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Kampf dem Terror - aber wie (nicht)

ParaMind

Geselle
13. Januar 2004
8
Wie bekämpft man Terroristen, denen es nichts ausmacht während eines Anschlags auch direkt neben der Bombe zu stehen? Die Politik will Terror bekämpfen, indem sie Gesetze ändert, uns Menschenrechte wegnimmt. Uns, nicht den Terroristen. Die Terroristen fallen nicht unter unsere Rechtsprechung, wie soll es also helfen, die Rechtsprechung zu ändern ? Welche Möglichkeiten gibt es also zu einer wirksamen Terrorbekämpfung?
Dazu muss man zwei Fragen klären: In welcher Form schaden uns diese Anschläge?
Es sterben Menschen. Ist ein fanatischer Terrorist bereit, sich für den Tod von 10 oder 100 aus 2 Mrd (Usa und Europa) verdorbener Kapitalisten zu opfern? Vermutlich. Aber: Ist der dahinter stehende Geldgeber bereit, Terroristen auszubilden und auszurüsten, mit allen damit verbundenen Kosten und Risiken, damit sich einer seiner Leute für im Durchschnitt 100 toten von 2Mrd Feinden opfert ? Lächerlich. Viel zu uneffektiv. Das ist also nicht das Ziel.Was zersört unser System? Ein paar hundert, ein paar tausend Tote ? Die sind zwar tragisch, fallen aber nicht ins Gewicht. Dennoch ist unser System, alles positive an unserem System, Freiheit im Denken und Handeln, massiven Angriffen ausgesetzt. Wenn der Terror selbst es nicht ist, so ist es die Reaktion darauf, die politische und kulturelle Reaktion: Mißtrauen, Überwachung, Entrechtung, Kontrolle. Vorhin eben habe ich einen Kommentar aus dem Radio gehört: ...man muss auch in Europa sein Umfeld viel mißtrauischer beobachten... Jeder, der mit einem auffälligen Gepäckstück in einen Zug steigt, ist verdächtig. Jeder mit einem besonders unauffälligen Gepäckstück erst recht!
Die Geldgeber wissen um die Reaktionen nach ein paar hundert Toten.Und sie rechnen fest damit, den die Opfer sind alles unwichtige 08/15, niemand von Bedeutung, unter Umständen sogar einige gläubige Brüder. Es sind keine Politiker oder Richter oder Polizisten. Das bedeutet, die Geldgeber und Organisatoren dieser Anschläge greifen nicht unser System direkt an, sie rechnen fest damit, dass wir als Reaktion darauf unser eigenes System zerstören. Wie? Wir demontieren die Demokratie. Wir schaffen ein Ungleichgewicht der Kräfte von Politik, Rechtsprechung und Polizei. Das alleine reicht schon aus, um ein System langfristig zu stürzen. Aber die Anschläge bewirken noch mehr. Gerade haben wir uns um kulturelles Verständnis und Toleranz und ein wenig Vertrauen bemüht und Rassismus als uncool deklariert, schon ist alles im Eimer. Normal sein wird zur absoluten Bürgerpflicht. Wehe dem, der sich gegen Anti-Terrorgesetze ausspricht. Oder kein GZSZ guckt. Oder kein Handy hat, dass der Geheimdienst abhören könnte. Oder sich nicht regelmässig mit seiner Clique zum besaufen trifft und sich über zu hohe Spritpreise auslässt. BILD dir deine volksdüm... volkstümliche Meinung – morgen früh. Blos nicht von der Norm abweichen, sonst ist man gleich in der Rasterfahndung drin, und die Polizei braucht keinen Grund dich einzusperren. Sie können einfach sagen, du bist uns aufgefallen, du könntest ein Terrorist sein, wir sperren dich besser ein. Sicher ist sicher. Hausdurchsuchung. Wir haben nichts belastendes gefunden, alles sauber wie aus dem Lehrbuch für Terror-Schläfer. Also wenn DAS nicht verdächtig ist!
Ok, sollte jeder begriffen haben, was ich meine. Die Politiker haben recht, die Demokratie und Freiheit wird angegriffen, aber nicht durch den Terror sondern durch die Reaktion darauf. Und wer ist dafür verantwortlich? Die gleichen Politiker, die uns erzählen, die Demokratie würde angegriffen. Also zur zweiten Frage. Dazu versetzen wir uns in die Lage der Terroristen und der Drahtzieher. Ich als Terrorist bekomme meinen Sprengstoff und mein Ziel. Mich stört es nicht, dass ich bei diesem Auftrag draufgehe. Ich tue es für MEINE Sache, oder genauer, für die Sache meines Geldgebers. Ich werde daran mitwirken, die Welt von einem System voller Unmoral und Ungerechtigkeit zu befreien, etceterea trombosia...*propagandablabla*... Ich weiss, wenn ich meinen Auftrag durchgeführt habe, werde ich von meinen Leuten verehrt und von allen anderen gehasst. Die hinterste Ecke dieser Welt erfährt, was ich getan habe. Was könnte mir am allermeisten Angst machen? Die mit Mp´s rumlaufenden Polizisten am Bahnhof? Eine lebenslängliche Haftstrafe, wenn ich erwischt werde, obwohl ich bis dahin niemanden getötet habe? Die Kamera, die mich filmt und die mich später als Täter identifizieren könnte? Meine Panik hält sich – sehr milde ausgedrückt – in Grenzen. Ein Szenario macht mir aber Panik, lässt mich nachts schweißgebadet aus dem Schlaf erwachen. Ich ziehe meinen Auftrag durch, sprenge meinen Zug, Ärzte kommen und versorgen die Verletzten, dann kommen welche und putzen die Sauerei weg. Fertig. Kein Ausnahmezustand. Keine Sondersendungen, die mich rühmen. Keine aufgebrachten Politiker, die die Aufregung des Volkes dazu nutzen, die Demokratie und Freiheit zu demontieren, mit dem lächerlichen Versprechen größerer Sicherheit. Nicht nur für mich als Terroristen, sondern auch für mich als Geldgeber ist es das katastrophalste Szenario. Da lege ich mich mit sämtlichen Geheimdiensten der zivilisierten Welt an, scheue keine Kosten und Mühe, damit das westliche System endlich krepiiert, und was passiert? Ein paar hundert unwichtige Menschen sind tot. Sonst nichts. Der blanke Horror. Ich könnte die halbe Menschheit wegsprengen lassen (wenn ich unbemerkt 20 Mio Terroristen ausbilden kann) , und nichts passiert. Die andere halbe Menschheit lebt weiter in Frieden und Freiheit und Kapitalismus und Unmoral. Es macht das gesamte Unterfangen sinnlos. Dann kauf ich mir von dem Geld doch lieber ne Insel und lebe dort nach meinen Vorstellungen – oder geb mir die Kugel, damit mein Allah mich in eine bessere Welt schickt.
Darin liegt der Schlüssel zur Terrorbekämpfung, der bislang einzige Schlüssel: Ignoranz. Bewusste, gezielte Ignoranz.
Aber Politiker werden weiter ihre Reden von militärischer Terrorbekämpfung schwingen, und die Leute werden weiterhin glauben, dass vernetzte Kameras an jeder Ecke ihrer Sicherheit dienen, und die demokratischen Verfassungen und Grundgesetze werden aufs Lächerlichste demontiert. Deshalb werden, nein, deshalb haben die Terroristen bereits gewonnen. Alles läuft exakt nach Plan.

