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Freimaurer

arwakr

Geselle
17. August 2003
6
@Nerwen

Sicher ich gebe dir Recht nicht alle Freimaurer berufen sich auf die Templer, aber wären zusammenhänge nicht logisch?

Nimm doch einmal den A A S R dort findest du zahlreiche Bezeichnungen die auf Ritterorden schliessen lassen!

Gruss

Arwakr
 

Nerwen

Großmeister
6. August 2003
92
Ein Abgleich wäre vonnöten...

Ich grüsse euch


Das komplizierte an der ganzen Sache ist die ewige Frage nach dem Huhn und dem Ei. Betrachtet man die offiziellen Erkenntnisse zur Gründung der Freimaurerei 1717, dann beginnen sich da bereits Legenden und Realität zu vermischen. Schon vor diesem Datum haben sich gelehrte Männer in Gruppen/Logen/Orden aufnehmen lassen. Schon 100 Jahre zuvor waren die Anschläge der Bruderschaft vom Rosenkreuz aufgetaucht. Das Wirken der Hermetiker reicht noch viel weiter zurück, und seit Raimundus Lullus im 13. Jh waren unzählige echte und falsche Alchimisten und Adepten auf der Suche nach den "Verborgenen Oberen und Meistern", der Transmutation und dem legendären aurum potabile und dem sagenumwobenen Stein der Weisen.

Fast scheint es, als hätten ab dem 18. Jh diese ganzen mehr oder weniger verborgenen Strömungen, Lehren, Theorien entgültig den Schritt aus dem geistig-seelisch-metaphysischen Untergrund an die Oberfläche getan. Eine Bewusstseinsentwicklung, ein kultur-philosophischer Entwicklungssprung, sozusagen. Was natürlich auch mit dem schwindenen Einfluss der katholischen Kirche samt Index und Heiliger Inquisition zusammenhing.

Die Templer waren ihrer Zeit um Jahrhunderte voraus. Ihr sogenanntes Geheimwissen erlangten sie dank der damals seltenen Fähigkeit mit fremden Kulturen sinnvoll und effizient zu verkehren und selbst in den grössten Kriegs- und Politwirren "ihr eigenes" Ding zu machen. Doch glorifizieren sollte man sie auch nicht, denn auch hier gilt es wieder zu unterscheiden. Wirklich spannend sind die Anfänge, nach dem Rückzug des "inneren" Ordens war es nur noch eine Frage der Zeit bis zu ihrem "Untergang". Auch wenn dieser dann aus verschiedenen Gründen schon ziemlich drastisch ausfiel.


Ich füge mal noch einen älteren Text meinerseits an, der sich auch mit der Frage nach den Ursprüngen des Geheimwissens befasst. Ich habe versucht, mich so kurz wie möglich zu fassen... ;-) So sorry fals ich zu lange geworden bin. Sollte etwas unklar sein, bitte nachfragen, werde mich bemühen diese so gut ich kann zu beantworten.

Einen schönen Abend noch Damen und Herren
In LVX

Nerwen



Assassinen, Gotteskrieger, Hizbollah –
Die unterschätzte Rolle des esoterischen Islam
_________________________

