Eskalation USA - Iran

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Zerch

Ritter-Kommandeur des Tempels
10. April 2002
4.560
Japan hat seine Abwehrinfrastruktur um Raketen mit höherer Reichweite bereichert, was aktuell für etwas Zündstoff mit China sorgt.
Japan möchte der USA jetzt helfen.
Die USA haben Japan sicherlich zu dieser Willensbereitschaft verhelfen müssen, und es wurde nebenbei an vergangene Zeiten ernnert.
 

Karacho Heinz

Geheimer Meister
1. September 2024
275
Ich sehe da schon eine ziemliche Besessenheit vom Nobelpreis.
Bis zu dem Ding mit Venezuela wäre ich da sogar noch mitgegangen. Da aber sämtliche besänftigungsversuche (mit Preisen überschütten, die venezulanische Frau wollte dem ihren Friedensnobelpreis sogar schenken) ins leere gelaufen sind bei dem darf man schon Zweifel haben ob ihm der Preis wirklich so wichtig war. Als dann aber 2 Menschen im wasser treibend einfach mal so weggebombt wurden (im krieg wäre das ein kriegsverbrechen, so wars einfach nur Mord), und dann jetzt der Krieg mit dem Iran lässt mich da jetzt eher vom Gegenteil ausgehen, was aber nicht bedeuten soll Sie könnten nicht doch Recht haben, nur damit wir uns hier verstehen.

IWenn die Demokraten sich nicht dazu durchringen, einen wählbaren Kandidaten aufzustellen, bekommen wir dann eine seiner Kreaturen, Herrn Vance, Herrn Rubio oder Herrn Hegseth, alle noch einmal doppelt so dumm und arrogant und dreimal so gefährlich, weil im Ggsatz zu Präsident Trump wirklich kriegslüstern.
Hier stimme ich ausdrücklich zu, und teile ihren Wunsch dass uns das hoffentlich erspart bleiben wird. Allerdings ist meine Zuversicht, vor allem nach den 2 nicht so erfolgreichen Impeachments in seiner 1. Amtszeit, eher getrübt.

Wir werden sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.792
Oh, damals war er ihm wichtig, aber dann könnte er in eine Trotzreaktion verfallen sein. Er hat ihn sich verdient, und diese neidischen Narren haben ihn ihm nicht gegeben, jetzt ist er sauer. Hat er nicht den norwegischen Ministerpräsidenten bedroht, im Zusammenhang mit Grönland, weil der ihm den Preis nicht gegeben hat?

Der Mann hat die Mentalität eines Dreijährigen.
 

Nachbar

Ritter Kadosch
20. Februar 2011
5.156
Grandios! Der Beitrag #47 fetzt wirklich.
Wie lange schraubt man rum, um einen Bogen vom Iran-Krieg zu den 68ern und den bundesdeutschen Grünen zu schlagen und denen - hübsch subtil - die Grundschuld an allem Über anzudichten?
Als ob die Studentenproteste gegen den Schah nicht berechtigt gewesen wären.
Als ob die 68er Chomeini an die Macht getragen hätten.
Und so weiter. Ich könnte mühelos jeden Satz zerlegen.
Aber immerhin so geschrieben, dass sich ein unbedarfter Leser in dem ganzen Stuss verirren könnte. Respekt dafür.

Und in dem Augenblick dreht das Völkerrecht hohl, weil es sich sehr leicht dazu instrumentalisieren lässt, irgendwelche Unrechtsregime zu betonieren. Ich wundere mich schon sehr z.B. über Sarah Wagenknecht, bei einem Regime, das mal eben zum eigenen Machterhalt 30 000 Menschen umbringt, noch mit Völkerrecht
zu argumentieren.
Das Völkerrecht ist keine Handlungsempfehlung, sondern ... geltendes Recht.
Für eine militärisch eher schwache Mittelmacht wie Deutschland, das seinen Wohlstand dem Export verdankt, ist eine regelbasierte Weltordnung existenziell. Die deutsche Politik sollte entschieden dafür eintreten, auch angesichts und trotz des deprimierenden Umstands, dass ein Bruch des Völkerrechts oft ohne direkte Folgen bleibt. Aber der Bruch wird nicht vergessen, er bleibt dokumentiert, und er bleibt Unrecht. (So wie die Meinungsfreiheit auch dann ein Menschenrecht bleibt, wenn sie wie z.B. in Russland unter Strafe steht.)

