Psychopharmika bei Kindern

Dieses Thema im Forum "Schulmedizin und Homöopathie" wurde erstellt von Don, 28. November 2002.

  1. Don

    Don Großer Auserwählter

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    Ich arbeite in einer Instutition für Behinderte Menschen. Viele davon wurden schon in jungen Jahren durch Pschyopharmika stillgestellt. Ich habe mir überlegt ob es denn so sinnvoll ist in jungen Jahren schon mit diesen harten Mitteln ruhig gestellt zu werden; oder ob man den Kindern besser die eigene Entwicklung zugesteht und durch verstärkte psychologische Betreuung und durch gezielte Schulung der Eltern die Problematik nicht besser in den Griff bekommt. Was haltet Ihr davon?


    Don
     
  2. Tenshin

    Tenshin Geheimer Meister

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    konnichiwa Don-san :D


    Also da Psychopharmaka in solchen Fällen nur eine reine Symptombehandlung darstellen, aber die ursächlichen Konflikte unbehandelt lässt. Es vereinfacht natürlich in klinischen Einrichtungen die Betreuung, wenn ansonsten "auffällige" Patienten ruhiggestellt werden,
    aber eine Therapie im Sinne einer, den Heilungsprozess fördernden Behandlung, kann man dies gewiss nicht nennen.

    Ausser in wirklich sehr schweren Fällen halte ich die Anwendung von Psychopharmaka für sehr bedenklich und speziell im Jugendalter sollten alle eventuelle in Frage kommenden Behandlungsmethoden versucht worden sein, bevor die Verabreichung eines Psychopharmakons als Möglichkeit näher in Betracht gezogen wird.

    Siehe dazu auch die kontroversen Diskussionen über das Mittel "Ritalin" und seine Nebenwirkungen (besonders durch die Therapie von sogenannten Indigo-Kindern ist Ritalin relativ bekannt geworden, zur Thematik der Indigo-Kinder siehe auch den Thread : http://www.weltverschwoerung.de/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=4530)

    In diesem Sinne

    <gassho>

    sayonara

    Tenshin (the Medicine-Buddha :wink: )
     
  3. rat

    rat Geheimer Meister

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    Hallo

    Ich hab mal ne zeitlang in einer offenen Psychatrie gearbeitet. die Gabe härtester Psychpharmaka war dort gang und gäbe.
    Meiner ansicht nach ein Mittel um Patienten ruhig zu stellen.
    Frei nach dem Motto eine Pille ersetzt einen therapeuthen. Der Einsatz bei Kindern finde ich mehr als frawürdig, ist aber für alle Beteilligten die bequemste Lösung.
    Meine Frage ist da, Was soll das zeug in einer Behinderten Einrichtung?
    ist ja eigentlich der Hammer.
    Obwohl in vielen Altenheimen werden ja auch unruhige Patienten mit Medikamenten beruhigt.
    Das sind dann die die in ihren Betten liegen und vor sich hin sabern, und die eigentlich für das Geld das sie bezahlen eine anständige Pflege erwarten könnten.


    Gruß von rat
     
  4. TheLiberalist

    TheLiberalist Geheimer Meister

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    Zu dem Thema gibt's nicht viel zu sagen:
    Einerseits beklagen sich die Behörden über Drogenprobleme bei Jugendlichen und niemandem gefällt es, wenn Junkies in den Bahnhofgegenden europäischer Städte herumlungern. Drogen sind hier absolut verpönt. In den psychiatrischen Kliniken gelten da aber wohl andere Gesetze: hier sind Drogen nicht nur erlaubt; sie sind sogar Vorschrift - und man hat auch kaum bedenken, sie an Minderjährige weiterzugeben. Dass der Psychiater hier als Prozac-Dealer auftreten darf, wird hier nicht nur geduldet, sondern gehört sogar zum Alltagsbild dazu. Wieso hier aber so mit zweierlei Mass gemessen wird, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft: Drogen gehören verboten, auch wenn man sie "Psychopharmaka" nennt.
    Wer nicht dieser Ansicht ist, soll sich auch nicht über Drogenprobleme auf der Strasse beschweren. Ich bezweifle aber, dass das ein vernünftiger Mensch billigen kann.
     