….und was palästinensische Selbstmordattentäter damit zu tun haben

Etwa gegen Ende des vierten Jahrhunderts flüchteten Gruppen von Anhängern der Geheimwissenschaften und Hermetikern aus unterschiedlichen Regionen Europas und aus verschiedenen Zweigen der bekannten Mysterienschulen in den Jemen, wo die Sabäer, über ähnliches initiatorisches Geheimwissen verfügten und den Flüchtlingen breitwillig Unterschlupf gewährten. Der Grund für den Weggang von Teilen der intellektuellen, spirituellen, philosophischen und theologischen Elite aus weiten Teilen Europas und des Orients, lag in dem immer heftiger werdendem Fanatismus, der Intoleranz und den einsetzenden Verfolgungen der christlichen Staatskirche begründet.
Im Exil wurde in jahrzehntelanger akribischer Übersetzungsarbeit neben anderen mehr oder weniger bekannten Traktaten, Überlieferungen und Werken der griechischen Philosophen, auch die seit dem Altertum bekannten 42 Traktate des Thot aus dem Griechischen ins Arabische übersetzt. Tatsächlich wurde das bis zu diesem Zeitpunkt überlieferte und erhaltene Geheimwissen arabisiert. Die neu entstandene Gruppe von arabischen Esoterikern und Okkultisten nannte sich Sufis. Bei ihrer Übersetzungsarbeit integrierten sie auch das bereits bestehende esoterische Wissen der arabischen Welt und teilten das ganze in 99 Stufen. Dem enstprechen auch die 99 Namen Gottes im Koran, ein. Dazu kamen weitere Erkenntnisse über naturwissenschaftlichen Phänomene und der Alchimie, welche als Vorläuferin der Chemie unter dem Begriff „kim-ya“ über die bestehenden Wege und Handelsbeziehungen, aus China nach Westen gekommen sein soll.
622 gelang Mohammed die Errichtung des Gottesstaates mit sich an der Spitze als Priester-König. Und ähnlich wie beim Christentum entwickelte sich ein Gottesstaat bestehend aus Muslimen die nur den exoterischen Sinn der Korans kannten, sowie aus Mu'minîn, die aufgrund ihrer Vorbildung in der Lage waren auch die esoterischen Inhalte erfassen zu können.
Die Spaltung vollzieht sich
Nach dem Tode des sechsten Imam der esoterischen Muslime im Jahre 765, dem zahlreiche gnostisch-hermetische Werke zugeschrieben werden, spalteten sich die Anhänger Mohammeds in zwei Lager. Diejenigen die für seinen, vor ihm gestorbenen Sohn Ismail als Imam eintraten, wurden Ismailiten oder Siebener-Schiiten genannt. Sie glaubten der verstorbene Sohn sei nur in die Verborgenheit gegangen und werde am Ende aller Tage als Erlöser wiederkehren und das Goldene Zeitalter einleiten. Geheimlehre. Etwas überraschend mutet es allerdings an, dass die Eingeweihten (arab. bâtinî) ein weisses Gewand und eine rote Schärpe trugen, wie früher die Exponenten der Essener Therapeuten. Das durchaus konkrete und machtbewusste Ziel der Ismailiten war die Wiederauferstehung, bzw. Errichtung des Gottesreiches. Nur folgerichtig begannen sich bald religiöse und politische Interessen zu vermischen und wurden ismailitische Missionare und Agenten in allem islamischen Ländern aktiv.
Der Orden der Baumeister
Um 800 gründete Maaruf Karkhi ebenfalls im südlichen Irak den berühmt gewordenen Orden der Baumeister, als anderen Weg zur Erlangung der esoterischen Erkenntnis nach der arabischen Fassung der Thoth-Traktate. Diese Bruderschaft war ein klassischer Geheimbund mit Initiationsriten, geheimen Schwüren, gewählten Oberhäuptern und einer besonderen Ideologie die sowohl mystisch, als auch sozial war. Im Gegensatz zu den Ismailiten beschränkte man sich auf die Vermittlung von höchstem okkultem Wissen an die Mitglieder, gab sich ansonsten aber weltlich, unpolitisch und unreligiös und stand als überkonfessionelle Schule jedem offen. Ob Araber, Christ oder Jude. Ihre Organisatiion bestand aus vier Graden: Lehrling, Geselle, Meister und Eingeweihter. Erst der vierte Grad führte zum Geheimwissen. Wie bei den Hermetikern galt der Bruderschaft der Salomonische Tempel als Vollendung allen Strebens nach Perfektion. Sie liessen auch die Legenden von dessen Erbauung unter Leiter Hiram wieder aufleben. Diese Umstände werfen gerade im Hinblick auf die nach wie vor, und immer wieder neu aufflammende Debatte über die umstrittene Geschichte der Freimaurerei einige Fragen auf. Es stellt jedoch mehr als eine Spekultaion dar, wenn man vermutet, dass die vielbeschworenen „Unbekannten Oberen“ auf welche sich sowohl mittelalterliche Alchimisten, als auch aufklärerische Freimaurer so gerne bezogen, ihren Ursprung im sagenumwobenen Orden der Baumeister und dessen Vertretern haben.
972 setzte eine neue Phase ein und es wurde damit begonnen in Kairo die Geheimlehre der Ismaliliten in 50 Traktaten niederzuschreiben. Die erhalteten Werke der Hermetiker wurden dabei integriert und um Bestandteile des esoterischen Islam der Baumeister ergänzt. Diese so genannten "Episteln der lauteren Brüder" fanden auf Umwegen auch ihren Weg nach Europa, vor allem Spanien. Währendessen hatte sich die Bruderschaft der Baumeister auch in Syrien ausbreiten können. (=> Diese Episteln und weitere Werke auch aus der Kabbala waren Stephen Harding (dem Begründer der Zisterzienser und Lehrer von Bernhard von Clairveaux) bekannt und er sorgte in Clairveaux und weiteren Klöstern für die Übersetzung dieser Werke. Hugo de Payens vordringlichste Aufgabe bei seinem Gang ins Arabische übersetzt. Tatsächlich wurde das bis zu diesem Zeitpunkt überlieferte und erhaltene Geheimwissen wurde arabisiert. Die und heisst auch nicht "die Haschischesser". Vielmehr ist es ein etwas verächtlicher Ausdruck aus Damaskus der in etwa "verrückt, spinnert" bedeutet. Damit hat das Volk der Sunniten (Anhänger des exoterischen Islam – Schiiten sind die Anhänger des esoterischen Islam --> allgemein ausgedrückt ) die esoterischen Ismailiten bezeichnet.
Eigentlich sind die Assassinen (im arabischen Raum gemeinhin Batini genannt) eine Absplitterung der Nizari-Gruppe der Ismailiten; ein religiöser Orden mit dem Ziel der Errichtung eines Gottesstaates und nicht die einzige Splitergruppe innerhalb der Ismailiten. (Jeder Splittergruppe hatte ihren eigenen Orden und somit hatte auch jede eigene Gotteskämpfer) Auch wenn die jeweiligen Imame leicht andere politische Präferenzen und Bündnisse eingingen, die innere Lehre blieb in etwa dieselbe. Im Laufe der Entwicklung und innerarabischer Nachfolgestreitigkeiten, Glaubenabspaltungen, Machtkämpfe und Kriege waren bereits immer wieder ismailitische fidâî (Streiter Gottes) als Attentäter und Meuchelmörder unterwegs um die eigenen Interessen zu schützen. Die Aktivitäten der Attentäter und deren Führer waren keineswegs unumstritten nach einem Anschlag auf einen antiismailitischen Perser im Jahre 1111 kam es in Aleppo zu einem veritablen Aufstand gegen sie. Zahlreiche Morde gingen auf jeden Fall auf ihr Konto.
Die Siebener-Schiiten, zu denen die Ismailiten, Alawiten, Nizariten und Drusen zählen, hatten ihren Gottesstaat in Nordafrika und Syrien verwirklicht. Zwar waren sie von dem bekannten Sultan Saladin im Jahre 1173 als politische Staatsmacht zerschlagen worden, jedoch nicht die Orden. Zu den Nachfolgern der Siebener-Schiiten zählen die Alawiten in den Bergen Syriens, bis zu den Amal im nördlichen Libanon. Die Hamas-Bewegung ist ebenfalls ein schiitischer Orden, ebenfalls mit Gottes Streitern im zweiten Grad, daraus rekrutieren sich die ganzen Selbstmordattentäter. Kaum wurde ihr Imam, Scheich Yasin, im September 1997 aus israelischer Haft entlassen, verkündete er, dass die Errichtung eines Gottesstaates sein oberstes Ziel seie.

