Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

Jetzt steht der Ofen in Flammen!...

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Vom Guerillakrieg zum islamischen Volkskrieg - INTIFADA

Der Volksaufstand gegen die Invasoren im Irak weitet sich von Stunde zu Stunde aus und die Invasoren zeigen mit ihren Propagandalügen ihre Panik nur allzu deutlich... Die Propaganda wonach Schiiten und Sunniten im Irak einandergeraten seien und die US-Geführten Invasoren den "ehrlichen Markler" spielend versuchen "Frieden" zu stiften hat sich schnell als Lüge entpuppt. Viel mehr ist es so dass das irakische Volk, Sunniten und Schiiten gemeinsam, die Invasoren in die Feuerzange genommen haben.

Die allgemeine Panik in den Reihen der Invasoren wurde, unabsichtlich, auch durch die dumme Propaganda aus dem Weißen Haus in Washington bestätigt... Zunächst hieß es das die Insavisonsarmee durch weitere Truppen verstärkt wird, womit jedem klar wurde das den "boys" im Irak die Ärsche ganz gewaltig in Brand geraten sind... Nur dumm das die USA kaum noch Reserven haben... Denn die meisten Kampfeinheiten stehen ohnehin schon im Irak oder in Afghanistan.

Zudem befinden sich die Invasoren (im Irak) gerade mitten im Truppenaustausch und das bedeutet das gegenwärtig, teilweise, neben den "neuen" Truppenkontingenten auch die meisten "alten" sich im Kriegsgebiet befinden (die "alten" können nicht alle zeitgleich ausgeflogen bzw. ausgeschifft werden). Insgesammt befinden sich im Irak, der Golfregion und in der Türkei 200.000 Soldaten der Invasions-Koalition. Aber scheinbar reichen diese 200.000 Soldaten nicht aus um die imperialistischen Interessen der USA & Verbündete zu gewährleisten.

Wenn sich der Kreis schließt... Wie es um die Invasoren und im besonderen um die "US-Boys" steht macht folgende Meldung deutlich: "...der amerikanische Artilleriefeldwebel Nick Popadich dem Einmarsch der USA im Irak und der Tatsache, daß der AP-Photograph Laurent Rebours zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, um ein Photo von Popadich zu machen, das um die Welt gehen würde. Es zeigt Popadich am 9. April 2003 in Baghdad, strahlend und mit einer Zigarre in der Hand, während im Hintergrund eine Statue Saddam Husseins zu sehen ist.

Im Juli letzten Jahres war er zwar mit seiner Einheit in die USA zurückgekehrt, Ende Februar wurde er aber mit einer anderen Einheit wieder in den Irak entsandt.

Wie AP am Samstag berichtete, wurde Popadich am Dienstag, also nur drei Tage vor dem Jahrestag des Photos, verletzt, als sein Panzer in der irakischen Stadt Fallujah von einer Panzerfaust getroffen wurde.

Als Folge mußte ihm am Freitag in einer Operation im US-Militärkrankenhaus in Landstuhl sein rechtes Auge entfernt werden, da ein Schrapnell seinen Sehnerv verletzt hatte, berichtete seine Frau April."


Quelle: www.freace.de



Schon am 30.04.2003 schrieb Werner Pirker folgendes:

Intifada ausgelöst?

US-Truppen schossen auf irakische Demonstranten

Die USA stünden für alle Zeiten auf der Seite eines freien Irak. Diese Rührstory hat Bush Sohn arabischstämmigen Amerikanern erzählt. Im Irak selbst stoßen die Okkupanten auf immer stärkeren Widerstand. Nach dem schmachvollen Ende des Baath-Regimes begann erst der nationale Widerstand. Außer Plünderern und Spekulanten will niemand im Irak in den US-Soldaten Befreier sehen. Das bekommen die von Tag zu Tag stärker zu spüren. In der Stadt Faludscha reagierten die US-Boys ihren Zorn über das Ausbleiben von Ergebenheitsbekundungen in einem Blutbad ab. Sie eröffneten das Feuer auf Teilnehmer einer Anti-US-Kundgebung. Dabei sollen mindestens 15 Menschen getötet und – nach Auskunft des Chefarztes des örtlichen Krankenhauses – 75 verletzt worden sein.

Ein aus der Menge geworfener Stein soll es laut einem Bericht des Senders Al Dschasira gewesen sein, der die Überbringer der »Iraqui Freedom« in einen Blutrausch versetzt hat. Er könnte eine irakische Intifada ausgelöst haben. Nationalreligiöser Widerstand ist im Begriff, den Baathismus, der ursprünglich eine arabisch-nationalistische, säkulare Befreiungsbewegung war, abzulösen. (...)

Es war nicht der repressive Charakter der Baath-Herrschaft, der Washington veranlaßte, sie zu beseitigen, sondern deren relative Unabhängigkeit und ihre staatskapitalistische Orientierung. Solches ist von den Kapitulanten nicht zu befürchten. Und so richtet sich die Gewaltherrschaft der USA gegen die, die zu befreien sie vorgaben: gegen die schiitischen Gegner des säkularen Baath-Regimes. Gegen die unter islamisch-fundamentalistischem Einfluß stehenden Massen. Sie fürchten – siehe Saudi-Arabien – nicht den Islamismus, sondern die Massen, die ihn als Befreiungsidee adaptiert haben.
http://www.jungewelt.de/2003/04-30/003.php

"Ein aus der Menge geworfener Stein...". Dieser "Steinwurf" im April 2003 hat einen Sturm ausgelöst und jetzt schlagen die ersten größeren Wellen ein... Es wird noch heftiger kommen.

Der globale Kampf gegen den globalistischen West-Imperialismus geht, über mehrere Etappen, planmäßig weiter. Die Erste Phase war der 11. September 2001 (und die vorausgehenden "Scharmützel"). Die strategische Absicht war es "die USA in ein Schlachtfeld unserer Wahl zu locken", so wurden die Geschehenisse in einem Lagebericht der Qaidat al-Jihad/Internationale islamische Front für den Heiligen Krieg gegen Juden und Kreuzritter im März 2003 kommentiert.


Jeder wird gemerkt haben, dass es sich bei diesen Schlachtfeldern insbesondere um Afghanistan, den Irak und Palästina handelt.