  5. Der Nager

    Der Nager Geheimer Meister

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    Jo, eben. Wenn hibbelige Kinder Ritalin kriegen, dann ist das ganz doll, wenn denen einer 'ne Tüte in die Hand drückt, dann ist das böse...

    :roll:
     
  6. samhain

    samhain Ritter Rosenkreuzer

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    ich habe vor vielen jahren mal eine frau gekannt, die zwei kinder hatte.
    der älteste war damals 9 jahre alt, der jüngere 4 jahre.
    der älteste musste sich ständig über das normale maß hinaus um seinen kleinen bruder kümmern, während die mutter sich jeden tag in ihre bücher versenkt hat. probleme in der schule kamen schnell dazu, der älteste war dann angeblich zu hibbelig und wurde schnell als "hyperaktives" kind dargestellt.

    ich hatte ihn damals mal übers wochenende und aufgrund dieses "hyperaktiv" sah ich schon meine wohnung im absoluten chaos versinken.
    nichts davon hat gestimmt...
    im gegenteil, ich hatte einen jungen vor mir, der dermaßen bei den anderen, anstatt bei sich selber war, das es schon nicht mehr normal war.

    fazit:
    ein paar wochen später meinte die mutter, weil ihr sohn doch dermaßen hyperaktiv wäre, bekäme er nun ritalin.
    ich habe ihr noch gut zugeredet es sein zu lassen... es hat nichts genützt.
    ich habe ihn dann ein letztes mal gesehen, nachdem er das zeug intus hatte... aus einem aufgeweckten jungen war ein stumpfes, funktionierendes wesen geworden...kaum wieder zu erkennen, echt toll... :evil:

    die probleme lagen ganz woanders, aber für die erwachsenen war diese lösung die bequemste.
    was mich dabei am meisten angekotzt hat, war dieser sogenannte psychologe, der das ganze abgesegnet hat...ganz der fachmann :evil:
     
  7. sillyLilly

    sillyLilly graues WV- Urgestein

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    kann dem was die anderen sagen nur zustimmen.

    psychophramaka für Kinder .... was haben diese Kinder für eine chance sich selber zu finden ???

    die Wahrnehmung von Kindern abtöten .... dabei liegen diese Wahrnehmungen genau auf Nerv der Zeit und der Gesellschaft....
    was sie fühlen und zeigen ... sind doch keine Krankheiten die sie allein haben
    Sie zeigen die Symptome der Krankheit an der unsere Gesellschaft leidet...

    Aber statt die Misstände ...die Doppelmoral .... den Riss der durch unsere Herzen geht anzuschauen .....
    die Dinge zu lösen und damit die Kinder zu erlösen oder ihnen Halt zu geben um ihnen Wege zu zeigen wie sie einen umgang damit finden können ............ werden ihnen Tabletten gegeben damit sie das alles nicht mehr merken ....
    aber einen Platz in der Gesellschaft haben wir ihnen nicht gegeben. nur unsere unfähigkeit attestiert >:o(

    hier links die sich m.E. sehr umfassend mit dem thema beschäftigt
    http://www.ads-kritik.de/ADS-Kritik15.htm

    http://www.ritalinkritik.de/

    http://www.muekon.de/Psycho-News/Kinder-Jugend_/kinder-jugend_.html


    hier noch was über pharmaindustrie und psychologie
    geschrieben von einem psychologen ...der selber an schizophrenie erkrankte ..... und dann ... ach lest selber *g*
    http://www.rosapillenknick.de/rypsyfisher.htm

    ein kleiner ausschnitt von der seite :
    Liebeb Gruß Lilly
     
  8. agentP

    agentP Ritter Kadosch

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    Ist jener Dr. Fisher der gleiche, der sich auch für eine Wiedereinführung der Elektroschocktherapie (ECT) einsetzt ?
     
