Ministerpräsidentschaftswahl in Thüringen an 05.02.2020 als Verschwörungstaktik der AFD?!

William Morris

Prinz von Jerusalem
Lesen Sie bitte den zugehörigen Wikiartikel, William Morris, dort werden Sie erfahren, wie weite Teile der SPD samt ihrer Führung bereitwillig mit den Kommunisten fusionierten. Selbstverständlich gabe es auch aufrechte Menschen, die dagegen aufbegehrten.
Der damalige Vorsitzende der SPD, Otto Grothewohl, war Gegner der Fusion, er wurde von der SMAD (Sowjetische Militäradminstration) "eingeladen" und kam als Befürworter wieder. Niemand weiß, was man ihm dort erzählt hat, aber die Geschichten vom Hotel Lux durften auch ihm nicht unbekannt gewesen sein. Das hatte mir mein Vater schon früher erzählt und steht auch so im Wikipedia-Artikel zu Otto Grorwohl.

Ich habe ein Fremdwörterbuch von 1953 (also kurz nach der Zwangsvereinigung). schon da wird der Begriff Sozialdemokratie wie ein Schimpfwort erklärt, Pazifismus im übrigen auch. Das ist wirklich Neusprech vom Feinsten. Ironischerweise heißt es auch noch "Wilhelm Liebknechts Volksfremdwörterbuch",

Es gab keine Mehrheit der SPD-Mitglieder, die für die Vereinigung war und obwohl die SPD-Mitglieder deutlich in der Mehrzahl war, wurden die wichtigsten Posten, anfangs paritätisch, sehr schnell von Kommunisten besetzt. Selbst die schlimmsten Vorahnungen wurden noch deutlich übertroffen.

Übrigens wurden vom Zentralkomitee der KPD mehr Mitglieder in Russland ermordet, als von den Nazis. Mit solchen Leuten verbietet sich doch jede Zusammenarbeit.

Ich selbst sehe mich als Antifaschist und Antikommunist, nur mal zur Erklärung.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
Und ich habe auf einen Beitrag geantwortet, in dem behauptet wurde, CDU, CSU und FDP hätten dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt und nur die SPD tapfer widerstanden. Hat sie damals. Hat sie später nicht mehr, obwohl sich auch Ihrer Ansicht nach jede Kooperation verboten hätte.
 

Sonsee

Meister vom Königlichen Gewölbe
Was ist schon ein Massaker an Schülern in Thüringen, im Vergleich zu dem was Ramelow auf dem Klo erlebt? Pietätlosigkeit ist bei Linken ein besonderes Kennzeichen.

https://twitter.com/bodoramelow

"Antwort an
@KatharinaKoenig
Auf meinem Schild stand damals:„Lieber Richard, ich bin der schwarze Block“,auf dem meiner Söhne: „und ich bin der Sohn vom schwarzen Block“
"

Die armen Kinder, werden auch immer gerne instrumentalisiert.
 

Sonsee

Meister vom Königlichen Gewölbe
Der ehemalige Spiegelmitarbeiter Jan Fleischhauer, schreibt in seiner Kolumne folgendes über die "neue CDU".

Die CDU zur dominanten Kraft im linken Lager zu machen ist eine Strategie, die Angela Merkel seit Langem beharrlich verfolgt. Die große Koalition war bei ihren Vorgängern immer als Ausnahme gedacht, bevor man zur natürlichen Ordnung zurückkehren konnte, worunter die Koalition mit den Freidemokraten verstanden wurde. Merkel hat es nie so ausgesprochen, aber für sie war das Bündnis mit der SPD eine politische Heimatfindung. https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-willkommen-in-der-neuen-cdu-wenn-man-fuer-einen-glueckwunsch-den-job-verliert_id_11667497.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-focus-online-politik&fbc=facebook-focus-online-politik&ts=202002151039&cid=15022020&fbclid=IwAR1b9UVaHolijHzl_hZVZFpEcejGzGrbrgmkc_AjmkTzUSGMRiFsrePdjeU
 

Lupo

Prinz des Tabernakels
Du wirkst etwas :?!?: dazu. Deswegen nochmal das Zitat aus dem Spiegel-Artikel (Quelle siehe Dein Beitrag #72). Unterteilung des Zitats von mir.

1. Gericht: Jedoch hätten die Antragsteller "in ausreichendem Umfang glaubhaft gemacht, dass ihr Werturteil nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern auf einer überprüfbaren Tatsachengrundlage beruht".

2. Redaktion:
Belege für Höckes faschistische Agenda
Die Antragsteller hatten bei Gericht zahlreiche Zitatstellen aus einem Höcke-Buch sowie Presseberichte über den AfD-Politiker vorgelegt. Die Materialsammlung bestätige die faschistische Agenda Höckes und könne als gerichtsbekannt vorausgesetzt werden. Darin finden sich Sätze vom "bevorstehenden Volkstod durch den Bevölkerungsaustausch" oder die "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad". Bezogen auf den Hitler-Faschismus geht es um die "katastrophale Niederlage von 1945".

3. Gericht: Des Weiteren führt das Gericht an, dass es sich um eine "die Öffentlichkeit wesentlich berührende Frage" zu einem prominenten Politiker handele.
Erkennbar ist der Teil "2. Radaktion:" ein Einschub mit Zusatzinformationen ist. Aber er führt im Zusammenhang mit den Teilen 1. und 3., die sich auf das Gericht beziehen, ein interessantes Eigenleben.

Von Teil 1 nach Teil 2: Teil 2 suggeriert, dass das Gericht die in Punkt 1 genannte überprüfbare Tatsachengrundlage tatsächlich inhaltlich überprüft und bestätigt hätte. Von Teil 2 nach Teil 3: "Des weiteren …" suggeriert eine Kontinuität, als wären Teil 1, 2 und 3 tatsächlich logisch, zeitlich und in ihrer Urheberschaft bruchlos aufeinander aufbauende Sachverhalte. Aber genau das sind die nicht. Punkt 2 stammt nicht vom Gericht.

Wäre der Einschub 2. unterblieben, also der Artikel in der Reihenfolge 2., 1., 3. oder 2., 3., 1. geschrieben worden, wäre eine andere Botschaft klarer herausgekommen. Das Gericht hat lediglich sinngemäß gesagt: "OK. Ihr beschimpft nicht bloß, gebt Eure eigene Bewertung von Sachverhalten ab, die nachprüfbar sind auch anderen zur Bewertung zur Verfügung stehen. Dies ist im Rahmen der Meinungsfreiheit zulässig."

Damit lautet der Gerichtsentschluss sinngemäß: "Man kann/darf über die Frage, ob Höcke Faschist ist, diskutieren." und eben nicht "Man darf Höcke als Faschist bezeichnen.". Das verschleiert der Spiegel durchaus geschickt. Aber was soll's? Mittlerweile hat Ziemiak ihn ja zum Nazi "befördert".
 
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