Alle Terroraktionen der letzten Zeit und der letzten Jahre sind von diesen drei Gruppen durchgeführt worden. Durch religiösen Eifer und Selbstaufopferung wurden die Ziele der Orden verfolgt. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass es unendlich schwierig sein wird ernsthafte Friedensstiftung im Heiligen Land zu bewerkstelligen. Denn der politische Arm der Palästinenser hat wenig bis gar keinen Einfluss auf die Aktionen der unterschiedlichen Ordens-Gruppen, den könnte nur ein Religionsführer haben.

Egal ob Katholizismus, Hinduismus (Kali-Kult) oder Islam, die ursprünglichen Lehren wurden im Laufe der Zeit alle "verdreht" um aktuellen Machtansprüchen und Idealen zu genügen. Fanatismus sorgt immer nur für eines, nämlich den bewusstseinsmässigen Fall in die Unkenntnis......
 

IMplo

Geheimer Meister
22. August 2003
352
Wow!

also meine unberührte Vorstellung von Freimaurerei bestand vor dem Thread eher aus Abstraktionen derart, daß es eine Menge Mitmenschen gibt, die sehen, daß die Mehrheitlich Wahrgenommene Realität eben gemäß dem Terminus Mehrheit nur Mittelmaß und Durchschnitt repräsentiert.

Die Suche nach der Funktion, die alles erklärt, daß halte ich für das hohe Ziel...liege ich da falsch?

Also schließen sich diese Mitmenschen zusammen, denn solches Tun ist "offiziell" unerwünscht und wird aus Angst vor den verheerenden Konsequenzen eines Erfolges dieses Strebens in einen Untergrund gezwungen...so wird aus der Schwäche eine Stärke: man geht in den "Untergrund" um dort zu tun, was den Durchschnitt argwöhnisch macht. Man entwickelt Zeichen als Schutz vor Verfolgung - nachvollziehbar und berechtigt.

Das Streben nach höherer Erkenntnis ist ein Merkmal und natürlicher Bestandteil eines wachen Geistes - wer nicht sucht, findet nicht!

Sich aber nicht an einengende Dogmas zu halten und keiner Ordnung willenlos zu folgen - das ist es, was die Freimaurerei in meinen Augen besonders macht - und das ist auch der Grund, warum sie sich nicht ungeschützt präsentieren kann - in jedem bestehendem System bestehen ideoligisch motivierte Grenzen und Einflüße, die die dieses Verhalten als "subversiv" abstempeln, obgleich es alles andere als das ist; ich habe zwar noch nie einen bekennenden Freimaurer getroffen, glaube aber nicht daran, daß auch nur ein Etikett von ausserhalb des Körpers der Freimaurerei nur ansatzweise zutreffen wird - daher ist mir die gesammelte Aggression gegen die Freimaurerei äußerst suspekt!

Ich selber suche nach Wahrheit und dem Sinn, wie wohl jeder einigermaßen wache Geist - ich habe auf dem Weg der gängigen Religionen und anderer philosophischer Systeme immer nur Stückchen gefunden, die helfen oder auch hindern - daher bin ich überzeugt, daß es einen wahren Weg nur geben kann, wenn man bereit ist, diesen ohne Scheuklappen zu suchen.

Dabei Brüder im Geiste zu finden, ist ein Geschenk!
...und eines, welches sehr selten geschenkt wird!

In diesem Sinne:

IMplo
 
G

Guest

Gast
Nein, etwas besonderes seid ihr nicht.

Aber die Geheimniskrämerei, die z.T. betrieben wird, wirkt sich halt kontraproduktiv aus...
------------------------------------------------------------ Zitat Ende


warum sollte es sich um Geheimniskraemerei handeln?
und: selbst wenn Sie das Wort "kontraproduktiv" fuer sehr bildungsreich halten, ich glaube, es ist hier gar nicht am Platz... haben sich die Freimaurer bei Ihnen als produktionsfoerderne Bruderschaft vorgestellt..?
Oder fehlt Ihnen nur etwas Background zum Thema selbst ?

mit Verlaub...
 

Fantom

Erhabener auserwählter Ritter
9. August 2002
1.197
was denn für eine geheimniskrämerei? du zahlst diesen leuten doch kein geld, warum sollten sie dir ein sitzungsprotokoll schicken?

an alle die diese leute nicht mögen, hier hängen in der stadt immer wieder flyer, auf denen freimaurer zu schnupperveranstaltungen einladen.

geht doch mal hin, ihr könnt nichts verlieren, entweder es ist total langweilig oder ihr werdet erleuchtet und beherrscht in ein paar jahren die welt :lol:
 

steveo

Geselle
13. September 2003
8
Hier gibt es über die Spuren der Templer einen sehr geilen Bericht !
U.a. gibt es Hinweise auf Mittelamerika und Asien.
http://www.hi-story.de/themen/templer/templer.htm

Die Seite ist eh ganz gut, aber natürlich geht auch nicht alles so in die Verschwörungsecke.


Übrigens: Ich konnte nicht anders und hab mir da erst mal diese endgeile Tasse bestellt ;rofl

augekleinnneu.jpg


8) 8) 8) 8) 8)
 

roland

Großmeister
23. November 2002
54
katharsis5 schrieb:
Dieses Dogma propagiert eine Großloge, die "United Grand Lodge of England" (UGLoE) mit Sitz in London und die "Vereinigte Großlogen von Deutschland " folgt ihr willig.

Es gibt keine besondere „freimaurerische Regularität“ der Briten, denn alle Großlogen der Welt haben ihre Regeln und Ordnungen, mit denen sie ihre eigene „Regularität“ begründen. Allein - die Verleumdung des Anderen als "irregulär“ ist herabwürdigend, arrogant und eines wahren Freimaurers unwürdig.

