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Terrorgruppe droht Frankreich

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
03.03.2004

Terrorgruppe droht Frankreich

Sie fordern 5 Mio Dollar, sonst sprengen sie Züge in die Luft. Eine Bombe wurde schon gefunden.

Paris – Es ist wie in einem James Bond-Film. Terroristen fordern Lösegeld. Drohen damit, eine Großstadt zu zerstören. Doch diesmal ist es kein Film. In Frankreich herrscht höchste Alarmstufe. Das Innenministerium hat einen Krisenstab eingerichtet. Eine bislang unbekannte Gruppe namens "AZF" droht mit Bombenanschlägen gegen Züge. Sie fordern 5 Millionen Dollar.

Die Drohungen, so heißt es nach inzwischen offiziell bestätigten Berichten, seien bereits seit mehreren Wochen per Brief bei den Behörden eingegangen. Und sie werden ernst genommen: Am Montag wurde zwecks Geldübergabe Kontakt zu den mutmaßlichen Tätern aufgenommen. Das Treffen scheiterte wegen einer falschen Ortsangabe.

Auf der Bahnstrecke Paris – Toulouse hatte die Polizei nach einem Hinweis von "AZF" einen Sprengsatz entschärfen können. Dabei habe es sich um das Produkt eines "talentierten Amateurs" gehandelt. Der Sprengsatz habe jedoch nicht explodieren können, “weder zufällig noch absichtlich", hieß es.

Derzeit wird untersucht, um wen es sich bei der Gruppe "AZF" handeln könnte. Möglich, dass sich der Name auf die Katastrophe von Toulouse bezieht. Dort waren im September 2001 bei einer Explosion in der Fabrik AZF 30 Menschen ums Leben gekommen.

Der Direktor der nationalen französischen Polizei, Michel Gaudin, sagte im französischen Fernsehen, die Gruppe habe “vermutlich keine Verbindung zu Islamisten oder Tschetschenen".
 

yoshware

Geheimer Meister
10. Dezember 2002
100
Hmm... nicht jede Terrorgruppe ist ja gleich muslimisch...
Es gibt ja sogar eine, die macht nur (schlechte) Musik.
 

k_c

Geheimer Meister
1. Februar 2004
119
sch... spasten, ich hatte gehofft diese form von terrorismus hätte sich in europa ausgelebt. wie kann man nur mit so einer unnötigen motivation tausende menschen gefährden??
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
@k_c

Meinst du mit "unnötigen Motivation" jetzt (schlechte) Musik oder die Geldforderung?


@yoshware

Welche terroristische (Musik)Gruppe ist das?
 

Cataclysmus

Geselle
25. Februar 2003
32
Ich denke er/sie meinte die Band Terrorgruppe. Die haben aber glaube ich nichts mit Terrorismus zu tun und heißen nur so. Wenn nicht klärt er/sie uns bestimmt auf.

mfG Cat


edit: sollte vielleicht doch was zum thema sagen...

Das ist Terrorismus der traurigsten Art, wenn es nur darum geht Geld zu Erpressen und "unschuldige" Personen quasi als Geiseln zu nehmen. Aber was soll der Staat anderes machen als das Lösegeld zu bezahlen, welches einen aber trotzdem nicht vor Übergriffen schützt... Wirklich traurig, kommt aber komischer- und dankenswerterweise nur selten vor (,oder ich bekomme es nur nicht mit ;)).
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Welche terroristische (Musik)Gruppe ist das?
Ich denke er meint die Band, die sich "Terrorgruppe" nennt, oder?

Ich finde sowas, egal wo in der Welt, total unnötig, aber doch erst recht hier in Europa. Terrorismus aus politischen Gründen, z.B. als Mittel gegen Unterdrückung kann ich ja noch nachvollziehen (heiße es aber trotzdem nicht gut!), aber aus reiner Geldgier? Arme Welt...

