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Neuropathie, Kampf mit dem Selbstbewusst und $"§ Ärzte!

Era51

Geselle
21. Februar 2004
6
Also ich dachte ich schreib hier mal rein was in mir so immer vorgeht, weil schreiben ja eigentlich "seelisch" befreit, oder? Naja, wie auch immer.

Also bis zu meinem 13 Lebensjahr hatte ich wohl, zwar keine Bilderbuch-Kindheit, aber ich kann mich nicht beklagen. Meine Eltern waren und sind noch immer geschieden, aber das machte mir nichts aus. Obendrein bin ich dann auch noch Einzelkind, konnte das aber eigentlich sehr gut mit meinem damaligen Nachbarn und besten Freund kompensieren. Ich wuchs auf dem Land auf wo wir eigentlich immer etwas unternommen haben und es immer etwas zu "entdecken" gab. Irgendwann dann, ich habs ja selbst nichtmal gemerkt, fing ich an "komisch" zu gehen, in einem sogenannten Steppergang, sprich ich konnte den Fuß nicht mehr anheben um den Fuß beim gehen abzurollen, bicht zu verwechseln mit dem Bein. Irgendwie hat das aber nie so wirklich jemanden gekümmert und der Orthopäde meinte ich hätte einfach einen Senkfuss und die Sache war erledigt, ja klar, für alle anderen, aber für mich bitte nicht, da ich damit Leben musste. Ich wurde eigentlich wirklich ausgestoßen oder so, hin und wieder vielen ein paar Blöde bemerkungen die dann aber an meinem fragilen Selbstbewusstsein gerissen und gezerrt haben vorallem deshalb weil es auch von "Erwachsenen" gekommen ist.
Wie auch immer, aber unter gleichaltrigen wurde ich immer akzeptiert und nue anders behandelt. Obwohl es mal eine Zeit gab in der ich oft alleine war und nervilich einfach nicht mehr konnte, kam ich dann im alter von 16 Jahren in einen sogeannten Aufbaukurs welcher Jugendlichen die Probleme am Arbeitsmarkt haben hilft eine Lehrstelle zu finden und da traff ich dann auf ein Mädchen in meinem Alter. Sie war estwas mollig, und satanisch Gekleidet und strotze nur so von Selbstbewusstsein. Ich rechnete nie damit dass sie überhaupt mit mir reden würde oder so, aber da wir zwei die einzigen wahren die sich in der Gruppe für Mediendesign befanden hatten wir natürlich immer Kontakt miteinander. Wir waren dann auch gemeinsam in der Berufsschule und das erstaunliche war dass sie mich einfach akzeptierte. Wir gingen dann auch gemeinsam Fort und ich übernachtete auch einmal bei ihr, rein platonisch natürlich und ich fragte mich warum sie das tat obwohl sie selbst soviele Freunde hatte.
Und dann begann ich zu verstehen, dass es vielleicht nicht immer die Äußerlichkeiten sind sondern auch das innere und gerade das gab mir kraft. Naja, ich entschloss mich dann dadurch nicht runterziehen zu lassen und beschloss wieder in die Schule zu gehen um Matura zu machen einen Abschluss zu machen um dann auf eine Filmhoschschule zu gehen und meinen Traum vom Regisseur und Schauspieler wahr zu machen.

Ich habs dann gemacht, ich musste zwar in Englisch eine Aufnahmeprüfung machen da ich wirklich schlecht war in Englisch. Lernte einen Monat lang jeden Tag Englisch, meine "Betreuer" in diesem Programm stellten mir kostenlos Nachhilfe zur verfügung und ich bestand dann auch die Aufnahmeprüfung.´Im ersten Jahr hatte ich schwierigkeiten, da ich es irgendwie gehen ließ und dachte jetzt bin ich drinnen jetzt brauch ich nichts mehr zu tun und dann hatte ich auch schon eine Nachprüfung in Englisch. Im ersten Jahr rauchte ich auch noch, ca. eine Packung pro Tag, gegen Schulende wo es dann schon ziemlich schlecht aussah gab es eine Lehrerin die mich immer motiviert hat, genaugenommen meine Biologieprofessorin. Sie hat mich dann ermiutigt und dann habe ich für Biologie gelernt, zwar nicht viel, aber effektiev, sprich dass ich es verstand und ich habe ihr bei einer Prüfung alles erklärt und sie hat keine einzige Frage gestellt, habe ihr 20 min. alles und jeden zusammenhang erklärt, dann hat sie mich gelobt vor der ganzen Klasse und mein Selbstbewusstseinstieg wieder. Ich hab dann auch danach gleich zum rauchen aufgehört von einem auf den anderen Tag und einige Filmprojekte realisiert.

Mittlerweile habe ich mich zum besten in Englisch hochgearbeitet und in der Schul läuft es eigentlich auch ganze gut. Hab noch Ausserschulische Aktivitäten wie Homepage für Schule machen und Filmprojekte leiten. Ich hab dann auch mut gefasst und bin zu castings gegangen. Ich war bis jetzt bei zwei und bei einem haben sich mich auch genommen für eine Rolle bei einer Medical-Show.

Warum ich euch das alles geschrieben habe ist eigentlich für jene die einfach mal verzweifelt sind und nicht mehr weiter wissen. Zielestecken ist ein wahres Wundermittel und einfach nach vorne Blicken es wird bestimmt und man kann alles erreich wenn man nur will ... es gab Zeiten da gings mir wirklich dreckig, da habe ich geheult und wusste nicht mehr ein und aus, aber ich habs dann doch geschafft und ich glaube dass es jeder kann wenn er die Unterstützung einmal erhlaten hat.

Ein weiter Punkt ist dass mich Ärzte einfach aufregen, nicht alle aber manche gibt es die sind einfach "Vollkoffer". Naja, ich war dann wegen dem Problem mit den Füßen bei einer Neurologin die hat mich dann untersucht und eben festgestellt dass ich eben eine Nervenkrankheit habe wo sich die Nervenleitgeschwindigkeit veringert, vorallem bei auerhalbgelegenen Nerven, wie z.B. den Füßen. Ich hatte auch keine Senkfüsse wie der Orthopäde meinte. Naja, ich wurde dann überwießen in ein Krankenhaus da es eine Operation gab die den einen Nerven der gelähmt war zu ersetzen ... der behandelnde Arzt meinte nur ich soll mich damit abfinden und es gibt da keine Möglichkeit. Als ich dann auch erfuhr dass es wahrscheinlich ist dass ich wenn ich nichts unternehme mit 35 im Rollstuhl sitze brach für mich die Welt, die ich mir aufbaute zusammen ... aber ich habe nicht locker gelassen, ich habe selbst Recherchiert und einiges gefunden was man machen kann und das ich auch machen werde und hab soweit meinen Mut wieder gefunden dass mache was ich mir vorgenommen habe ... aber ich finde das total scheisse, denn dem Arzt kann es ja egal sein, aber ich muss damit Leben.

Und in diesem Zusammenhang wollte ich mal fragen ob schonmal jemand erfahrung gemacht hat mit der eine "heredetären sensible motorischen Neuropathie" oder allgemein mit Nervenverpflanzung oder Nervenzucht durch Gentechik. Würd mich über jeden Hinweis freuen.

Wer es bis hierhin durchgehalten hat möchte ich einfach mal danke sagen!

Era51
 
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