Weiter hieß es im Lagebericht vom März 2003: "Der heroische Angriff vom 11. September 2001 hat im Lager der Kreuzritter und Zionisten genau die Reaktionen ausgelöst die wir erwartet hatten. Den imperialistischen und kolonialistischen Zielen des Zionismus und US-Imperialismus erschien unser Angriff wie ein "Segen" um ihren seit langem praktizierten geheimen Kampf gegen die Menschheit nun auch auf militärischem Wege zu führen und mit einem "totalen Sieg" zu besiegeln. (...) Doch gingen ihre Rechnungen zu keinem Zeitpunkt auf! (...) Wie ein dummer Elefant stampfte Amalika in unsere Falle. (...) Im Gegenteil, immer wenn sie sich am sichersten und am siegreichsten glaubten, haben wir ihnen die schwersten Schläge erteilt. Nun taummeln sie angeschlagen und blutig und in Panik von einem Schlachtfeld zum nächsten. Gelobt sei ALLAH der die Augen unserer Feinde geblendet und ihr Schwerter zerbrochen und Furcht in ihre Herzen getragen hat, so das ihre ganze Kraft, was immer sie auch tun und planen, letztendlich sich gegen sie selbst wendet. Gelobt seien unsere Märytrer die mit ihrem Glauben und ihrem heroischen Einsatz den unterdrückten Völkern den richtigen Weg aufgezeigt haben."

Das der dumme Elefant "Amalika" im Irak in eine vorbereitete Falle tappte, beweist nicht zuletzt auch der, gleich nach der "irakischen Kapitulation", einsetzende und sehr gut organisierte Guerillakrieg gegen die Invasoren. Saddam Hussein soll Guerillakrieg koordinet haben... http://www.ish.com/___1073573873508.html


Und es geht weiter: "(...) Von diesen Punkten aus [gemeint sind die Schlachtfelder] werden die Armeen der Unbeugsamen Schritt für Schritt ihren Kampf gegen die Weltvernichter ausdehnen. Dem globalen Angriff der Zionisten und Kreuzritter wird Global geantwortet werden! Unser Guerillakrieg wird sich ausbreiten und in Mittelasien, in Saudi-Arabien, der Türkei und im Kaukasus zum muslimischen Volkskrieg gegen Zionisten, Kreuzritter und ihre Lakaien werden. Egal welche Pläne die Kreuzzügler und Zionisten machen, welche Politischen, propagandistischen und militärischen Manöver sie veranstalten, wir werden ihnen immer einen Schritt voraus sein."

Zum Abschluß noch eine "chiffriert-geheimnisvolle" Passage: "Die Unterdrückten jenseits des Ozeans werden, so Allah will, sich unserem Kampf anschließen um die Menschheit gemeinsam von den Weltvertilgern zu befreien."

Wahrscheinlich sind mit "Die Unterdrückten jenseits des Ozeans..." die christlichen (katholischen) Massen Mittel-und Südamerikas gemeint?..

Siehe dazu: "VIVA OSAMA": http://www.alhambra.de/zeitung/juni03/vivaosama.htm und "Chavez unterstützt Al-Qaida": http://www.jungewelt.de/2003/10-13/007.php
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
AUFSTAND IM IRAK

Wie ein Mudschahid den Kampf um Ramadi* beschreibt


Bei einem Angriff von Aufständischen in der irakischen Stadt Ramadi sind bis zu einem Dutzend US-Marineinfanteristen getötet worden. Eine Beschreibung der Schlacht aus Sicht der Aufständischen wurde heute in einem Internetforum veröffentlicht. SPIEGEL ONLINE dokumentiert Auszüge.

Berlin - Der folgende Dialog soll das Protokoll eines mit einem Instant Messenger geführten Gesprächs zwischen zwei Brüdern aus Ramadi sein. Das beteuert zumindest der anonyme Mann, der das Dokument heute ins Forum einer islamistischen Internetseite stellte. SPIEGEL ONLINE hat den Text übersetzt. Der eine Bruder, der sich in dem Gespräch "al-Anbari" nennt, will bei den Kämpfen gegen die US-Truppen dabei gewesen sein. Sein Bruder und ein dritter Gesprächsteilnehmer, "al-Ramadi" und "Kamal", halten sich offenbar im Ausland auf. Der Dialog ist nicht überprüfbar, die sehr genauen Angaben über die Örtlichkeiten sind indes ein Indiz für dessen Authentizität.

Al-Anbari: Gott ist groß!

Al-Ramadi: Frieden!

Al-Anbari: Friede sei mit Dir!

Al-Ramadi: Und auch mit Dir sei Friede und die Gnade Gottes!

Al-Ramadi: Seid ihr noch am Leben? (...) Überbringt uns Nachrichten!

Al-Anbari: Wir haben die Amerikaner zermalmt, und die Schlachten finden auf allen Straßen statt.

Al-Ramadi: Bei Gott!

Al-Anbari: Bei Gott! Und wir haben uns ihrer Waffen und Gerätschaften bemächtigt.

Al-Ramadi: Wurden denn auch welche von ihnen getötet?

Al-Anbari: Ja. Die gesamte Truppe, die in die Straße Nr. 20 eindrang, wurde vollständig vernichtet und einer der Wagen, der in der Nähe von Mariams Haus stand, wurde abgebrannt.

Al-Ramadi: Welcher Mariam?

Al-Anbari: Du kennst doch Mahmud al-Mariam, der in der Nähe von dem Haus von Ibrahim al-Khaschiban wohnt? Das Haus dahinter.

Al-Ramadi: Ach so. Und sind sie in Häuser eingefallen oder haben jemanden festgenommen?

Al-Anbari: Nein, bis jetzt ist es ihnen noch nicht gelungen, in die Gegend hier einzudringen. Vielleicht kommen sie aber in der Nacht. Zurzeit sammeln sie sich in der Straße, in der der Spielplatz ist, in der Nähe des Hauses von Safi al-Battah.

Al-Ramadi: Was für Waffen werden auf der Seite der Widerstandskämpfer benutzt?

Al-Anbari: Leichte Waffen und Granaten.

Al-Ramadi: Ich habe gehört, dass ihr Aufenthaltsort in Ramadi gestern heftig mit Mörsern beschossen wurde...

Al-Anbari: Ja, und ihre Nacht war schwarz. (...) Die gesamte Gegend hat sich nämlich ohne Ausnahme erhoben! Eine bemerkenswerte Sache ist auch, dass die meisten der Mudschahidin von der Polizei und der neuen Armee stammen.

Al-Ramadi: Gott ist groß! (...)

Al-Anbari: Wahrlich, wenn du ihre Waffen siehst, fühlst du, dass die Engel auf unsere Seite kämpfen!

Al-Ramadi: Es gibt keinen Sieg außer bei Gott!

Al-Anbari: Sie riefen mich bei der Schule an und sagten mir, ich solle nicht kommen, denn die Lage erlaube es nicht. Sie aber töteten 6 Amerikaner. Ich spürte, dass mich etwas dorthin zog, und ich fand dann den Kampfplatz auch in der Nähe unseres Hauses. Und die Helden rannten hinter den Amerikanern her (...). Als ich ihnen wieder begegnete, da fand ich sie, wie sie deren von Blut verschmierte Waffen und Gerätschaften trugen, und sie schrieen "Gott ist groß!".