  9. sillyLilly

    sillyLilly graues WV- Urgestein

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    @agent
    Nein, sowas habe ich nicht von ihm gelesen.
    Hast du sonst irgendwelche Infos über den Dr. Fisher von dem du redest?
    Dann würden wir es ja wissen ;o)
    Gruß Lilly
     
  10. fletcher

    fletcher Geheimer Meister

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    ich schliesse mich lilli an.
     
  11. agentP

    agentP Ritter Kadosch

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  12. forcemagick

    forcemagick Ritter der Sonne

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    es ist in der tat bedauerlich dass unsere gesellschaft im bezug auf psychische normaabweichung mit dem versuch der "chemischen inhaftierung" reagiert.

    natürlich.. psycholgische betreuung und unterstützung kostet geld und ist natürlich nicht lukrativ... aus "humanen" gründen muss man aber ja irgendwas mit den leuten machen.. also einfach ne nette chemie verabreicht und das problem ist (zumindest für die umwelt) behoben.

    doch ich fürchte in einer gesellschaftsform wie der unseren wird nicht viel mehr zu bekommen sein....

    so how could we modify that society?
     
  13. Beskania

    Beskania Geheimer Meister

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    Das ist wirklich eine gute Frage. Im Zweifelsfall in dem wir nach UNSEREN Prinzipien leben und tun was wir für richtig halten. Und nicht vergessen ab und an mal was gutes zu tun!
     
  14. Ritter der Schwerter

    Ritter der Schwerter Großmeister

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    Ritalin – Nur ein Problem unserer Zeit?


    Warum treten eigentlich heute vermehrt Verhaltensauffälligkeiten und Störungen bei Kindern auf? Und wie gehen wir oder die Schulmedizin und Kinderpsychologie damit um?

    Veranlassung für die Verabreichung von Ritalin an Kinder ist in aller Regel die Diagnose ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) oder ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-syndrom), bei dem sich die Frage stellt: Wer leidet eigentlich mehr unter der sogenannten unerwünschten Verhaltensauffälligkeit der Kinder? Die Kinder oder die Erwachsenen, welche für die Betreuung dieser Kinder zuständig sind wie z.B. Eltern, Kindergärtner Lehrer etc.
    Mit Ritalin werden diese Kinder „standardisiert“, „normalisiert“ in von diesen Leuten gewünschte, akzeptierte und anerkannte Verhaltensnormen und -muster gepresst, welche sich die Gesellschaft von diesen heute und in Zukunft als anpassungsfähigen und leicht lenkbar geformten „Idealbürger“ erwartet.
    Hieraus ergibt sich wieder die Frage: Gibt es, oder darf es überhaupt eine „Norm“, eine „Schablone“ für menschliches und ganz besonders kindliches Verhalten und Wesensart geben?
    Im Moment drängt sich allgemein der Eindruck auf, als handele es sich um eine epidemieartig um sich greifende Infektionskrankheit ähnlich einer Grippewelle. Oder gibt es etwa eine andere hintergründige, noch weitgehend unbekannte Erklärung und Ursache dafür, dass der Umsatz von Ritalin in der Zeit von 1995 bis 1999 um mehr als das Vierzigfache gestiegen ist. Nämlich um genau zu sein von 0,7 Millionen auf 31 Millionen Ritalintabletten pro einzelnem Jahr. Allein in Hamburg werden 10.000 Kinder von Psychologen, „zuständigen“ Schulpädagogen, und sogenannten „Verhaltensforscher“ und behandelnden Psychiater als „verhaltensgestört“ definiert. Und von diesen Tausenden sollen 4.000 Psycho-Pillen bekommen und psychisch „ruhiggestellt“ werden.

    Die Psycho-Pille Ritalin wird in dem neu von der Stiftung Warentest herausgegebenen „Handbuch Medikamente“ folgendermaßen beschrieben:
    ... weiter heißt es:
    Und unter der Rubrik „Unerwünschte Nebenwirkungen“ finden wir diese meiner Erfahrung nach charakteristischen Merkmale von Ritalingaben:
    ... und weiter:
    ... und zu guter letzt:
    Abschließend folgt noch ein weiterer, vielsagender Hinweis:
    Können so gesehen keine wirkliche Konzentration- und Reaktion- fordernden Tätigkeiten unternehmen.