Im konkreten Fall hat auch das iranische Regime gegen das Völkerrecht verstoßen, weil es seine Bürger ermordet, und somit wäre ein Eingreifen völkerrechtlich in Ordnung. Allerdings nur mit einem Mandat und natürlich auch nur mit dem Ziel, die Bevölkerung von ihrem Regime zu befreien.
Diese Voraussetzungen sind nicht erfüllt, weshalb der Angriff Israels und der USA ein glasklarer Verstoß war und ist, und gut, dass der Bundespräsident dies deutlich ausgesprochen hat.

Mit Frau Wagenknecht könnte man sich gesondert beschäftigen, aber Gott sei Dank spielt die Frau keine so wichtige Rolle mehr als dass man es müsste.
 

Nachbar

Ritter Kadosch
20. Februar 2011
5.156
Ich sage ja, es könnte sein, daß die USA den Krieg verlieren, wenn Ölinfrastruktur brennt, die Straße nicht geöffnet werden kann und die Boots on the ground nicht vorankommen - oder halt, wenn Israel den Raketenkrieg nicht durchhält.
Ich glaube, inzwischen hat sogar Trump begriffen dass ihn die Mullahs an den Eiern haben, und zwar schmerzhaft. Denn die, und niemand sonst, entscheiden wie lange die Straße von Hormus geschlossen bleibt. "Immer schön die Augen auf beim Stellen von Ultimaten" möchte ich meinen. Wer sein Ultimatum nämlich zweimal verschiebt, der hätte es besser gleich gelassen.

Ich sehe da schon eine ziemliche Besessenheit vom Nobelpreis.
Absolut, den wollte er unbedingt. Weil der was richtig GROSSES ist und weil Obama ihn hat. Der war schon der Grund für das unselige Treffen mit Kim Jong-un.
Auch sonst sehe ich das ähnlich wie du. Trump hat kein Interesse an Krieg, sondern an Bewunderung, Macht und Geld. Vermutlich hat ihn die Entführung Maduros im Wahn bestärkt, sowas wie der König der Welt zu sein und nun reihenweise unliebsame Machthaber absetzen zu können. ZACK, ein Flugzeugträgerverband, oder dürfen's auch zwei sein?, und wenn die angesichts dessen nicht direkt kapitulieren, dann eben ein paar Tage später. Und dann holt sich das iranische Volk die Freiheit zurück und alle jubeln und finden Trump toll. Da muss man auch nicht auf das eigene Militär hören, sondern es reichen der mit Testosteron aufgepumpte Wannabe-Kriegsminister und der herzallerliebste Freund Bibi.
Tja, und nun hat der kleine Donald nicht die geringste Idee wie er aus dem Schlamassel rauskommen soll, denn bald fliegen auch die Lügen von den großartigen Gesprächen mit dem Iran auf, und schlimmer noch, er hat auch keine Ahnung wem er die Schuld in die Schuhe schieben kann. Biden jedenfalls ausnahmsweise nur schwer (eventuell kriegt Lupo das hin, falls Trump ihn fragt), aber vermutlich muss ein Anderer her. Der Herr Kriegsminister vielleicht? Man darf gespannt sein.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.806
Grandios! Der Beitrag #47 fetzt wirklich.
Wie lange schraubt man rum, um einen Bogen vom Iran-Krieg zu den 68ern und den bundesdeutschen Grünen zu schlagen und denen - hübsch subtil - die Grundschuld an allem Über anzudichten?
Als ob die Studentenproteste gegen den Schah nicht berechtigt gewesen wären.
Als ob die 68er Chomeini an die Macht getragen hätten.
Und so weiter. Ich könnte mühelos jeden Satz zerlegen.
Aber immerhin so geschrieben, dass sich ein unbedarfter Leser in dem ganzen Stuss verirren könnte. Respekt dafür..

Dass Du mühelos jeden Satz „zerlegen“ könntest, glaube ich Dir gerne. Müheloser jedenfalls, als den Inhalt jedes Satzes, den ich geschrieben habe zu verstehen.

