Hambacher Forst wird geräumt - der Staat vs. Öko-Terroristen?

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von almende, 13. September 2018.

  1. almende

    almende Ritter vom Osten und Westen

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    Der Hambacher Forst wird geräumt um endlich mit den Rodungsarbeiten beginnen zu können.
    Hier wird dann bis auf weiteres Braunkohle im Zeichen der nationalen Sicherheit und eigenen
    Stromproduktion für unsere Grundversorgung und Erhalt Millionen Arbeitsplätze gefördert.

    Sind die so genannten "Umweltschützer" eher Linksradikale Terroristen die uns alle in die
    Steinzeit wünsche? Bis jetzt ist ja keinerlei Klimawandel überhaupt erkennbar und CO² nur
    eine Lüge. Wozu brauchen wir noch einen Wald wenn wir an Ressourcen kommen können?

    Warum wird einer winzigen Störgruppe erlaubt einem legal operierenden gewinnorientierten
    Unternehmen seine Geschäfte weiter zuführen?
     
  2. DaMan

    DaMan Prinz der Gnade

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    Wieso ziehen die Leute nicht weiter und demonstrieren gegen Rodung der Wälder für Windmühlen? Gibt es gute und schlechte Umweltverschmutzung und Kapitalismus?
    Fragen!
     
  3. Nachbar

    Nachbar Prinz der Gnade

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    Allerbester Whataboutism, DaMan.
    Verwirkt man das Recht, gegen die Rodung für den Braunkohleabbau zu protestieren, wenn man sich nicht nachweislich auch gegen irgendeinen Windpark oder einen zerstörerischen Orkan stemmt? Oder wenn jemand gegen einen Windpark demonstriert, ist der damit automatisch gegen erneuerbare Energien? Oder wenn sich jemand im Hambacher Forst engagiert (wovon ich bislang übrigens nur am Rande was mitbekam), ist der damit automatisch gegen fossile Energieträger insgesamt? Oder gegen den Kapitalismus? Oder für AKWs?
    Und passt für das Roden eines Waldes das Wort "Umweltverschmutzung"?
    Fragen!


    Auch wichtig: Vielleicht möchte ich demnächst mal wieder was über Trump schreiben. Muß ich dann zeitnah auch Charles Schumer kritisieren? Oder darf ich einen davon besser finden?
     
  4. Popocatepetl

    Popocatepetl Prinz von Jerusalem

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    finde die generelle zunahme der polizeiaufmärsche ja langsam aber sicher beunruhigend...
     
  5. Sonsee

    Sonsee Intendant der Gebäude

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    Der Wald gehört einem Energiekonzern und wurde illegal von Linksextremisten besetzt, die gewalttätig sind und Polizisten angreifen. Seit Jahren hocken die Aktivisten in den Bäumen und versauen den Wald mit ihrem Unrat. Sie verbarrikadieren die Waldwege, denn Eigentum oder Rechte für alle kennen diese Waldschrate nicht.
    Die Frage die sich wirklich stellt ist die, wie sehr lässt sich der Staat von gewaltbereiten Linken weiterhin auf der Nase rumtanzen? Menschen die mit Fäkalien werfen und besetzen was sie wollen.

    https://www.welt.de/regionales/nrw/...arum-gilt-dieser-Wald-als-Gefahrengebiet.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2018
  6. DaMan

    DaMan Prinz der Gnade

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    Nice. Krampfhaft verallgemeinern um mir dann im gleichen Satz unzulässige Verallgemeinerungen vorzuwerfen.
    Ich rede nicht von "jemanden" es geht explizit und singulär um die Ökoaktivisten, die im Hambacher Forst Stellungen bauen und Polizisten und Vattenfallmitarbeiter tätlich angreifen. Ja, diese Leute sind gegen jegliche Art von fossiler Energieträger insgesamt, sowie gegen Atomkraft und wahrscheinlich auch gegen den Rechtsstaat und die westliche Gesellschaft, außer wenn er ihnen ihre monatliche Sozialhilfe überweist.