ParaM!nd
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@ParaM!nd

...Ein Szenario macht mir aber Panik, lässt mich nachts schweißgebadet aus dem Schlaf erwachen. Ich ziehe meinen Auftrag durch, sprenge meinen Zug, Ärzte kommen und versorgen die Verletzten, dann kommen welche und putzen die Sauerei weg. Fertig. Kein Ausnahmezustand. Keine Sondersendungen, die mich rühmen. Keine aufgebrachten Politiker, die die Aufregung des Volkes dazu nutzen, die Demokratie und Freiheit zu demontieren, mit dem lächerlichen Versprechen größerer Sicherheit. Nicht nur für mich als Terroristen, sondern auch für mich als Geldgeber ist es das katastrophalste Szenario. Da lege ich mich mit sämtlichen Geheimdiensten der zivilisierten Welt an, scheue keine Kosten und Mühe, damit das westliche System endlich krepiiert, und was passiert? Ein paar hundert unwichtige Menschen sind tot. Sonst nichts. Der blanke Horror. Ich könnte die halbe Menschheit wegsprengen lassen (wenn ich unbemerkt 20 Mio Terroristen ausbilden kann) , und nichts passiert. Die andere halbe Menschheit lebt weiter in Frieden und Freiheit und Kapitalismus und Unmoral. Es macht das gesamte Unterfangen sinnlos. Dann kauf ich mir von dem Geld doch lieber ne Insel und lebe dort nach meinen Vorstellungen – oder geb mir die Kugel, damit mein Allah mich in eine bessere Welt schickt.
Darin liegt der Schlüssel zur Terrorbekämpfung, der bislang einzige Schlüssel: Ignoranz. Bewusste, gezielte Ignoranz.