Dein Problem ist nämlich, dass Da Satz für Satz zerlegst. Und keinen Inhalt über zwei Sätze hinweg konsistent bewahren kannst. Sonst würde Dir nämlich der innere Widerspruch zwischen den beiden Sätzen, die mit „Als ob die …“ beginnen, auffallen. Und Du würdest auch bemerken, dass beide Sätze zusammen keinerlei Sinn ergeben. Außer dass, ganz klar, links immer zurecht gegen alles und jedes auf die Straße geht, aber natürlich niemals für irgendwelche Konsequenzen für das, was sie fordern, verantwortlich ist. Nur so ist es möglich, die Wirtschaft zu zerstören und „dem Kapitalismus“ die Schuld für die Folgen zu geben.

Aber dass Dir das Herumplappern keinerlei Mühe bereitet, glaube ich sofort.
 

Pilz

Geheimer Meister
9. Januar 2026
244
Jetzt beschweren sich die Iraner/ weil sie Krieg führen müssen gegen den Westen.
Das kann man im Video sehen. Hätten sie Trump ihr ganzes Eröl geschenkt rechtzeitig/ dann hätte der Westen sie verschont.

 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.806
Und nochmal zu Nachbars beiden Sätzen mit „Als ob“.

Waren die 68er Proteste gegen den Schah gerechtfertigt? Warum? Weil er ein von der USA unrechtmäßig eingesetzter Gewaltherrscher war?

Gewaltherrscher: Dann verstehe ich nicht, dass es keine vergleichbaren Proteste gab, als in der islamischen Republik Iran Schwule an den Baukränen baumelten, die von Schah gebilligten Frauenrechte von den Mullahs wieder beseitigt wurden und die Frauen wieder - teilweise unter schwersten Misshandlungen - islamisiert wurden. Das war Anfang der 80er Jahre, da waren die Demonstranten der 68er noch fit genug, um auf die Straße zu gehen. Wo waren sie da?

Halten wir also schon mal fest: Mit Gewaltherrschaft alleine kriegst Du keine Linken auf die Straße. Egal, ob es sich um die mordlustigen Roten Khmer handelt, oder religiöse Fanatiker. Humanismus ist nicht die Triebfeder linken Handelns, sondern bestenfalls propagandistischer Vorwand, wenn mal gehandelt wird, sofern man gratismutiges Demonstrieren als Handeln bezeichnen will.

Von den USA unrechtmäßig eingesetzt: Tatsächlich hatten die USA zunächst den demokratisch gewählten Premierminister Mossadegh in einer CIA-Nacht-und-Nebelaktion abgesägt und dann den Schah neu inthronisiert. Also haben die USA eine Demokratie beseitigt und eine Monarchie geschaffen. Sicherlich auch ein Grund, um auf die Straße zu gehen. Eigentlich sogar zwei Gründe, vielleicht sogar drei. Als Chomeini nach dem Sturz des Schahs seinen Gottesstaat installierte, wo waren dann die Leute, die auf die Straße deswegen gingen und dagegen demonstrierten, dass eben keine Demokratie installiert wurde? Nicht da.

Halten wir also schon mal fest: Um die Souveränität des Volkes, die auch lebendigste Legitimierung des Völkerrechts wäre, geht es den linken auch nicht. Damit ist auch der Punkt mit der Monarchie vollkommen unerheblich. Es geht darum, dass der Schah von der USA eingesetzt wurde. Und dass die USA zuvor einen Linken, der gerade die Verstaatlichung der Ölindustrie vorangetrieben hat, abgesägt hat.

Und natürlich - es hat die linken noch nie gestört, auf welche Weise die ihrem Lager zuzuordnenden Herrscher an die Macht gekommen sind. Macht ist schließlich das, was aus Gewehrläufen kommt, und ansonsten reicht es, wenn es demokratisch aussieht. Nun gut, heute lieber auf die feine Tour, man nehme die unter europäischer Schirmherrschaft stattgefundenen Wahlen in Rumänien als Beispiel.

Wie sich zeigt, hat eine Gewaltherrschaft, die sich einen Dreck um den Volkswillen und die Freiheit des Einzelnen schert Links noch nie gestört oder nur dann, wenn es nicht sie oder Gleichgesinnte sind, die sie ausüben. Und das sind dann auch die Gelegenheiten, wo auch Linke das Völkerrecht oder den Humanismus als Stichwortgeber für ihre Propaganda entdecken. Sonst nicht. Im Gegenteil, wie so Feinheiten wie die Hammerbande oder die „Gruppe Vulkan“ zeigen, ist blanke Gewalt fernab jedes Diskurses zum Erzeugen und Durchsetzen einer Macht des Stärkeren durchaus im linken Rahmen. Pfui.

