Ist George Soros ein Liberalist?

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von TheLiberalist, 20. November 2002.

Ist George Soros ein Liberalist?

  1. Ja.

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  2. Nein. Ich halte ihn für einen Republikaner.

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  3. Nein. Soros ist Investmentbanker, mehr nicht.

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  4. Nein, er ist ein Sozialist.

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  1. TheLiberalist

    TheLiberalist Geheimer Meister

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    George Soros ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten in der Finanzwelt - weltbekannt als Finanzmagnat, Philanthrop und Partisanenkämpfer im Antidrogenkrieg. Heute steht George Soros vor Gericht und muss sich für einen angeblichen Finanzbetrug rechtfertigen, der vor 14 Jahren stattgefunden haben soll.
    Doch was steckt hinter dieser vielschichtigen Persönlichkeit?
    Ein machtbessesener Kapitalist? Ein Neoliberaler? Ein Globalisierer? Oder nur ein einfacher Investmentbroker, der zufälligerweise grossen Erfolg hat?
    Welche Ziele verfolgt George Soros? Und vor allem: was ist seine politische Gesinnung?
    Als Börsenmakler, als Investmentbanker, als hochrangiger Ökonom muss er doch wohl ein Verfechter der freien Marktwirtschaft sein? Oder nicht?

    Was denkt Ihr?
     
  2. TheLiberalist

    TheLiberalist Geheimer Meister

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    Aus:http://www.deutsche-stimme.de/Sites/08-01-Ausland-mitte.html

    "(...)die UNO definiert ihre Legitimation schon längere Zeit nicht mehr im Rahmen des Völkerrechts, sondern sie definiert »Schurkenstaaten«, die ohne Rücksicht auf zivile Verluste angegriffen werden dürfen, wenn es den hegemonialen Interessen der USA nützt. Bei der Klassifizierung als »Schurkenstaat« sind übrigens millionenschwere Stiftungen wie die des jüdisch-amerikanischen Multimilliardärs George Soros mit der Finanzierung entsprechender »Erkenntnisse« behilflich. Die einflußreichste Gruppe in Washington ist »Human Rights Watch«, die der entsprechenden Propaganda mit einem Jahresetat von 30 Mio. DM Nachdruck verleiht. Besagter George Soros äußerte übrigens laut »Welt« vom 13. Juni 2001, »Wohltätigkeit geht gegen die menschliche Natur«. Dieser gute Mann muß es natürlich wissen! Es liegt in der Logik der Sache, daß derjenige, der sich wie im Falle Serbiens unter Milosevic renitent auf die Souveränität des Nationalstaats beruft, je nach außenpolitischem Bedarf von der »Schutzmacht der freien Welt« nach bekanntem Muster die nationale »Haustür« eingetreten bekommt. Natürlich mit großzügiger Wiederaufbauhilfe, wie es der Uneigennützigkeit einer moralisch einwandfreien »Zivilgesellschaft« selbstverständlich eigen ist!(...)"

    Aus: www.deutsche-stimme.de/Sites/08-01-Ausland-mitte.html

    "Korruptionsvorwürfe gegen Gazprom-Führung

    Russlands größter Konzern, der Erdgasgigant Gazprom, macht wieder von sich reden. Nachdem ihn die feindliche Übernahme des kremlkritischen Fernsehsenders NTW in die Schlagzeilen brachte, werfen nun mehrere russische und ausländische Medien der Führung des Konzerns Korruption und großzügige Versorgung der eigenen Familienmitglieder vor. Der Skandal fällt zusammen mit den Spekulationen über eine Ablösung des Vorstandsvorsitzenden von Gazprom, des 66 Jahre alten Rem Wjachirew, der den Energiekonzern seit 1992 leitet und dessen Amtszeit zum 31. Mai endet.
    (...)
    Gazprom kontrolliert ein Drittel der natürlichen Erdgasreserven der Welt; die Länder der Europäischen Union beziehen ein Viertel ihres Erdgases von Gazprom. Der russische Staat besitzt 38 Prozent der Anteile, er stellt fünf von elf Mitgliedern im Aufsichtsrat, der vom stellvertetenden Chef der Präsidialverwaltung, Dmitrij Medwedjew, geleitet wird. Die deutsche Ruhrgas besitzt 4,5% an Gazprom. Die Eigentumsverhältnisse bei den übrigen Aktionären sind nicht immer im Detail zu erfahren: Physische Personen, unter ihnen Tschernomyrdin und Fjodorow, besitzen 20,7% der Anteile, George Soros 5,5%, Wjachirews Tochter Tatjana Dedikowa 4,4%, verschiedene Tochterfirmen der Gazprom-Führung 4,8%. "

    Aus: http://www.heise.de/newsticker/data/jk-28.04.02-004/

    "Wir müssen nach Frankfurt fahren, um dort im Bunker der Deutschen Bibliothek eine E-Kopie lesen zu können", empört sich Grötschel über die jüngsten Absprachen auf dem deutschen Fachinformationsmarkt. Es könne aber nicht angehen, dass Verlage das Urheberrecht nutzen würden, um öffentliche Rechte auszuhebeln. "Wir sind die Autoren, die anderen nur die Vermarkter", meint der Mathematikprofessor von der TU Berlin.
    (...)
    Vielversprechend scheint der Max-Planck-Bibliothekarin auch die Budapest Open Access Initiative, die Ende 2001 aus einem Treffen des Open Society Institute hervorgegangen ist, das der ehemalige Finanzspekulant George Soros fördert. Sie pocht auf den freien Online-Zugang zur wissenschaftlichen Fachzeitschriftenliteratur für alle akademischen Felder. Fast 30.000 Forscher haben zudem bereits ein Memorandum der amerikanischen Public Library of Science unterzeichnet, dass die Freigabe von wissenschaftlichen Reports durch die Verleger nach sechs Monaten fordert. Einen Mittelweg zwischen der "Selbst-Veröffentlichung" im Web und dem traditionellen Verlagsweg sucht ferner die Scholarly Publishing in Academic and Research Coalition (SPARC) zu etablieren. Wissenschaftler organisieren ihre Publikationen und den "Peer-Review" zur Qualitätskontrolle dort selbst und wollen so den "Disfunktionalitäten im Forschungskommunikationsmarkt" entgegenwirken."