nach den anschlägen in madrid bekommen deine ausführungen auch in europa eine aktuelle brisanz.
ulkig, ich habe gerade in einem anderen forum einen beitrag entdeckt, der deinem doch sehr gleicht:

...Terrorismus - Geißel der Menschheit oder nötiges Wachrütteln


Ratgeber schreibt "

Anlässlich der Anschläge in Madrid, der spanischen Hauptstadt, habe ich mir mal Gedanken zum Thema Terrorismus und dessen Bedeutung für unsere Gesellschaft bzw. unsere Welt gemacht.

Anfangs möchte ich erstmal die Frage in den Raum werfen, in was für einer Welt leben wir eigentlich?! Ich weiß, dass diese Frage oft in solchen Zusammenhängen gestellt wird, dann allerdings oftmals als Ausdruck des Unverständnisses gegenüber z.B. den Terroristen. Ich aber meine diese Frage tatsächlich so ernst wie ich sie stelle: In was für einer Welt leben wir heutzutage?
Eine Welt, in der es einem neokonservativen Gremium von etwa 50 Personen mit einem evtl. unwissenden Präsidenten als Sprachrohr, möglich ist die Welt frei nach ihrem Gutdünken und ihren Entscheidungen umzugestalten, grade so wie es ihnen in den Kram passt. Dieser Kram ist allerdings nicht etwa spontan, was ich noch als wahnsinnig bezeichnen würde, sondern dieser Kram ist durch und durch geplant und bis ins kleinste Detail perfektioniert. ...

...Irgendwann werden auch die "Mächtigen des Westens" einsehen müssen, dass auch unter Aufbietung ihrer gesamten wirtschaftlichen und militärischen Macht auf diese Weise kein Sieg zu erringen ist. Es funktioniert so nicht.
Ich habe lange darüber nachgedacht wie man den Terror effektiv bekämpfen kann und bin nur zu einem unbefriedigenden Ergebnis gekommen. Aber in der heutigen Situation ist es, so denke ich, der beste Weg den Terror zu ignorieren.
In etwa so, wie die Mutter ihrem Kind rät, sich nicht aufzuregen, wenn es geärgert wird, sondern es einfach zu ignorieren, weil den anderen dann der Spaß daran vergeht. In etwa, wie gesagt ...
Um genauer zu werden: Wenn die "Mächtigen des Westens" bzw. die Bevölkerungen jeden noch so harten Terrorakt ignorieren würden und einfach weiter leben würden, wie sie es vorher auch getan haben, würde der Terrorismus seine Wirkung verlieren, die Angst, die er schüren sollte, würde verpuffen. Es würde nichts passieren. Und nach einiger Zeit müssten dann die "Mächtigen des Ostens" einsehen, dass der Terror kein Mittel mehr ist, um gegen den Westen zu kämpfen.

Ich weiß, das dieser Weg, würde er beschritten werden, einer der blutigsten Wege in der Geschichte der Menschheit wäre, aber er ist meiner Meinung nach der einzige Weg, den es sich zu gehen lohnt, weil es der einzig erfolgreiche Weg wäre. Außerdem sind auch die Wege die im Moment beschritten werden nicht so viel weniger blutig....
http://www.global-politics.de/modules.php?name=News&file=article&sid=78

ich kann diese sicht der dinge jedenfalls nur teilen- ist doch die andere alternative eine beständige aushöhlung von demokratie und freiheit, die letztendlich in keinem verhältnis zum terror von aussen steht- wird sie doch selber zum staatlichen terror gegen die eigene bevölkerung.

