
Ich repariere ein Auto, und benutze dabei einen "Engländer" - oder war das ein "Franzose"? Hnterher ist mir nach naschen, ich futtere einen "Amerikaner". An Diskriminierung habe ich nicht mal gedacht.
Sprache verändert sich, und Worte entstehen, ohne daß man genau weiß, woher sie kommen. Wer da moralsauer dran herum basteln will, sollte sich mal fragen, ob ihm nichts Besseres einfällt. Diskriminierung ist eine miese Sache, man muß sie kritisieren - wo sie tatsächlich passiert.
 

TheUnforgiven

Großer Auserwählter
17. Februar 2012
1.813
Ich repariere ein Auto, und benutze dabei einen "Engländer" - oder war das ein "Franzose"? Hnterher ist mir nach naschen, ich futtere einen "Amerikaner". An Diskriminierung habe ich nicht mal gedacht.
Sprache verändert sich, und Worte entstehen, ohne daß man genau weiß, woher sie kommen. Wer da moralsauer dran herum basteln will, sollte sich mal fragen, ob ihm nichts Besseres einfällt. Diskriminierung ist eine miese Sache, man muß sie kritisieren - wo sie tatsächlich passiert.
Danke dtrainer. Meine Gedanken perfekt in Worte umgesetzt. Ist mir eben nicht so gelungen.
 

LunaYu

Geselle
10. August 2017
24
Ich beziehe mich immernoch auf den Ursprung dieses Themas. Man soll Schwarze wieder als N.... bezeichnen dürfen, ohne schief angesehen zu werden. Und es mag ja sein, dass es ein grossteil der Benützer nicht als Beleidigung meint, aber es ist nun mal die Bezeichnung, die mit 500 Jahren Sklaverei verbunden wird.
Niemand spricht mehr von der Herrenrasse, auch wenn man es ev. gar nicht so meint, einfach weil die Assoziazion mit diesm Wort schlecht ist. Auch wenn der Benützer es nicht so meint.

Und diese Nazivergleiche kommen aus dem heraus, dass ich keine Schimpfwörter posten darf und mir sonst keine Vergleiche einfallen. NICHT weil ich euch allen unterstelle Nazis zu sein!!!
 
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dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
Das kann man ja, man darf sich nur nicht wundern, wenn man dann schief angesehen wird. Sprache verändert sich, neue Wörter kommen auf, alte werden vergessen. Wer sie dennoch verwendet, wird wohl öfter darauf angesprochen werden, warum er das tut. Und das kann auch berechtigt sein, eine Orientierung aufzeigen, die der Vergangenheit angehört.
 

LunaYu

Geselle
10. August 2017
24
Ich repariere ein Auto, und benutze dabei einen "Engländer" - oder war das ein "Franzose"?
Niemals in der Geschichte war es etwas negatives, Engländer oder Franzose zu sein. Da liegt der Unterschied.

Das kann man ja, man darf sich nur nicht wundern, wenn man dann schief angesehen wird
Genau das wird ja hier so heftig kritisiert. Ich finde nicht, das man diese Begriffe per Gesetz verbieten soll, schliesslich geht Redefreiheit über alles. Aber ich finde wir als Gesellschaft könnten Beschliessen, gewisse Worte einfach zu vergessen, denn
Sprache verändert sich, neue Wörter kommen auf, alte werden vergessen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
Genau das wird ja hier so heftig kritisiert. Ich finde nicht, das man diese Begriffe per Gesetz verbieten soll, schliesslich geht Redefreiheit über alles. Aber ich finde wir als Gesellschaft könnten Beschliessen, gewisse Worte einfach zu vergessen, denn
Finde ich nicht. Das passiert ohnehin, die Mentalität ändert sich und damit auch die Ausdrucksweise. Aber eine Vorschrift, ob sie nun ein Gesetz ist oder ein Beschluß, fördert vor Allem die Heuchelei: man redet, wie es erwünscht ist. Ob man aber auch so denkt, kontrolliert keiner. Vertrau auf den Wandel, er passiert immer, auch wenn es Leute gibt, die meinen, man könnte ihn aufhalten.
 

almende

Noachite
18. Januar 2012
3.390
Ich vertraue auch auf den Wandel - Gedanken schaffen Worte und damit die
Wirklichkeit in der wir leben/wollen/müssen und die Gegenreaktionen.
Ein positives Denken und Handeln / Vorstellungsfähigkeit und Gednakenwelt
ist nicht nur möglich, sondern für uns überleben´s wichtig.
 
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