Al-Ramadi: Bei Gott, die Araber und die Muslime hier sind wirklich sehr eifrig darauf bedacht, mehr solcher Nachrichten zu erfahren, die die Brust kühlen. Ich werde diesen Dialog kopieren und an sie alle verteilen!

Al-Anbari: Gott ist groß!

Al-Ramadi: Und was nun? (...)

Al-Anbari: Wir sind im Moment in größter Bereitschaft. (...) Ich gebe dir die Details, wenn ich am Leben bleibe.

Kamal: Ich erbitte von Gott für Euch das Wohlbefinden und den Sieg.

Al-Anbari: Die amerikanische Armee, die die Welt hat erzittern lassen, hat sich als Horde Schafe herausgestellt (...).

Kamal: Wie geht es Mohammed und den anderen Mudschahidin?

Al-Anbari: Es geht ihnen gut. Gott sei Dank hatten wir keine Verluste außer zwei Verletzten, und deren Wunden waren nur leicht.

Kamal: Wer sind diese beiden?

Al-Anbari: Ehrlich, ich kenne sie nicht, denn die ganzen Leute aus der Umgebung haben sich in Bewegung gesetzt, Männer und Frauen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Leute dieser Gegend so viel Heldenmut haben. Die Mütter drängen sogar die Kinder in den Kampf.

Kamal: Was immer Gott will! Gesegnet sei der Allmächtige!

Al-Anbari: Stell dir vor: Mir begegnete ein Junge, er war wohl nicht einmal 15 Jahre alt, und er trug eine Waffe, aber ohne Munition (...). Als ich ihn in diesem heldenhaften Ungestüm sah, da riss ich mein Magazin los und gab es ihm.

Kamal: O Gott!!! Gott ist groß!!!

Al-Anbari: Ich sah auch einen jungen Kerl, der heldenhaft den Amerikanern standhielt und nach ihnen warf, und sie konnten darauf einfach nicht reagieren, obwohl sie viele waren.

Kamal: Solche Nachrichten beruhigen und stärken den Stolz. (...) Ich möchte dich um einen Gefallen bitten.

Al-Anbari: Gerne.

Kamal: Ich möchte von dieser Geschichte so viele Kopien drucken, wie ich nur kann und sie an alle Mudschahidin verteilen, die sie haben möchten, als kleinen Beitrag meinerseits, um ihre Moral zu stärken.

Al-Anbari: So Gott will!

Kamal: Grüße mir alle und überbringe ihnen meine Bittgebete für Schutz und Sieg (...). Friede sei über Dich, und Gottes Segen!

Al-Anbari: Und auch auf Dir sei Friede und Gottes Segen.


"Dieses mit einem Messenger geführte Gespräch aus Ramadi erschien heute, am Mittwochmittag. Und Gott sei mein Zeuge, ich kenne den Bruder, der dort am Golf sich befindet, denn er ist mein Arbeitskollege. Der, mit dem er spricht, ist sein Bruder aus Ramadi. In diesem Gespräch sind Nachrichten der Mudschahidin vom Schlachtfeld enthalten."

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,294474,00.html


*Ramadi, ca. 200.000 Einwohner, liegt westlich von Bagdad im sogenannten sunnitischen Dreieck.
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Offizielle Frontnachrichten

Die Besatzungstruppen müssen sich an immer mehr Fronten behaupten. Alleine am Samstag forderten unter anderem Kämpfe in Bagdad, Falludscha, Bakuba, Kerbala und Mossul Dutzende Tote.

Laut US-Propaganda: "Keine Allianz zwischen Schiiten und Sunniten"... US-Außenminister: "Mehrheit der Iraker ist auf unserer Seite"

US-Außenminister Colin Powell schließt im Irak eine taktische Verbindung zwischen schiitischen und sunnitischen Rebellen nicht aus, sieht aber keine Hinweise für eine Allianz. Powell sagte am Freitag dem Fernsehsender Fox News: "Sie könnten einige taktische Kontakte haben. In den letzten 24 Stunden habe ich aber nichts gesehen, was angedeutet hätte, dass eine größere Allianz entsteht." Nur eine Minderheit stehe in Kampfhandlungen mit den US-Truppen.

Straw gibt Fehleinschätzung der Lage zu - Britischer Außenminister: "Es besteht kein Zweifel, dass die derzeitige Situation sehr ernst ist"

Der britische Außenminister Jack Straw hat eingeräumt, die Lage im Irak falsch eingeschätzt zu haben. In einem BBC-Radio-Interview antwortete er am Freitag auf die Frage, ob er vor einem Jahr gedacht hätte, dass sich die Dinge dermaßen schlecht entwickeln würden: "Nein. Es besteht kein Zweifel, dass die derzeitige Situation sehr ernst ist." Es sei die schwerste Krise seit dem Krieg vor einem Jahr.


FRONTEN:

Bagdad: Irakische Resistance greift US-Hauptquartier und Flughafen an - Gefechte in fast allen Stadtteilen

In Bagdad wurde das Hauptquartier der US-geführten Besatzungstruppen beschossen. In der Nähe des Hauptquartiers stieg Rauch auf. Das Gelände ist in den vergangenen Monaten immer wieder mit Raketen und Werfergranaten beschossen worden.

US-Truppen wurden auch im Norden von Bagdad wurde im sunnitischen Stadtteil El Asamijah angegriffen. Augenzeugen berichten, zwischen bewaffneten Irakern und US-Truppen habe es Schießereien gegeben. Im Nordwesten der Stadt, im sunnitischen Vorort Adhamija, seien die Soldaten von jugendlichen Angreifern mit Granatwerfern und aus automatischen Waffen beschossen worden. Im Westen der Hauptstadt wurde auf der Straße zum Flughafen ein US-Panzer von Rebellen in Brand gesetzt. In der selben Region wurde auch ein Nachschubkonvoi attackiert, ein Lastwagen ging in Flammen auf. Der Fahrer soll Augenzeugen zufolge entführt worden sein. Zu seiner Nationalität lagen keine Angaben vor.


Bakuba

In der Gegend um Bakuba, rund 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad, kamen bei Kämpfen zwischen Aufständischen und US-Truppen mehrere Menschen ums Leben. Die Angaben über die Zahl der Opfer schwanken. Ein irakischer Polizist sprach von neun getöteten Irakern, ein Angehöriger des US-Militärs sogar von schätzungsweise 40 Opfern.


Mossul

Auch im nordirakischen Mossul starben bei mehreren Angriffen von Aufständischen nach Polizeiangaben mindestens acht Menschen. Zwei Polizisten auf Patrouille und ein in der Nähe befindlicher Taxifahrer seien getötet worden, als Bewaffnete das Feuer auf sie eröffneten, teilte ein Polizeisprecher mit.


