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Schließt Lidl seine Filiale aus Rache an Streikenden?

Lord Grendel

Geheimer Meister
10. April 2002
190
http://www.verdi-blog.de/lidl/0/viewentry/600

Am 28. Juli wurde der Lidl-Filialbelegschaft in Calw mitgeteilt, die Filiale würde - obwohl sie gut läuft - geschlossen werden. Das gute Team mit Betriebsrat wären damit weg. Nur eine Tag später erfährt die Belegschaft in Forchheim - auch sie hat sich einen Betriebsrat gewählt - dass die Filiale schon nächsten Montag, 1. August in ein Unternehmen ausgegliedert wird, das nur noch Aktionsartikel verwertet. Kurzfristig soll die Filiale schon nicht mehr regulär beliefert werden. Diese Filiale hat aus unserer Sicht dadurch nur noch eine kurze Überlebensaussicht. Auch in der Betriebsrats-Filiale Bamberg wurde angekündigt, dass eine Umstrukturierung anstehe. Der Zeitpunkt kommt nicht von ungefähr: in München gibt es große Solidarität und Aufmerksamkeit für die Kolleg/innen, die sich einen Betriebsrat wählen wollen. In Calw, Forchheim und Bamberg haben sich die Beschäftigten - mit guten Gründen - in Warnstreiks für bessere Tarife stark gemacht.


Auch eine Mitarbeiterin wurde gekündigt in einer dieser Filialen, da sie angeblich der Filialleiterin den Mittelfinger gezeigt hätte.
Passt natürlich perfekt, da diese Mitarbeiterin sich stark gemacht hat für ein Betriebsrat in ihrer Filiale.

http://www.verdi-blog.de/lidl/1/viewentry/598#comment

Auch bei den Kommentaren ist dies hier ganz interessant.
VERWARNUNG!
"MITARBEITER" + "ANGEHÖRIGER" + "ANJA" scheinen nach der eleketronischen Signatur (IP) ein und dieselbe Person zu sein! Wir können davon ausgehen, dass hier jemand massiv und von aussen gelengt Zwitracht streuen will! Anschuldigungen an Andrea, die nicht belegt werden, oder nicht respektvoll geäussert werden, werden weiterhin von mir gelöscht!

Ziemlich harter Tobak
 

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
Hui, interessanter Link.

Ich hab auch mal gehört LIDL sei angeblich in Scientologenhand?

Weiss da jemand was drüber?


gruß

midget
 

hives

Ritter vom Osten und Westen
20. März 2003
2.410
the_midget schrieb:
Ich hab auch mal gehört LIDL sei angeblich in Scientologenhand?

Andreas Hamann Anfang 2005:
ich habe bei meinen Recherchen für das Schwarz-Buch nicht den kleinsten Anhaltspunkt dafür gefunden, dass Scientology bei Lidl "im Spiel" ist. Die Gerüchte tauchen immer wieder auf, ohne dadurch beweisbarer zu werden.
Halten wir uns lieber an Fakten und die sind noch immer schlimm genug, auch wenn der Schwarz-Konzern wie wild an seinem Image poliert.
Allgemein ein interessanter Link:

Getroffen...

...zeigt sich das Schwarz-Unternehmen von ver.dis Schwarz-Buch. Tausende aktive und ehemalige Beschäftigte bestätigen die Recherchen. Die Lidl-Geschäftsführung wiegelt die Kritik an den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen als „Diffamierungskampagne“ ab.
http://www.verdi-blog.de/lidl/3/print/291


Es gibt jedoch offenbar ein Scientology-Mitglied mit dem Nachnamen "Lidl", das nichts mit dem Konzern zu tun hat.
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Lidl ist meines Wissens nach einem seinerzeitigen Geschäftsführer benannt, weil der Eigentümer seinen Namen nicht hergeben wollte oder durfte.
 

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
hives schrieb:
Andreas Hamann Anfang 2005:
ich habe bei meinen Recherchen für das Schwarz-Buch nicht den kleinsten Anhaltspunkt dafür gefunden, dass Scientology bei Lidl "im Spiel" ist. Die Gerüchte tauchen immer wieder auf, ohne dadurch beweisbarer zu werden.
Halten wir uns lieber an Fakten und die sind noch immer schlimm genug, auch wenn der Schwarz-Konzern wie wild an seinem Image poliert.
Na dann scheint da ja nichts dran zu sein. Auch gut das mal genau zu wissen...


