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Eskalation USA - Iran

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.792
Könnte das weniger mit dem Widerlichkeitsgrad der Religion zusammenhängen als einfach damit, dass Israel und die USA eigentlich eher versuchen, die Bedrohung für Israel zu minimieren, und da ist der Iran nun mal mehr relevant als Saudi Arabien, das immerhin schon mal das Existenzrecht Israels anerkennt?
Ja, sicher, aber Saudi-Arabien ist durch seine weltweite, sehr erfolgreiche Kampagne für den Steinzeitislam der deutlich gefährlichere Staat, angefangen damit, daß es auf der Welt viel weniger Schiiten als Sunniten gibt. Sehr viel gefährlicher für uns alle, den Westen, die Indonesier, die Malediver, alle möglichen Leute außer, viellt., Israel. Vielleicht.
Also kann ich nur beten „Donald, mach‘ kein‘ Scheiß…
Hat er schon. Mehrfach.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.806
Aus diesem Ereignis von vor fast 60 Jahren eine Argumentation aufsetzen zu wollen die in die Gegenwart reicht, das ist so unsinnig, das muß einem doch schon beim ersten Gedanken auffallen.

Tatsächlich? Merkwürdige Argumentation. Du bist also der Ansicht, dass etwas, was es komplett unsinnig ist, anzunehmen, dass etwas, was vor 60 Jahren geschehen ist, Auswirkungen bis in die Gegenwart haben könnte? Gleichzeitig weist Du auf die unbedingst zu beachtende Vorgeschichte dieses Ereignisses - die ja nun logischerweise noch länger her ist, hin. Dein Talent, Deine eigenen Argumente ins Off zu schießen, ist beeindruckend.

Und natürlich hinterlässt die Geschichte, die eine Gesellschaft erlebt hat, Spuren, die sich lesen lassen wie die Jahresringe eines Baumstamms. Ob man sie richtig liest, ist eine Frage - ich stelle deshalb das, was ich zu lesen glaube, zur Diskussion. Aber nichts von dem, was Du richtigerweise anführst, bevor Du es fälschlicherweise selbst wieder ins Off kickst, widerspricht dem.


Die Welt wird tatsächlich immer bekloppter. Als ob Achtsamkeit gegenüber den Rechten und Empfindungen von Minderheiten/Mitmenschen auch nur ansatzweise verkehrt sein könnte. Mitnichten. Es bleibt auch dann gut und richtig, wenn Einzelne dabei weit übers Ziel hinaus schiessen und schlechte Menschen wie AfD-Politiker geradezu einladen, dies medienwirksam auszuschlachten.

Schöner Strohmann in Kombination mit einem true Scotsman. Talent zum Schwurbeln hadt Du. Das Problem ist ja nicht die Achtsamkeit gegenüber Rechten und Empfindungen von Mitmenschen oder Minderheiten, sondern die Selektivität. Ein paar schaurig-schöne Beispiele hast Du selbst geliefert. Zum Beispiel, als ich Dich fragte, ob Dir denn die existentiellen Sorgen vieler Menschen die wegen der Corona-Politik auf die Straße gehen, komplett am Arsch vorbei gehen und Du mit dieser Frage noch nicht einmal was anfangen konntest. Oder auch das Superargument „Wir sind mehr!“, was Du mir gegenüber gebrauchtest, was ja in einem exakt diametralen Widerspruch zu dem steht, was Wokeness nach Deinen Worten ausmachen soll.

Also wäre Wokeness genau das, was Dir immer wieder misslingt, wenn es mal wichtig wäre und drauf ankäme. Und in meiner Begriffswelt ist es genau das, was die Wokeness kennzeichnet: Hehre Ansprüche, die man andere stellt und selbst nicht erfüllt, weil man z.B. gerade mehr Angst als Vaterlandsliebe vor einem Erkältungsvirus hat und seine Panik darüber in den Mittelpunkt stellt. Und sich dann mit Nichtwissen entschuldigt. Aber später noch nicht mal die Leute, die man hemmungslos mit Nichtwissen verdammt hat wieder rehabilitiert oder um Verzeihung bittet. „Wir werden uns viel zu verzeihen haben“ sagte der Vertreter des Staates, dessen damalige oberste Ethik-Analphabetin unverholen ein “Schwamm drüber“ für sich selbst und die Politik fordert, der aber immernoch, fernab jedes Verzeihens, Verstöße während der Corona-Zeit bestraft.

