Gender - Die soziale Geschlechterrolle

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von lieblaunisches Luxustier, 26. März 2014.

  1. Bona-Dea

    Bona-Dea Gesperrter Benutzer

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Seit wann Frauen in Deutschland wählen dürfen ist doch bekannt, du glaubst doch nicht das sich jahrtausend alte Vorstellungen so schnell auflösen? Ein Blick in andere Länder, wie Indien oder islamische Länder zeigt diese Situation auch heute noch.
     
  2. a-roy

    a-roy Mensch

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Mich interessieren andere Länder nicht wirklich, Göttin,+ die Family steht für mich immer an 1.Stelle! Tu sabez!
     
  3. Dirtsa

    Dirtsa Meister vom Königlichen Gewölbe

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Fettung durch mich.
    Ich denke, das ist ein wichtiger Punkt. Wahlfreiheit halte ich für ein höheres Gut, als anzustreben oder durchzudrücken, dass Männer und Frauen in den verschiedenen Berufszweigen gleich repräsentiert sind.
    Die Wahlfreiheit braucht allerdings bestimmte Randbedingungen, wie in deinem link schon angesprochen. Wer im Hinterkopf hat, Beruf und gemeinsam mit den Kindern verbrachte Zeit unter einen Hut zu bringen, wird seinen Arbeitsplatz nach anderen Kriterien auswählen( müssen) und in einer anderen finanziellen Liga spielen, als jemand, der seine Erfüllung in erster Linie in einem gut dotiertem Arbeitsplatz sieht und alle Kapazitäten dort investieren kann und will.


    Wie gut oder schleicht eine Position bezahlt wird, hängt wohl unter anderem davon ab, wie dringend sie besetzt werden muss, welche Voraussetzungen jemand mitbringen muss, wie komplex die Aufgaben sind, in welcher Branche man tätig ist, ob man in produzierenden oder sozialen Bereichen arbeitet, wie geschickt man sein Gehalt verhandelt etc und hierzulande weniger davon ob ein Mann oder eine Frau diesen Posten bekleiden. Wenn Arbeitgeber für die selben Aufgaben einer Frau grundsätzlich weniger bezahlen könnten, wären sie ja schön blöd, die Stellen nicht bevorzugt mit Frauen zu besetzen.


    Bei den inzwischen gleichen Bildungsmöglichkeiten ist es wohl überwiegend eine Frage der persönlichen und vielleicht auch geschlechtstypischen Prioritäten. Die Zeiten in denen Mädchen weniger Bildung zuteil wurde, weil Männer für die Versorgerrolle vorgesehen waren betrifft die heutigen Generationen unserer Kultur wohl nur noch höchst selten.
    Wer aber in gut bezahlte Posten strebt, wird Kindertagesstätten hin oder her, Abstriche machen müssen, bei der Zeit und Energie, die für Kinder und häusliche Aufgaben zur Verfügung steht. Weder Männer noch Frauen können jederzeit alles gleichzeitig und mit der gleichen Intensität leben. Und egal worauf man sich fokussiert, es hat seinen Preis an anderer Stelle.
    Es wäre allerdings interessant ob, bei der Frage, was der/ die Einzelne für seine Lebens- und Arbeitszufriedenheit, will und braucht, selbst bei völliger Wahlfreiheit Männer und Frauen mehrheitlich in ihren Geschlechterrollen bleiben würden. Ich bezweifel, das es sich gleimässig mischen und akzeptiert sein wird, Väter in der Versorgerrolle, Mütter in der Versorgerrolle, einvernehmlich abgesprochene Aufgabenteilung ohne große gleichzeitige Karriere für beide und die diversen Kombinationen.


    Noch interessanter wäre, ob man dann sowohl als Frau als auch als Mann, dazu stehen könnte sich aus eigenverantwortlicher Entscheidung in den schlechter bezahlten Berufsgruppen wiederzufinden ohne direkt mit der Genderkeule eins übergebraten zu bekommen.
     
  4. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Daß heute hochqualifizierte Männer hochqualifizierte Frauen heiraten, also zum Beispiel Ärzte Ärztinnen statt Ärzte Sprechstundenhilfen, und daß anschließend beide mindestens Teilzeit arbeiten, ist übrigens einer der Gründe für das fortschreitende Auseinanderklaffen der Haushaltseinkünfte.
     
  5. Dirtsa

    Dirtsa Meister vom Königlichen Gewölbe

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    Wobei es sich aber auch mischen würde, wenn als Gegengewicht die Bauingenieurin den Bauarbeiter heiraten würde. So frei ist die Wahl aber doch nicht, dass beide dafür nicht zumindest ein sehr dickes Fell bräuchten.
     