Falludscha: Über 500 Tote - USA verdoppeln Truppenstärke

In Falludscha sind in den vergangenen Tagen bei Kämpfen nach Angaben irakischer Ärzte bis zu 450 Menschen getötet worden. Die US-Armee hatte die Stadt abgeriegelt und dort nach den Verantwortlichen für den Tod von vier US-Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma gefahndet, deren verbrannte Leichen in der vergangenen Woche durch die Stadt geschleift worden waren.

Die US-Streitkräfte boten den Aufständischen nun eine beiderseitige Waffenruhe an. Er hoffe, die Rebellen über die Öffentlichkeit zu einem Ende der Gewalt bewegen zu können, sagte US-General Mark Kimmitt in Bagdad. Das Vorgehen der USA in Falludscha wird auch von vielen Ratsmitgliedern abgelehnt und als „Kollektivstrafe“ verurteilt. Bei den Kämpfen dieser Woche kamen über 460 Iraker ums Leben, davon mehr als 280 allein in Falludscha. Zudem wurden mindestens 46 US-Soldaten getötet. US-Truppen in Falludscha werden verdoppelt

Das US-Militär will seine Truppen in der seit Tagen heftig umkämpften Stadt Falludscha nach eigenen Angaben verdoppeln. Nach Angaben eines Brigadegenerals sollen die dort bereits stationierten zwei Bataillone durch zwei weitere unterstützt werden.

Kerbala: Polnische und bulgarische Besatzungstruppen unter Feuer

Im Vorfeld des Arbain-Festtags der schiitischen Moslems kam es in Kerbala am Stadtrand zu Feuergefechten zwischen Anhängern der Mehdi-Armee des Schiiten-Geistlichen Moktada el Sadr sowie den polnischen und bulgarischen Besatzungstruppen gekommen.

Nach Angaben der amerikanischen Zivilverwaltung befanden sich am Morgen bereits über eine Million Pilger in der Stadt. Die US-geführten Koalitionstruppen hatten jegliche Verantwortung für die Sicherheit der Pilger während des Festes abgelehnt.


Angeblich 30 Ausländer im Irak entführt

Eine unbekannte irakische Gruppe hat nach eigenen Angaben angeblich 30 ausländische Geiseln in ihrer Gewalt. Auf einem Videoband drohen Maskierte mit der Ermordung der Entführten, sollten die USA sich nicht aus Falludscha zurückziehen.

Abzug der US-Truppen gefordert

Auf dem Band erklärt ein bewaffneter Maskierter, die Entführer hätten japanische, bulgarische, israelische, amerikanische, spanische und koreanische Geiseln in ihrer Gewalt.

Nach den Worten des Maskierten auf dem Videoband heißt die Gruppe "Brigaden des Heldenmärtyrers Scheich Achmed Jassin". Der Gründer der militanten Palästinenserorganisation Hamas war im vergangenen Monat von Israel getötet worden. "Wir fordern den Abzug der Amerikaner und ihrer verbündeten Truppen", sagt der mutmaßliche Entführer weiter.

Al Dschasira: Japanische Geiseln kommen frei

Die von einer anderen irakischen Rebellengruppe verschleppten japanischen Geiseln sollen einem Bericht des arabischen TV-Senders Al Dschasira innerhalb der nächsten 24 Stunden freikommen. Die Gruppe hatte gedroht, die drei Geiseln, darunter eine 18-jährige Frau, bei lebendigem Leibe zu verbrennen, sollte Japan nicht seine Truppen aus dem Irak abziehen.


Großbritannien verstärkt Truppen im Irak-Mehr als 300 Soldaten auf dem Weg in die Golfregion

Großbritannien verstärkt angesichts der kritischen Lage im Irak seine Truppenpräsenz . Mehr als 300 Soldaten waren am Donnerstag Abend nach britischen Medienberichten auf dem Weg nach Basra, im Süden des Irak, der britischen Einheiten untersteht. Zuvor hatten die von den USA-geführten Koalitionstruppen die Kontrolle über die Städte Kut, Najaf und Kufa gegen aufständische Schiitenverbände verloren.

Die britische Truppenverstärkung besteht aus Mitgliedern des Princess of Wales Royal Regiment sowie regulären Soldaten der Landstreitkräfte. Ihre Entsendung folgt Nachrichten über den Abzug bisheriger Bündnispartner wie Kasachstan aus dem Irak. Bisher war es den Briten mit einem deutlich sanfteren und verständnisvolleren Auftreten als vom US-Bündnispartner praktiziert gelungen, den Süden des Landes weitgehend zu kontrollieren. Der gegenwärtige Aufstand allerdings hat gezeigt, dass eine Befriedung und Normalisierung des Irak keineswegs sicher sind. (APA)

Besatzungskoalition bricht langsam auseinander

Thailand kündigte unterdessen an, seine Soldaten aus Irak möglicherweise abzuziehen, wenn den Soldaten wegen der schlechten Sicherheitslage keine humanitären Einsätze mehr möglich seien.

Singapur hat seine zweihundert Soldaten und ein Kriegsschiff aus dem Persischen Golf abgezogen.
 

haruc

Vorsteher und Richter
16. Dezember 2002
776
Aladin, hast ja viel geschrieben/kopiert, aber irgendwie hat dein Thread Zweifel in mir aufkommen lassen.

Einerseits "freut" es mich, wenn die Amis beim Griff nach der Welt ins Klo greifen, andererseits lieber eine US-Diktatur mit freier Auslebung des Glaubens als eine Islam-Diktatur... ich hatte bis vor einiger Zeit (etwa 1999) eine durchweg positive Meinung von den USA und eine gute meinung vom Islam... Aber diese Meinung musste ich ändern.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Wie viele Versionen des Ausgangs gibt es? Zögen die Alliierten die Truppen ab, würde es dann im Irak zur Ruhe kommen? Ich glaube nicht. Einzelne Gruppierungen würden sich gegenseitig an die Gurgel springen, wenn es darum geht, wer in Irak nun regieren darf. Die Okkupation und wirtschaftliche Ausbeutung ist freilich ein politischer Wahnsinn. Wie ernsthaft wurde sich um einen Wiederaufbau bemüht? Die Bevölkerung im Irak hatte schnell zu verstehen bekommen, dass sich die Situation "nach dem Krieg" für sie nicht gebessert hat. Vor einer blossen Okkupation wurde auch schon seit über einem Jahr gewarnt. Es ist durchaus vorstellbar, dass Hussein und Stab um diesen Fehler der USA wusste. Und es ist auch vorstellbar, dass die US-Regierung mit erheblichen Widerstand rechnete - es wäre nicht die erste Erfahrung in diese Richtung. Nun ist der Krieg bald blutiger als bei dem Einmarsch.
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Dienstag 13. April 2004

Irak-Koalition nach Entführungswelle unter Druck

Bagdad (AP) Nach einer Welle von Entführungen ausländischer Zivilisten gerät die US-geführte Koalition in Irak immer stärker unter Druck. Neuseeland und Thailand erwägen einen Abzug ihrer Truppen, wie die Regierungen mitteilten. Am Dienstag wurde eine weitere Geiselnahme bekannt: Aufständische entführten vier Italiener und forderten den Abzug der italienischen Truppen, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete. Bei einem Angriff nahe Nadschaf wurde in US-Soldat getötet, hunderte Soldaten bezogen vor der der Stadt Stellung.

