Gender - Die soziale Geschlechterrolle

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von lieblaunisches Luxustier, 26. März 2014.

  1. lieblaunisches Luxustier

    lieblaunisches Luxustier Geheimer Meister

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    Im Thread über liberale Freimauerlogen mit oder ohne Frauen geht es gerade um die unsterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern.
    Dabei stellt sich mir wieder die Frage, inwieweit die soziale Geschlechterrolle wirklich anerzogen ist. Gestern erst wieder ist mir aufgefallen, dass unser Kater sich neben dem Wohnzimmer prinzipiell das Zimmer unseres Sohnes aussucht, um sich dort aufzuhalten oder zu schlafen. Die Kätzin schläft jede Nacht unter dem Bett meiner Tochter, obwohl sie sich am wenigsten um das Tier kümmert. Ordnen die Katzen ihr eigenes Geschlecht dem der Kinder zu und empfinden eine dementsprechende Zugehörigkeit? Wenn ja, ist die in der nicht-intellektuellen Tierwelt entschiedene Zuordnung nicht ein Kriterium für angeborene Aspekte in der Geschlechterrolle?
    Die Kätzin ist sehr eigen und lässt sich kaum streicheln. Wenn es aber irgendeinem aus der Familie schlecht geht, er weint oder aus dem Gefühl heraus, dass ihm Unrecht getan wird, schreit, dann geht diese Katze immer zu der betreffenden Person, kommt sogar aus einem andern Zimmer angelaufen und reibt ihr Köpfchen an der aufgeregten Person, miaut und "spricht" und scheint in ihrem ganzen Verhalten trösten und beruhigen zu wollen.
    Der Kater ist städig aufs Kämpfen aus. Er nervt die Kätzin wo er kann, um mit ihr zu balgen, obwohl die keine Lust darauf hat.
     
  2. Freestone

    Freestone Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Wie soll mn aus dem Verhalten zweier zufällig in einer familie lebenden Tieren auf ein generelles Verhalten ihrer Art schließen? Das ist eine zu kleine Gruppe, die auch von zu vielen Zufälligkeiten beeinflusst ist: zufällige Beobachtungszeiten (oder führts Du Buch?), zufällige Störungen der Tiere bei der Suche nach Schlaf-/Ruheplätzen, zufälligees Verhalten der menschlichen Mitbewohner (Das fängt beim zufälligen Umhergehen und den so ausgelösten Zufällige Begegnugen/Gerührungen an und hört beim zufälligen Händewaschen, Kühlschranköffnen oder dem Wechsel der Seife/Waschmittels oder Deos auf), situationsbedingtens Wärme-/Kältebedürfnis der Tiere, Sättigungsgrad, Aufräumstatus des jeweiligen Zimmers in Korelation zu den situativen Bedürfnisen der Katze nach Ruhe, Nähe, "Unterhaltung" oder Befriedigung der Neugierde.

    In so einer Situation auf ein generelles eventuell sogar geschlechtsspezifisches Verhalten der Art zu schließen, halte ich für sehr gewagt, nein unmöglich. Ernst haft kanns t Das nur mit einer wissenschftlichen Studie herausbekommen, sonst bleibt es Kaffeesatz-Leserei.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. März 2014
  3. Bona-Dea

    Bona-Dea Gesperrter Benutzer

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Ob man das Verhalten von Tieren überhaupt mit den Genderstudien verbinden kann...weiß nicht. Hunde reagieren ganz klar anders als Katzen auf autoritäres Verhalten stärker, also sie hören besser, wenn die Person dominant ist.

    Gender Studies
     
  4. DaMan

    DaMan Ritter-Kommandeur des Tempels

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Es gab da doch vor ein paar Jahren diese schwedische Studie. Kurz gesagt: Je freier die Gesellschaft und je irrelevanter der Lebensentwurf (im Sinne von Ueberleben und Fortpflanzung), desto mehr ist das klassische Rollenbild vorhanden.
    Kurz gesagt: GenderStudies basierend auf der Grundhypothese der anerzogenen Geschlechterrollen ist empirisch widerlegt.
     
  5. lieblaunisches Luxustier

    lieblaunisches Luxustier Geheimer Meister

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    https://magazin.spiegel.de/digital/index_SP.html#SP/2014/13/126149163

    Ich finde den Artikel sehr gut. Die sprachlichen Verrenkungen treffen mein Sprachempfinden genauso schwer, wie es die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern im Beruf auch tut. Gerechtigkeit und geschlechtsspezifische Identifikation haben doch vielmehr mit dem Umgang mit und zwischen Frauen und Männern zu tun als mit einer Änderung der Sprache. Allein "das Mädchen" ist etwas, worüber man nachdenken könnte. Deutsch lernende Ausländer sagen doch meist ganz selbstverständlich "die Mädchen" weil ihnen das Neutrum einfach nicht über die Lippen geht. Diese Änderung würde in der Tat Sinn machen, obwohl komisch klingen würde es schon.