*EDIT* Mist, Cat war schneller :wink:
 

k_c

Geheimer Meister
1. Februar 2004
119
ich meinte nicht die band *gg*
sondern den terrorismus aus eigennützigen gründen - so etwas widert mich nämlich noch mehr an als terrorismus mit einigermaßen verständlicher motivation. :x
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
Vielleicht wollen sie ja mit dem Geld eine Stiftung zur Hilfe in der 3. Welt gründen. :lol:

Arme Welt...
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
@k_c


Momentan weiss ja niemand was die ganze Geschichte in Frankreich bedeutet? Für mich sieht es eher so aus als wenn sich diese "AZF" aus Modegründen "terroristisch" nennt. Wahrscheinlich gewöhnliche Gauner, die sich noch ein Späßchen während der "Arbeit" gönnen. Die (derzeit)unwahrscheinlichere Möglichkeit: Es sind "echte" Terroristen (im politischen Sinne also) die sich diesen Tarnnamen und diese Tarnaktion zugelegt haben um die französischen Staatsschützer zu verwirren. Islamisten z.B. aus Algerien oder Basken von der ETA etc... Wie auch immer, ich finde die Aktion sehr originell.

Die Frage der Motivation... Derzeit führen Großmächte Kriege (Terror) wegen genau den gleichen Motiven. Ich persönlich habe schon seit einiger Zeit darüber nachgedacht ob es zu einem "Nachahmungs-Phänomen" auf individueller Ebene kommen könnte. Ich meine damit das Globale-Chaos. Überall wird gebombt und geschossen, ob nun von Untergrundgruppen oder Staaten. Früher oder später muß sich das auch auf die Psyche des "einfachen Mannes von der Straße" auswirken.

Da kommt einfach die Frage auf "wenn die Amis ganze Länder zerbomben um an Macht und Reichtum zu kommen, wieso soll ich das nicht auch mal versuchen?". Wie aus dem kurzen Bericht zu erfahren war, hat die franz. Polizei ja eine Sprengladung entschäft und diese als "das Produkt eines 'talentierten Amateurs'" bezeichnet.

Der "talentierte Amateur" ist "der einfache Mann von der Straße". Das Phänomen des "internationalen Terrorismus" bekommt scheinbar eine ganz neue Qualität.
 
W

Weinberg, Oliver

Gast
@Aladin im Wortlaut:

"Die Frage der Motivation... Früher oder später muß sich das auch auf die Psyche des "einfachen Mannes von der Straße" auswirken."
und
"Der "talentierte Amateur" ist "der einfache Mann von der Straße". Das Phänomen des "internationalen Terrorismus" bekommt scheinbar eine ganz neue Qualität."

..möglicherweise bekommt er das.
Ein Krieg gegen einen internationalen Terrorismus ist
am Ende (oder auch schon früher..) ein TOTALER Krieg
(Wer ist alles Terrorist? Sie?Ihr?Wir?)
Das sich da einzelne aufgefordert fühlen, das staatliche
Gewaltmonopol aufzuheben könnte eine Sogwirkung
entfalten...
Besser, dieser Krieg wird als 'Mißverständnis' beendet
erklärt, bevor es richtig schlimm wird..
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
4. März 2004, 02:06, Neue Zürcher Zeitung


Terroralarm in Frankreich

Erpresser drohen mit Anschlägen auf die Eisenbahn Eine Gruppe mysteriöser Terroristen versucht in Frankreich, unter Androhung von Sprengstoffanschlägen auf das Eisenbahnnetz eine Geldsumme von vier Millionen Dollar und einer Million Euro zu erpressen. Die Affäre wird von den Sicherheitsbehörden ernst genommen. Die Sicherheitsvorkehren wurden verstärkt.


Ch. M. Paris, 3. März

Frankreich steht unter dem Druck erpresserischer Drohungen seitens einer mysteriösen Terroristengruppe, die Sprengstoffanschläge auf das Schienennetz der Eisenbahn ausführen will, wenn ihrer Forderung nach Bezahlung von vier Millionen Dollar und einer Million Euro nicht entsprochen wird.