  6. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Das geschieht aber nicht... Okay, das geschah manchmal in der Sowjetunion. Weil der Maurer "Held der Arbeit" oder sonst etwas tolles war. Ansonsten heiraten Frauen nicht unter Stand, aber das gibt sich viell. irgendwann noch.
     
  7. Bona-Dea

    Bona-Dea Gesperrter Benutzer

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    Schon witzig, dass wir deutsche Kasten Systeme haben.....
    Ebenbürtigkeit
    Wobei Männer doch schon immer auch Frauen aus unteren Ständen geehelicht haben.
     
  8. a-roy

    a-roy Mensch

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    + warum haben diese Männer unterständige Frauen geehelichtet?
    Du pmäßig weiter denken können, Bona-Dea?
    Ich versorge gerne Kinder, bei Frauen bekomm ich Probs!
     
  9. Bona-Dea

    Bona-Dea Gesperrter Benutzer

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    Ich nehme an, weil die nicht nur besser aussahen als das was sonst so geboten wurde, sondern auch mehr im Kopf hatten. Eine davon, war:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Roxelane
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2014
  10. lieblaunisches Luxustier

    lieblaunisches Luxustier Geheimer Meister

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Die Sprechstundenhilfe ist übrigens ein schönes Beispiel für eine herabwürdigende Berufsbezeichnung, da sie eben noch aus einer Zeit stammt, da die Frau den Gatten um Erlaubnis bitten musste, überhaupt arbeiten gehen zu dürfen und als dieser Beruf noch kein Ausbildungsberuf war. Ich glaube seit mindestens dreißig Jahren heißt diese Tätigkeit Arzthelferin und ist an eine entsprechende Berufsausbildung gekoppelt.

    Dass aber die Ärzte heute nicht mehr Krankenschwestern oder Arzthelferinnen heiraten, liegt daran, dass genau diese Frauen, die noch vor fünfunddreißig Jahren lediglich den Beruf der "Sprechstundenhilfe" ergriffen hätten, heute Medizin studiert haben bzw. studieren. Das ist eine der Errungenschaften der Frauenbewegung. Der Mut und das Selbstbewusstsein in eine ehemalige Männerdomäne vorzustoßen. Ich gehe davon aus, dass es in Zukunft überwiegend Frauen sein werden, die den Bedarf an Ärzten stellen, vor allem in bestimmten Fachbereichen. Ein Mann, der sich heute noch auf Gynäkologie spezialisiert, muss sich nicht nur die Frage nach seiner Motivation gefallen lassen, sondern auch damit rechnen, dass er kaum noch Patientinnen haben wird. Wer geht schon zu einem Mann, wenn es genügend Gynäkologinnen gibt?
     
  11. DaMan

    DaMan Ritter-Kommandeur des Tempels

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    Das bestaetigt doch voll und ganz das klassische Rollenbild. Frauen tendieren zu bestimmten Sparten so man sie denn laesst.
    Gendertheorisiert und neutrailisiert muesste es dann ja auch 50% maennliche Sprechstundenhilfen geben, dem ist aber nicht so.
     
  12. lieblaunisches Luxustier

    lieblaunisches Luxustier Geheimer Meister

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    Aber im Bereich Krankenpflege sind schon sehr viele Männer tätig.

    [OTOP]Leider spielen die sich oft wie kleine Ärzte auf.[/OTOP]
     
  13. Garak

    Garak Geheimer Meister

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Interessant hierzu ist auch die KarMed-Studie, die sich mit dem Verhältnis zwischen Männlein und Weiblein im Ärztestand befasst.
    Obwohl rund 2 Drittel aller Studienanfänger der Medizin Frauen sind, bleiben die Karriereposten überwiegend in männlicher Hand.

    Meiner Erfahrung nach haben Frauen den "berufstechnischen Nachteil", allesamt potentielle Mütter zu sein, also schwanger werden zu können.
    Die vorprogrammierte Abwesenheit der Frauen im Beruf bei Nachwuchs, und zwar vor und auch länger nach der Geburt, sofern junge Mütter überhaupt weiter arbeiten wollen, lässt eine kontinuierliche, stete Entwicklung der Erfahrung und Steigung der Karriereleiter einfach nicht zu.
    Darüber hinaus entstehen Unternehmen jeder Art Kosten in nicht kalkulierbarer Höhe, durch "krankheitsbedingte" (Terminus der Krankenkassen, eine Schwangerschaft ist keine Krankheit!) Fehltage und verloren gegangener Effizienz beim Wiedereinstig.

