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skeptische literatur

Hugo de la Smile

Vollkommener Meister
10. April 2002
553
hinweise auf schriften, die der minderung des aberglaubens zuträglich dienen können:

Wie merkt man eigentlich, daß jemand sich etwas nur einbildet?
Der Drache in meiner Garage oder Die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven

Diese Buch ist einfach super. Anschaulich und ueberzeugend fuehrt der Autor den Leser in die Gedankenwelt der Wissenschaft ein. Dabei spricht er sich deutlich fuer Wissenschaft als beste Methode Wissen zu erlangen aus und grenzt diesen gegenueber Parawissenschaften und Pseudowissenschaften ab. Der grosse Vorteil der Wissenschaft besteht ja vor allem darin, dass sie offen fuer Kritik ist und sich im stetigen Wandel befindet. Wissenschaft verfuegt ueber einen Selbstkorrigiermechanismus, den Pseudowissenschaften nicht haben. Sei es Homoeopathie, oder Astrologie, oder auch Psychoanalyse und Graphologie. Die Befuerworter sind davon ueberzeugt, dass ihr Ansatz richtig ist und es gibt nichts was diese Art von Pseudowissenschaft widerlegen kann. Doch Sagan spricht sich auch fuer eine "to be open-minded" aus, aber nicht so open-minded, dass das Hirn rausfaellt. Er beklagt auch das fehlende Verstaendnis fuer Wissenschaft, man muss Wissenschaft nicht abgoettisch lieben oder verehren, man kann sie ruhig kritisch betrachten, aber die teilweise anzutreffende WIssenschaftsfeindlichkeit ist nicht hinzunehmen...

Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren

Dieses ausgezeichnet geschriebene Buch erklärt nicht nur, woran man Fundamentalisten jeglicher Couleur erkennt, es hilft auch deren Argumentationsstrategien zu durchschauen. Es listet die möglichen Entgegnungen systematisch auf und lehrt, Fallen zu vermeiden.

Der Autor Hubert Schleichert ist Fachmann auf seinem Gebiet, er erläutert aber auch für den Laien sehr anschaulich. Das Buch liest sich überraschend leicht für sein schweres Thema. Es erleichtert den Lesefluß, daß die Anmerkungen im Anhang am Ende des Buches untergebracht sind. Die Beispieltexte sind stets treffend gewählt und stammen überwiegend aus der abendländischen christlichen Kultur. Schleichert nimmt die Texte auseinander, analysiert gründlich und legt dabei den fanatisierenden Sprengstoff frei, der immer noch darin schlummert. Vor Fundamentalisten, die sich im Alleinbesitz der ideologischen oder religiösen Wahrheit dünken, müssen wir auch heute stets auf der Hut sein, da die Errungenschaften der Aufklärung immer wieder gefährdet sind...
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
hast du die bücher gelesen?

das zweite hab ich gelesen, und ich muss sagen, ich fands nicht so prickelnd. ich hatte den eindruck, als könne man auch in zwei, drei sätzen sagen, wie man mit fundamentalisten diskutiert. ok, dafür werden natürlich mit einem haufen beispiele verschiedene argumenationstypen dargestellt, aber letztendlich läufts auf folgendes hinaus:

mach deinem diskussionsgegener klar, dass niemand die wahrheit besitzen kann. du nicht, und er auch nicht. wenn er das nicht akzeptiert, kann man nicht mehr weiterdiskutieren, aber ihn als fundamentalisten (zu recht!) diskreditieren.

wenn er dem stattgegeben hat, hast du den fundamentalismus bereits geknackt und auf dieser basis kann man dann über gültigkeit von argumenten diskutieren...

und das war`s dann auch schon...

ok, ich tu dem autoren unrecht: viele beispiele, viele argumentationstypen. wahrscheinlich so viele, dass ich sie alle nur überflogen hab...
 

Hugo de la Smile

Vollkommener Meister
10. April 2002
553
aloha antimagnet,

buch eins habe ich schon einmal gelesen und habe es gerade wieder zur hand genommen.
buch zwei ist schon etwas her, aber damals fand ich es ganz interessant, besonders meine eigenen erfahrungen darin zu finden.
anlass dieses threads ist die pyramidendiskussion, da kam mir buch eins in den sinn*.

aloha

Hugo de la Smile

*zudem noch ganz ander sachen, doch darüber hülle ich mich lieber in schweigen.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Das Fundamentalisten-Diskussionsbuch habe ich auch gelesen, aber finde es auch ein wenig zwiespältig. Auf der einen Seite ist es schon interessant, die typischen Argumentationsweisen so beschrieben und benannt zu bekommen, auf der anderen Seite ist der praktische Nutzen sehr beschränkt, weil Fundamentalisten in der Regel einen feuchten Pf... drauf geben, ob man ihnen die lateinischen Bezeichnungen ihrer rhetorischen Kniffe um die Ohren haut oder ihnen auch nur auf den Kopf zusagt, wo der Fehler in der Argumentation liegt. Daher ist der sicherste Weg um in der Diskussion mit Fundamentalisten Blutdruck und Verstand bei Laune zu halten, solche Diskussionen von vorneherein zu vermeiden.

Empfehlenswert finde ich nach wie vor die Sammlungen von Gero von Randow:
Mein paranormales Fahrrad

Der Fremdling im Glas

Etwas weniger um paranormales, sondern eher um Naturwissenschaftler die postmoderne Philosophen und Soialwissenschaftler abklopfen:
Eleganter Unsinn

Und schließlich noch ein Klassiker in Form eines Nachschlagewerks:

Das neue Lexikon der populären Irrtümer
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
ja, das is mal ganz interessant.

werd ich mal reinschauen, wenn mal geld für da ist

wie ist es denn da mit e-boox??
 

TanduayJoe

Geheimer Meister
10. April 2002
322
Moinmoin

Das deutsche Pendant zum "skeptical inquirer" kann man unter http://www.skeptiker.de/ finden.

Empfehlenswert finde ich unter anderem:
"So lügt man mit Statistik" von Walter Krämer (ISBN: 3492230385)
"Der gedachte Gott" (ISBN: 3492044271)
"Der Hund, der Eier legt" (ISBN: 3499611546)


Die Bücher von Gero von Randow fand ich ebenfalls sehr gut, genauso wie "Der Drache in meiner Garage" von Carl Sagan.

Gruß

TanduayJoe
 
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