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Wohin mit dem Atommüll?

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
Auch wenn wir jetzt langsam aus dem Atomprogramm aussteigen, bleibt das Problem, denn andere Länder bauen neue bez. denken nicht im Traum daran die alten AKWs abzuschalten. Welche Probleme auftreten können sehen wir in der Asse, die damals von Frau Merkel als guter Standort bewertet wurde.


Tausende Fässer Atommüll liegen im maroden Lager Asse II in Niedersachsen. Ministerpräsident Stephan Weil kündigt nun eine komplette Räumung an. Doch die ist umstritten-
Zwischen den Jahren 1967 und 1978 wurden rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradiokativem Müll in die Asse gebracht. In die Anlage dringt Wasser ein, an vielen Stellen ist das Bergwerk einsturzgefährdet, die Bergung demnach gefährlich und umstritten.

Atommülllager: Niedersachsen will Asse räumen | Wissen | ZEIT ONLINE

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat dazu folgenden Plan.....8O


Bevor Salzlauge auf Fässer mit Atommüll trifft, könne man sie doch besser in Weser und Ems pumpen – mit dieser Idee stößt das Bundesamt für Strahlenschutz auf Widerstand.

Atommülllager: Bundesamt will Asse-Wasser in Flüsse leiten | Wissen | ZEIT ONLINE

Welche Ideen habt ihr?
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.897
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Ich verstehe bis heute nicht warum jedes Land seinen Atommüll unbedingt innerhalb seiner Landesgrenzen entsorgen muss.
Bei jedem Pups wird heute international zusammengearbeitet, staatlich und wirtschaftlich.

Warum nicht beim Atommüll? Man sollte die Konsequenzen aus den nunmal bereits bestehenden verseuchten Gebieten ziehen und den Atommüll dort einlagern. Abgewickelt von einer UN-Behörde.
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Das ist die beste Idee, die ich bislang gehört hab. Unter einem gewissen Grenzwert ist Strahlung schlicht und ergreifend unbedenklich. Ergo: Je verteilter desto harmloser.

Ich bin immer noch für Aufbereiten und im Reaktor verheizen.
Warum nicht beim Atommüll? Man sollte die Konsequenzen aus den nunmal bereits bestehenden verseuchten Gebieten ziehen und den Atommüll dort einlagern. Abgewickelt von einer UN-Behörde.
Weil die Chance sehr, sehr gut sind, dass Atommüll in 50 Jahren eine Goldgrube für seltene und schweineteure Elemente ist. Das ist einer der Gründe, wieso kein Endlager existiert, kein Mensch ist so blöd und will das Zeug unwiderbringlich verscharren. Und aus der Hand geben möchte die Rohstoffe auch keiner.
 

elyias

Geheimer Meister
18. Januar 2013
364
AW: Wohin mit dem Atommüll?

@Viminal so würde ich das auch sehen, aber es müsste auch für eine riesige Sicherheit gesorgt werden.

@Bona-Dea

Vor nicht 14 Tagen gab es eine ausführliche Doku über dieses Thema 3Sat oder so.

Das eindringende Regenwasser 10000l pro Tag ist nachweilich komplett unbelastet und wird in anderen Bergwerken in Flüsse eingeleitet. In der Asse wird es von einem Kaliunternehmen mit Tanklastern abgeholt um damit die Kaligrube zu schließen.

Die Dreistigkeit an dieser Sache ist, das der Kaliunternehmer der ja für seine Grube eigentlich Trinkwasser kaufen müsste um die zu füllen, jetzt für das Regenwasser der Asse noch richtig Geld nachgeschissen bekommt.

Das nächste Problem ist, das Fässer nicht ordentlich eingelagert wurden. Die wurden mit Radladern einfach abgekippt und niemand weiss welchen Zustand die haben.
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Kommt drauf an, wofür. Die Stoffe haben neben der Radioaktivität auch noch ihre völlig trivialen chemischen und physikalischen Eigenschaften.