Das Außenministerium in Rom bestätigte ANSA zufolge die Entführungen. Laut dem arabischen Fernsehsender El Dschasira wurden die vier Männer, bei denen es sich um Angestellte einer amerikanischen Sicherheitsfirma handeln soll, nahe Falludscha verschleppt, sie wurden seit Montag vermisst. Auf Fernsehbildern waren vier Männer zusehen, die von Bewaffneten umgeben waren. Es war zunächst unklar, ob es sich bei ihnen um die vier Italiener handelte, über deren Geiselnahme vergangene Woche von einer Nachrichtenagentur berichtet worden war.

Acht am Montag entführte Mitarbeiter eines russischen Energieunternehmens, drei Russen und fünf Ukrainer, wurden am Dienstag unverletzt freigelassen, wie das das russische Außenministerium mitteilte. Als Reaktion auf die Geiselnahme bereite Moskau die Evakuierung russischer Staatsbürger aus Irak vor, sagte der Leiter des Sicherheitsrates, Igor Iwanow.

Seit vergangener Woche haben Aufständische mindestens 40 Zivilisten aus zwölf Ländern verschleppt, ein Teil der Geiseln befindet sich inzwischen wieder auf freiem Fuß. Vermisst werden unter anderem noch neun US-Bürger und drei Japaner. Aus Sicherheitsgründen sagte der japanische Verteidigungsminister Shigeru Ishiba einen für kommende Woche geplanten Besuch bei den japanischen Truppen in Irak ab, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Frankreich rief seine Bürger auf, Irak zu verlassen.

Sollte die Gewalt anhalten, erwäge die Regierung einen Abzug ihrer Soldaten, sagte die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark. Thailand überlege, ob seine Truppen wie geplant bis September bleiben sollten, sagte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra. Polen und Bulgarien wiesen einen vorzeitigen Abzug ihrer Streitkräfte dagegen zurück.

Bei dem Angriff am Montagabend vor Nadschaf wurden nach Militärangaben zwei weitere Soldaten und ein amerikanischer Zivilist verwundet. Rund 2.500 Soldaten mit schwerer Artillerie riegelten Nadschaf am Dienstag ab. Ziel des Einsatzes sei es, den radikalen Schiitenführer Muktada el Sadr «zu fassen oder zu töten», sagte General Ricardo Sanchez. El Sadr soll sich in der heiligen Stadt versteckt halten.

Vor Falludscha schossen Aufständische einen US-Kampfhubschrauber ab. Zuvor griffen Unbekannte einen US-Konvoi in der Gegend an, vier Soldaten sollen dabei getötet worden sein. In Bagdad wurde das Viertel, in dem sich das Hauptquartier der US-Streitkräfte befindet, von mehreren Explosionen erschüttert. Angesichts der explosiven Situation in Irak bildeten die US-Fernsehsender ABC, CBS, NBC, CNN und Fox News Channel einen Medienpool* für gemeinsame Berichterstattung aus der umkämpften Stadt Falludscha.


*Solch einen "Medienpool" gab es auch im Zweiten Golfkrieg (1991). Unter dem Begriff "Medienpool" steckt nichts anders als die freiwillige Gleichschaltung der US-Massenmedien. Das ganze war zu erwarten nachdem durch den Volksaufstand im Irak die US-Heimatfront zunehmend das wahre Gesicht des Anglo-Amerikanischen Vernichtungskrieges zu sehen bekam. Nach den moralischen und humanitären Niederlagen der "Weltmacht" und deren "Zivilisation" ist die unabwendbare militärische Niederlage der USA der schwerste Rückschlag auf dem Weg zur totalitären Weltherrschaft. Das VORBILD IRAK wird in allen Kontinenten und Völkern die sich im, scheinbar "allmächtigen", Würgegriff des US-Imperialismus befinden Schule machen. Der Mythos der "Unbesiegbarkeit" (eigentlich schon seit Vietnam auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet) zerfällt an allen Ecken und Enden... Und genau das sehen Menschen in allen Ländern nur allzu genau. Daher wird diese "Medienpool"-Zensur höchstens die US-Heimatfront und die "Heimatfronten" der westlichen Verbündeten der USA "trösten". Der Rest der Welt weiss ganz genau was passiert und kann heute schon ahnen was noch alles passieren wird...
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Landkarten zum Kriegsverlauf (Volksaufstand) im Irak

Verlauf der Kämpfe in gesammten irakischen Territorium 09.-11. April 2004:

http://ad.debka.com/pictures_e/southWar2C.jpg


Stadtplan von Bagdad (Maßstab 1:40000):

http://www.lib.utexas.edu/maps/middle_east_and_asia/baghdad_nima_2003.jpg


Satellitenaufnahme (Maßstab 1:10000) von Faludscha:

http://www.globalsecurity.org/military/world/iraq/fallujah-map.htm


Stützpunkte der US-Invasionstruppen im Nahen Orient:

http://www.guardian.co.uk/flash/0,5860,791671,00.html

http://www.globalsecurity.org/military/facility/centcom-map1.htm
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
GLOBAL INTIFADA - Offizielle Meldungen von den Fronten:

Irak

Gefechte in Bagdad, Kirkuk und Bakuba dauern an: Tote und verletzte US-Soldaten

Im nordirakischen Kirkuk wurden nach Polizeiangaben vier US-Soldaten verletzt, als Unbekannte ihren Konvoi mit Panzerfäusten angriffen. Laut El Dschasira starb ein US-Soldat bei einem Angriff auf eine Patrouille in Bakuba. Bei einer Attacke auf einen Konvoi des US-Militärs wurde in Iskandarija südlich von Bagdad nach Angaben der Polizei ein amerikanischer Soldat getötet.

Für neue Spannungen mit den Anhängern des radikalen Schiiten-Predigers Muktada el Sadr sorgten am Dienstag US-Soldaten, die im Bagdader "Palestine"-Hotel Hasim el Aradschi für mehrere Studenen in Gewahrsam nahmen und verhörten.

Quelle: Stern.de


Irakische "Refuseniks" - 12.04.2004

Wie die Washington Post am Samstag berichtete, ist es im Irak in der vergangenen Woche erstmals zu einem großen Fall von "Refuseniks" gekommen.