Und wenn dies weit über jedes vernünftige Maß hinausschießend - was wäre bei einer solchen Fehlleistung ein vernünftiges Maß? - zur Politik wird, dann ist natürlich jemand, der dies kritisiert und auf Richtigstellung besteht, nicht etwa jemand, der auf Beachtung seiner Rechte und Empfindungen als Mitmensch besteht, sondern natürlich ein böser Mensch und AfD Politiker, der dies ausschlachtet - angeblich öffentlichkeitswirksam - um irgendwelchen finsteren Agenden nachzueilen. Etwa, Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Das hat die gleiche Logik wie „Mein Mathelehrer ist ein schlechter Mensch, der die Tatsache, dass ich nicht rechnen kann dazu instrumentalisiert, mir eine schlechte Note reinzuwürgen!“.

Das ist so doof, dass es schon weh tut.

[…]
Is klar, verstehe ich so gesehen, wenn ich ein AfDler wäre, dann täte ich auch lieber über woke reden als über Putin oder Trump.

Welch schöner Whataboutismus. Aber ja - Putin hat es tatsächlich geschafft, sich selbst mit seinem Angriff ins Unrecht zu setzen. Ein schöner Grund für Europa und Deutschland, seit 5 Jahren Waffen zu liefern und jeden Versuch, endlich zu einem friedlichem Ende dieses Gemetzels zu kommen, zu hintertreiben.

Und natürlich schreibe ich gerne über Wokeness - wenn auch eher als Chiffre für die Gesamtheit der progressiven Politik. Hier ist es doch bemerkenswert, was für richtige kleine Falken die Grünen doch da ausgebrütet haben, nachdem sie noch wenige Wochen vorher mit „Keine Waffen in Kriegs- und Krisengebiete!“ Wahlkampf gemacht hatten.

Nebenbei bemerkt - ich sehe auch nicht, dass Putin einen Krieg gegen Deutschland führt. Es ist nur interessant, dass, wenn Chupalla über die simple Wahrheit sinniert, dass wir irgendwann einmal zu einem normalen Miteinander mit Russland zurück kommen müssen, er sofort als Putin-Freund und Vaterlandsverräter beschimpft wird. Ist es nicht eher so, dass auch Deutschland einen Krieg gegen Russland führt - und als Waffenlieferant dabei sogar riskant nahe an der Grenze zum Konkreten?

Aber dies nur, um klar zu stellen: Ich halte es für eine Heuchelei, Putin eine angebliche Kriegsführung gegen Deutschland und Europa vorzuwerfen, wenn Deutschland und Europa gleichzeitig jeden Gedanken an einen Frieden, der etwas anderes als ein militärisch errungener Siegfrieden ist bekämpfen.

Präventiv dazu: Ich weiß es nicht, was richtig ist und wie man es machen könnte. Ich weiß nur dass es genauso falsch ist, den Krieg in die Länge zu ziehen, wie es falsch gewesen wäre, Russland einfach durchmarschieren zu lassen. Der Vorteil, den wir als Demokratie hätten, wäre der lebendige Diskurs aller Meinungen und der ergebnisoffene Wettbewerb der Ideen. Es ist gut, dass es nicht nur Gebelfer im Stil einer Frau Strack-Zimmermann gibt.

Und es ist schade, dass der sachliche Diskurs per Brandmauer unterbunden ist und wir genauso stur in eine willkürliche Richtung marschieren wie eine Diktatur.

Wo wir auch gleich wieder zu woke kommen: Wenn eine Außenministernde vorschlägt, ein Transportmittel wie eine Lokomotive zu zerlegen, aber dann rätselt, wie man die Teile transportieren soll, dann ist dieser Unsinn nach Deinem Bekunden immer noch ein wertvoller Beitrag im Rahmen eines Brainstorming. Wenn aber in einem Krieg, der Menschenleben kostet, jemand vorschlägt, zu prüfen, wie man das gegenseitige Töten beenden könnte, ohne es bis zum Schluss auszufechten, ist er mindestens ein Putinfreund. Oder, wie Orban, schlicht ein Arsch.

Auch das ist in meiner Begriffswelt Wokeness, weil es die gleichen Denk- und Charakterfehler wie weiter oben geschildet aufweist.

Du kannst das natürlich nicht wissen, aber er macht jeden Tag Scheiß, er fängt gleich morgens beim ersten Tweed damit an und zieht's den gesamten Tag über durch, 24/7. Er füllt verlässlich die Tage mit Botschaften, Sätzen, Wörtern die eines Staatsoberhauptes unwürdig sind, milde ausgedrückt, er beleidigt, bedroht, erpresst und lügt pausenlos, und agiert dabei vollkommen planlos und wider jede Vernunft. Kein deutscher Politiker hätte auch nur einen einzigen Trump-Tag karrieretechnisch überleben können, schlicht undenkbar. Aber er sitzt trotzdem noch im Oval Office.

Nun ja. Es ist jetzt kein Ad-Hominem, auch wenn es sich so anhört: Wer einen Habeck gewählt hat und noch meint, dieser habe einen guten Job getan, disqualifiziert sich für solche Betrachtungen und Vorwürfe gegen ausländische Politiker. Sorry.