    Wie geht es euch Frauen mit den bis vor einigen Jahren noch gängigen Mehrzahlformen im Maskulinum?
    Schüler, Auszubildende, Studenten, Ärzte etc. ? Gibt es doch für die Einzahl das entsprechend geschlechtsspezifisch passende Wort. Schülerin, Ärztin etc...
    Ich bin eigentlich Frau genug, um damit nie ein Problem gehabt zu haben. Man löst die Probleme mit der Gleichberechtigung nicht mit einer Veränderung der Mehrzahl vom Maskulinum ins Femininum oder der sperrigen Doppelt-Nennung. Gäbe es keine Ungerechtigkeiten für Frauen in der Gesellschaft, würde sich niemand an der Sprach stören.
     
  6. Dirtsa

    Dirtsa Meister vom Königlichen Gewölbe

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Was war zuerst, Ei oder Henne? Drückt Sprache die vorherrschende Haltung einer Kultur aus oder konstruiert sie diese mit? Ändert sich die Handluingsebene, wenn die Wortwahl verändert oder folgt eine veränderte Ausdrucksweise automatisch geänderten gesellschaftlichen Realitäten? Und ist der Umgang der Geschlechter miteinander in Sprachräumen in denen es "die Mädchen" heisst, in der Praxis wertschätzender?
     
  7. es könnte ja sein

    es könnte ja sein Ritter vom Osten und Westen

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    wer ...... will muß lieb sein

    ganz einfach

    (damit dürften die rollen wohl klar sein)
     
  8. beast

    beast Moderator Mitarbeiter

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Nunja, ich finde den Artikel... wohl erst, wenn ich 3,99 € für eine Ausgabe des Spiegel abdrücke.

    Ich mag auch nicht zu intensiv über diesen geistigen Dünnpfiff nachdenken, dachte ich doch bisher, dass die Sprache
    einer zielführenden Verständigung dienen sollte.
    Das soll offenbar nicht mehr so sein und stattdessen wird eine unverständliche Quakerei erzeugt. Wie man ja bereits in deinem Eingangspost bei der Titulierung von Geschlechtern der Familie `Felis silvestris catus` bemerken muss.

    Das männliche Tier nennst du Kater und das weibliche Kätzin. Wäre da statt Kater nicht Kätzer besser gewesen?

    Aber wenn ich schon lesen muss, dass dieses ganze Rumgeeiere (schönes Wort :zwinker:) mit Sprachproblemen unserer
    Volksvertreter beginnt, bekomme ich Angst vor der Zukunft.

    Klassenziel `Gleichstellung` nicht erreicht, Sechs, setzen...

    :hut:
     
  9. DaMan

    DaMan Ritter-Kommandeur des Tempels

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Ist das nicht eine voellig akademische Loesung fuer ein nichtexistentes Problem?
    Zumindest in den Gegenden und Kreisen mit denen ich bisher zu tun hatte ist Schueler/Student/Arzt/Autofahrer primaer erstmal geschlechtsneutral und nicht maennlich.
    Eigentlich muesste man um dem Abhilfe zu schaffen analog zum -in noch eine definiert maskuline Form erfinden.
     
  10. Popocatepetl

    Popocatepetl Ritter vom Osten und Westen

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    man sollte vllt einfach die artikel gendern, das wäre einfacher... wenns schon sein muss...

    schlage 'ne' als unbestimmen und 'dis' als bestimmten artikel vor :D
     
  11. a-roy

    a-roy Mensch

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Ich hab mal ne Zeit lang 'SiEr' statt 'man' geschrieben(Gruß an Tim!), statt 'einmal' '1x' + noch so einige Wortneuschöpfungen, bis mir ein Freund mal geschrieben hat, er könne meine Briefe nicht verstehn.
    Nun ja, mittlerweile schreibe ich nur noch '+' statt 'und'.
    Mir geht es bei (Schrift)Sprache um korrekte Formulierungen, gebe aber zu, dass, wenn ich Ärzte etc. höre/lese, automatisch an männliche denke.
    Zweifelsohne spiegelt sich imho unsere patriarchalische Gesellschaftsstruktur auch in der Sprache wieder, allein dieses 'man' assoziiert doch 'mann'.
     
  12. lieblaunisches Luxustier

    lieblaunisches Luxustier Geheimer Meister

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Ich habe den Artikel in der Zeitungsausgabe gelesen und musste ja irgendetwas verlinken. Aber eigentlich war mir so, dass man den Artikel hätte testlesen können und es nur etwas kosten würde, wenn man dann die ganze Ausgabe kaufen möchte.