Für mich ist die "Regularität" kein Wert an sich, sondern ein Kunstwort für den subjektiven Versuch, das eigene Wesen (oder eigene Unwesen) gegenüber einem anderen Wesen zu behaupten.

Wen wunderts, wenn die UGLoE in wenigen Jahren ihre Mitgliederzahlen mehr als halbiert hat? In den USA bei den London-hörigen Logen der gleiche Trend.

Ein anderes Dogma. Es heißt: »Mangels einer Registrierung seiner Loge in der "List of Lodges“ besitzt der Maurer keine "Anerkennung“ «.
Längst ist die Anerkennung durch einen ergrauten Senioren-Ausschuss an der Londoner Great Queen Street kein hohes Gut oder hehres Ziel! Die von euch als "irregulär" bezeichneten Logen bilden auf dem europäischen Festland schon lange die Mehrheit!

Die London-untertänige VGLvD kennt noch weitere Dogmen. Eines davon ist das Besuchsverbot.
Es heißt: »Jeglicher Besuch der nicht von den VGLvD anerkannten Logen ist verboten.«

Fazit:
Wenn hier wieder einmal die "traditionellen Werbewochen der WV-Freimaurer (vom VGLvD)" mit dem üblichen großen personellen Aufgebot durchgezogen werden, solltet ihr wenigstens im Ansatz versuchen, bei der Wahrheit zu bleiben!

Zuerst einmal hast Du in Recht. Ich selber empfinde die Kategorisierung in regulär und irregulär auch nicht als glücklich. Als tolerante und weltoffene Menschen sollten wir so etwas nicht nötig haben.
Jetzt kommt das Aber: da der Begriff Freimaurei oder Loge nicht geschützt ist, kann jeder Spinner, der Einfluß auf andere nehmen möchte, seine eigene Loge gründen. Als Möglichkeit, sich von diesen Leuten abzuheben, ist die Regularität dann doch wieder nützlich. Auch wenn es offiziell natürlich auch Andere trifft. Wir haben eine befreundete französische Loge, die nicht regulär ist. Aber was eine Großloge beschliesst und was der Einzelne daraus macht, sind zweierlei Dinge.
Zuguterletzt kannst Du Dir Deinen sarkastischen Ton von wegen Werbewochen mit Großaufgebot sparen. Das nicht immer alles so läuft, wie ich als einfacher Maurer es mir wünsche, ist klar. Aber ich arbeite daran. Was tust Du ausser zu mosern?
 

Moneo

Großmeister
20. Juli 2003
50
Den Schlag Leute, wie er von katharsis5 repräsentiert wird, kenne ich nur zu gut. Sie prangern sog. Geheimbünde und deren "Dogmen" an, wobei sie selbst einem Dogma unterliegen, nämlich: Es gibt Geheimbünde und Verschwörungen.

Dieses Dogma (Glaubenssatz) wurde ihnen aufgrund ihrer Entwicklung, bzw. durch die Beschäftigung mit allerlei Literatur und Filmen, welche mehr Unterhaltungswert als Wahrheitswert besitzen, eingetrichtert.

Fakt ist jedoch, dass zumindest im Bezug auf die Freimaurerei nichts mehr geheim ist. Von den, einstmals geheimen, Ritualen und Erkennungszeichen ist alles offen zugänglich. Schwierig ist nur, die richtigen herauszufiltern, da auch ziemlich viel Schwachsinn verbreitet wird.

Es ist aber kein Fehler der Freimaurerei, die versucht, Aufklärungsarbeit zu betreiben, wenn notorische Verschwörungstheoretiker selbst hinter all der Öffentlichkeitsarbeit der FM nur Blendwerk und Volksverwirrung sehen.

Was sagt uns das? Nur eines, nämlich, dass es noch viele Leute gibt, welche ein Problem mit der Freimaurerei haben. Es sagt nicht, dass die FM verwerflich, unrecht oder unterwandernd ist.

Ich möchte wetten, dass katharsis5 noch nie sich ernsthaft an Brüder Freimaurer gewendet oder einen Gästeabend besucht hat. Hätte er dies getan, wäre er auf diskussionsbereite Menschen gestoßen, mit denen er ohne weiteres über die, von ihm so genannten, "Dogmen" der FM reden hätte können oder über was ihn sonst noch interessiert. Mir macht es jedoch den Anschein, als wäre er nicht wirklich an der Wahrheit interessiert, sondern würde stoisch an seiner Sicht der Dinge festhalten und nicht für eine Änderung dieser Sichtweisen offen sein. Wäre er dies, würde er nicht so effektbeladene und verbohrte Beiträge posten.

Als Freimaurer ist man es schon fast gewohnt, auf Anfeindungen, Unverständnis und Skepsis zu stoßen, wobei letzteres nicht unbedingt negativ sein muß. Es gibt aber gewisse Erlebnisse, wie das Ausgesetztsein von Beschimpfungen bei Verlassen des Logenhauses etc. die es einem nicht gerade leicht machen, die Contenance zu wahren.

Ich hatte erst vor kurzem ein Gespräch mit so einem Illuminatus-Leser, 23-Schauer, der Illuminaten und Freimaurer in einen Topf warf und auch noch behauptete, die "Alten Pflichten" von Anderson oder die "Basic Principles for Grand Lodge Recognition" wären nicht öffentlich zugänglich, als ich ihn darauf verwies. Naja, da fragt man sich dann schon. Ist sehr bedauerlich und bedenklich, wenn so viele Leute mit Halbwissen und Fiktion im Kopf rumlaufen. Anders wäre dieses Forum ja auch überflüssig. Wenn ich mich nicht auf meinen Hintern setze und mich mal ernsthaft mit einem Thema befasse, kann ich auch schnell der Meinung sein, dies und jenes wäre geheim oder nicht öffentlich zugänglich, nur, weil ich es nicht am nächsten Kiosk kaufen konnte.
 