Und um jetzt keinen falschen Zungenschlag hereinkommen zu lassen: Das Völkerrecht als Alibi und Schutzschild für Massenmörder zu missbrauchen hat schon seine eigene Perfidie. Da bleibe ich dabei.

Beim bisherigen Verlauf dieses Krieges muss man sich allerdings schon fragen, was denn Israel und die USA geritten hat - auf jeden Fall war der Iran besser auf diese Aktion vorbereitet als die Angreifer selber und das ist ein sehr schwaches Bild. Mit womöglich üblen Folgen.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.792
Entschuldigung, aber Mossadegh war nicht gewählt, sondern vom Schah ernannt. Einmal an der Macht, hat er einen Putsch von oben versucht. Anderslautende Behauptungen werden durch Wiederholung nicht wahrer.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.806
Dankeschön!

Ich hatte extra hier noch einmal geschaut:

Bei den Wahlen zur 15. und 16. Legislaturperiode unterlag Mossadegh, konnte dann aber eine Nachwahl im Juni 1950 gewinnen. Die Wahl zur 16. Legislaturperiode war zunächst umstritten, da Mossadegh das durch die Verfassung auf 70 Jahre begrenzte Höchstalter für Abgeordnete bereits überschritten hatte.

aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Mossadegh

Ich würde aber nicht die Hand ins Feuer legen, ob vielleicht in der Amtsperiode, in der er von der CIA abgesägt wurde, nicht doch nur ernannt war. Aber da dachte ich mir, dass er aber auf jeden Fall überhaupt schon mal gewählt wurde, und das auch noch wiederholt. Das saß also nicht einfach nur ein beim Volk verhasster Paladin auf einem vom Schah gestellten Sessel.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.792
Er wurde mehrfach ins Parlament gewählt, zuletzt illegal, und zwar nicht als Spitzenkandidat. Die Regierungschefs, so auch Mossadegh, wurden ernannt. Einmal an der Macht, wurde er rasch unbeliebt und ließ denn auch ein wichtiges Referendum auf die folgende Weise abhalten: Ja- und Neinstimmen mußten in unterschiedlichen Wahllokalen abgegeben werden, und vor den Neinlokalen lungerten seine Schläger herum. Die CIA hielt sich viel darauf zugute, das Volk gg. ihn aufgewiegelt zu haben, aber dieses Unternehmen wurde so dilettantisch und mit so geringem aufwand durchgeführt, daß man es wahrscheinlich ignorieren kann. Mossadegh wurde zu einer kurzen Freiheitsstrafe verurteilt und durfte sich dann auf seine Güter zurückziehen. Das mit dem Öl lief auch etwas anders, als es uns die Linke weismachen will, aber das müßte ich erst noch wieder nachlesen.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.806
Nochmal Danke!

Dann ist doch zumindest die Quintessenz, dass die linken Proteste gegen den Schah weniger auf humanitäre Empörung als vielmehr darauf zurück zu führen waren, dass die bloße Existenz des Schahs als Regent einen der ihren entmachtet hat.

Dann liegt natürlich der Schluss nahe, dass die „berechtigten“ Proteste gegen Schah eigentlich nichts mit dem Schah zu tun hatten. Er war einfach aus linker Sicht der falsche Mann am falschen Ort und es wäre auch „berechtigt“ gegen ihn demonstriert worden, wäre er der Dalai Lama oder Mahatma Ghandi gewesen.

Last, not least: Der faule Zauber, den linksgrün für die arme, in Ungarn inhaftierte Gewalttäterin „Maja“ veranstaltet hat, um sie zu einem Justizopfer hochzustilisieren, dessen heldenhafter Kampf gegen der Faschismus von den bösen Ungarn kriminalisiert wird, belegt zumindest eines: Lügen und Heucheln können sie, die Linken. Gibt es einen Grund anzunehmen, dass sie es zu Zeiten des Schah noch nicht gekonnt haben? Eher nicht.