Die Gruppe hatte sich bereits Mitte Dezember mit einem Schreiben ans Elysée und ans Innenministerium gemeldet; sie hat seither weitere fünf Briefe an dieselben Adressaten abgeschickt. Aufgrund der von der Gruppe gegebenen Hinweise, die den Ernst der Attentatsdrohungen unterstreichen sollten, wurde am 21. Februar an der Eisenbahnlinie Paris-Toulouse auf dem Viadukt von Rocherolles bei der Gemeinde Folles, etwa dreissig Kilometer nördlich der zentralfranzösischen Stadt Limoges, ein Sprengsatz entdeckt, der aus einem Gemisch von Nitrat und Heizöl bestand und mit einem ausgeklügelten Zeitzünder versehen war.


Verstärkte Sicherheitsvorkehren

Die Sicherheitsbehörden wollten dem Verlangen der Erpresser entsprechen und die Affäre geheim halten. Nach dem Scheitern eines nächtlichen Kontaktes zur Gruppe unbekannter Terroristen, die unter dem Kürzel AZF auftritt (dieses erinnert an die 2001 durch eine Explosion zerstörte Düngemittelfabrik bei Toulouse), hielt das Innenministerium sämtliche Medien im Interesse der öffentlichen Sicherheit zum Stillschweigen an.

Zum grossen Ärger von Innenminister Sarkozy ist diese Anweisung am Mittwoch durch die in Toulouse erscheinende Regionalzeitung «La Dépêche du Midi» missachtet worden.

Inzwischen wurden unter dem Plan Vigipirate zur Terrorabwehr die Sicherheitsmassnahmen zumindest für das Eisenbahnnetz landesweit verstärkt. Das Sonderdezernat der Polizei für Terrorismusabwehr, die zentrale Dienststelle zur Bekämpfung des organisierten Verbrechertums sowie die Kriminalpolizei und die Renseignements généraux wie auch die Spionageabwehr sind allesamt seit einem halben Monat mit der Fahndung beauftragt. Das Ermittlungsverfahren liegt in den Händen von zwei auf terroristische Umtriebe spezialisierten Untersuchungsrichtern. Dies deutet darauf hin, dass die Behörden, auch ohne weitere Erkenntnisse über die Hintergründe der Erpressung, die Gefahr als überaus ernst einstufen.

Das erste Schreiben der Erpresser von Mitte Dezember enthielt offenbar noch keinerlei konkrete Drohungen. Es erging sich in Anklagen gegen eine irregeleitete Wirtschaftspolitik Frankreichs und warf den Politikern vor, sie hätten mehr den eigenen Nutzen als das Wohl des Staats im Sinn. Ferner wurde das Unterrichtswesen kritisiert.

Um zum Fortschritt zurückzugelangen, müssten die «sozialwirtschaftlichen Systeme» wieder in den Dienst des Einzelnen gestellt werden, hiess es in dieser Philippika, die offenbar zunächst von den Empfängern unter der Rubrik von Spinnerbriefen abgelegt wurde, wie sie täglich zu Hunderten bei vielen Behörden eingehen. Die Verfasser bezeichneten sich selber als eine Gruppe, die innerhalb einer «Laienbruderschaft» gebildet worden sei, mit dem Ziel der Druckausübung terroristischen Charakters; sie bezichtigten die Medien der Komplizenschaft mit den Behörden, weshalb sie offenbar dann Stillschweigen verlangten.

Eine erste Geldforderung, zunächst in Höhe von vier Millionen Euro, wurde anscheinend in einem Schreiben vom 13. Februar erhoben. Zugleich erteilten die Erpresser genauere Hinweise über eine von ihnen am Eisenbahnnetz angebrachte Serie von Zeitzünderbomben. Eine Woche später lieferten sie die genauen Koordinaten für den dann am 21. Februar auf dem Bahnviadukt gefundenen Sprengsatz. Dieser wurde von den Sicherheitsbehörden demontiert und später zur Explosion gebracht. Dabei stellte sich heraus, dass dieser Sprengsatz, dessen Konstruktion anscheinend dem technischen Standard eines geübten Feuerwerkers entsprach, durchaus erheblichen Schaden hätte anrichten können. Die Ermittlungsbehörden vermuten, dass weitere sieben bis neun solcher Sprengsätze am mehr als 30 000 Kilometer langen Schienennetz Frankreichs angebracht wurden; die Terroristengruppe selber behauptete, zehn Sprengsätze gelegt zu haben. Den einzigen Lichtpunkt in der unheimlichen Affäre stellte bisher die Tatsache dar, dass ein Sprengsatz, dessen Explosion von der Gruppe AZF für den 18. Februar angekündigt worden war, nicht hochging.