Und in der Tat: Die Fakten sind eh schon schlimm genug, da kann ich nur beipflichten!


gruß

midget
 

Aligatooo

Geheimer Meister
13. November 2004
276
Ich kaufe seit dem Schwarzbuch nicht mehr bei Lidl ein.

Wer so mit Menschen umgeht, hat mich als Kunden nicht verdient.
 

Hosea

Auserwählter Meister der Neun
25. Dezember 2004
922
aligatooo schrieb :

Wer so mit Menschen umgeht, hat mich als Kunden nicht verdient.
das sehe ich genauso..aber es ist ja kein Einzelfall das ganze..wir kennen unsere Pappenheimer:


Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat an Aldi-Süd, Lidl und Schlecker harte Kritik geübt. Gewerkschaftschef Frank Bsirske verwies am Montag in Frankfurt am Main auf extrem schlechte Arbeitsbedingungen in Tausenden von Filialen. Die Mitarbeiter stünden unter einem enormen Druck. Auch bei der Bildung von Betriebsräten komme es zu massiven Behinderungen, außerdem würden Tarifverträge und Arbeitnehmerschutzgesetze gezielt missachtet und Überstunden oft nicht bezahlt.
http://www.netzeitung.de/wirtschaft/276544.html
 

asamandra

Geheimer Sekretär
12. April 2003
665
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat an Aldi-Süd, Lidl und Schlecker harte Kritik geübt. Gewerkschaftschef Frank Bsirske verwies am Montag in Frankfurt am Main auf extrem schlechte Arbeitsbedingungen in Tausenden von Filialen.
Ich soll euch von meiner Sis ausrichten, dass zumindest die Aussage über Aldi-Süd gequirlte Kacke is. Meine liebe Sis arbeitet da, mittlerweile seit fünf Jahren. Halbtags mit einem Verdienst, den andere nicht mal ganztags zusammenkriegen, mit Prämien, Umsatzbeteiligung, Weihnachts- und Urlaubsgeld, zwei - drei freie Tage die Woche... Ok, Betriebsrat is nich, aber sie meint auch, in den Fillialen, in denen sie schon gewesen ist (und das dürften so ziemlich alle im Bamberger Raum gewesen sein) war das auch nicht nötig.
 

Hosea

Auserwählter Meister der Neun
25. Dezember 2004
922
asamandra schrieb :

Ich soll euch von meiner Sis ausrichten, dass zumindest die Aussage über Aldi-Süd gequirlte Kacke is. Meine liebe Sis arbeitet da, mittlerweile seit fünf Jahren. Halbtags mit einem Verdienst, den andere nicht mal ganztags zusammenkriegen, mit Prämien, Umsatzbeteiligung, Weihnachts- und Urlaubsgeld, zwei - drei freie Tage die Woche... Ok, Betriebsrat is nich, aber sie meint auch, in den Fillialen, in denen sie schon gewesen ist (und das dürften so ziemlich alle im Bamberger Raum gewesen sein) war das auch nicht nötig.
Okay, Verdi stützt seine Auffassung über die Arbeitsbedinungen auf Einzelaussagen von "Betroffenen", dabei ist immer zu berücksichtigen, wir kennen das aus gescheiterten Ehen bzw auch bei beendeten Arbeitsverhältnissen, das die Objektive Sicht der Dinge stark leiden kann.

Ich denke der Vorwurf von Verdi der dahintersteckt ist tiefergreifend :

Die Unternehmen wollen ihre eigene Suppe kochen und sich nicht an demokratische Spielregeln halten»
Es ist absolut Richtig, das ein Betriebsrat in einer kleinen Filiale (5Leute etc) keinen Sinn macht, aber ein Gesamtbetriebsrat wäre doch sehr sinnvoll und absolut demokratisch und rechtlich vertretbar.
Wir sehen es doch bei anderen Firmen wie Karstadt, Rewe etc...(dazu muß man sagen das Rewe auch kleine Filialen hat) das ein Gesamtbetriebsrat sinnvoll ist und ohne viel "Theater" aufgebaut wurde, schon lange.