Ich gehe nicht davon aus, der Schah ein Heiliger war. Ich gehe aber auch nicht davon aus, dass links in den 68ern die Wahrheit über ihn gesagt hat, und ich gehe nicht davon aus, dass es den Iranern in Sachen Freiheit und Menschenrechte heute besser geht als zu Zeiten des Schah.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.792
Der Schah war ebensowenig ein Heiliger wie der Dalai Lama einer ist. Tibet war ein unglaubliches, mittelalterliches Höllenloch, arm, rückständig, unfrei. Ob der junge Dalai Lama Reformen versucht hat, weiß ich nicht. Viellt. geht uns das auch gar nichts an. Viellt. wollten die Tibeter auch nur ihre Ziegen hüten, im Dreck leben, polyandrische Ehen eingehen und nicht gestört werden, ähnlich wie die Afghanen. Die Kommunisten meinen immer, sie müßten die Weltrevolution vorantreiben und allen Völkern den Kommunismus bringen, und die Moslems, sie müßten den Islam verbreiten. Vielleicht können wir es einfach bleibenlassen, uns da zu beteiligen? Obwohl unsere Weltsicht die richtige ist?

Der Schah hatte es mit zwo Gegnern zu tun, Kommunisten und Islamisten. Wie der König von Afghanistan auch. Einmal haben die Kommunisten gewonnen, einmal die Islamisten. Es konnte auch jedem klar sein, was passieren würde. Bei jeder Tagesschau hat sich mein Vater darüber aufgeregt, daß unsere Geheimdienste nicht in der Lage waren, den Ayatollah einfach zu ermorden, und ich drücke das jetzt sehr höflich aus. Und dabei können wir noch sehr froh sein, daß es die Schiiten waren, die den Schah gestürzt haben, und nicht wahabitische Irre wie in Saudi-Arabien. Mir soll mal jemand diesen Schiitischen Terror klar benennen, den wir in Europa angeblich haben, wahabitischen Terror haben wir mehr als genug. In der ganzen Welt versucht Saudi-Arabien, seinen Steinzeitislam der schwarzen Kutten zu verbreiten, von Indonesien bis zur Al-Saud-Schule in Bonn. Denen stecken wir das Ölgeld sonstwohin, das sind unsere Verbündeten, die beschützen wir vor den Mullahs, aber das einzige fortschrittliche islamische Land, in dem die Frauen die Unis füllen, wenn auch, Gott bewahre!, im Kopftuch, das muß zum MacDonald's-Parkplatz planiert werden. Die einen sind ein jahrtausendealtes Kulturvolk, das seine vorislamische Kultur auch hochhält, die anderen lassen keinen Stein auf dem anderen außer der Kaaba. Alles vor Mohammed vernichten sie gezielt, und alles seit Mohammed, außer der Kaaba, ist ihnen so egal wie Präsident Trump das historische Weiße Haus. Kann man alles abreißen und schöner wieder aufbauen.

Bitte nicht persönlich nehmen, ich bin gerade aus anderen Gründen angefressen.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.806
Bei jeder Tagesschau hat sich mein Vater darüber aufgeregt, daß unsere Geheimdienste nicht in der Lage waren, den Ayatollah einfach zu ermorden, und ich drücke das jetzt sehr höflich aus.

Unsere Väter hätten sich mit Sicherheit prima verstanden.

In der ganzen Welt versucht Saudi-Arabien, seinen Steinzeitislam der schwarzen Kutten zu verbreiten […] aber das einzige fortschrittliche islamische Land, […] muß zum MacDonald's-Parkplatz planiert werden.

Könnte das weniger mit dem Widerlichkeitsgrad der Religion zusammenhängen als einfach damit, dass Israel und die USA eigentlich eher versuchen, die Bedrohung für Israel zu minimieren, und da ist der Iran nun mal mehr relevant als Saudi Arabien, das immerhin schon mal das Existenzrecht Israels anerkennt?

Ich würde auch zu bedenken geben, dass die Schiiten - gerade im Iran - auch keine Waisenknaben sind und mit ihrer Unterstützung des Terrors gegen Israel inakzeptabel vorgehen und mit der Geiselnahme in der amerikanischen Botschaft Amerika auch schon mal sehr gedemütigt haben. Ich denke, die Rationalität ist gerade, was das betrifft, bei Trump nicht so sehr ausgeprägt, als dass er sich da eine Gelegenheit für eine Revanche entgehen lässt.