    Fürderhin zeige ich hier die offensichtlichen Widersprüche der linksgrünen Denke auf. Gegen Umweltzerstörung (wenn du dich an "Verschmutzung"* so störst) wird bei Fall a) militant und gewalttätig aktivistet, Fall b) (Windparks) sind voll okay. Vattenfall (oder wars Eon? egal) ist ein böser geldgieriger Konzern wenn sie Kohlekraftwerke betrieben, wenn sie Windparks in Naturschutzgebiete stellen um damit dem Volk damit noch sehr viel mehr Geld aus der Tasche ziehen, ist das ein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz**. Kapische?
    Wenn man die offizielle Berichterstattung der letzten 20 Jahre so verfolgt, ist jeder der gegen das EEG ist, automatisch fanatischer Verfechter der Atomkraft. Genauso wie jeder, der Merkel nicht gut findet, ein rechtsradikaler Moslem- und Flüchtlingskinderhasser ist. Hab ich nicht so festgelegt, das waren andere.

    Zu Trump wäre doch schon lange alles gesagt, er bleibt im Amt. Deal with it.

    *wobei ich Verschmutzung durchaus treffend finde. Sowohl durch Bagger als auch durch WKAs und ihren Müll.
    ** den Unterschied zwischen Umweltschutz, Klimaschutz und Menschenschutz hab ich dir ja schon mehrfach zu erklären versucht
     
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  7. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Weshalb muß man so viele Themen vermengen wie im Eröffnungsbeitrag? Ich bin z.B. ein Gegner des Braunkohletagebaus und gleichzeitig der Ansicht, daß mit den ungewaschenen Ökoterroristen im Hambacher Forst schnell und öffenlichkeitswirksam aufgeräumt werden muß. Heute las ich, daß einer davon, ein gewisser "Clumsy", seit sechseinhalb Jahren im Wald campiert. Solche Menschen bedürfen der Resozialisierung, mindestens aber muß verhindert werden, daß sie weiter Straftaten begehen. Die Sympathie der Presse gilt aber unverhohlen diesen Gammlern und Rechtsstaatsgegnern.
     
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  8. William Morris

    William Morris Großer Auserwählter

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    Ein bisschen Übertreibung mag ja durchaus okay sein, aber hier eine Schicksalsfrage Millionen Arbeitsplätze oder ein paar Scheißbäume zu stellen, ist doch totaler Schwachsinn.

    Ich komme selbst aus einer Braunkohleregion im Osten Deutschlands und an Zerstörungspotenzial können es wohl nur wenige Industriezweige mit der Braunkohle aufnehmen. Da wurde auch mal was aufgeforstet und ein paar Seen angelegt, meistens mit dem Hinweis: Betreten verboten.

    Ist man jetzt ein linksradikaler Terrrorist, weil man in einem Baumhaus lebt?

    Klimawandel nicht erkennbar und CO2 eine Lüge? Du lebst noch in der Steinzeit.
     
  9. Nachbar

    Nachbar Prinz der Gnade

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    Ich bin zum Beispiel auch gegen den Braunkohletagebau und denke diesen Gedanken gerade ganz friedlich vor mich hin. Hab ja auch noch was anderes zu tun. Deshalb wird von meiner Meinung auch so ziemlich niemand was mitbekommen.
    Die ungewaschenen Ökoterroristen haben es hingegen geschafft, das Thema in die Nachrichten zu bringen und damit zu bewirken, daß es überregional mal wieder in den Köpfen ist. Immerhin, würde ich sagen. Und definitiv mehr als das, was wir in dieser Hinsicht bewegen.
     
  10. Malakim

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    Was bin ich:
    So. Ich bin gegen Braunkohleabbau, gegen Linksökoaktivisten und würde gerne auch den Wald erhalten.

    Welches Schweinderl hätten Sie denn gerne.

    Lösungsvorschlag:
    Die Linksökos werden eingefangen und einige vernunftbegabte Menschen beider Seiten setzen sich an einen Tisch und denken darüber nach ob man den Wald wirklich roden muß und welche Alternativen es ggf. gibt.
     
