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Werden wir durch den Euro vergiftet?

asamandra

Geheimer Sekretär
12. April 2003
665
Ich hab hier grad diesen Artikel gelesen...

Hochgiftige zinnorganische Verbindungen in den Euro-Scheinen, und Münzen, die 50 mal mehr Nickel abgeben als für Modeschmuck erlaubt - das sind die Ergebnisse einer Untersuchung von ÖKO-TEST und der Financial Times Deutschland.

Am Euro scheiden sich die Geister. Der Präsident des Ärzteverbandes deutscher Allergologen, Thomas Fuchs, warnte: "Kassierer, Bankangestellte und Personen, die beruflich viel mit Münzgeld in Berührung kommen, haben ein erhöhtes Risiko, eine Nickel-Allergie zu entwickeln." Die Verwendung des Metalls für die 1- und 2-Euro-Münzen sei "aus allergologischer Sicht unverständlich".

Dagegen hält das Bundesfinanzministerium die Befürchtungen für unbegründet. Im Vergleich zu den DM-Münzen sei der Nickel-Gehalt um die Hälfte gesenkt worden. Der Euro sei daher "allergologisch unbedenklicher" als die Deutsche Mark. Das Ministerium rechtfertigt den Nickelgehalt mit Sicherheitsgründen: Nur dieses Metall weise elektrische und magnetische Eigenschaften auf, die für die Kontrolle der Münzen in Automaten eine Rolle spielen.

ÖKO-TEST wollte es genau wissen und hat untersuchen lassen, wie viel Nickel die Münzen abgeben. Außerdem haben wir den 10-Euro-Schein exemplarisch auf Schadstoffe testen lassen.

Das sind die Testergebnisse

Die 1- und 2-Euro-Münzen enthalten nicht nur 25 Prozent Nickel, sie geben auch erhebliche Mengen davon ab. Das von uns beauftragte Labor maß 50 mal mehr als das Gesetz für Modeschmuck erlaubt. Dieser Wert muss zwar noch durch zehn geteilt werden - damit will der Gesetzgeber mögliche Messschwankungen ausgleichen. Doch selbst dann überschreiten die Euro-Münzen den Grenzwert für Modeschmuck noch um das Fünffache. Würde es sich bei den Münzen also um Modeschmuck handeln, müssten die Überwachungsbehörden sie aus den Bankschaltern und Supermarkt-Kassen räumen. Denn Nickelallergiker reagieren bei solchen Werten mit den typischen Symptome wie Juckreiz oder Rötungen. Die Reaktion auf Nickel ist heute die Allergie Nummer 1 in Deutschland. Bundesweit leiden bis zu sechs Prozent der Männer und etwa elf Prozent der Frauen an den typischen Symptomen, wenn sie mit dem Metall in Berührung kommen. Schlimmer noch: Das Metall ist sensibilisierend. Das heißt: Es macht auch Menschen allergisch, die bislang keine Allergie hatten.

Beunruhigend sind auch die Ergebnisse der getesteten 10-Euro-Banknoten. Insgesamt 740 Mikrogramm pro Kilogramm zinnorganische Verbindungen fanden die Labors in den rötlichen Scheinen, darunter Tributylzinn (TBT), erhebliche Mengen Mono- und Dibutylzinn sowie Monooktylzinn. Zinnorganische Verbindungen sind sehr giftig, bereits unvorstellbar kleine Mengen TBT genügen, um das Immun- und Hormonsystem von Tieren und Menschen zu beeinträchtigen. Dibutylzinn wirkt sich wahrscheinlich ebenso nachteilig auf das Hormonsystem aus, andere Verbindungen sind nicht ganz so schädlich. Die Chemikalien stabilisieren die Farben in den Scheinen, damit sie nicht - etwa durch Sonnenlicht - verblassen. Doch "diese Hormongifte gehören nicht in Geldscheine", urteilt der Hormonspezialist Dr. Dietrich Klingmüller von der Uni Bonn. Außerdem zeigt zum Beispiel die Textilindustrie, die Farben in Kleidung stabilisieren muss, dass es unbedenkliche Alternativen gibt.

Ob auch andere Scheine mit zinnorganischen Verbindungen belastet sind, haben wir nicht untersucht. Doch es spricht alles dafür, denn auch die Farben der anderen Scheine müssen vor dem Ausbleichen geschützt werden.

Erfreulich: Gefährliche Azo-Farben, von denen einige Krebs erzeugend sein können, fand das Labor nicht. Auch Allergien auslösende Dispersionsfarben konnten es nicht nachweisen.

Was tun?

Der Kontakt mit den Schadstoffen in dem neuen Geld ist kaum zu vermeiden. Nickel-Allergiker können daher nur beobachten, ob sie reagieren und dann Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Dazu gehört beispielsweise, die nickelhaltigen Münzen nicht schon lange vor dem Bezahlen in der Hand zu halten oder sie lose in der Manteltasche aufzubewahren, wo sie mit den Händen in Berührung kommen. Wer sehr häufig mit den Münzen zu tun hat, sollte möglicherweise vorbeugend Handschuhe tragen.