Noch was zum Thema Schlecker, den Verdi als größten Blockierer unter den Discountern ansieht und mit Recht :

Wegen Lohndumpings wurden Anton und Christa Schlecker vor fünf Jahren vom Stuttgarter Landgericht zu hohen Geldstrafen und Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Danach unterschrieb der Unternehmer zwar Tarifverträge, doch die Kritik seitens der Arbeitnehmer reißt nicht ab..
1999

Da wären wir wieder bei der eigenen Suppe, und den demokratischen Spielregeln...

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/49/28021/

Und die Strafe für die Sueddeutsche folgte sofort :

Der Discounter Aldi-Süd schaltet in der «Süddeutschen Zeitung» keine Anzeigen mehr.
http://www.netzeitung.de/medien/282375.html
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Ich frage mich, was Demokratie (Kratie = Herrschaft, Macht, Zwang) in einem Unternehmen zu suchen hat, in dem die Verhältnisse eigentlich durch freiwillig eingegangene Verträge geregelt werden.
 

the_midget

Meister vom Königlichen Gewölbe
28. Juni 2004
1.437
Ein_Liberaler schrieb:
Ich frage mich, was Demokratie (Kratie = Herrschaft, Macht, Zwang) in einem Unternehmen zu suchen hat, in dem die Verhältnisse eigentlich durch freiwillig eingegangene Verträge geregelt werden.
na ja so freiwillig ist das ja nun auch wieder nicht. Irgendwie müssen die Leute ja Geld verdienen und die wollten bestimmt nicht alle an die Kasse seit sie klein waren. Zudem haben die Unternehmen ja schon ne bessere Verhandlungsbasis... Die sitzen halt am längeren Hebel und der Arbeitnehmer is ja schon irgendwie abhängig von denen. Insofern isses schon ganz nützlich wenn die Arbeitnehmer sich organisieren dürfen. Der Arbeitsmarkt ist von Arbeitnehmerseite halt nicht frei.


gruß

the midget
 

Hosea

Auserwählter Meister der Neun
25. Dezember 2004
922
the midget schrieb :

na ja so freiwillig ist das ja nun auch wieder nicht. Irgendwie müssen die Leute ja Geld verdienen und die wollten bestimmt nicht alle an die Kasse seit sie klein waren
so sehe ich das auch midget..

Aber zurück zur Demokratie :

Ein_Liberaler schrieb :

Ich frage mich, was Demokratie (Kratie = Herrschaft, Macht, Zwang) in einem Unternehmen zu suchen hat, in dem die Verhältnisse eigentlich durch freiwillig eingegangene Verträge geregelt werden.
Es sind einfach gewisse "Spielregeln", laßen wir die Demokratie weg..ein Arbeitnehmer bzw Arbeitsgeber hat sich eben an diese "Spielregeln" zu halten...Rechte..Pflichten..auf beiden Seiten.

Pseudodemokratie. „Laut Arbeitsverfassungsgesetz ist ein Betriebsrat in jedem Betrieb mit mehr als fünf Mitarbeiter/Innen vorgeschrieben
http://www.soli.at/textvers/akt05.html
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
"Spielregeln", diese Ausdrucksweise geht mir auf den Geist, die finde ich lehrerhaft, arrogant, von oben herab. Das sind Gesetze.

„Laut Arbeitsverfassungsgesetz ist ein Betriebsrat in jedem Betrieb mit mehr als fünf Mitarbeiter/Innen vorgeschrieben
Wen interessiert Österreich? Es geht um Deutschland.

Und wenn Ihr Euch an die festgelegten Begriffe haltet, dann habt Ihr mich schon halb auf Eurer Seite. Arbeitnehmervertretungen halte ich nämlich für sinnvoll und für ein unveräußerlichs Recht. (Einstweilen. Eigentlich sollte man sie natürlich auch vertraglich ausschließen können, ich bin mir da noch nicht ganz im klaren.) Nur haben die nichts mit Demokratie zu tun.

