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Lateinische Philosophie

THG

Vorsteher und Richter
24. Juni 2002
797
eine lat. philosophierichtung behauptet, es sei unmöglich sich von A nach B zu bewegen:

Ich stehe 50 meter von einer tür weg. ich müss erst die hälfte des weges zurücklegen, um mich der tür zu nähern. um diese 50 meter marke zu erreichen, muss ich erst die hälfte von 50 metern, also 25 meter zurücklegen. davon wieder die hälfte, also muss ich erst bis 12,5 meter gehen. und es geht dann eben immer so weiter. man nähert sich dem nullpunkt, schneidet ihn aber niemals. eigentlcih unmöglich also, zu "laufen".

doch warum beweist uns die physik das gegenteil?
Kann mir jemand eine plausible erklärung dazu abgeben?
danke für die mühe...
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
Ah, ja, das Xenonsche Paradoxon.

Es gibt viele Lösungsansätze. Manche argumentieren mit Grenzwerten, andere sagen, es ist durchaus möglich, eine unendliche Anzahl von Aktionen in einer endlichen Zeit durchzuführen (Beispiel: Ein Lichtschalter: Schalte ihn in der ersten Sek. an, in der zweiten halben Sek. aus, in der nächsten viertel Sek. wieder an, etc. jede Aktion in der jeweils halben Zeit wie die vorherige - nach 2 Sek. hast du den Lichtschalter unendlich oft betätigt), wodurch sich das Paradoxon auflösen würde. Wieder andere argumentieren mit Quantenzuständen bzw. Welle-Teilchen-Dualismus. Ein weiterer interessanter Ansatz sagt, dass sich sowohl Raum- als auch Zeitabstände ab einer gewissen Größe nicht mehr teilen lassen.

Das Problem wird als gelöst angesehen, nur gibt es unterschiedliche Methoden, es aufzulösen. Wahrscheinlich treffen mehrere oder sogar alle zu.
 

THG

Vorsteher und Richter
24. Juni 2002
797
ein wasserglas könnte dann theoretisch auch nie leer werden...aber eigentlich besteht ja dann alles, also das ganze leben aus diesen 50 :arrow: 25 :arrow: ..etc vorgang.
kannst du dir vorstellen wie das aussähe, wenn man loslaufen will, aber nich vom fleck kommt, weil man erst die hälfte von 0,0000000000000000007 mm zurücklegen müsste? :lol:
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
Wie gesagt - Xenons Paradoxon ist durch mehrere Argumentationen widerlegt. Bei Gelegenheit suche ich mal mit Google nach genauen Beweisführungen.
 

Gilgamesch

Großmeister-Architekt
6. Mai 2002
1.290
:D Ich liebe Zahlenspiele :D

Natürlich kann niemand ein Ziel erreichen, wenn er jeden seiner Schritte um die Hälfte verkürzt. Schon alleine der Grundgedanke verhindert das Erreichen des Ziels. In der Realität kommt das aber nicht vor. Ich z.B. gehe mit ca. 50cm Schritten und erreiche jedes meiner Ziele. :lol:
Auch wenn ich jeden Schritt um die Hälfte verkürzen würde, dürfte ich das Ziel erreichen, da ich Schuhgröße 43 trage und dieser somit länger ist als die letzten tausendstel oder Millionsten cm vor dem Ziel.
Ein Objekt müßte schon kleiner sein als der kleinste mögliche Abstand, um nie sein Ziel erreichen zu können. Mit einem unendlich kleinen Punk mag das funktionieren, alle anderen Größen ragen früher oder später doch über die Ziellinie. :wink:
 

Eireannach

Geheimer Meister
10. April 2002
333
Unter diese Kategorie fällt wohl auch die Frage, welche Geschwindigkeit ein beliebiger Körper GENAU AM ANFANG einer Bewegung besitztg Theoretisch müsste sie unendlich klein sein, aber kann man sich mit unendlich kleienr Geschwindigkeit überhaupt bewegen?
 

XtrO.

Geselle
10. April 2002
21
Wenn du immer nur die Hälfte des Weges oder des verbleibenden Weges zurücklegst kannst du logischerweise dein Ziel nie erreichen. Das ist ja nichts anderes als die unendliche Annäherung an einen Punkt.

Das Problem besteht eben einfach nicht, da es nicht nur Division gibt, das Problem löst sich doch selbst durch Subtraktion und dies scheint mir doch hier eher passend.
 
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