Aber Politiker werden weiter ihre Reden von militärischer Terrorbekämpfung schwingen, und die Leute werden weiterhin glauben, dass vernetzte Kameras an jeder Ecke ihrer Sicherheit dienen, und die demokratischen Verfassungen und Grundgesetze werden aufs Lächerlichste demontiert. Deshalb werden, nein, deshalb haben die Terroristen bereits gewonnen. Alles läuft exakt nach Plan.
um repressionen nach innen zu rechtfertigen, sind solche anschläge sogar NÖTIG, schaffen sie doch erst die grundlage für allerlei gesetzesänderungen/verschärfungen, die meiner meinung nach nichts anderes sind, als präventive aufstandsbekämpfung.

der zunehmende erkenntnis auch im westen, das es sich bei diesem weltweit etablierten system um eines handelt, das auf reiner verwertung, ausbeutung, unterdrückung und ausgrenzung beruht- indem sich die folgen dieser politik auch hier immer mehr auswirken- zieht unweigerlich eine verschärfung der bedingungen nach sich.
es geht um reine symptombekämpfung- außer in sonntagsreden- hat niemand die absicht an den ursachen etwas zu ändern.
umso zwanghafter werden die bemühungen, die eigene unfähigkeit hinter immer neuen und ausgefeilteren "maßnahmen" zu verstecken.
den bürgern soll suggeriert werden, das man die längst aus dem ruder gelaufene lage unter "kontrolle" hat.
der schuss wird nach hinten losgehen- weil im griff hat man hier gar nix mehr.
selbst jede, angeblich noch so ausgefeilte kontrolle bietet möglichkeiten sie zu unterlaufen.
wer also anschläge verüben will, wird das auch weiterhin tun- auch auf der gegenseite verfeinern sich die methoden.

ich finde die entwicklung der aushebelung von bürgerrechten im zuge der terrorbekämpfung ( das trojanische pferd für repressionen aller art)
mehr als bedenklich.

hier noch ein paar artikel, die sich mit der thematik auseinandersetzen:

...Die westlichen Demokratien, die seit je den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten nicht allzu viel Bedeutung beimessen, haben sich bislang vor allem um die Verteidigung der politischen Rechte gesorgt. Werden sie nun im Zuge ihres Antiterrorwahns auch noch dieses Grunderfordernis aufgeben? Wenn der Ausnahmezustand zur Normalität erklärt und die Polizei als Zentralfigur des Systems installiert wird, drängt sich die Frage auf, ob die westlichen Demokratien im Begriff sind, vor unser aller Augen Selbstmord zu begehen.
http://www.monde-diplomatique.de/pm/2004/03/12.mondeText1.artikel,a0006.idx,1


Bahnhöfe wie Flugplätze kontrollieren

Florian Rötzer 12.03.2004

Auch in Deutschland werden die Anschläge in Spanien bereits für Forderungen nach neuen Sicherheitsmaßnahmen ausgenutzt

Konservative Politiker nutzen gerne Anschläge aus, um nicht nur vor dem Risiko weiterer Anschläge zu warnen, sondern auch, um Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen, die sich sonst nicht durchsetzen lassen. Wie sinnvoll die Vorschläge sind, die in aller Regel, einmal durchgesetzt, bestehen bleiben, auch wenn sie weitgehend ineffektiv sind, wird bei den populistischen Sicherheitspolitikern eher nicht diskutiert.
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/16951/1.html

Bye, bye, Democracy

Rüdiger Suchsland 13.03.2004

Terror, Internationales Recht und die Grenzen der Demokratie

"Die Bush-Regierung wird dies so benutzen, wie die Nazis den Reichstagsbrand benutzten." - dies war, so der US-amerikanische Philosoph Richard Rorty, sein erster Gedanke, als er am 11. September 2001 die Nachrichten hörte. Und alle seine Befürchtungen hätten sich bewahrheitet. Wenn der "Krieg gegen den Terror" noch lange so weitergehe wie in den letzten zweieinhalb Jahren, erklärte Rorty, könnten die westlichen Demokratien daran zugrunde gehen. Mit der Umwälzung der Völkerrechtsordnung und des bis dahin bestehenden unausgesprochenen Handlungskonsenses seit dem 11.September 2001 beschäftigte sich jetzt eine hochkarätig besetzte internationale Tagung am Potsdamer Einstein- Forum zum Thema "Terror, Internationales Recht und die Grenzen der Demokratie". Dort ging es gleichermaßen um die gegenwärtige Umwälzung des etablierten Völker- und Kriegsrechts, als auch um deren Folgen für die innere Verfassung des Westens.
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/konf/16942/1.html