    Wohlgemerkt, dies sind Beschreibungen bzw. Hinweise für ein Medikament, das vorzugsweise Kindern verabreicht wird.
    Was ist die Ursache für diese scheinbar stetig voranschreitende Entwicklung unserer Gesellschaft und Kinder?

    Ist die Antwort darauf einfach mit der Zeit in der wir leben, abgetan? Oder gibt es hierbei nähere Zusammenhänge und Hintergründe, die uns vorenthalten werden? Sind die Vorgänge und der zehrende Verfall unserer Gesellschaft und der Werte nicht vielmehr das Resultat einer geheimgehaltenen und für uns unsichtbaren Macht im Hintergrund?

    Die Kinder von heute schaffen die Welt von morgen.
    Wir tragen die Verantwortung dafür.

    Jetzt werdet ihr vielleicht fragen: Schon richtig, aber was hat dies alles mit Ritalin zu tun?

    Die Antwort heißt: Es hat nichts mit Ritalin an sich zu tun, sondern mit dem Grund, mit der Ursache, mit welcher Ritalin gegeben wird und dem Ursprung der Entwicklung der in den letzten Jahrzehnten vermehrt auftretenden Störungen.


    Was meint ihr dazu? Wichtig hierbei zu beachten ist der nähere Zusammenhang der „Ruhigstellung“ und Kontrolle über den Menschen von Kindestagen an – eine planmäßige Vorbereitung auf eine für uns ungewisse Zukunft und tiefergehende Absichten der Weltherrschaft?
    Die Zusammenwirkung der einzelnen Kontrollmaßnahmen ist erstaunlich! – in aufeinander abgestimmter Verbindung mit anderen Aktivitäten und Maßnahmen der Elite ergibt sich ein immer deutlicheres Bild.
    Nähere Zusammenhänge dazu folgen.


    Quelle unter anderem: Naturheilverfahren und Lebensthemen




    Greenhorn
     
  15. hives

    hives Prinz von Jerusalem

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    Von Klaus Thomas (Dr. med. Dr. phil.) wurde im Jahr 1970 ein sehr gutes Buch veröffentlicht, in dem er sich vor allem mit Drogen und Brainwashing beschäftigt ("Die künstlich gesteuerte Seele").
    Leider ist es nicht mehr ganz einfach zu bekommen - keine Angst, liebe Moderation, es ist nicht verboten :D - eher von der Agenda gestrichen, könnte man meinen...

    Dies passt alles nicht zum Thema?
    Erst mal durchlesen :arrow:



    So, und jetzt noch was zu Methylphenidat (Ritalin):

    Methylphenidat wird zu den "Indirekt wirkenden Sympathomimetika" gezählt - vereinfacht gesagt konkurriert es mit Noradrenalin um diverse Transport- und Abbauvorgänge und sorgt letztendlich für eine hohe Konzentration von NA im synaptischen Spalt. Außerdem überwindet es die Blut-Hirn-Schranke und wirkt somit zentralnertvös.


    Interessant für Nicht- Biologen/Chemiker/Mediziner&Pharmazeuten:

    Die synthetischen Stoffe aus der Gruppe der "indirekt wirkenden Sympathomimetika":


    - Amphetamin
    - Methamphetamin
    - Methylphenidat

    Außerdem strukturverwandt (meist gemeinsam aufgeführt):
    3,4-Methylendioxymethamphetamin (MDMA)


    Zitat aus dem Forth-Henschler-Rummel:


    (edit) fast vergessen: Dank an Greenhorn für den Beitrag und das Aufgreifen dieses Themas!
     
  16. fumarat

    fumarat Erhabener auserwählter Ritter

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    Das interessante an der Sache ist ja das es sich hier eigentlich um ein Aufputschmittel handelt, welches hyperactiven Kindern verabreicht wird. Ist doch eigentlich paradox? Die Psychologen argumentieren, daß die Hyperaktivität durch mangelnde Aufmersamkeit verursacht wird, welche eben dadurch gesteigert werden soll?!