Jah-Baal-On

Großmeister
7. Oktober 2003
63
Moneo:

Willst Du etwa bestreiten, dass es Geheimbünde und Verschwörungen gibt?

In der Freimaurerei ist nichts mehr geheim? Klar, ich kann mir die Rituale und geheimen Zeichen/Wörter innert kürzester Zeit mit Google zusammensuchen. Eure Mitgliederlisten sind aber nach wie vor vertraulich. Und die Logen-Interna ebenso.

Die Freimaurerei versucht, Aufklärungsarbeit zu betreiben? Die Betonung liegt auf "versucht", denn wer sich wirklich für Hintergründe interessiert, wird auf den FM-Homepages schwer enttäuscht. Das einzige, was dort an Lesenswertem zu finden ist, sind philosophische Traktate. Der Rest gleicht oft narzistischer Selbstbeweihräucherung. An der Unfähigkeit oder Unwilligkeit der Maurer, sachlich und ohne Polemik auf Kritik zu reagieren, hat sich bis heute nichts geändert.
"Wer die Freimaurerei angreift, der muss wissen, dass er damit die Ethik bekämpft, die wir verkörpern wollen, und dass er einer Kulturmacht den Krieg erklärt. Auf den muss es aus der Freimaurerei von allen Seiten so niederblitzen und hageln, dass er die Waffen strecken muss und vor der Öffentlichkeit als ein Unwürdiger und Unsittlicher dasteht, der ein Heiligtum entweiht hat."
Der Freimaurer und Oberst a.D. Albert Buddecke in der "Allgemeinen Logenzeitung" 1928

Wie in einem unendlichen Mantra bestreiten die Freimaurer immer wieder, politisch tätig zu sein. Das ist für die "Geschäftsmaurerei" der Johannisgrade auf kommunaler Ebene nicht einmal die halbe Wahrheit und bezogen auf die Hochgrade und die "große Politik" eine freche Lüge.

Die Freimaurerei bestreitet jeglichen zusammenhang mit dem Druidenorden, den Odd Fellows, den Lions, den Rotarier, Kiwanis, etc..
Diese Clubs und Logen sind letztendlich jedoch Schöpfungen und integraler Bestandteil der Maurerei. Rotary und Lions wurden durch Hochgradmaurer gegründet und die internationalen Präsidenten waren immer bekannte Hochgradmaurer. Das unsichtbare Band zwischen Freimaurerei und Club wird dann unter anderem durch "Inspektoren" gehalten, die als Freimaurer dem Club beitreten. Solche Doppelmitgliedschaften können auch problemlos an Hand der immer wieder "in unbefugte Hände" gelangenden Mitgliederlisten verifiziert werden.

Ich habe grundsätzlich nichts gegen die wahren freimaurerischen Ideale einzuwenden. Ich weiss nicht, ob es eine maurerische Weltverschwörung gibt, genausowenig weiss ich, ob die "geheimen Oberen" tatsächlich existieren. Fakt ist aber, dass es kaum geschichtliche/politische Veränderungen gab und gibt, an der nicht aktiv Freimaurer (ich sage mal bewusst nicht: Freimaurerei) beteiligt sind.

Es gibt im Grunde nur zwei Grade in der Freimaurerei, den Grad der Unwissenden und den Grad der Wissenden. Das macht uns die Freimaurerei so schwer begreiflich, sie entzieht sich in der Erfassbarkeit sogar den eigenen Mitgliedern. Was in allen übrigen menschlichen Vereinigungen als Fehlverhalten gilt, nämlich, irreführend zu wirken, wird in der Freimaurerei zur höchsten Tugend erhoben.
 

Moneo

Großmeister
20. Juli 2003
50
Jah-Baal-On schrieb:
Willst Du etwa bestreiten, dass es Geheimbünde und Verschwörungen gibt?
Nein, aber ich halte es, wie Einstein mit dem Äther.

Eure Mitgliederlisten sind aber nach wie vor vertraulich. Und die Logen-Interna ebenso.
Käse, in Deutschland sind die Mitgliederlisten aller e. Ve. (und die FM-Logen sind nichts anderes als eingetragene Vereine) öffentlich zugänglich, man muß sich nur darum bemühen.

Die Freimaurerei versucht, Aufklärungsarbeit zu betreiben? Die Betonung liegt auf "versucht", denn wer sich wirklich für Hintergründe interessiert, wird auf den FM-Homepages schwer enttäuscht. Das einzige, was dort an Lesenswertem zu finden ist, sind philosophische Traktate. Der Rest gleicht oft narzistischer Selbstbeweihräucherung. An der Unfähigkeit oder Unwilligkeit der Maurer, sachlich und ohne Polemik auf Kritik zu reagieren, hat sich bis heute nichts geändert.
Hintergründe? Ja welche Hintergründe denn? Es gibt kein geheimes Wissen. Ein junger Freimaurer lernt das ziemlich schnell: Was Du suchst, ist in Dir.
Dem Freimaurer wird kein Wissen zuteil, welches der Öffentlichkeit verschlossen ist, aber ihm werden Dinge bewußt, die ihm als Suchender vielleicht nicht bewußt waren, er wird sensibilisiert. Es geht jedoch alles von ihm selbst aus. In dieser Hinsicht ist die Freimaurerei individualistisch.

Wie andere schon vor mir gesagt haben: Es gibt Freimaurer und Freimaurer. Die, die ihren Jahresbeitrag überweisen und die, die es nicht tun, aber in ihrem Inneren trotzdem die gleiche Einstellung haben. Das ist entscheidend. Solche Leute werden oft auch als "Freimaurer ohne Schurz" bezeichnet, wie z. B. Hermann Hesse.