Übrigens, der ganze verlinkte Text macht mich krank. Heulsuse, sag ich. "Sich mit der Philosphie des Unternehmens identifiziert", ha! Aufwachen, die New economy hat es nie gegeben! Man arbeitet, um Geld zu verdienen, das muß keinen Spaß machen.
 

Hosea

Auserwählter Meister der Neun
25. Dezember 2004
922
Ein Liberaler schrieb :

Wen interessiert Österreich? Es geht um Deutschland.
ja klar, aber ist es in Deutschland nicht genauso?

Ein Liberaler schrieb :

Arbeitnehmervertretungen halte ich nämlich für sinnvoll und für ein unveräußerlichs Recht.
Darauf wollte ich ja hinaus.

Ein Liberaler schrieb :

"Spielregeln", diese Ausdrucksweise geht mir auf den Geist, die finde ich lehrerhaft, arrogant, von oben herab. Das sind Gesetze.
Ja und was ist falsch an Gesetzen/Spielregeln im allgemeinen? Würde es ohne Gesetze grad im Arbeitsrecht etc..besser laufen?
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
ja klar, aber ist es in Deutschland nicht genauso?
Offensichtlich nicht. Ich habe zwar den betreffenden Paragraphen nicht parat, aber wie es aussieht, ist in Deutschland ein Betriebsrat ab fünf Beschäftigten nicht Pflicht.

Ja und was ist falsch an Gesetzen/Spielregeln im allgemeinen?
Im allgemeinen nichts. Mich stört der Begriff Spielregeln. Als ob man ein Kind wäre und zurechtgewiesen werden müßte.
 

Hosea

Auserwählter Meister der Neun
25. Dezember 2004
922
Ein Liberaler schrieb :

Offensichtlich nicht. Ich habe zwar den betreffenden Paragraphen nicht parat, aber wie es aussieht, ist in Deutschland ein Betriebsrat ab fünf Beschäftigten nicht Pflicht.
Eigentlich ist es doch "Pflicht" bzw zumindestens Recht. Ich hab mir mal die Seite von der Deutschen Botschaft in China angesehen, darin werden Investoren aus China schonmal vorgewarnt :wink: :

Betriebliche Mitbestimmung
Die arbeitsrechtliche Grundordnung der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und -nehmern im Betrieb wird durch die Betriebsverfassung geregelt. Nach dem Betriebsverfassungsgesetz werden in Betrieben mit mindestens fünf ständigen wahlberechtigten Arbeitnehmern, von denen drei wählbar sind, Betriebsräte gewählt.
Das ganze läuft unter dem Titel "Investieren in Deutschland" :


http://www.deutschebotschaft-china.org/de/wirtschaft/invest_info/Arbeitsrecht.htm

Ein Liberaler schrieb :

Im allgemeinen nichts. Mich stört der Begriff Spielregeln. Als ob man ein Kind wäre und zurechtgewiesen werden müßte.
Finde es genau andersrum..hm, Gesetze hört sich für mich härter an als Spielregeln. Spielregeln beinhalten für mich eher als Gesetze eine gewisse Art an Formbarkeit.

Ich für meinen Teil, finde dieses Betriebsratstheater bei den Discounter lächerlich, da haben ganz andere Konzerne schon ein gutes Beispiel gegeben..z.b mit einem Gesamtbetriebsrat.

Der Text aus Österreich sollte nur eins wiederspiegeln :

Immer öfter versuchen multinationale Konzerne die Gründung eines Betriebsrats zu verhindern..
Will nochmal etwas nachfeuern :

Am Betriebstor endet die Demokratie..
http://www.derfunke.de/funke33/angstvormb.htm
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Hosea schrieb:
Eigentlich ist es doch "Pflicht" bzw zumindestens Recht. Ich hab mir mal die Seite von der Deutschen Botschaft in China angesehen, darin werden Investoren aus China schonmal vorgewarnt
Die Bildung eines Betriebsrates muß hingenommen werden, aber wenn die Angestellten nicht wollen... Pflicht ist er nicht.