    Mich würde mal interessieren ob jemand hier im Forum Erfahrungen mit Amphetaminen gemacht hat und bestätigen kann, ob dadurch tatsächlich die Aufmerksamkeit gesteigert wird?

    Psychopharmaka für Kinder halte ich für pervers, außer in Extremfällen. Wir sollten uns hier in Europa mal abgewöhnen, alles was unsere Freunde auf der anderen Seite des Sees aufführen, nachzuäffen. Ich hatte mal gelesen, daß dort ein Viertel der Kinder diese Diagnose am Hals haben und mit verschiedenen Amphetaminderivaten vollgepumpt weren. Die Pharmaunternehmen freuts und die Kinder kann keiner fragen. (Und die Eltern haben Ruhe und ihre Kids stillgelegt) Das errinert mich an die berüchtigten Omamethoden, den Schnuller in Schnaps tauchen und dann dem Baby im wahrsten Sinne des Wortes das Maul stopfen!

    Kinder schreien, Kinder brauchen Bewegung und sind eben Kinder und keine kleinen Erwachsenen! Das scheinen manche Leute nicht mehr zu verstehen.


    Grüße fumarat
     
  17. hives

    hives Prinz von Jerusalem

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    Also, hier im Forum bisher noch nicht - geht das mit dsl? :wink:


    Aufmerksamkeitssteigerungen, erleichterte Fixierung auf bestimmte Handlungen etc. können auf jeden Fall vorkommen - Leute, die nach einer Party auf Speed stundenlang (und gern auch ungefragt) fremde Wohnungen aufräumen z.b. - ich würde mich jedenfalls eher einem Mediziner auf Speed vertrauen, als einem auf Alkohol oder LSD...

    Derartige Drogen sind allgemein vergleichsweise leistungsgesellschaftskompatibel (besser, schneller, weiter) - mir persönlich erscheinen sie auch mehr oder weniger als "materialistische" Drogen (vielleicht im Gegensatz zu "psychedelischen" Halluzinogenen).
     
  18. Ritter der Schwerter

    Ritter der Schwerter Großmeister

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    Der genaue Wirkungsmechanismus von Stimulantien wie beispielsweise besagtes Ritalin ist laut Schulmedizin letztlich bis jetzt noch nicht aufgeklärt.
    Bekannt ist jedoch der Wirkungsort: spezifische Rezeptoren im Zwischenhirn und im Frontalhirn, jedoch auch in anderen Hirnbereichen wie z. B. Thalamus, sensorischer Assoziationskortex etc.
    Nach derzeitigem Wissensstand wirkt Ritalin im wesentlichen auf das Katechol-Serotonin-System.
    In erster Linie greift es am Dopaminstoffwechsel an. Neuere wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass bei ADS insbesondere der Dopamintransportmechanismus gestört sei.
    Es gelang eine Substanz (Altropane) zu entwickeln, die an diesen Transportern bindet. In einer, für die Regulierung der Motorik und Aufmerksamkeit sehr wichtigen Struktur des Zwischenhirns, dem Striatum konnte eine mehr als doppelt so hohe Bindungsaktivität gefunden werden.
    Dies bedeutet, dass die Aktivität Dopamin vom Wirkort, aus dem synaptischen Spalt zu entfernen, erhöht ist und sich damit die geringere Dopaminaktivität erklärt.

    (Anmerkung: Das unter der allgemeinen Bezeichnung „Dopamin“ bekannte Catecholamin kommt zum Beispiel in Gehirn, Nebenniere, sympathischen Nervenendungen vor. Es ist eine wichtige Transmittersubstanz im Gehirn. Einige Wissenschaftler (bzw. die offiziell anerkannte Schulmedizin) vermuten, dass Dopaminmangel oder –überschuß bei psychiatrischen Erkrankungen eine Rolle spielen könnten. Dopamin ist auch als die Muttersubstanz der Hormone Adrenalin und Noradrenalin bekannt.)