    Klingt blöd, pauschal und unsozial, aber von rein betriebswirtschaftlichen Aspekt sind Frauen womöglich ein (potentiell) höherer Kostenfaktor als Männer, bei gleichem Gehalt.
    Daher als Ausgleich womöglich die niedrigeren Gehälter ...
     
  14. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Deutsches Ärzteblatt: Geschlechterverhältnis in Studium und Weiterbildung (26.10.2012)
     
  15. lieblaunisches Luxustier

    lieblaunisches Luxustier Geheimer Meister

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    Die Lösung wäre in allen Bereichen der Betriebskindergarten. Egal wie klein ein Unternehmen ist und erst recht wenn es größer ist, böte das die ideale Voraussetzung für Frauen, Kinder und Karriere zu vereinen. Ich habe zwar keine Belege zur Hand, aber es gibt Untersuchungen, die zeigen, wie ruhig und zufrieden Mütter arbeiten können, wenn sie jederzeit mal drei Etagen tiefer fahren können, um zehn Minuten beim Nachwuchs zu sein. Büroangestellte können den Spross auch mal eine Stunde mit ins Zimmer nehmen, im Laufstall, wenn es die Arbeit nicht stört. Zu Hause werkelt man ja unter ähnlichen Bedingungen.

    Welche Kosten die Gesellschaft trägt, wenn immer weniger Akademiker bzw. gut ausgebildete Leute Kinder in die Welt setzen, können wir ja jetzt bereits erahnen.
     
  16. Garak

    Garak Geheimer Meister

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    Tja, wenn aber der Werkskindergarten nicht angenommen wird bzw. keine Anmeldung erhält, wie in meiner Firma, muss man sich die Frage stellen, ob die Damen dann tatsächlich Gleichberechtigung im Beruf wollen ...
    Das Rollenbild wird wohl nicht nur aufgedrängt, sondern ist wohl auch anerzogen, auf jeden Fall wird es oft genug auch gelebt, und noch öfters scheinen es die Paare zu wollen!
     
  17. beast

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    Ja sicher, dass das ein Ideal wäre, ist nicht von der Hand zu weisen...

    Hier in der Gegend gibt es sogar Kinder-Tages-Stätten, welche als freie Unternehmen firmieren.

    Es wird sicherlich sehr spassig, wenn deren Angestellte dann für ihren Nachwuchs einen Betriebs-Kinderhort fordern.

    :ironie: nur zur Sicherheit...
     
  18. Bona-Dea

    Bona-Dea Gesperrter Benutzer

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    Nun ja, nachdem Verhütung und Abtreibung legal wurden erreichte der Schlachtruf: "Man wird nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht", die öffentliche Meinung.
    Die Politik hat sich auf die Fahne geschrieben, dieses Prinzip durchzusetzen: Gender -Mainstreaming
    „Gender Mainstreaming“: Politische Geschlechtsumwandlung - Politik - FAZ
     
  19. Dirtsa

    Dirtsa Meister vom Königlichen Gewölbe

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Ähnliches habe ich schon öfter gehört. Das muss aber nicht bedeuten, dass kein Interesse besteht. Wenn ein Betriebskindergarten eingerichtet wird, haben die Eltern die bereits in dem Betrieb arbeiten schon eine Möglichkeit der Kinderbetreuung gefunden und wenn die halbwegs zufriedenstellend funktioniert, wieso dann in den neu geschaffenen Betriebskindergarten wechseln.

    Für neue Bewerber oder Mitarbeiter die dann erst Eltern werden ist so ein Kindergarten interessant, wenn er eben schon läuft. Funktionierend kenne ich es bei Kindergärten, die für die Allgemeinheit vorgesehen sind und in denen dann Kontingente für Beschäftigte eines bestimmten Arbeitgebers vorgehalten werden.
     
  20. Bona-Dea

    Bona-Dea Gesperrter Benutzer

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Das einzige Problem in deutschen Kindergärten sind die Uhrzeiten, währen diese zum Beispiel durchgehend , auch an Wochenenden, wäre jedes Problem behoben.
    Aber darum geht es bei Gender auch nur sekundär, primär geht es darum, das, dass Geschlecht nur ein Konstrukt sein soll, dass man ändern kann. Und ob es jemanden passt oder nicht, die Politik hat es beschlossen, die staatlichen Instrumente setzen es durch.
    https://allesevolution.wordpress.co...ndergarten-und-geschlechtssensible-padagogik/
    Das Geschlecht wird biologisch genau zum Zeitpunkt der Zeugung festgelegt, durch was es später zu Identifikationsstörungen bei 0,01% kommt ist unklar.
     

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