Ein Teil der radioaktiven Elemente sind einfach hochtoxische Schwermetalle, andere schwere inerte Metalbarren. Die müssen irgendwo sicher gelagert werden.
In der Asse lagert AFAIK gebrauchte Schutzkleidung aus Forschungszentren und Abfall der Radiomedizin. Das ist schlichtweg Müll, der halt auch noch etwas strahlt. Und: Salzwasser hochpumpen und in die Botanik kippen führt zu ganz eigenen Problemen unabhängig von Strahlung.
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Hallo DaMan;

Kommt drauf an, wofür. Die Stoffe haben neben der Radioaktivität auch noch ihre völlig trivialen chemischen und physikalischen Eigenschaften.

Ein Teil der radioaktiven Elemente sind einfach hochtoxische Schwermetalle, andere schwere inerte Metalbarren. Die müssen irgendwo sicher gelagert werden.
In der Asse lagert AFAIK gebrauchte Schutzkleidung aus Forschungszentren und Abfall der Radiomedizin. Das ist schlichtweg Müll, der halt auch noch etwas strahlt. Und: Salzwasser hochpumpen und in die Botanik kippen führt zu ganz eigenen Problemen unabhängig von Strahlung.

Wenn der Atommüll nur noch etwas strahlen würde, wäre es doch kein Problem den zu Bergen, es sind 126 000 Fässer wohin damit wenn sie erstmal geborgen sind.....


Auch die Grünen-Bundestagsfraktion äußerte sich enttäuscht über die Haltung der Bundesregierung: Sie versuche die Sorgen der Menschen kleinzureden, sagte die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Dorothea Steiner. Ein Zusammenhang zwischen Atommüll und Krebshäufigkeit in der Umgebung liege sehr nahe. Ende November war bekannt geworden, dass in der Umgebung des Atommülllagers deutlich mehr Leukämie- und Schilddrüsenkrebsfälle als im statistischen Mittel aufgetreten sind
Atommülllager: Bundesregierung bestreitet Verbindung zwischen Asse und Krebs | Politik | ZEIT ONLINE

Auf die Frage, ob man die dort lagernden Fässer mit radioaktivem Material herausholen oder sie angesichts der mit einer Räumung verbundenen Umweltgefahren lieber in dem Bergwerk lassen sollte, sagte Weil: "Mein Stand, auch nach Gesprächen mit dem zuständigen Bundesamt für den Strahlenschutz, ist: Rausholen ist allemal die sicherere Methode."

Atommüll: Niedersachsen will Asse räumen - SPIEGEL ONLINE
 
Zuletzt bearbeitet:

Sailess

Auserwählter Meister der Neun
8. August 2010
913
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Wieso schiessen wir nicht den ganzen atommüll nicht ins all ? es ist doch unendlich also können wir diesen prozess unendlich oft wiederholen ;)
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Hallo DaMan;

Auch gut, ich werde Herrn Weil nicht widersprechen.

Da wird schon seit ein paar Jahren drüber debattiert aber bis jetzt ist nichts passiert, es wurde sicherlich gehofft das bis dahin Schacht Konrad so weit ist, aber Pustekuchen, der jetzt neue Stand ist:


“Dieses Moratorium muss auf den Weg gebracht werden, damit keine Fakten geschaffen werden”, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Klein. Die Forderung des Rates ist, Atommüll künftig “dauerhaft rückholbar” zu lagern. Das steht im Gegensatz zum bislang favourisierten Endlagerverfahren im Schacht Konrad und Gorleben

Baustopp für Schacht Konrad gefordert
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Hallo dtrainer;
Soviel ich weiß hat die Stadt schon Gelder erhalten und unterirdisch ist in Konrad auch viel passiert, aber neue Erkenntnisse fordern auch umdenken, Stefan Klein ist noch nicht lange im Amt, mal sehen ob er es schafft Konrad endültig auszuschließen.
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Wohin mit dem Atommüll?

"Dauerhaft Rückholbar" widerspricht dem Terminus "Endlager", man möchte also jetzt ein längerfristiges Zwischenlager? Und es ermöglicht auch ein Umlagern bei Bedarf.
Aber keine Angst, das Thema wird uns noch eine Weile beschäftigen, dazu ist es politisch einfach zu wertvoll ;)
 

elyias

Geheimer Meister
18. Januar 2013
364
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Die Gemeinde will es zurückholen, um den dazu erforderlichen neuen Schacht abzuteufen, wurde 2012 innerhalb von 3Monaten sogar ein Stück Wald im Naturschutzgebiet abgeholzt, mit den erfoderlichen Genehmigungen....!