Ich sehe es mit einiger Sorge. Nicht so sehr, weil ich ein Trump-Fan wäre, aber ich bin Gegner des Wokismus - und er ist nicht woke. Und es wäre ein absurder und extremer Rückschlag für das zarte Pflänzchen des Nicht-Wokismus in der westlichen Welt, wenn er ausgerechnet im aus freien Stücken begonnenen und undurchdachten und unvorbereiteten Kampf mit dem Iran so richtig auf die Schnauze fällt. Es wäre der billigste und unverdienteste Sieg für Leute vom Schlage eines Merz oder einer von-der-Leyen. Und das können wir uns nicht leisten. Also kann ich nur beten „Donald, mach‘ kein‘ Scheiß…
 

Nachbar

Ritter Kadosch
20. Februar 2011
5.156
Waren die 68er Proteste gegen den Schah gerechtfertigt? Warum? Weil er ein von der USA unrechtmäßig eingesetzter Gewaltherrscher war?
Nein, ganz einfach weil der Gewaltherrscher auf Staatsbesuch in der Bundesrepublik war, weil es eine Vorgeschichte gab, und weil es 1967 war, also eine völlig andere Zeit, eine, in der noch reichlich NS-Täter in Behörden saßen, die Debatten viel grundsätzlicher waren, die Studentenschaft viel politischer und in Teilen auch viel linker als es heute denkbar wäre. Und klar spielten auch die USA mit rein, und anderes mehr.
Meine Güte, man kann es doch nachlesen. -> Demonstration am 2. Juni 1967 in West-Berlin
Aus diesem Ereignis von vor fast 60 Jahren eine Argumentation aufsetzen zu wollen die in die Gegenwart reicht, das ist so unsinnig, das muß einem doch schon beim ersten Gedanken auffallen.

aber ich bin Gegner des Wokismus
Die Welt wird tatsächlich immer bekloppter. Als ob Achtsamkeit gegenüber den Rechten und Empfindungen von Minderheiten/Mitmenschen auch nur ansatzweise verkehrt sein könnte. Mitnichten. Es bleibt auch dann gut und richtig, wenn Einzelne dabei weit übers Ziel hinaus schiessen und schlechte Menschen wie AfD-Politiker geradezu einladen, dies medienwirksam auszuschlachten. Geschenkt. Egal worum es geht, der nächste Übereifrige ist leider nicht weit.
Abgesehen von Auswüchsen und unschönen Verkrampfungen, die jeden besonnenen Menschen nerven, mich inklusive, ist das worum es im Kern bei woke geht eine Verbesserung des menschlichen Umgangs, und ich kann mich über die Hysterie nur wundern.
Ein gut geschulter KGB-Offizier greift im fünften Jahr brutal die Ukraine an, probiert mit allen Mitteln Europa zu zerlegen, führt seit Jahren Krieg gegen u.a. Deutschland, bloß noch nicht militärisch, und rüstet mit voller Kraft auf, während im Weißen Haus ein schwer verhaltensgestörtes Kind sitzt.
Is klar, verstehe ich so gesehen, wenn ich ein AfDler wäre, dann täte ich auch lieber über woke reden als über Putin oder Trump.

Also kann ich nur beten „Donald, mach‘ kein‘ Scheiß…
Du kannst das natürlich nicht wissen, aber er macht jeden Tag Scheiß, er fängt gleich morgens beim ersten Tweed damit an und zieht's den gesamten Tag über durch, 24/7. Er füllt verlässlich die Tage mit Botschaften, Sätzen, Wörtern die eines Staatsoberhauptes unwürdig sind, milde ausgedrückt, er beleidigt, bedroht, erpresst und lügt pausenlos, und agiert dabei vollkommen planlos und wider jede Vernunft. Kein deutscher Politiker hätte auch nur einen einzigen Trump-Tag karrieretechnisch überleben können, schlicht undenkbar. Aber er sitzt trotzdem noch im Oval Office.

Mit dem Iran ist er aber vielleicht ein Stück zu tief in die Toilette gesprungen, das läuft grad richtig aus dem Ruder.
Eine Möglichkeit wäre, völlig frei aus der Luft einen Sieg herbei zu lügen, hat ja bei der Wahl 2020 auch funktioniert, und sich aus dem Staub zu machen. Sollen die anderen dann doch sehen wie sie an ihr Öl kommen, so sprach er ja heute. Bloß dass es danach immer noch den Iran gibt, der die Sache wohlmöglich noch nicht für erledigt hält. Und der - ich möchte es nicht hoffen und glaube auch nicht dran, aber man kann es ja mal erwähnen - auch ernsthaft angreifen könnte, zum Beispiel die VAE.
 

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