    Aus: http://www.solidaritaet.com/neuesol/1997/38/kurz.htm

    "Weißrußland vergrault Soros. Am 3. September erklärte der Megaspekulant George Soros, Weißrußland sei das einzige Land aus dem früheren kommunistischen Block, in dem die Soros-Stiftung "geschlossen" wurde. Allerdings verhält sich die Sachlage ein wenig anders: Es war nicht die weißrussische Regierung, sondern Soros selbst, der beschloß, die öffentliche Arbeit seiner Stiftung in Weißrußland einzustellen. Obwohl auch in anderen Ländern der Vorwurf laut geworden war, hinter der "philanthropischen Arbeit" der Soros-Stiftung steckten handfeste Destabilisierungsabsichten, ist es das erste Mal, daß Soros selbst die Segel streicht und das Weite sucht.

    Aber noch aus der Ferne agitiert Soros weiter. Dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko wirft er vor, für die Verlangsamung des "wilden Privatisierungsprozesses" verantwortlich zu sein. Im vergangenen November hatte Lukaschenko mit großer Mehrheit einen Volksentscheid gewonnen, der seiner Regierung stärkere Vollmachten verlieh. Vor allem seit diesem Zeitpunkt stand er praktisch auf der "Abschußliste" der Soros-Anhänger, die ihm "autoritären Regierungsstil" vorwarfen. In seiner typisch größenwahnsinnigen Art forderte Soros die weißrussische Bevölkerung jetzt auf, sich gegen die Regierung zu erheben. "Wenn die Stiftung ihre Arbeit in Weißrußland wieder aufnehmen soll, sollten Sie dies Ihre Regierung wissen lassen", sagte er. "Die Zukunft liegt in Ihren Händen." Viele Beobachter sehen den Grund für die plötzliche Schließung der Stiftung eher darin, daß die Behörden in Minsk inzwischen genug Beweismaterial gegen die Soros-Mitarbeiter wegen Steuerhinterziehung gesammelt hatten, um sie vor Gericht zu stellen."


    Das Soros Bild aus den Medien ist besonders zweideutig: Einerseits wird behauptet, dass der aus Ungarn stammende Multimilliardär die UNO finanzieren und beeinflussen, sowie einen Grossteil an russischen Energiekonzernen besitzen würde. Andererseits gilt Soros als Philanthrop, der wissenschaftliche Publikationen fördert.

    Mir scheint, dass die Medien das Bild dieses Menschen doch arg verzerrt wiedergeben.
     
  3. azorro

    azorro Geselle

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    6. Oktober 2003
    für mich stellt sich die frage, welche langfristigen pläne hat soros. er hat grosse beteiligungen an verschiedensten firmen, er finanziert die opposition in russland und neuerdings auch die in den usa.
    beide länder sind ja dafür bekannt, dass zuwendungen an politische parteien (bei entsprechendem wahlerfolg) hohe profite abwerfen.
    wenn jemand wie soros dies global betreibt, hat er auch globalen einfluss auf politische entscheidungen.
    tanzen wir bald alle nach soros pfeife? ist das sorgsam aufgebaute philantropen-image nur fassade?
    bin an weiterer aufklärung sehr interessiert!
     
  4. Woppadaq

    Woppadaq Großmeister-Architekt

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    Die Opposition in Amerika, die Bush finanziert, ist aber keine wählbare Opposition. Es geht Soros schon um den Sturz von Bush, langfristig nutzt ihn das.

    Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,273699,00.html

    Soros gilt als jemand, der Entwicklungshilfe unter ökonomischen Gesichtspunkten verteilt, also nicht einfach nur Geld reinstecken und dann hat sichs. Damit ist er bei den Linken verhaßt.

    Ja, er hat Beteiligungen an russischen Firmen, denen irgendwas zur Last gelegt wird, aber welchem russischen Großkonzern wird das nicht ?

    Sein Auszug aus Weißrussland war das vernünftigste, was er machen konnte. Wer noch in Weißrussland investiert, ist selber Schuld.

    Ja, er beeinflußt politische Entscheidungen, weil man dies als Finanzier mit derartig hohen Summen IMMER tut.

    Da sein langfristiges Ziel "Demokratisierung" heißt, haben wir schon nach seiner Pfeife getanzt, als er noch keinen Penny hatte.

    Daß er jetzt "Demokratisierung" in den USA fordert, müßten wir eigentlich begrüßen, aber Menschen mit Geld sind nunmal Kapitalisten und damit automatisch böse, also muß er sich was böses dabei gedacht haben. Ich find die Logik zwar doof, aber manche können wahrscheinlich nicht leben ohne diese Weltsicht.
     
  5. azorro

    azorro Geselle

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    hi woppadaq,
    natürlich kann ich ohne diese weltsicht leben, sogar viel lieber und besser.

    ich habe hier nur fragen getellt.

    wenn man schaut wer zb. bushs wahlkampf finanziert hat und wie diese leute jetzt davon profitieren, ist ja wohl ein wenig skepsis angebracht!

    natürlich würde ich mich freuen, wenn er wirklich der philanthrop ist als der er sich darstellt.
     

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