Erpressung durch Kriminelle?

Nach den Schreiben der Terroristengruppe kam es offenbar auch zu einer Reihe indirekter Kontakte über ein halbes Dutzend Kleinanzeigen im Linksblatt «Libération» und schliesslich sogar zu Telefongesprächen. Ein Abgeordneter der Regierungspartei, Alain Marsaud, der früher selber als Untersuchungsrichter bei der Terrorbekämpfung tätig gewesen war, verwies wie auch Sprecher der Opposition darauf, dass die Drohungen ernst zu nehmen seien. Vielleicht handle es sich jedoch auch bloss um eine Erpressung seitens gewöhnlicher Krimineller, fügte er allerdings hinzu.

Gleichzeitig erinnerte er indessen auch an die jüngsten Drohungen der islamistischen Terrororganisation al-Kaida wegen der Verabschiedung des Kopftuchverbots in Frankreich. Diese Äusserungen waren bin Ladins Kampfgefährten Zawahiri zugeschrieben worden. Allerdings herrscht noch immer Unklarheit über ihre Echtheit. Zudem wurde das erste Schreiben der Gruppe AZF noch vor Präsident Chiracs Grundsatzrede über eine nötige Bekräftigung des Laizismus in Frankreich abgesandt.
 

k_c

Geheimer Meister
1. Februar 2004
119
rofl :lol:
aus le monde:
Comment la police a-t-elle communiqué avec AZF ?

A cinq reprises, afin de garder un contact avec le groupe AZF, les autorités ont choisi de passer une petite annonce dans la rubrique des messages personnels du quotidien Libération. "Suzy" fut le pseudonyme du ministère de l'intérieur, "gros loup" celui du groupe.

La première annonce est publiée le 19 février. "Mon gros loup, ne prenons pas de risques inutiles, le plus tôt sera le mieux. Donne-moi tes instructions", lit-on. Les enquêteurs ont décidé d'entreprendre cette démarche...
Wie kommuniziert die Polizei mit der AZF?

Nach 5 Versuchen, um den Kontakt mit der AZF zu halten, haben die Behörden beschlossen eine Kleinanzeige im persönlichen Anzeigenteil der Tageszeitung Libération zu schalten. "Suzy" lautete der Deckname des Innenministeriums, "dicker Wolf" der der Gruppe.

Die erste Anzeige wird am 19. Februar veröffentlicht. "Mein dicker Wolf, gehen wir kein unnötiges Risiko ein, der Frühste wird der Beste sein. Gib mir deine Anweisungen" liest man dort. Die Ermittler haben dieses Vorgehen gewählt um...
http://www.lemonde.fr/web/recherche...IVES=812053&nbpages=7&artparpage=10&nb_art=62
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Das ganze erinnert mich jetzt an die alten französischen Gaunerfilme von Jean-Paul Belmondo... :p Würde mich nicht wundern wenn hinter der "AZF-Laienbruderschaft" lauter "Belmondos" stecken...

Genial aber, wie diese Jungs "die Obrigkeit" zum Narren halten. Das sind eindeutig "Staatsfeinde"!!! 8)
 
G

Guest

Gast
Warum für Geld ?

Naja, für Islamisten ist der Glaube wichtig, aber für Kapitalisten nunmal das Geld.
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
"Internationaler Terrorismus": AZF-Zellen auch in anderen Staaten?