Australien auf dem Weg in die Diktatur
13.03.2004

Ein wesentliches Merkmal einer Diktatur ist die Willkürherrschaft der herrschenden Person oder Gruppe über das restliche Volk. Mit einem im vergangenen Jahr eingebrachten und am 4. März mit Unterstützung der Opposition verabschiedeten Gesetzeszusatz hat sich Australien diesem Merkmal nun sehr weit angenähert. Dem "Criminal Code Amendment (Terrorist Organisations) Bill 2003" ("Strafgesetzzusatz (terroristische Organisationen) - Gesetz 2003) zufolge hat der australische Generalbundesanwalt - derzeit Philip Ruddock - nun das Recht, jede Gruppe als "terroristische Organisation" einzustufen - mit allen damit verbundenen Folgen wie Inhaftierungen und Beschlagnahmungen...
http://www.freace.de/artikel/200403/au130304.html


Der Feind im Innern
09.03.2004

Eine anläßlich des Weltkongresses der Society of Automotive Engineers (SAE) von der US-Army vorgestellte "Designstudie" zeigt mehr als deutlich, in welche Richtung die Entwicklung geht.

Erinnert der "Smar Truck III" schon optisch an düstere Zukunftsvisionen, so räumen die technischen Daten jeglichen noch verbliebenen Zweifel aus. Das für die US-Heimatschutzbehörde entwickelte Fahrzeug verfügt nicht nur über ein akustisches Ortungssystem für Scharfschützen, sondern auch über ein ausfahrbares, ferngesteuertes 12,7-Millimeter- Maschinengewehr. Da die US-Heimatschutzbehörde ausschließlich im Landesinnern zuständig ist und die USA andererseits keine grundsätzlichen Bedenken haben, das eigene Militär auch im eigenen Land einzusetzen, läßt diese stark gepanzerte und schwer bewaffnete Entwicklung nur den Schluß zu, daß sich die US-Regierung auf schwerwiegende Auseinandersetzungen im Innern vorbereitet. Ein großangelegter terroristischer Angriff mit schweren Waffen scheint derzeit äußerst unwahrscheinlich, daher stellt sich die Frage, ob hier in Wahrheit erste Vorkehrungen für Konflikte mit der eigenen Bevölkerung getroffen werden sollen.
http://www.freace.de/artikel/200403/smar090304.html
 

Kendrior

Intendant der Gebäude
25. Februar 2003
869
Meine Hochachtung. Das ist das mit Abstand intelligenteste und beste, was ich seit langem gelesen habe.

Aber wie will man solchen Terror einfach ignorieren?
Es ist doch eigentlich auch wieder eine ganz normale Reaktion, dass die Politiker, um solche Terroranschläge zu verhindern, stärkere Sicherheitsmassnahmen fordern. Natürlich bringen diese Massnahmen nichts, ganz klar. Eher weniger.
Aber einfach nur zurücklehnen und sagen "Macht einfach, wir schauen zu", das erinnert mich an "Wenn du den Schulschläger nicht beachtest, geht er irgendwann von selber weg, im Ernst!".
Mit anderen Worten, wir stecken fest in dieser Terrorspirale, denn keine der beiden "Seiten" wird jemals aufhören... bis irgendwann die Zivilisation zusammenbricht, die wir bisher aufgebaut haben, und ein paar politische Wirrköpfe die Macht ergreifen.
1984 rückt wieder näher denn je...
 

ParaMind

Geselle
13. Januar 2004
8
Danke Kendrior, aber ich habe den Eindruck, dass du einen Teil meiner Aussage nicht verstanden hast: Die Terroristen geben ihr Leben, deren Drahtzieher riskieren Kopf und Kragen und investieren sehr viel Geld. Ein paar hundert Tote Durchschnittschristen wären den Aufwand ganz einfach nicht wert. Wenn der Tod dieser 200 Menschen der einzige Effekt wäre, hätte keiner für diesen Anschlag bezahlt, keiner wäre bereit das Risiko der Durchführung zu tragen. Natürlich würden Terroristen weiterhin versuchen, das westliche System zu Gesetzesänderungen und Kriegen gegen islamische Kuhkaffstaaten zu provozieren - aber bleibt der Erfolg dieser Provokationen aus, sieht nicht mal der ärmlichste islamische Bauer einen Sinn in diesem Terror.
Wenn dein Schulschläger bei jeder erwischten Nötigung von der Schule fliegen würde, müsste bei den Erpressungsversuchen schon was rausspringen, damit sich das Risiko lohnt.