Es klemmt jetzt an irgendwelchen notwendigen Gesetzen auf Bundesebene. Herr Altmeier hat da im Interview nur die üblichen Allgemeinplätze von sich gegegeben...

Wir warten.
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.897
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Wieso schiessen wir nicht den ganzen atommüll nicht ins all ? es ist doch unendlich also können wir diesen prozess unendlich oft wiederholen ;)
Das wäre in der Tat die beste Lösung, das Problem daran ist nur die Sicherheit beim Hochschießen - eine Challengerexplosion mit mehreren Tonnen Atommüll wäre nicht so angenehm in der Folge.
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Hallo elyias;

Die Gemeinde will es zurückholen, um den dazu erforderlichen neuen Schacht abzuteufen, wurde 2012 innerhalb von 3Monaten sogar ein Stück Wald im Naturschutzgebiet abgeholzt, mit den erfoderlichen Genehmigungen....!

Ist mir unbegreiflich wieso man Atommüll in der Nähe von Wohngebieten lagern will!

Es klemmt jetzt an irgendwelchen notwendigen Gesetzen auf Bundesebene. Herr Altmeier hat da im Interview nur die üblichen Allgemeinplätze von sich gegegeben...

Wir warten.

Es handelt sich um ein globales Problem, Atommüll unter der Erde zu lagern, hat sich nun als viel zu riskant herausgestellt, in der Nähe von Wohngebieten ebenfalls, zur Zeit lagert jede Menge Atommüll völlig ungesichert, in Krankenhauskellern und sonstwo, entscheidend wäre es nun, ein Gebiet das groß genug und weit weg von Siedlungen ist zu finden und den Müll rückholbar dort zu verstauen.


Etwas zur Geschichte der Radioaktivität:

Auch mit Berstschutz erteilte die Wirklichkeit den großen Experten vier erschütternde Lektionen: Die GAUs und Super-GAUs in Windscale/Sellafield 1957, Harrisburg 1979, Tschernobyl 1986 und Fukushima verwandelten alle Wahrscheinlichkeitsberechnungen und Risikostudien in Schutt und radioaktive Asche. Doch selbst das wird die Atomgemeinde nicht beeindrucken. Wie sagte der ehemalige Präsident der Wiener Atompropagandaorganisation IAEA, Hans Blix: »Angesichts der Wichtigkeit der Kernenergie könnte die Welt einen Unfall vom Ausmaß Tschernobyl pro Jahr ertragen.«

Geschichte der Radioaktivität: Auch auf der Berliner Pfaueninsel soll ein AKW entstehen | Wissen | ZEIT ONLINE
 

elyias

Geheimer Meister
18. Januar 2013
364
AW: Wohin mit dem Atommüll?

@Bona-Dea

mit zurückholen ist gemeint, aus dem Schacht entfernen.
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Hallo elyias;

mit zurückholen ist gemeint, aus dem Schacht entfernen.

Ja ich weiß, in Schacht Konrad war das anders geplant, es wäre so verdammt schwer gewesen den Müll später wieder rauszuholen.
 

Sailess

Auserwählter Meister der Neun
8. August 2010
913
AW: Wohin mit dem Atommüll?

Das wäre in der Tat die beste Lösung, das Problem daran ist nur die Sicherheit beim Hochschießen - eine Challengerexplosion mit mehreren Tonnen Atommüll wäre nicht so angenehm in der Folge.

Ja aber vergiftung des erdreichs und sicherheitsrelevante atomlager in den bergen sind auch nicht besser, da ist die gefahr täglich mit uns beim hochschiessen nur im moment des starts :)


@ elyias
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DOch das ist mein ernst, ist doch viel besser als wenn alle hier bei uns die berge voll mit atommüll stopfen und es ins erdreich gelangt.
 

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