Finde es genau andersrum..hm, Gesetze hört sich für mich härter an als Spielregeln. Spielregeln beinhalten für mich eher als Gesetze eine gewisse Art an Formbarkeit.
Aber in Wahrheit ist die Formbarkeit ja nicht gegeben, dann möchte ich auch das "harte Wort". Und wie gesagt, fühle ich mich durch den Begriff Spielregel eher etwas herabgesetzt.

Ich für meinen Teil, finde dieses Betriebsratstheater bei den Discounter lächerlich, da haben ganz andere Konzerne schon ein gutes Beispiel gegeben..z.b mit einem Gesamtbetriebsrat.
Aber es ist ja auch verständlich, wenn Arbeitgeber lieber keinen Betriebsrat wollen, oder?

Am Betriebstor endet die Demokratie..
Und das ist auch gut so. Mein Eigentum unterliegt nicht dem Willen meiner Angestellten, wo kommen wir denn da hin? Sollen sie ihren Betriebsrat nach demokratischen Regeln wählen, und damit gut. Sollen sie meinetwegen eine Kaffeeküche fordern, aber ob ich eine Filiale eröffne oder Artikel ins Programm nehme oder rausschmeiße geht sie nichts an.
 

Hosea

Auserwählter Meister der Neun
25. Dezember 2004
922
Ein Liberaler schrieb:

Die Bildung eines Betriebsrates muß hingenommen werden, aber wenn die Angestellten nicht wollen... Pflicht ist er nicht.
Das eben bezweifle ich stark, warum sollte ein Angestellter was gegen einen Betriebsrat haben, vielleicht nicht Filialgebunden aber zumindesten einen Gesamtbetriebsrat? Sie brauchen nur "ja" sagen und wir haben eine gesetzliche Grundlage dafür in Deutschland.

Ein Liberaler schrieb :

Aber es ist ja auch verständlich, wenn Arbeitgeber lieber keinen Betriebsrat wollen, oder?
Verständlich schon, aber nicht fair..soviel Macht hat ein Betriebsrat auch nicht, er muß sich auch an Gesetze halten. Für mich ist halt die "Aufgabe" eines großen Unternehmers eine gewisse "Fürsorge" für seine Mitarbeiter und die wären durch die Aufgaben eines Betriebsrates gewährleistet.

Selbst wenn ein Betriebsrat gewählt worden ist, fällt der Einfluß in den einzelnen Firmen unterschiedlich aus, das ist eben auch regelbar.
Eine ganz einfache Installation eines Betriebsrates ist in großen Unternehmen in meinen Augen immer sinnvoll, er hat kleine Mitsprache bei Kündigungen,Einhaltung der Unfallvorschriften,Tarifverträge,gesetzliche Arbeitszeiten,Integration von Behinderten in Unternehmen etc , ist ein Vermittler zwischen Arbeitsgeber und Arbeitsnehmer, Mitsprache aber letzendliche Entscheidung über Kündigungen hat er nie..

Sollen sie ihren Betriebsrat nach demokratischen Regeln wählen, und damit gut
genau :D

Es ging mir persönlich um den einen Discounter, der eben immer auffiel..ein Bild abgab über die Jahre, sie wurden wegen Lohndumping rechtskräftig bestraft, dann dieses :

Die Drogeriekette Schlecker darf durch die Umstellung auf Euro-Schwellenpreise entstandene Kosten nicht auf ihre Lieferanten abwälzen. Das Landgericht Ulm gab am Mittwoch einem entsprechenden Antrag der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs auf einstweilige Verfügung statt (Az: 10 O 296/01 KfH).
http://www.123recht.net/article.asp?a=2380&f=nachrichten_neue~urteile_schleckereuro&p=1

Eben das Gesamtbild, und obendrein das "Betriebsratsthema"..
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Hosea schrieb:
Ein Liberaler schrieb:

Die Bildung eines Betriebsrates muß hingenommen werden, aber wenn die Angestellten nicht wollen... Pflicht ist er nicht.
Das eben bezweifle ich stark, warum sollte ein Angestellter was gegen einen Betriebsrat haben, vielleicht nicht Filialgebunden aber zumindesten einen Gesamtbetriebsrat? Sie brauchen nur "ja" sagen und wir haben eine gesetzliche Grundlage dafür in Deutschland.
Vielleicht ist ihnen ein Betriebsrat nicht wichtig... Vielleicht halten sie die Befürworter für Querulanten, die einen eigentlich sehr netten und fairen Chef madig machen... Woher soll man das im Einzelfall wissen? asamandras "Sis" braucht offenbar keinen. Vielleicht kommt sie mit ihrem Chef besser zurecht als mit den Hardcoregewerkschaftern. Warum über die Köpfe der Betroffenen hinweg entscheiden? Warum besser wissen als sie selbst, was gut für sie ist? (Typisch Gewerkschafter, könnte ich jetzt sagen.)

Aber es ist ja auch verständlich, wenn Arbeitgeber lieber keinen Betriebsrat wollen, oder?
Verständlich schon, aber nicht fair..soviel Macht hat ein Betriebsrat auch nicht, er muß sich auch an Gesetze halten. Für mich ist halt die "Aufgabe" eines großen Unternehmers eine gewisse "Fürsorge" für seine Mitarbeiter und die wären durch die Aufgaben eines Betriebsrates gewährleistet.
Fürsorge ist für mich das, was man aus eigenem Antrieb leistet, nicht das, was einem abgepreßt wird. Ansonsten... Betriebsversammlung während der Arbeitszeit, ab einer bestimmten Betriebsgröße Freistellung der Betriebsräte... Mir erscheint da einiges reichlich unfair geregelt.

Eine ganz einfache Installation eines Betriebsrates ist in großen Unternehmen in meinen Augen immer sinnvoll,
Ja, wenn er nicht unter der Fuchtel einer Gewerkschaft steht.

er hat kleine Mitsprache bei Kündigungen,
Zu viel für meinen Geschmack, aber wenn der Betriebsrat wirklich nur den Beschäftigten des Betriebs verpflichtet ist, sieht das sicher anders aus. Leider sitzen meist zu viele Ideologen drin. Und letztlich ist halt das Recht wie es ist.

Einhaltung der Unfallvorschriften,
Sehr vernünftig.

Wäre gut, wenn da die Betriebsräte mehr mitzurden hätten.

gesetzliche Arbeitszeiten,
Dito.

Mitsprache aber letzendliche Entscheidung über Kündigungen hat er nie..
Nein, das ist weitgehend in die Hand der Gerichte gegeben. Die Arbeitnehmer haben da mehr oder weniger endgültig gewonnen. Und die Arbeitslosen verloren.

Sollen sie ihren Betriebsrat nach demokratischen Regeln wählen, und damit gut
genau :D
Wir sind uns einig? Das muß begossen werden! *Völker, freßt Marmelade...!*

Es ging mir persönlich um den einen Discounter, der eben immer auffiel..ein Bild abgab über die Jahre, sie wurden wegen Lohndumping rechtskräftig bestraft, dann dieses :

Die Drogeriekette Schlecker darf durch die Umstellung auf Euro-Schwellenpreise entstandene Kosten nicht auf ihre Lieferanten abwälzen. Das Landgericht Ulm gab am Mittwoch einem entsprechenden Antrag der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs auf einstweilige Verfügung statt (Az: 10 O 296/01 KfH).
http://www.123recht.net/article.asp?a=2380&f=nachrichten_neue~urteile_schleckereuro&p=1

Eben das Gesamtbild, und obendrein das "Betriebsratsthema"..
[/quote]

Jaja, sowas hat Karstadt doch auch probiert? Einen netten Brief geschrieben, daß sie in Zukunft von allen Rechnungen soundsoviel Prozent abziehen werden, und Danke für Ihr Verständnis? Sind halt nicht gerade königliche Kaufleute.

Zum Kündigungsrecht nur ein Beispiel. Ein Bekannter, Handwerker, bekommt einen größeren Auftrag und stellt einen neuen Mitarbeiter ein. Ziemlich schnell kommen die ersten Klagen, und neue Aufträge nur unter der Bedingung, "daß Sie uns nicht diesen Faulenzer schicken". Also kündigt er ihm wieder. Verfahren. Am Ende zahlt er noch soundsoviele Monatslöhne und eine üppige Abfindung, für einen Mann, der nur wenige Monate bei ihm angestellt war und seinen Vertrag schlicht nicht erfüllt hat. Das ist die Fürsorgepflicht des "mächtigen" Unternehmers gegenüber seinem "schutzlosen" Arbeiter. Die ist, finde ich, über ihr Ziel hinausgeschossen.
 