    Dis Frau kauft ne Hund? :gruebel:
    Klingt nach irgendeinem Dialekt (oder fast schon luxemburgisch)

    Ist es vielleicht eine männliche Wahrnehmung, wenn man mit der Mehrzahl nur die Männer heraushört?
    Die Entwicklung der Sprache hat ganz klar etwas mit der Gesellschaftsstruktur zu tun, unter deren Umständen sich die heute noch gesprochene Sprache gebildet hat.
    Nur denke ich, dass in diesem Kontext praktische Lebensrealität und Sprache zwei paar Schuhe sind. Es ändert nichts an der Einstellung die geändert werden soll, wenn ich die Sprache ändere. Viele nervt das nur (auch Frauen) und die weibliche Fraktion wird dadurch nicht besser bezahlt oder gleich gerne eingestellt.

    [OTOP]Ich packe mein "Handy" (gibts im Englischen gar nicht) in den "Bodybag" (engl: Leichensack) und "cruise" schnell zum "meeting". Anschließend arbeite ich meine "to-do-Liste" ab. Dann kann ich endlich "chillen". Ich mache am Wochenende "trecking", ist "cooler" als wandern. Meine Nachbarn und Nachbarinnen gehen "biken" und meinen Kindern bin ich peinlich, wenn ich frage, ob sie Rollschuh fahren möchten. [/OTOP]
     
  13. Popocatepetl

    Popocatepetl Ritter vom Osten und Westen

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    also, sprachlich ist das im englischen hübsch gelößt, da gibts nur 'the' und 'a' bzw 'an'


    btw, hab ich mit der nutzung von 'ß' gegen irgendeine konvention verstoßen ?

    verdammt, scheibt man 'verstoßen' mit ß oder doppel s ?




    zu hülf.....
     
  14. a-roy

    a-roy Mensch

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    High, Popocatepetl
    das ist das Einzige, was ich mir von der letzten Rechtschreibreform merken konnte+wollte:
    Ist der Vokal davor kurz, schreibt man 'ss', z.B. 'lassen', ist er lang 'ß', z.B. 'heiß'.
    Dass es aber mal 'ich weiß, wie es geschrieben wird' heißt, dann aber 'ich weisse die Wand' ist mir nicht richtig schlüssig, da im umgangssprachlichen Gebrauch der Vokal bei 'weiss' lang gesprochen wird.
     
  15. Freestone

    Freestone Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn

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    Nach langen Vokalen (Straße) , Umlauten (Größe) und kombinierten Vokalen (Weiß, ich weiß) steht in der Regel ß (es heißt als nie (!) Strasse) bei kurzen in der Regel ss. Es gibt Ausnahmen wie Schlüssel, Schloss und Schlösser. Aber da hört man es ja beim Sprechen ;-)
     
  16. Desaguliers

    Desaguliers Geheimer Meister

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    .

    Männer und Frauen werden nicht "unterschiedlich" bezahlt, das ist Unsinn. Der Gender Pay Gap, den Du meinst, ist schon lange als Mythos entlarvt.


    Welche Ungerechtigkeiten denn? Bitte aufzählen und belegen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Die kombinierten Vokale nennt man Diphtong. Ich weiß, Klugscheißerei, aber eine berufliche Deformation eines Germanisten ;-)
     
  17. Bona-Dea

    Bona-Dea Gesperrter Benutzer

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Das stimmt auch nicht so ganz.
    Weit entfernt vom gleichen Lohn für gleiche Arbeit - Welt und Wissen - Nachrichten - morgenweb
    Das einige noch in kulturellen Gechlechterrollen denken und das kein bisschen hinterfragen vielleicht?
    Genderforschung: In Wirklichkeit ist die Biologie längst weiter | ZEIT ONLINE
     
  18. Nachbar

    Nachbar Ritter-Kommandeur des Tempels

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Und so geht der Text nach deinem Zitat weiter:
    Genderforschung: In Wirklichkeit ist die Biologie längst weiter | ZEIT ONLINE
    Vielleicht vertraust Du ein bisschen zu sehr darauf, daß sich die Leser mit deiner manipulativen Auswahl begnügen.
     
  19. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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  20. a-roy

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    AW: Gender - Die soziale Geschlechterrolle

    Wir sind alle gleich!
    Nur manche wollen gleicher sein.
    Brian hat ja schon seinen An-hängern gepredigt, dass sie alle Individuen seien, aber nur 1 einsamer Rufer hat das geschnallt+ich bedanke mich noch heute bei den Monty Pythons, dass die das einer ganzen Welt erklärt haben.
    Ja, manchmal sollte man schon in den Zirkus gehn!
     

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