"Wer die Freimaurerei angreift, der muss wissen, dass er damit die Ethik bekämpft, die wir verkörpern wollen, und dass er einer Kulturmacht den Krieg erklärt. Auf den muss es aus der Freimaurerei von allen Seiten so niederblitzen und hageln, dass er die Waffen strecken muss und vor der Öffentlichkeit als ein Unwürdiger und Unsittlicher dasteht, der ein Heiligtum entweiht hat."Der Freimaurer und Oberst a.D. Albert Buddecke in der "Allgemeinen Logenzeitung" 1928
Das ist schon total veraltet und war aus einer Zeit, als es sprichwörtliche Freimaurerverfolgungen gab. Man muß alles im historischen Kontext sehen. Warum war die Freimaurerei erst ein Geheimbund? Einfach: Weil der Bund Ideen und Ideale vertrat, die von der Obrigkeit (Absolutismus) geächtet wurden.

Wie in einem unendlichen Mantra bestreiten die Freimaurer immer wieder, politisch tätig zu sein. Das ist für die "Geschäftsmaurerei" der Johannisgrade auf kommunaler Ebene nicht einmal die halbe Wahrheit und bezogen auf die Hochgrade und die "große Politik" eine freche Lüge.
Erst sagst Du, es würde so viel geheimgehalten, jetzt protzt Du jedoch mit dem Wissen über Geschäftsmaurerei. Wenn ich mir mein Dach decken lassen muß und zufällig jemanden kenne, der mir vertrauenswürdig erscheint, lasse ich es ihn tun und nicht einer mir unbekannten Firma. Habe ich einen Logenbruder, der zufällig Dachdecker ist, wende ich mich eben an ihn. Diese Art von Geschäftemacherei gibt es aber in jedem Bekanntenkreis, das hat nichts mit der Freimaurerei zu tun. Abgesehen davon stimmt es schon, dass Brüder Freimaurer vielleicht etwas humanere Bedingungen in ihren Firmen herrschen lassen und ich vielleicht und besseres Gewissen habe, so einer Firma einen Auftrag zu erteilen.

Die Freimaurerei bestreitet jeglichen zusammenhang mit dem Druidenorden, den Odd Fellows, den Lions, den Rotarier, Kiwanis, etc..
Diese Clubs und Logen sind letztendlich jedoch Schöpfungen und integraler Bestandteil der Maurerei. Rotary und Lions wurden durch Hochgradmaurer gegründet und die internationalen Präsidenten waren immer bekannte Hochgradmaurer. Das unsichtbare Band zwischen Freimaurerei und Club wird dann unter anderem durch "Inspektoren" gehalten, die als Freimaurer dem Club beitreten. Solche Doppelmitgliedschaften können auch problemlos an Hand der immer wieder "in unbefugte Hände" gelangenden Mitgliederlisten verifiziert werden.
Ich bin auch Mitglied in mehreren Vereinen. Gibt es deshalb etwa eine Verschwörung des Schützenvereins Poing und des Kaninchenzüchtervereins aus Dachau???

Ich habe grundsätzlich nichts gegen die wahren freimaurerischen Ideale einzuwenden. Ich weiss nicht, ob es eine maurerische Weltverschwörung gibt, genausowenig weiss ich, ob die "geheimen Oberen" tatsächlich existieren. Fakt ist aber, dass es kaum geschichtliche/politische Veränderungen gab und gibt, an der nicht aktiv Freimaurer (ich sage mal bewusst nicht: Freimaurerei) beteiligt sind.
Freimaurer reden lieber von der "Weltbruderkette", nicht der Weltverschwörung. Die Weltbruderkette ist ebenso ein Ideal und, leider, nicht erreicht.
Nun, der zweite Weltkrieg wurde bestimmt nicht von Freimaurern angezettelt, die FM war ja im 3. Reich auch verboten. ;)
Man muß da immer differenzieren. Die franz. Revolution z. B. wurde nicht von Freimaurern initiiert, trotzdem waren unter den Streitern für die Rev. Freimaurer.
Die Verfassungsväter der USA waren alle, bis auf einen, Freimaurer, was jedoch nicht heißt, dass der erste und zweite Golfkrieg Werke der FM waren. Das ist geschichtliche Argumentation, nicht diese Holzhammermethode, wie: Truman gab den Befehl zum Abwurf der Atombomben, er war auch Freimaurer, ergo: Die Freimaurer warfen die Atombombe. Das ist Schwachsinn.
 

Jah-Baal-On

Großmeister
7. Oktober 2003
63
Moneo schrieb:
Jah-Baal-On schrieb:
Eure Mitgliederlisten sind aber nach wie vor vertraulich. Und die Logen-Interna ebenso.
Käse, in Deutschland sind die Mitgliederlisten aller e. Ve. (und die FM-Logen sind nichts anderes als eingetragene Vereine) öffentlich zugänglich, man muß sich nur darum bemühen.

Ich bin juristisch nicht so bewandert, aber m.E. sind Mitgliederlisten von Vereinen für Aussenstehende nicht zugänglich. Sogar ein Vereinsmitglied hat diese Rechte nur bei Darlegung eines berechtigten Interesses und nur in dem daraus sich ergebenden Umfang. Vielleicht kannst Du mir den betreffenden Paragraphen aus dem Vereinsrecht nennen.

In England kam es 1998 zu einem kleinen Skandal: Anlass dafür waren schwere Fälle von Rechtsbeugung durch eine Polizeieinheit in den West Midlands. In dieser inzwischen aufgelösten Einheit sollen Freimaurer tätig gewesen sein. Der Geheimorden weigerte sich jedoch, die Namen seiner Mitglieder zu enthüllen, die mit der umstrittenen Einheit in Verbindung standen.
Der Sprecher der britischen Freimaurer, Michael Gigham, verweigerte in einer heftigen Konfrontation im Parlament jede Auskunft über Interna des Ordens. Auch die geheimen Handzeichen und Fußstellungen, an denen sich Mitglieder untereinander erkennen, wollte Gigham nicht preisgeben. Der Einfluss der Freimaurer reicht bis ins Königshaus, da der derzeitige Großmeister des Ordens der Herzog von Kent ist, ein Cousin der Königin. Experten vermuten, dass auch Prinz Philipp, der Gemahl der Königin, Mitglied des Geheimordens ist.