Dem Bericht zufolge hat ein gesamtes Bataillon der neuen, von den USA aufgestellten irakischen Armee den Einsatz in der Stadt Fallujah, wo mittlerweile über 600 Menschen - größtenteils Frauen, Kinder und Alte - getötet worden sind, verweigert.

Die Darstellung des amerikanischen Generalmajors Paul Eaton erweckt zwar den Eindruck, daß dies vorrangig aus Feigheit geschehen ist, nach Aussage der Soldaten weigerten diese sich aber, weil sie nicht auf ihre Landsleute schießen wollen. So sagte Eaton, daß es zu der Weigerung kam, als die irakischen Soldaten auf dem Weg nach Fallujah, schon kurz nachdem sie ihre Kaserne verlassen hatten, unter Beschuß durch Widerstandskämpfer kamen. Daraufhin seien sie umgedreht und hätten sich geweigert, nach Fallujah zu gehen.

Andererseits berichtete er aber auch, daß die Soldaten des 2. Bataillons - dem 620 Soldaten angehören - bei anschließenden Befragungen gesagt haben: "Wir haben uns nicht verpflichtet, um gegen Iraker zu kämpfen."

Die Weigerung eines kompletten Bataillons - von denen im Irak derzeit insgesamt nur vier existieren - zeigt deutlich, auf wessen Seite ein bedeutender Teil der Iraker steht.

Am Samstag sagte ein hochrangiger Offizier der US-Army, daß zwischen 20 und 25 Prozent der irakischen Armee, des "Zivilverteidigungskorps" (ICDC), der Polizei und weiterer Sicherheitskräfte gekündigt haben, übergelaufen sind oder nicht mehr zum Dienst erscheinen. "Ich würde nicht sagen, daß es so weitverbreitet ist, daß es die Mehrheit ist", so der anonym bleibende Offizier. "Aber es beunruhigt uns."

Dies wurde auch von Eaton bestätigt, als er sagte: "Wir haben derzeit Probleme mit vielen Sicherheitsfunktionen."

Anhand dieser Zahlen läßt sich vermuten, daß in Wahrheit - ganz im Gegensatz zu den offiziellen Erklärungen der USA - sehr wohl eine Mehrheit der Iraker auf Seiten der Widerstandskämpfer steht, wenn auch bisher zum großen Teil nur passiv.

Die Weigerung eines Viertels aller von den USA als Unterstützer der Besatzung angestellten Iraker, sich hieran weiter zu beteiligen einerseits und die anhaltenden schweren Kämpfe andererseits zeigen, daß der irakische Widerstand täglich stärker wird.


Die nächste Belagerung kommt - 13.04.2004

Wie AP am Dienstag berichtete, haben die USA 2.500 US-Soldaten am Rande der irakischen Stadt Najaf zusammengezogen.

Der shiitische Geistliche Muqtada al-Sadr, den das US-Militär "töten oder gefangennehmen" soll, hält sich in der heiligen Stadt auf.

Einheiten haben dem Bericht zufolge bereits die Ausfallstraßen abgesperrt um so zu verhindern, daß Mitglieder der al-Mahdi-Armee die Stadt verlassen - angesichts der offensichtlichen Bedrohung al-Sadrs scheint dieses aber ohnehin äußerst unwahrscheinlich.

Nicht zuletzt durch die Garantie der Sicherheit al-Sadrs durch andere hohe shiitische Geistliche wird den US-Soldaten kaum eine andere Wahl bleiben, als auch diese Stadt anzugreifen, wenn sie ihn tatsächlich um jeden Preis in ihre Gewalt bringen oder töten wollen.

Sollte es allerdings tatsächlich in Najaf zu einer Wiederholung des rücksichtslosen amerikanischen Vorgehens in Fallujah kommen, so wäre dies aller Wahrscheinlichkeit nach der Funke, der den Irak endgültig in Brand setzt.

Dies ist anscheinend sogar dem US-Militär selbst klar. So sagte Oberst Dana J.H. Pittard, der Kommandeur der Streitkräfte, daß seinen Soldaten klar sei, daß "ein einziger Schuß in Najaf" die Empörung der shiitischen Mehrheit nach sich ziehen könnte und empfahl den Soldaten vor dem Einsatz, die Stadt "als den shiitischen Vatikan" zu betrachten.

Da sich die Führung des US-Militärs aber weder von anderen shiitischen heiligen Stätten wie beispielsweise der Stadt Kerbala noch von hunderten getöteten Zivilisten wie in Fallujah von ihren Plänen abbringen läßt ist allerdings davon auszugehen, daß es auch hier zu einer vollständigen Abriegelung und einem darauf folgenden Angriff kommen wird.


Quelle: freace.de


Front der Besatzer bröckelt weiter: US-Alliierte erwägen Rückzug aus Irak

13.4.2004

Die US-geführte Koalition in Irak gerät infolge von Entführungen und Gefechten mit Aufständischen immer stärker unter Druck. Nach dem angekündigten Rückzug Spaniens erwägen weitere Verbündete aus dem Irak-Einsatz auszusteigen.

Sollte die Gewalt in Irak anhalten, erwäge die Regierung einen Abzug ihrer Soldaten, sagte die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark. Die nahe der südirakischen Stadt Basra stationierten Ingenieure könnten wegen der anhaltenden Gefechte seit Tagen ihre Quartiere nicht verlassen. Mit Blick auf die verschärfte Sicherheitslage stoppten auch die thailändischen Soldaten ihre Wiederaufbauarbeit nahe Karbala. Ministerpräsident Thaksin Shinawatra schloss die Entsendung weiterer Soldaten aus, zudem werde überlegt, ob die bereits in Irak stationierten Truppen wie geplant bis September bleiben sollten, hieß es.


Der Conquistador in Not: Entführer setzen Berlusconi unter Druck

Wie am Dienstag bekannt wurde, befinden sich auch vier Italiener in der Gewalt irakischer Entführer. Die Männer, bei denen es sich um Angestellte einer amerikanischen Sicherheitsfirma handeln soll, sollen nahe der Stadt Falludscha verschleppt worden sein. Die Geiselnehmer fordern nach Angaben des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira den Abzug aller italienischen Truppen aus dem Land und eine "offizielle Entschuldigung" von Ministerpräsident Silvio Berlusconi für angeblich beleidigende Äußerungen über den Islam und die Muslime.

Der Sender zeigte ein Video, in dem vier als Italiener bezeichnete Männer zu sehen waren, die auf dem Boden saßen und Pässe hochhielten. Einer der Entführer, die nach eigenen Angaben zu "Mudschahedin-Brigaden" gehören, sagte auf dem Video, bei den Geiseln handele es sich um italienische Geheimdienstmitarbeiter, die für die US-Besatzungsmacht gearbeitet hätten. Das Außenministerium in Rom bestätigte gegenüber die italienischen Nachrichtenagentur ANSA die Entführungen.