    Nach derzeitigem Wissenschaftsstand scheint jedoch nicht nur das Dopamin alleine für Aufmerksamkeitsstörungen verantwortlich zu sein. Insbesondere der Seratoninspiegel hat hier eine sehr hohe Bedeutung. Aber klinisch hat die Erhöhung des Seratoninspiegels alleine durch sogenannte Serotonin-Reuptake-Hemmer noch keinen Erfolg gebracht.
    Offensichtlich ist das Zusammenspiel dieser beiden Neurotransmitter wichtig. Laut mehreren Studien führen Stimulantien wie z.B. Ritalin zu einem physiologischen Ausgleich.

    Grundsätzlich geht die Wissenschaft davon aus, dass das zentrale Nervensystem so organisiert ist, dass die übergeordneten Steuerungsstrukturen die untergeordneten differenziert ausbremsen.

    :arrow: Daher erklärt sich der scheinbare Widerspruch einer medikamentösen Aktivierung mit Stimulantien und einem ruhigeren konzentrierten und weniger impulsivem Verhalten.


    Quelle: http://www.dr-oehler.de/Stimulantien-Ritalin.htm



    Greenhorn
     
  19. Saarländer73

    Saarländer73 Geselle

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    Linksammlung zum Thema

    Hallo zusammen,

    hier eine Sammlung verschiedener Links zum Thema Medikation bei Kindern:

    http://www.vachss.com/help_text/children_meds.html

    In den USA wohl sehr verbreitet: Medikamentöse Therapie von ADS, früh einsetzender
    Pubertät, Verhaltensstörung, Depressionen, "chemische Fixierung" usw.

    Grüsse,
    saarländer
     
  20. Ritter der Schwerter

    Ritter der Schwerter Großmeister

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    17. Oktober 2003
    Gute Frage.
    Kinder - selbst Kleinkinder befinden sich unter dem permanenten sich ausbreitenden Angriff der Pharmaindustrie - die etwas lebendiger, natürlicher und aktiver (praktisch noch voller Lebenskraft und selbstbestimmter Energie und psychischer Freiheit) sind als ihre Altersgenossen, mit dem ausgeklügelten Begriff ADS in eine zugeordnete medizinische Schublade der Geisteskrankheit zu stecken, bezeichne ich als eine bodenlose Frechheit!
    Stellt dies tatsächlich unsere "moderne" alltägliche Lösung dar, die Eltern bzw. die staatlich finanzierten zuständigen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungspersonen ihrer Aufgabe und Verpflichtung zu entheben, die Kinder und die Jugend auf ihre Zukunft, das Erwachsenenleben, vorzubereiten?


    Die Medikamentenbehandlung von vorgeblich induzierten psychischen sobezeichneten "Störungen und Geisteskrankheiten" hat in der Industrie und Wirtschaft eine gigantisches, milliardenschweres Pharmaimperium geschaffen.
    Sobald eine umfassende „Symptombeschreibung“ für Geistesstörungen vorliegt und sich die Psychiatrie im Diagnose-Handbuch für mentale Störungen (DSM – diagnostic and statical manual of mental health) auf irgendeine Krankheitsbezeichnung, für ein durchaus übliches kindliches Verhalten oder natürliche kindliche Reaktionen auf deren Umgebung, ausgedacht und geeinigt hat, wird dies anscheinend von der von den wirkungsvollen Medienmanipulationen der Werbekampagnen beeinflussten Mehrheit als behandlungsbedürftige abnorme Symptome und psychische „Krankheit“ bezeichnet und allgemein als solche akzeptiert.

    Dies schafft eine wahre Epidemie an sogenannten Geisteskranken, da die Krankenversicherungen und die staatlichen Regierungen für die angebliche „Behandlung“ dieser oftmals fadenscheinigen „Krankheiten“ jährlich rapide ansteigende wahnwitzige Summen bezahlen.