Von wegen "Geschäftsmaurerei": Falls Du ein bisschen Zeit hast, empfehle ich Dir wärmstens, folgenden Artikel zu lesen:
http://www.woz.ch/wozhomepage/fusi/fusi_b32j02.htm
Ist zwar nicht die grosse Weltverschwörung, aber gutes Anschauungsmaterial in Sachen Verfilzung + Korruption.
 

Moneo

Großmeister
20. Juli 2003
50
Nun, Du hattest recht, die Mitgliederverzeichnisse sind nicht generell öffentlich, da sie dem Datenschutz unterliegen. Es ist Sache des jeweiligen Vereins, ob er Informationen über seine Mitglieder preisgibt.
Das ist dann aber Vereinsrecht und nicht gleich ein Verdachtsmoment gegenüber der Freimaurerei.

Die Sache in England betreffend:
Hier wäre wohl etwas anders mit den betreffenden Brüdern umgegangen worden. Mehr will ich dazu nicht sagen.

Und bezüglich des Links:
Verfilzung, Korruption, Vereinsmeierei gibt es überall, schwarze Schafe ebenso. Davor ist auch die Freimaurerei nicht gefeit. Sogar Kipling, der selbst Freimaurer war, schrieb Geschichten, die von solchen Leuten handeln (z. B. "The Man who would be King").

Man will es vielleicht nicht glauben, aber in einer Loge geht es nicht anders zu, als in jeder anderen Gemeinschaft unter Menschen, mit all ihren Fehlern und Schwächen, deshalb sehen sich Freimaurerer auch nicht als bessere Menschen.
 

Jah-Baal-On

Großmeister
7. Oktober 2003
63
Moneo: Danke für die Antwort.

Ohne Dich angreiffen zu wollen: Es ist eben genau diese "Vereinsmeierei" (wie Du es etwas verharmlosend bezeichnest), welche immer wieder für schlechte Presse sorgt.

Ich kenne eine handvoll Freimaurer, und dies sind "unglücklicherweise" alles Personen, denen ich vollstes Vertrauen entgegenbringe. Ich habe also keine persönlichen Motive, die FM anzugreifen.

Allerdings hab ich in den letzen 15 Jahren einige Bücher gelesen. Und um Dir gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: van Helsing ist meines Erachtens ein antisemitischer Prophet. Oder ein geschäftstüchtiger Plagiateur. Oder ein Agent Provocateur. Auf jeden Fall hab ich sowas nie ernst genommen. Ich hab immer drei, vier Bücher synchron gelesen, z.B. die Bibel, Blavatsky, Frissell und vonDäniken. Ich hab mich nie auf eine Seite geschlagen, war nie "links" oder "rechts", "Kommunist" oder Kapitalist"...
Ich hab mir die Freiheit genommen, immer eigenständig denken zu können, und das hat mich in manch' Fettnäpfchen treten lassen. Mein Herz schmerzt vor Mitleid und mein Geist drängt nach Er-lösung. Nenn mich ruhig Bruder.
Bruder im Geiste. Bruder ohne Dogma.

Sorry, Junge: Die Freimaurerei hat in ihrem heutigen Gewand KEINE Berechtigung. Sie ist notwendig und sinnvoll in einer Diktatur, aber in einer Demokratie (für mich gleichbedeutend mit dem momentan bestmöglichen Regierungssystem) hat sie herzlich wenig verloren und erscheint verdächtig.
Der Tempel der Humanität (für einige Hardcore-Idealisten mehr als nur ein Symbol...), die Bruderkette, die Vereinigung mit dem GBAW: Sie werden mit aller Brutalität, mit aller Gewalt und entgegen jeglichen Menschenverstandes durchgesetzt.

Ich weiss nicht, wie weit Du innerhalb der Maurerei aufgestiegen bist, ich vermute mal typischer Drei-Punkte-Bruder, Student, Absolvent einer höheren Wirtschaftsschule oder Selbständigerwerbender seit max. drei Jahren. Mein Weltbild würde tatsächlich zusammenbrechen, wenn in diesem Forum Hochgradmaurer (z.B. ab dem 18° AASR) posten würden. Die haben wahrlich andere Aufgaben. :wink:
 

GreatForrest

Geheimer Meister
2. Mai 2002
289
Moneo schrieb:
Ich hatte erst vor kurzem ein Gespräch mit so einem Illuminatus-Leser, 23-Schauer, der Illuminaten und Freimaurer in einen Topf warf und auch noch behauptete, die "Alten Pflichten" von Anderson oder die "Basic Principles for Grand Lodge Recognition" wären nicht öffentlich zugänglich, als ich ihn darauf verwies. Naja, da fragt man sich dann schon. Ist sehr bedauerlich und bedenklich, wenn so viele Leute mit Halbwissen und Fiktion im Kopf rumlaufen. Anders wäre dieses Forum ja auch überflüssig. Wenn ich mich nicht auf meinen Hintern setze und mich mal ernsthaft mit einem Thema befasse, kann ich auch schnell der Meinung sein, dies und jenes wäre geheim oder nicht öffentlich zugänglich, nur, weil ich es nicht am nächsten Kiosk kaufen konnte.

Das erinnert mich daran als ein höherer Beamter im Polizeidienst bei mir mehrere Bücher über Freimaurerei sah und meinte. "So ein Quatsch, die gibts doch nicht wirklich" 8O :lol: 8O
 

Ararat

Großmeister
19. April 2003
53
wozu braucht ihr Eure Besch*ssene Bruderschaft?
Könnt ihr euch nicht wie jeder normale Mensch an einem Stammtisch oder in einem Fussballclub gehen.