@ Samhain, die Frage ist: was tun? Es allen Leuten erzählen und erneut etwas im Stil Sub Resistance ausrufen? Das erste Mal ist es aus Interessemangel gestorben.
ParaM!nd
 

starbug

Geheimer Meister
10. April 2002
242
sowas in der art dachte ich mir auch schon... das system wird nur zerfallen indem es sich selbst zerstört... je weiter ich den bogen spanne, desto mehr drängt er zurück... was also tun - den bogen möglichst weit spannen. satire praktizieren... so richtig den kapitalistisch/imperialistischen asi raushängen lassen :lol: HAIL BUSH! :twisted:
 

Kendrior

Intendant der Gebäude
25. Februar 2003
869
@ParaMind:

Wieso habe ich deinen Text falsch verstanden? Ich habe nur darauf hingewiesen, wie schwer es fällt, so etwas zu ignorieren... :)
Der Mensch reagiert nunmal gerne über, statt logisch zu handeln, das kennen wir ja bereits, auch aus dem alltäglichen Leben *unschuldig pfeif*
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@ParaM!nd

die Frage ist: was tun? Es allen Leuten erzählen und erneut etwas im Stil Sub Resistance ausrufen? Das erste Mal ist es aus Interessemangel gestorben.
erzählen, die dinge ansprechen und infos jenseits des mainstreams verbreiten, sind schon ein guter anfang.
oft stößt man damit auf offene ohren, weil viele leute, wenn auch nicht WISSEN, so doch SPÜREN, das ihnen ein X für ein U verkauft wird.

zu "sub resistance": ist vielleicht nur im sinn von vielen "einzelaktivisten" umzusetzen, die eine gemeinsame philosophie verbindet.
auch wenn es im großen nichts geworden ist, ich werkel da im kleinen schon vor mich hin...als autonome zelle sozusagen...natürlich NICHTS illegales... 8)

gruß, sam
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
:wink:
Ich habe es gelegentlich schon erwähnt:
Wir befinden uns in einem TOTALEN Krieg
(jedenfalls lassen Samhains Zitate den Schluß
zu, dass anderswo ähnlich gedacht wird, nämlich
in der Aufrüstung nach innen hin, denn in einem
solchen Krieg steht der Feind theoretisch überall..)

Was tun?
Aufhören...persönlich, meine ich. Es gibt keine
Feinde, nirgendwo (oder es gibt sie, in der
konsequenten Umkehrung überall, auch in
EURER Nachbarschaft -bohrt der Kerl da links
über mir wirklich nur Löcher in die Wand???)

Tucholskys 'Sag Nein!' Postulat war noch nie so
wichtig wie heute...
 

Nuance

Geheimer Meister
14. Januar 2004
184
yo, fette beiträge hier :D


der terrorismus ist ein symptom. dessen bekämpfung ist die einnahme einer pille mit tödlichen nebenwirkungen.

aber wen interessiert schon die krankheit oder gar deren ursache? bzw. wer hat den mut diese auch bewusst erkennen zu wollen?
 

innerdatasun

Intendant der Gebäude
19. Juli 2002
842
Unabhängig von den aktuellen ereignissen ist, so glaube ich der terrorismus des 20./21.jahrhunderts eine konsequenz aus einer jahrtausende alten geführten kriegsphilosophie, in den es ausnahmslos den mächtigen vorbehalten war konfklikte durch kriege auszutragen.
Der krieg war das privileg einer bestimmten kaste und lokal angeordnet.
Der terrorismus ist grundsätzlich das privileg jedes menschen und global angeordnet. Aus den mitteln der vergangenheit und den entwicklungen der gegenwart gibt es ein völlig neue zuordnung und auch philosophie die man so den glokalen krieg nennen kann.
Der glokale krieg ist auf kein bestimmtes feld oder terrain beschränkt. Er besitzt auch keine bestimmte optische schnittstelle die in einer operationszentrale eines hauptquatieres endet. Er muß auch nicht mehr offiziell ausgerufen oder beendet werden um von dafür trainierten und bezahlten einheiten ausgeführt zu werden. Er ist allgegenwärtig - immer zu jeder zeit - an jedem ort.

Ich habe vor einigen jahren in einem vortrag rudolf steiners eine bezeichnug gelesen die dieser situation mit knappen worten sehr nahe kam.
Er beschrieb sie als " Die menschen werden einst einen krieg führen, jeder gegen jeden und alle gegen alle."
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
:wink:
Schöner Beitrag, Innerdatsun, aber welche persönlichen
Konsequenzen zieht man, ziehst Du für Dich daraus,
dass andere einen solchen Zustand quasi vorher gesagt
haben?
Mitmachen?

"Selig sind die Friedfertigen..."
(Seufz, ne gute Portion Jesus könnte helfen...)
 