Die zinnorganischen Verbindungen machen auf keinen Fall sofort krank. Doch Geldscheine sind nur eine von vielen Quellen. Daher sollte Finanzminister Eichel möglichst bald andere Farb-Stabilisatoren eingesetzten.

Daraus besteht das neue Geld

1-Cent-Münze: Stahl mit Kupferauflage
2-Cent-Münze: Stahl mit Kupferauflage
5-Cent-Münze: Stahl mit Kupferauflage
10-Cent-Münze: Nordisches Gold (Kupfer, Aluminium, Zink, Zinn)
20-Cent-Münze: Nordisches Gold (Kupfer, Aluminium, Zink, Zinn)
50-Cent-Münze: Nordisches Gold (Kupfer, Aluminium, Zink, Zinn)
1-Euro-Münze: Kupfer, Nickel
2-Euro-Münze: Messing, Nickel


Das "Papier" der Banknoten besteht aus reiner Baumwolle

Übrigens: Wer die neuen Euro-Scheine aus Versehen wäscht, muss nicht befürchten, dass sie einlaufen, zumindest bei Temperaturen bis 30 Grad. Das hat die Deutsche Bundesbank bei Waschversuchen festgestellt.

Quelle: Ökö Test


Scheint zwar schon etwas älter zu sein, aber ich find's trotzdem bedenklich!!! Ich mein, man kommt ja täglich mit dem Geld in Berührung (ok, ich vielleicht weniger, weil ich keins hab, aber meine Sis arbeitet im Supermarkt an der Kasse und die fummelt ja ständig mit dem Zeugs rum...)
 

Lazarus

éminence grise
10. April 2002
1.280
Nightmare schrieb:
Gott sei dank bezahl ich vorwiegend mit EC Karte, selbst kleine Beträge ;)

Ja - dann isses nicht so schwer ein Profil deiner Kaufgewohnheiten oder ein Bewegungsprofil von dir zu erstellen! :twisted:
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Schmuck trägt man stundenlang, Münzen berührt man sekundenlang. Insofern halte ich es für gewollte Panikmache, den Grenzwert für Schmuck auf Münzen anzuwenden.

Außerdem muß man wissen, wie der Grenzwert entstanden ist. Normalerweise wird doch ein gesundheitlich unbedenklicher Wert ermittelt oder im Zweifelsfall geschätzt, dann wird noch ein Sicherheitsabstand eingebaut, und wenn eine politische Gruppe auf das Problem aufmerksam wird, wird der Wert eventuell noch unter großem Tamtam um eine Zehnerpotenz verringert, damit wir merken, daß das Parlament was tut für unser Geld. Wie war das also beim Modeschmuckgesetz?

Die Gefahr, daß jemand eine Kette aus Geldmünzen trägt, ist jedenfalls bei den eher häßlich Euros erfreulich gering...
 

orbital

Geheimer Sekretär
19. April 2002
694
und nicht zu vergessen die unmengen koksreste die an den scheinen kleben 8O
 

asamandra

Geheimer Sekretär
12. April 2003
665
Ein_Liberaler schrieb:
Schmuck trägt man stundenlang, Münzen berührt man sekundenlang.

Ich hab mich heute erst dabei 'ertappt', dass ich schon seit Wochen Geld in der Jackentasche mit mir rumtrag, falls ich mal wo geparkt hab und meinen Geldbeutel mal wieder vergessen hab. Und ich hab oft die Hände in den Jackentaschen wenn's so arschkalt draußen ist. Und wie gesagt, meine Sis arbeitet im Supermarkt an der Kasse, die muss die ganze Zeit mit dem Geld rumfummeln: Entgegennehmen, rauszählen, einsortieren, etc.
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Dann vergleich einfach mal die Zeit, die sie mit Wareneinscannen verbringt, mit der Zeit, die sie Geld in der Hand hat. Das läßt sich mit Schmucktragen nicht vergleichen. Ich verstehe ja Deine Sorgen, aber ich zweifle an der Seriosität des Artikels, denn der Vergleich mit Modeschmuck ist meiner Meinung nach entweder bewußt irreführend oder dilettantisch. Eher ersteres, denn Öko Test lebt ja wohl von Kassandrarufen.
 

blur

Geheimer Meister
1. September 2003
251
Ich habe eine Arbeitskollegin mit Nickelallergie. Wir haben auf der Arbeit sehr viel mit Kleingeld zu tun und sie hat noch nie irgendwas bemerkt. Dann müßte sie ja auf der Arbeit ständig irgendwelche juckenden, roten Stellen an den Händen haben. Hat sie aber nicht.

Ich selber habe keine Nickelallergie, allerdings zahlreiche andere Allergien, würde mich also als anfällig für Allergien bezeichnen. Wenn die Münzen tatsächlich Allergien hervorrufen würden, dann hätte ich sicher schon was bemerkt. Bis jetzt ist mir noch nichts aufgefallen.

Ich halte den Artikel für etwas übertrieben. Sicher gibt es Menschen, bei denen die Münzen Schwierigkeiten hervorrufen, aber ich denke, man kann das nicht so verallgemeinern.
 

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