Mit dem Namen AZF spielen die Terroristen indes an die Katastrophe des im [21.]September 2001 mit enormen Folgeschäden (30 Todesopfer und Zerstörung eines ganzen Stadtteils) explodierten Chemie-Komplexes AZF in Toulouse an. "In Russland hieße die Bande ,Tschernobyl' und in Indien, Bhopal'" , analysieren Kriminalisten die Beweggründe der Gruppe, die ihre Aktion seit Dezember 2003 in Briefen an Präsidentschaftskanzlei und Innenministerium in Paris angekündigt hatte, aber erst Mitte Februar mit der ersten Bombe in Erscheinung getreten ist.

http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=408644


Zur Explosion der französischen Chemiefabrik am 21. September 2001:

http://www.freitag.de/2001/49/01490901.php


Zur Atompolitik Indiens bzw. der Katastrophe von Bophal: http://www.graswurzel.net/211/akw-indien.shtml

und

http://www.greenpeace.org/deutschla...emie/aktion-gegen-chemiewerk-von-dow-chemical
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Fahnder in Frankreich suchen nach blonder Frau

Die bislang erfolglose Suche nach den mysteriösen Bahnerpressern in Frankreich konzentriert sich gegenwärtig auf eine etwa 30-jährige, blonde Frau.

Sie soll im Umland von Paris im Namen der Erpressergruppe "AZF" ein Telefongespräch mit den Behörden geführt haben, schrieb die Tageszeitung "Le Figaro". Ein Phantombild sei auf Grund der vagen Zeugenaussagen allerdings nicht machbar. "Wir tappen völlig im Dunklen", zitierte die Zeitung die Ermittler. "Niemand weiß, ob die Erpresser wirklich Geld wollen oder andere Beweggründe haben." Das Innenministerium hofft "auf ein neues Zeichen".


Angedroht: Massenmord an Bahnreisenden

Die Gruppe droht mit Massenmord an Bahnreisenden, um eine Millionensumme zu erpressen. Gleichzeitig warnt sie auch vor Anschlägen "außerhalb der Bahnstrecken". Nach Bekanntwerden dieser Forderungen in der Presse in der vergangenen Woche war jeder Kontakt zu den Erpressern verloren gegangen. "Es herrscht völlige Funkstille", hieß es. Rund 600 Experten, darunter Spezialisten aus dem Geheimdienst und dem Militär, suchen nach den Tätern. Eine von der Polizei gefundene Bombe hatte sich bei einer Testsprengung als sehr wirksam erwiesen.


Sind Täter Militär-Experten?

Die Täter könnten in ihren Reihen nach Ansicht der Ermittler auch Geheimdienst- oder Militärexperten haben. Die Bombe sei so perfekt wie von einem Minenleger unter dem Bahn-Schotter versteckt gewesen, dass die Fahnder zunächst über sie hinweg gegangen seien. Sie wurde nur dank roter Hinweispfeile gefunden. Die französische Bahn hat die Gleiskontrollen teilweise verdoppelt. Die Bahnreisenden sind bislang gelassen geblieben; Stornierungen von Reservierungen gab es bisher nicht, hieß es.
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Samstag 13. März 2004, 17:01 Uhr

"AZF" droht Frankreich erneut mit Bombenanschlägen


Paris (AFP) - Die mysteriöse "Gruppe AZF", die in Frankreich mit Anschlägen auf die Bahn droht, hat erneut Kontakt mit den Behörden aufgenommen. "AZF" habe wieder mit Attentaten auf das Schienennetz und zudem auf "drei symbolische Orte" gedroht, verlautete aus Kreisen der Ermittler. Auch habe "AZF" die geforderte Summe erhöht. Bislang hatten die Erpresser vier Millionen Dollar und eine Million Euro verlangt.

Das Magazin "L'Express" berichtet, die "Gruppe AZF" habe einen Brief an die Präsidentschaft gerichtet. Nachdem die Drohungen Anfang März publik geworden waren, hatten sich die Erpresser nicht mehr gemeldet.

Die Polizei hatte am 21. Februar eine erste Bombe entschärft und Anfang März das gesamte mehr als 30.000 Kilometer umfassenden Schienennetz in Frankreich nach weiteren Sprengsätzen abgesucht.
 
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