Wozu braucht ihr Rituale?
Reichen Euch die Religion nicht aus?
Wenn jemand nicht an Gott glaubt ist das seine Sache
Wenn jemand eine Religionsartigen Kult betreibt, Macht hat und
sich bedeckt haltet dann solltet ihr euch :twisted: nicht wundern dass viele hier
gegen Euch Kranke was haben.

ICh hasse Euch z.B.

Ist meine Meinung
du als FREIDENKER müsstest mich toleriern somit

hahaha
 

GreatForrest

Geheimer Meister
2. Mai 2002
289
Also ich würde niemanden tolerieren der mich mit den Worten "Besch*ssene Bruderschaft?" und "Euch Kranke " beschreibt.

Wozu braucht ihr Rituale?
Rituale dienen der spirituellen Erfahrung und der Erbauung des Bruders, Einkehr und Arbeit an sich sebst um sich zu verbsessern.

Daß da vorab bestimmte Sachen geregelt werden ist klar, das ist überall so wenn einflussreiche Leute zusammenkommen. Un man selbst sucht sich teilweise als solcher Bund Leute aus die man "haben will". Allerdings kommen auch einfache Leute selbst hinzu. Wie gesagt ich spreche selbst auch nur von der blauen Maurerei.
 

Eingeweihter

Geheimer Meister
24. April 2003
337
...es wurde ja schon auf die immer wieder im Forum gleichlautenden "Enthüllungen" und das entspr. gepostete Halbwissen eingegangen.

Von mir daher nur noch soviel: Wenn ihr mal richtigen Filz und "Geschäftsmaurerei" erleben wollt, dann werdet Mitglied in einem Sport-, am besten Fussballverein! Oder schlimmer: im örtlichen Golfclub!!!

...ach ja, zum Thema "Mitgliederlisten": Fragt mal im nächstgelegenen Kleingärtnerverein nach der Mitgliederliste. Die werden Euch was pusten, zum ersten (und das wurde bereits gesagt), darf der Verein es gar nicht (Datenschutz), zum zweiten würde er es auch nicht tu´n. Denn welches ernsthaftes Interesse (ausser Neugier) könnte ein Aussenstehender haben, zu wissen, in welchen Vereinen sein Nachbar Mitglied ist und in welchen nicht. Warum soll für Menschen, die Mitglied einer FM-Loge sind, etwas anderes gelten?
 

Moneo

Großmeister
20. Juli 2003
50
@Jah-Ball-On:

Immer wieder für schlechte Presse? Hmmm... Betrachtet man es im Verhältnis bekommt die FM gar nicht so viel schlechte Presse. Viel Presse schon gar nicht und nur ein Bruchteil davon ist schlecht.
Hier sehe ich also kein Problem, für beide Seiten.

Die Freimaurerei hatte immer ihre Berechtigung und wird sie auch noch lange haben, denn die Ideale und Ziele, die sie vertritt, sind in den heutigen Gesellschaften bei weitem nicht nur annähernd erreicht.

Humanität mit Gewalt durchgesetzt? Das ist ein Widerspruch in sich. Jeder, der diesen Fehler macht, hat wohl nicht ganz verstanden, was Humanität bedeutet und was die Freimaurerei darunter versteht.

Meine Stellung in der Freimaurerei tut nichts zur Sache. So, wie ich hier argumentiere, würde ich immer argumentieren, egal in welchem Verein ich Mitglied bin.


@Ararat:
Die Frage nach den Ritualen wird Dir wohl jeder Maurer versuchen, anders beantworten. Was zählt, ist das Erlebnis, d. h., dass man es nicht wirklich in Worte fassen kann. Ist ja auch klar, könnte man das, wären sie überflüssig.

Die Freimaurerei befindet sich nicht auf der Ebene der Religionen, daher stellt sich die Frage, ob sie ausreichen, auch nicht.

Wer sagt denn, dass Freimaurer nicht an Gott glauben? Der Glauben wird durch die FM nicht tangiert, sie ist jedes Maurers private Angelegenheit, deshalb gibt es Christen, Juden, Moslems, Hindus etc. in der FM.

Die Freimaurerei hat nicht mehr oder weniger Macht, wie die einzelnen Mitglieder im profanen Leben haben.

Natürlich toleriere ich Dich und Deine Meinung. Niemand ist berechtigt, Dein Recht darauf anzuzweifeln. Es ist jedoch traurig, dass Du Haß empfindest. Ich hasse niemanden, weil er eine andere Meinung vertritt.
 

shakti

Geselle
14. Januar 2004
5
An die gutsituierten Herren mit Stammtischniveau...

Hey, ich bin alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und arm wie `ne Kirchenmaus- aber frei! Darf ich bei euch eintreten? (ich bin eine sehr neugierige Frau und so hatte ich doch tatsächlich mal den Wunsch!)Oder habt ihr Angst vor Frauen? Versteht ihr immer noch nichts von uns?(Wir um so mehr von euch!!!)Sind wir euch denn immer noch ein Rätsel? Oder liegts an der Kohle, die mir fehlt? Messt ihr dem Geld denn immer noch mehr Wert als den "freien" Gedanken bei? So basiert eure Macht also immer noch auf alten, materiellen Werten und einseitig männlichem Denken. Dann seit ihr also diejenigen, die den Fortschritt aufhalten, die Bremsklötze an der Schwelle des neuen Zeitalters!
Ihr tut genau das Gegenteil von dem, was ihr sagt, das ihr tun würdet. So tatet ihr es immer schon, ist euch das nie aufgefallen? Habt ihr niemals nach oben geschaut, nach Wahrheit gesucht, in Frage gestellt`, mehr wissen wollen? Nein, denn dafür geht es euch zu gut, in euren Positionen und ihr seid zu satt, um euch zu bewegen. Wie könntet ihr also "Freidenker" sein? Dann macht euch erstmal frei- werdet Individualisten und fangt an euer veraltetes, reaktionäres Gebilde mal etwas aufzumischen. Nichts ist wie es scheint- und nichts bleibt wie es ist!
 

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