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  11. TheUnforgiven

    TheUnforgiven Großer Auserwählter

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    Ich komme aus dieser Gegend - sprich, das ist meine unmittelbare Heimat.
    Daher kenne ich die Gegend usw. sehr gut.
    Ich kenne genug Menschen, die bei Rheinbraun / RWE tätig sind/waren.
    Für die Region ist der Tagebau (bzw. es sind ja mehrere) immer schon ein Streitthema gewesen. Erstens weil Menschen umgesiedelt wurden und somit Dörfer und Orte von der Landkarte verschwanden und auch wegen der Feinstaubbelastung oder Grundwasserproblemen.
    Aber Rheinbraun / RWE war auch immer ein fairer und guter Arbeitsgeber und in der Region somit ein großer Arbeitgeber.

    Klar soll hier ein Wald gerodet werden um weiter Braunkohle abzubauen. Aber es ist ja nicht so, dass hier die Natur weggebaggert wird. Ja, sie wird in ihrem ursprünglichem Zustand zerstört, aber nach Abbau auch wieder weitestgehend hergestellt.
    Das Marienfeld bei Kerpen war z.B 2005 in aller Augen und Ohren, als Papst Benedikt XVI. dort den Weltjugendtag begrüßte.
    Dieses riesige Areal war ursprünglich auch ein Tagebau und wurde rekultiviert.
    Die Sophienhöhe, die direkt beim Hambacher Forst liegt, war auch mal Teil des Tagebaus und ist ein schönes Erholungsgebiet geworden.
    Es werden also Bäume genommen, aber später auch viele Neue wieder gepflanzt.
    Und da hier eben auch viele Arbeitsplätze in der Region dranhängen und die "Schändung" hier nur vorrübergehend ist, finde ich es absolut in Ordnung, wenn der Forst weggenommen wird. In 20 Jahren wird der Bereich wieder zu einem weiteren Erholungsgebiet mit Natur pur wachsen.

    Mir ist es auch persönlich lieber, wenn der Tagebau noch 20 Jahre weiter Kohle abbaut, wir erneuerbare Energien fördern und ausbauen und langsam diese Art der Energiegewinnung zurückfahren. Es ist alles besser als Kernkraft.

    Ich finde der Staat sollte hier rigoros durchgreifen und diese Aktivisten entfernen. Diese haben in der Vergangenheit sehr oft sich selbst und andere Menschen in Gefahr gebracht um auf sich aufmerksam zu machen, wie z.B das Entern eines Braunkohlebaggers und festketten auf diversen Bereichen, bis hin zur Besetzung des Forstes.
     
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  12. Popocatepetl

    Popocatepetl Prinz von Jerusalem

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    nur zur info, falls noch nicht bekannt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlekraftwerk#Radioaktive_Emissionen
     
  13. ElfterSeptember

    ElfterSeptember Auserwählter Meister der Neun

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    Ich finde es toll, wenn sich so viele junge Leute extra Urlaub nehmen um ein Stück Natur zu erhalten *ironie off*
     
  14. Aurum

    Aurum Noachite

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    Die kämpfen auch für Dich, damit Du weiterhin blöde Fresse ohne Sauerstoffmaske halten kannst.
    Auf welche kriminelle Weise RWE sich des Volkes bemächtigt, wird von der Obrigkeit mit Polizeigewalt verschwiegen.
     
  15. TheUnforgiven

    TheUnforgiven Großer Auserwählter

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  16. Aurum

    Aurum Noachite

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    Du befindest Dich mitten drin.
    Aufmerksamkeit erregt nur Explosionsartiges, schleichend ist das Vermächtnis.
     
  17. TheUnforgiven

    TheUnforgiven Großer Auserwählter

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    Das dazu:

     
  18. Malakim

    Malakim Insubordinate

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    Ich finde es toll wenn die Ökus gleichzeit
    AKW Nee
    Kohle nein Danke
    und
    Elektromobilität JETZT

    schreien.
     
  19. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    RWE ist aufgrund seiner Geschichte übrigens zu großen Teilen in der Hand von Kommunen und wird in seiner Unternehmenspolitik wesentlich von ihnen mitbestimmt. Das nur mal allen ins Stammbuch, die immer gg. Privatisierung, z.B. von Leitungswasser, sind.
     
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  20. DaMan

    DaMan Prinz der Gnade

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    Vattenfall ist auch 100% in Staatsbesitz.
     

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