Seeker

Geheimer Meister
6. September 2002
371
Waffengesetz lockern das wir uns VERTEIDIGEN können! Wenn ich so einen Typ mit Skimaske aus einen Lieferwagen springen sehe der mit einer Tasche in den Bahnhof reinrennt überlege ich nicht lange und gib ihm ein paar 9mm in die Beine.
 

innerdatasun

Intendant der Gebäude
19. Juli 2002
842
Weinberg schrieb:
Schöner Beitrag, Innerdatsun, aber welche persönlichen
Konsequenzen zieht man, ziehst Du für Dich daraus,
dass andere einen solchen Zustand quasi vorher gesagt
haben?
Mitmachen?

"Selig sind die Friedfertigen..."
(Seufz, ne gute Portion Jesus könnte helfen...)
Na ja, auf jeden fall nicht seekers methoden. Es sei denn ich komm gerade aus einem äction film, da kann man sich zeitweise so fühlen.
Aber ansonsten voll an der realität vorbei.

Die jesus erduldungsmethode trifft es vielleicht schon eher.Ähnlich wie es irgendwo oben in einem beitrag schon angedeutet wurde.

Aber in der heutigen Situation ist es, so denke ich, der beste Weg den Terror zu ignorieren.
Ab einem bestimmte punkt wird es einfach nicht mehr gehen, wenn erstmal der alltag durch den terror durchzogen ist (siehe den alltag in israel) ihn märtyrerartig an sich erdulden zu lassen - bis er von dir ablassen muß.
Wir werden eventuell in den nächsten jahren auch die ersten toten in deutschland oder in den nachbarstaaten zu betrauern haben.Und eventuell sind auch einige von uns selbst betroffen. Aber dies ist eine zeit schwerster prüfungen, der man sich auch mit größter vorsicht und auch möglicher gegengewalt nicht entziehen kann. Und dabei ist es völlig egal ob deutschland nun zu der koaltion der unwilligen zählte oder nicht. Auch wir werden irgenwann fällig sein.
Man kann nur versuchen mit den unsrigen mitteln (wie bsp. hier) für eine gewisse form der aufklärung sorgen. Und sich ständig die frage stellen - was uns der terror sagen will. Was können wir, aus ihm und über uns darüber lernen.
Es gibt in jeden von uns eine gewaltbereitschaft die bis heute jeden krieg den die menschheit ausgefochten hat auch zulies. Nur kriege können auch manchmal sehr entfernt sein und nur bestimmte personen betreffen.
Dieser glokale krieg basiert auf eben diese gewaltbereitschaft, die wir auch immer im kleine alltäglich zwischen uns ausfechten. Und er fordert uns heraus unsere wirklichen absichten zu erkennen und mit unserer scheinheiligkeit schluß zu machen. Wenn wir dies nicht endlich begreifen, werden wir immer für den "dämon terror" angreifbar sein.
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
@ Seeker:
" Wenn ich so einen Typ mit Skimaske aus einen Lieferwagen springen sehe der mit einer Tasche in den Bahnhof reinrennt überlege ich nicht lange und gib ihm ein paar 9mm in die Beine."

Also, das läuft beinahe wie immer, wenn ich in den Urlaub will,
alles immer schön auf den letzten Drücker, aber dank meinem
Nachbarn, der mich in seinem Lieferwagen mit nimmt, schaffe
ich es gerade noch zum Bahnhof, spring raus, lauf los, merke,
das mir meine ausgeleierte Mütze übers Gesicht rutscht, aber
der Zug, der Zug..der wartet nicht auf solche Gründe, also
irgendwie weiter bis...PENG!PENG!PENG!, es mir die Beine
wegreißt.....
Klärt sich hinter her alles auf und ich bin doch ein bißchen froh,
dass es sooooo aufmerksame Cowboys gibt und Danke auch,
dass Ihr mir nicht gleich in den Rücken geschossen habt...
 

NoToM

Intendant der Gebäude
13. Januar 2003
852
Auf den ersten Blick scheint Ignoranz tatsächlich ein gutes Mittel gegen den Terror sein. Jedoch nur auf den ersten Blick...