    Tatsächlich existiert keine Diagnosemöglichkeit, anhand derer ein man die sogenannte ADS an einem Kind ernsthaft widerlegen könnte.
    Wahrhaft jedes natürliche Verhalten eines Kindes kann umformuliert und als kindliche „Störung“ bzw. psychisches „Fehlverhalten“ bezeichnet werden. Wäre an Stelle der zahlreichen Medikamente und Psychopharmaka, mit denen unsere Kinder, die Zukunft einer jeder überlebensfähigen Gesellschaft, vollgestopft, „ruhiggestellt“ und gefügig gemacht werden (welche deren natürliche Lebendigkeit und grundlegende Selbstbestimmung zerstört), nicht viel eher eine sinnvolle therapeutische Erziehung, menschliche Beschäftigung - eine verantwortungsvolle Vorbereitung und psychische Stärkung für das Leben, mit den sich erst in der (wichtigsten) Entwicklungs- und Prägungsphase befindlichen jungen Menschen, notwendig?



    Hier noch etwas zu:
    Ritalin – Nebenwirkungen laut Beipackzettel - lest selbst:

    http://www.biabln.de/ads_neb1.html



    Und: Wurde beispielsweise bei dieser Auflistung irgendein mögliches Verhalten natürlicher kindlich-psychologischer Entwicklungsphasen oder umgebungsbedingter Verhaltensweisen ausgelassen?
    http://www.psychiatrie-aktuell.de/d...WCCZQKQISCGIMO?itemname=kinderpsychiatrie&s=1


    Es ist ein verhängnisvoller Irrglaube mancher Menschen, die geistige Gesundheit und kulturelle Entwicklung der Menschen und einer funktionsfähigen Gesellschaft auf organisch-mechanisch funktionierende Körper reduzieren zu können und folgend davon ausgehen, diese anhand rein physikalischer Eingriffe von außen durch Medikamente zu verwirklichen bzw. die Auslösefaktoren und Ursachen von tatsächlichen Störungen zu heilen.



    Hier z.B auch noch ein interessantes Buch:
    Betrifft zwar nicht im speziellen Ritalin und Psychopharmaka, ist aber dennoch ein gutes Beispiel der Medikalisierung der „modernen“ Gesellschaft.


    „Die Nemesis der Medizin. Die Kritik der Medikalisierung des Lebens.“
    Autor: Ivan Illich

    Kurzbeschreibung des Buches z.B. bei Amazon erhältlich:

    Die "Nemesis der Medizin" war bei ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1975, damals unter dem Titel "Die Enteignung der Gesundheit", Schock und Provokation zugleich. Dabei hatte Illich nichts anderes getan, als einer ausufernden und krebsartig wuchernden Gesundheits- und Medizintechnokratie den Spiegel vorzuhalten. Detailreich und mit kritischer Brillanz wird gerade auch dem medizinischen Laien gezeigt, wie die verschiedenen Interessengruppen, wie Ärzteschaft, Pharmaindustrie und die sie begleitende Ideologie den Patienten zum süchtigen Verbraucher und die Medizin zum Verbrauchsgut werden lassen....

    Weiter zu Amazon:
    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406392040/o/qid=976377357/sr=2-2/028-6222033-0484558



    Zitate und Textauszüge aus “Die Nemesis der Medizin" (4. Auflage, deutsche Fassung):




    Weiter geht’s hier ....

    http://www.neue-medizin.com/illich.htm


    Hives schrieb:
    Ebenfalls zu diskutieren sind die näheren Zusammenhänge bzw. die Auslösefaktoren in der heutigen Leistungsgesellschaft und dem damit verbundenen psychischen Druck auf die Zivilbevölkerung, dem allgemeinen Moral- und Werteverfall der früher sorgfältig erschaffenen Kultursysteme des Menschen und die maßgeblich an der Entwicklung beteiligte medienpropagierte Panikmache mit den daraus resultierenden psychischen Störungen, Stress, (Zukunfts-) Ängsten und geistigen Überwältigung und psychisch-wirkenden allmählich voranschreitenden Zerstörung der Menschheit.



    Dann gibt es natürlich noch einen anderen damit kombinierten und besonders bedeutungsträchtigen Aspekt der „Drogen- und Abhängigkeitsgesellschaft“ und der epidemischen Ausbreitung psychischer Störungen in der Weltentwicklung zu beachten, später mehr darüber ...



    Greenhorn
     

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