(...)

Al-Dschasira zeigte am Montag ein Video, auf dem vermummte Männer mit mehreren Gefangenen zu sehen sind - angeblich Lastwagenfahrer aus Nepal, Pakistan, Indien, der Türkei, Iran und den Philippinen, die Waren für die US-Armee transportierten.

http://www.ftd.de/pw/in/1081610583036.html?nv=tn-rs


US-Invasoren brechen Waffenruhe: Kämpfe in Falludscha gehen weiter!...

In Falludscha gab es trotz Waffenruhe neue Luftangriffe, schwerer Gefechtslärm war zu hören. Bei Kämpfen vor den Toren der Stadt wurde mindestens ein US-Soldat getötet. Ein US-Transporthubschrauber des Typs MH-53 sei durch Schüsse zu einer Notlandung gezwungen worden, teilte US-General Mark Kimmit mit. Dabei habe es drei Verletzte gegeben. Ein zweiter US-Offizier sagte, beim Beschuss der Rettungskräfte an der Absturzstelle rund 20 Kilometer südöstlich der Stadt habe es weitere Opfer gegeben.

http://www.ka-news.de/afp/journal/dos1/040413171618.8c80rb9k.php3



"Die Lage in Falludscha ist katastrophal"

Die US-Menschenrechtsorganisation "Occupation Watch" kritisiert das Vorgehen der US-Truppen in Falludscha scharf. Die Belagerung der zentralirakischen Stadt sei "illegal", sagte die Direktorin des Bagdader Büros der Organisation, Eman Ahmed Khammas, im tagesschau.de-Interview. Die Lage der Menschen dort beschreibt sie als "katastrophal".

Occupation Watch (OW) ist ein Zusammenschluss von globalisierungskritischen Gruppen und Friedensorganisationen. Seit vergangenem Juli beobachtet OW die wirtschaftliche und politische Lage im Irak. Das Hauptbüro in Washington steht in ständiger Verbindung zu der Bagdader Zentrale.

Tagesschau-Interview mit Eman Ahmed Khammas:

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3190920_REF1_NAVSPM1,00.html


Afghanistan

Hekmatjar ruft zu Aufstand gegen USA auf

13.04.2004

ISLAMABAD (dpa) Der afghanische Kriegsherr Gulbuddin Hekmatjar (Anti-USA) hat seine Landsleute zum Aufstand gegen die USA und ihre Verbündeten nach dem Vorbild der irakischen Mudschahedin aufgerufen. Wie im Irak sei nun auch in Afghanistan die Zeit für den Aufstand gegen die "Besetzer" gekommen, hieß es nach Informationen der in Pakistan ansässigen afghanischen Nachrichtenagentur AIP in der Erklärung Hekmatjars. Der einstige Regierungschef Afghanistan bekundete demnach zugleich seine Unterstützung für den radikalen irakischen Schiitenführer Muktada el Sadr, dessen Milizen die US-Truppen im Irak erbittert bekämpfen.

Unterdessen sind im Norden des Landes heftige Kämpfe zwischen Anhängern des Milizenchefs Abdul Raschid Dostum (Pro-USA) und des ehemaligen Ministerpräsidenten Burhanuddin Rabbani (Anti-USA)entbrannt. Rabbanis Milizionäre hätten die Kontrolle über das Gebiet von Dehdadi errungen, das rund fünf Kilometer südlich von Masar-I-Scharif liegt, der Provinzhauptstadt der Dostrum-Hochburg Balkh. Über Tote oder Verletzte bei den Kämpfen machte AIP keine Angaben.

(...)

http://www.wormser-zeitung.de/politik/objekt.php3?artikel_id=1437053

http://www.nachrichten.ch/detail/174367.htm

http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200013,200051,728275/SH/0/depot/0/
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
ähm....

irgendwie stört mich doch der ton .... ich bin in der tat kein großer freund der us-administration bush.. ich fand den irak-krieg eine unglaubliche sauerei... aber ich kann keine befriedigung finden im gedanken, dass sich dort unten jetzt haufenweise menschen gegenseitig abschlachten... ich meine mir war klar, dass es so kommen würde.. aber ich ich empfinde keine freude dabei recht behalten zu haben...
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
und ganz klar... ich glaube nicht, dass eine islamistische weltrevolution das ist was die welt braucht...

der 11. september hat für mich nichts heldenhaftes....
nicht im geringsten...

und für die konzeption eines gottes sich und andere in massen zu vernichten ist für mich weder edel noch heroisch sondern einfach barbarisch .

eine globale intifada also.. nein danke.. nein danke.. nein danke...

ich habe kein kein verständnis für heilige krieger der verschiedenen variationen der buchreligion.. ich glaube nicht, dass es einen bedarf gibt für eine globale intifada.. ja ich glaube eine art revolution wäre sicherlich nicht das schlechteste... eher aber eine art evolution .... hin zu vernunft und weisheit... aber auf keinen fall revolution in richtung einer buchreligion.. wir haben auf diesem planeten lang genug unter diesen religionen gelitten.... ( kreuzzüge... bekehrungsfeldzüge... hexenverbrennungen...diverse muslimische regime und ideologien und ihr opfer etc. )
 

Fantom

Erhabener auserwählter Ritter
9. August 2002
1.198
forcemagick schrieb:
aber ich ich empfinde keine freude dabei recht behalten zu haben...

bravo!

ich finde es auch etwas befremdlich, dass jetzt viele leute jubilieren, weil die gis wie die fliegen sterben; vor allem von seiten derjenigen, die den krieg abgelehnt haben (wie ich auch).

anscheinend wird von vielen dieser "kriegsgegner" mit zweierlei maß gemessen.
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
ja das irritiert mich auch etwas...

da waren also kriegsgegner auf "saddams seite" wie ich das schon mal gehört habe... und da ist die unverholene schadenfreude, dass die amerikaner und andere invasoren jetzt größte verluste haben...