Die Gefahr besteht doch darin, dass die Anschläge ein Ausmass annehmen würden, welches schlicht nicht zu Ignorieren wäre. (A-Bombe?)
Ausserdem sind die Attentäter nicht darauf erpicht, grossartig in den Medien erwähnt zu werden. Die Zustimmung und der Stolz ihrer Sippe und der Glaubensbrüder sowie die Aussicht auf den Eintritt ins Paradis sind doch schon belohnung genug, oder ?
Mit den gleichen Mitteln zurückschlagen bringt auch nix, da nur noch mehr fanatismus entstehen würde.
Man könnte jedoch versuchen, die Ideologie zu beeinflussen. Die geistlichen Führer müssen, auf welche Art auch immer, dazu gebracht werden, diese Anschläge zu verurteilen.
Wäre es zum Beispiel moralisch verwerflich, direkt das Unterbewusstsein anzugehen, zB über versteckte Botschaften im Fernsehprogramm/Radio oder technischen Installationen mit manipulativer Wirkung in Moscheen ? Viele dieser Möglichkeiten werden und wurden in diesem Forum schon zu Hauf diskutiert. Die Botschaft könnte ja schlicht lauten:"Töten ist Sünde"

Nein, auch keine gute Idee, man könnte nicht einmal seinen Freunden mehr vertrauen, man wüsste nie genau, ob man nicht vielleicht selbst Manipuliert wird.

Ich sehe keine Lösung, die Menschen müssten aus eigenem Willen auf diese Art (oder am Besten auf jegliche Art) der Kriegsführung verzichten und das wird wohl, solange wie auch nur ein einziger Mensch Gewalt als Lösung sieht, kaum geschehen. :?
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
War ja klar, dass Beckstein wieder seinen Schwachsinn dazugeben würde.
Es sei nicht einzusehen, warum Leute, die [...] Bombenbastelanleitungen aus dem Internet herunterladen, im Land bleiben dürften.
 

ParaMind

Geselle
13. Januar 2004
8
Seeker schrieb:
Waffengesetz lockern das wir uns VERTEIDIGEN können! Wenn ich so einen Typ mit Skimaske aus einen Lieferwagen springen sehe der mit einer Tasche in den Bahnhof reinrennt überlege ich nicht lange und gib ihm ein paar 9mm in die Beine.
Und die Täter mit ihrem Sprengstoff am Körper haben Skimasken auf, weil.... du es nicht anders aus Actionfilmen kennst?
Der Selbstverteidigungstrip läuft im Amiland, vergleich mal die Kriminalitätsraten, dann weisst du wie gut es nicht funktioniert.

Ich habe nur darauf hingewiesen, wie schwer es fällt, so etwas zu ignorieren...
Ignoranz ist für mich ein AKTIVES Mittel zu Terrorbekämpfung, die bislang einzige konstruktive Maßnahme, die mich überzeugt.
Wir bekommen nie einen Level wie in Israel, die palästinensischen Terroristen kämpfen für ein konstruktives Ziel, wie die Eta auch haben sie Forderungen, die sie durchsetzen wollen. Die Al Quaida hat keine Forderungen gestellt, die einzige Forderung ist "krepiiert". Daher ist das auch nicht vergleichbar.
Das A-Bomben-Argument greift auch nicht wirklich, denn ein terroristischer MVW-Angriff unwahrscheinlicher als ein chinesischer, amerikanischer, russischer, etc... DENN: Terroristen könnten vielleicht unter Umständen an MVW unbemerkt herankommen - große (und immer mehr kleinere) Staatsmächte haben DEFINITIV welche.
Wir sollen ja nicht die Augen zumachen, aber für die Aufspürung und Verhaftung von Sprengstoff- oder MVW-Besitzern braucht man keine neuen Gesetze und muss man nicht das Volk entrechten.

ParaM!nd
 

Nuance

Geheimer Meister
14. Januar 2004
184
angesichts der tatsache, dass der mensch sozialer ist, als man denken möchte, glaube ich kaum, dass es eine kleine gruppe von menschen für erstrebenswert hält, ihr leben alleine auf einer verseuchten erde zu fristen.
damit würden sie ihr eigenes leben ad absurdum fühlen.


ich glaube auch nicht, dass die botschaft eines terroristen "krepiert!" ist. irgendetwas will jeder sagen. jeder hat ein anliegen und es ist auch eigentlich im ureigensten interesse eines jeden menschen sich das anzuhören.

das problem ist nur, dass dieser nicht einfach so sprechen kann und alle hören es ...


natürlich ist terrorismus keine lösung und das soll auch keiner gutheißen, nur muss ein mensch, welcher z.b. ein selbstmordattentat durchführen möchte, recht verzweifelt sein, auch wenn man das nicht glauben mag ... so im wohltemperierten zimmer mit den schwielenfreien fingern an der tastatur ...
 
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