Hosea

Auserwählter Meister der Neun
25. Dezember 2004
922
Es ist schon so das man an den Gesetzen und Regelungen was Betriebsräte angeht, Änderungen vornehmen sollte. Trotzdem sehe ich bei dem besagtem Discounter ein "Speeren" gegen Betriebsräte. Es gibt mit Sicherheit Nachteile auf beiden Seiten, aber das positive überwiegt deutlich für mich, durch "Einsatz" eines Betriebrates.

Ein Liberaler schrieb :

Jaja, sowas hat Karstadt doch auch probiert? Einen netten Brief geschrieben, daß sie in Zukunft von allen Rechnungen soundsoviel Prozent abziehen werden, und Danke für Ihr Verständnis? Sind halt nicht gerade königliche Kaufleute.
Das kommt erschwerent dazu, ich will nicht von Verständnis reden..aber ich sehe da schon einen Unterschied, ob ein Unternehmen das vor der Pleite steht (selbst herbeigeführt,oder nicht), mit den Lieferanten spricht. Da sie ja in diesem moment mit im selben Boot sitzen..
Aber in dem Fall des Discounters, der einfach so mit den Lieferanten umgeht hab ich null Verständnis..

Ein Liberaler schrieb :

Zum Kündigungsrecht nur ein Beispiel. Ein Bekannter, Handwerker, bekommt einen größeren Auftrag und stellt einen neuen Mitarbeiter ein. Ziemlich schnell kommen die ersten Klagen, und neue Aufträge nur unter der Bedingung, "daß Sie uns nicht diesen Faulenzer schicken". Also kündigt er ihm wieder. Verfahren. Am Ende zahlt er noch soundsoviele Monatslöhne und eine üppige Abfindung, für einen Mann, der nur wenige Monate bei ihm angestellt war und seinen Vertrag schlicht nicht erfüllt hat. Das ist die Fürsorgepflicht des "mächtigen" Unternehmers gegenüber seinem "schutzlosen" Arbeiter. Die ist, finde ich, über ihr Ziel hinausgeschossen.
Klar solche Beispiele gibt es und da wünscht man sich bestimmt nicht Unternehmer zu sein, aber es gibt auch genug Gegenbeispiele grade im Bereich Call-Center (etc), wo Leute fleißig irgendwelche Lose/Produkte verkauft haben und durch Insolvenz Pleite ,ein paar der eh schon kleinen Monatsgehälter nicht gezahlt wurden. Aus jeder Branche gibt es Beispiele dieser Art..

In deinem speziellen Fall hätte der Arbeitgeber andere Möglichkeiten gehabt, mit Abfindung und vielen Monatslöhne wäre da nix :

Bei personenbedingten Kündigungen rechtfertigt der Arbeitgeber seine Kündigung mit Gründen,
die in der Person des Arbeitnehmers liegen. Ob den Arbeitnehmer an den Umständen eine Schuld trifft, spielt keine Rolle. Es kommt allein darauf an, dass der Arbeitnehmer
seine Arbeitsaufgaben nicht mehr erfüllen kann. Eine vorherige Abmahnung des Arbeitnehmers ist meist nicht erforderlich.

Gründe wären :
# Verlust der Fahrerlaubnis,
# Fehlen einer Arbeitserlaubnis,
# Sicherheitsbedenken bei bestimmten Tätigkeiten,
# Unfähigkeit oder Faulheit
Außerdem hätte sich der Abeitgeber auf solche Härtefälle vorbereiten können. Er hätte doch eine 6 monatige Probezeit in den Vertrag einbauen können, und somit den Mitarbeiter auf Herz und Niere prüfen können, ist ja auch sinnvoll. Es hätte ja nur auf dem Papier einen Unterschied gemacht..
 
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