Ich hatte es schon angedeutet: Mir geht es durchaus so, dass mir die politische Richtung, für die Trump steht, durchaus sympathischer ist als Trump selbst, wobei mir Trump selbst ziemlich wurst ist. Es ist - um als Nicht-Fußballer mal einen simplen Vergleich zu bringen - etwa so, als würde der Lieblingsverein einen schlechten Torwart aufstellen.

Es ist schon bitter, dass ein solches Amt in die Hände eines solchen Kauzes fällt. Was allerdings die Democrats mit ihrem dementen Greis zuvor noch getoppt haben.

Mit dem Iran ist er aber vielleicht ein Stück zu tief in die Toilette gesprungen, das läuft grad richtig aus dem Ruder.
Eine Möglichkeit wäre, völlig frei aus der Luft einen Sieg herbei zu lügen, hat ja bei der Wahl 2020 auch funktioniert, und sich aus dem Staub zu machen. Sollen die anderen dann doch sehen wie sie an ihr Öl kommen, so sprach er ja heute. Bloß dass es danach immer noch den Iran gibt, der die Sache wohlmöglich noch nicht für erledigt hält. Und der - ich möchte es nicht hoffen und glaube auch nicht dran, aber man kann es ja mal erwähnen - auch ernsthaft angreifen könnte, zum Beispiel die VAE.

Nun gut. Die Gefahr, dass es ein - vermeidbarer - Griff ins Klo war, besteht ja tatsächlich, hatte ich auch geschrieben. Punkt ist allerdings auch, dass sich der Iran selbst ziemlich isoliert hat und von Nachbarn wie den VAE gar nicht mehr wohlwollend gesehen wird. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass fortschrittlichere Staaten in der Gegend langsam auch die Nase voll von den Dauerquerelen um die Palästinenser und den daraus generierten weltweiten Terror haben, der ja letztlich dem Ansehen der ganzen Region nachhaltig schadet.

Also völlig offen, was da rauskommt. Aber seriöse Politik sieht anders aus, stimmt.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.806
Das behauptet ja auch niemand. Das wird einem ja nur in den Mund gelegt.

Wobei diese scheinheilige Abwiegelei schon durchaus widerlich ist. Nehmen wir das Selbstbestimmungsgesetz, das mit drakonischen Strafandrohungen durchsetzt ist. Als ob man ein ersprießliches und auskömmliches Miteinander per Gesetz herbeiregulieren und notfalls herbeistrafen könnte.

Und wenn ich an den Queerbeauftragten der Ampelregierumg denke, dem nach eigenem Bekunden jeder cis-Mensch ohne queerem Hintergrund verdächtig ist, dann wird es vollends bekloppt. Die gleiche Aussage über Menschen mit queerem Hintergrund gäbe nämlich Ärger ohne Ende.

Womit wir wieder bei der sorgfältig gewählten Selektivität der Achtsamkeit gegenüber den Empfindungen und Rechten anderer sind, die aus einem Altruisten einen Heuchler macht.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.792
Das Selbstbestimmungsgesetz ist einer der Gründe, warum woke tot ist. Was wollen die denn noch fordern?

Meine Frau hatte zuletzt mehrere transsexuelle und nichtbinäre Studenten, und das in einem Orchideenfach... Aber keiner von denen hatte seinen Eintrag ändern lassen.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.806
Das würde ich auch in etwa so erwarten. Selbst, wenn es mich betreffen würde: Der Staat und seine Behörden wären die Letzten, bei denen ich so etwas aktenkundig machen würde. Horrorvision: In ein paar Jahren haben wir dank grüner Schützenhilfe ein Kalifat und dann können die neuen Machthaber schon mal planen, wieviele Baukräne sie wo und wann brauchen.
 

Bunter Hund

Intendant der Gebäude
2. Juni 2025
829
Trump und seine Clique sollen durch Insider-Geschäfte an diesen Krieg schon eine Milliarde Dollar eingenommen haben, nach Wirtschaftsexperten.
Sie haben Wetten auf fallende Kurse am Aktienmarkt und steigende Preise beim Erdöl kurz vor Kriegsanfang abgeschlossen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bunter Hund

Intendant der Gebäude
2. Juni 2025
829
Das würde ich auch in etwa so erwarten. Selbst, wenn es mich betreffen würde: Der Staat und seine Behörden wären die Letzten, bei denen ich so etwas aktenkundig machen würde. Horrorvision: In ein paar Jahren haben wir dank grüner Schützenhilfe ein Kalifat und dann können die neuen Machthaber schon mal planen, wieviele Baukräne sie wo und wann brauchen.
Sie brauchen für jede Stadt einen Baukran.

 

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