<sarkasmus>super.</sarkasmus>

trotz meiner antihaltung gegen den gesamten irakkrieg war ich keineswegs ein freund saddams.. der man war eine bestie... aber ich bezweifelte das recht der usa dort einfach einzufallen.. nicht zuletzt weil es abzusehen war, dass das ganze unterfangen tierisch in die hose gehen würde ( wie man ja jetzt sieht ) ...
wenn ich gegen krieg bin, dann denke ich sollte man doch auch gegen diese art von krieg sein... meine hoffnung ist, dass man auch andere lösungen finden kann... auch wenn so mancher dazu nicht willens ist...

tja...

wie schon gesagt.. ich finde keinen gefallen daran die sache richtig vorausgesehen zu haben...

der fanatismus mit dem hier "befreiungskampf" betrieben wird ist für mich nicht nachzuvollziehen... trotz der verkorksten situation hätte es die möglichkeit gegeben friedliche wege zu gehen... aber nö.. es muss ja alles kaputtgeschossen werden... da wird kein friedlicher demokratischer irak entstehen... da bahnt sich der zerfall des irak in verschiedene nationen an.. da bahnt sich bürgerkrieg an zwischen denen, die sich einst und für kurze zeit brüsten können werden, dass sie die besatzer vertrieben haben.. ich denke tatsächlich, dass die amerikaner hier ein weiteres vietnam erleben werden... ich glaube sie werden in gar nicht all zu ferner zeit abziehen... und die iraker sich selbst überlassen...
und dann... fürchte ich.. geht es erst so richtig rund...

auch wenn wir das dann vielleicht gar nicht mehr so mitbekommen werden weil die medienpräsenz einfach geringer wird..
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Da kommt das Angebot der Terroristen präzis gewählt. Und die Wende in der Politik um Israel und Palästina wird die Stimmung nicht auf Frieden stimmen. Die Warnung (oder Feststellung eines) vor einem neuen 'Vietnam' scheint die Halsstarrigkeit der Hegemonialmacht nicht zu irritieren.
Übrigens: Kerry lässt schon jetzt anmerken, dass er nach möglichen Amtsantritt nicht garantieren könne, dass unter seinem Schemel dort unten die Lage ins Lot kommt. Für eine Truppenverstärkung im Irak spricht er sich auf jeden Fall aus.
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
das problem der amerikaner ist natürlich, dass sie jetzt gar nicht mehr so einfach gehen können....sie hätten den krieg tatsächlich verloren und natürlich hätten sie den trümmerhaufen und nährboden geschaffen, den sie ja eigentlich bekämpfen wollten .....
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Nach einer Niederlage darf natürlich ein Abzug nicht aussehen...
Indes ziehen die Hilfsorganisationen ab, was für die Bevölkerung äusserst übel ist. Bürgerkriegsähnliche Zustände werden befürchtet. Einen Aufschwung hat die Bevölkerung nach dem Einmarsch nicht erlebt, und das, nachdem sie schon jahrelang Knappheit erfahren hat. Wie soll da auch eine friedliche Gesellschaft entstehen können? Ein Wiederaufbau im Irak wurde nur halbherzig geführt. Nun wird nochmals 'abgebaut'.

Hilfswerke sind besorgt über Lage der Zivilbevölkerung im Irak
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
tja nur all zu wahr...

wohl selten ist eine nation so zielstrebig und vollständig in die vergangenheit transportiert worden....
 

Aladin

Geheimer Meister
29. Februar 2004
205
Amerikanische Mörder im Irak - 16.04.2004

Eine AFP-Meldung vom Donnerstag läßt keine Zweifel mehr daran, daß US-Soldaten im Irak Kriegsverbrechen begehen und Zivilisten ermorden.

Der Obergefreite Blake Wofford ist am vergangenen Mittwoch von einem irakischen Widerstandskämpfer erschossen worden. Sein Freund, der Hauptgefreite Robert Long, sinnt nun auf Rache und hofft bei jedem Iraker, den er tötet, daß es jener ist, der Woffords getötet hatte.

Am Morgen sah einer von Longs Männern in der Stadt Fallujah in der Nähe ihrer Position einen Iraker mit den Händen in den Taschen gehen. Daraufhin forderte Long ihn auf, aus dem Weg zu gehen, er wollte den Mann selbst töten.

Augenblicke später ist der Iraker tot, getötet von den Schüssen aus Longs M-16, abgefeuert aus der sicheren Deckung von Sandsäcken und Brettern.

"Ich glaube Blake, das ist für Dich. Ich hoffe, das ist der Scheisser, der Dich erwischt hat", sagte Long.

Nachdem Frauen während des "Waffenstillstands" aufgefordert worden waren, die Stadt zu verlassen, ist jeder Mann ohne eine weiße Fahne Longs Ansicht nach ein Widerstandskämpfer.

Allerdings war es Männern im "militärfähigen" Alter durch das US-Militär untersagt worden, die Stadt mit ihren Familien zu verlassen.

Die tödlichen Schüsse auf einen Menschen, der offensichtlich keinerlei Bedrohung darstellte und nicht bewaffnet war, können nur als Mord und also als Kriegsverbrechen bezeichnet werden. Die Tatsache, daß auch die Anwesenheit von Journalisten Long nicht von seiner Tat abgehalten hat und er auch danach freimütig darüber unter voller Namensnennung spricht zeigt nicht nur, daß sich die US-Soldaten immer weiter von jeglichen ethischen Grundsätzen entfernen, sondern läßt auch befürchten, daß es zu noch wesentlich schwerwiegenderen Greueltaten kommt, die bisher noch verheimlicht werden.

Quelle: www.freace.de


Gerechtigkeit Made in West: "Der gewaltsame Widerstand im Irak ist völkerrechtswidrig", sagt Michael Bothe

Der Krieg der USA gegen den Irak war illegitim - doch Angriffe auf die US-Besatzer rechtfertigt dies nicht. Noch nicht?

taz: Welche Rechte haben die US-Amerikaner gegenüber den Aufständischen im Irak?

Michael Bothe: Als Besatzungsmacht haben sie nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Dazu gehört das Vorgehen gegen Kriminalität und bewaffnete Banden.

… auch wenn sich diese Bewaffneten als Freiheitskämpfer verstehen?

Es gibt kein individuelles Recht, gegen eine Besatzung mit Waffengewalt vorzugehen, auch wenn diese völkerrechtswidrig entstanden sein mag.

Gibt es denn kollektive Rechte, sich gegen eine Besatzung zu wehren?

(...)

Existieren denn universell akzeptierte Regeln, wann eine Befreiungsbewegung als neues Völkerrechtssubjekt anerkannt wird?

Nein. Naturgemäß ist hier vieles umstritten. Was den einen noch als Terrorismus gilt, ist für die anderen schon Befreiungskampf. Ein Indiz ist die Anerkennung durch andere Staaten oder internationale Organisationen. Derzeit erkennt niemand, auch nicht der Iran, militante schiitische Gruppen als Vertreter der irakischen Bevölkerung an.

(...)

Was gilt für einen breiten, aber relativ ungeordneten Volksaufstand ganzer Städte?

Auch hier dürfte es wohl noch kein Recht auf Widerstand im Namen der irakischen Bevölkerung geben. Dennoch müssen sich die Teilnehmer einer derartigen "Levée en masse" an das Kriegsvölkerrecht halten - und sie müssen auch so behandelt werden. Das Kriegsvölkerrecht regelt nicht das Recht zum Krieg, sondern die Art der Kriegsführung.

Ist die Situation, zum Beispiel in Nadschaf, bereits als Volksaufstand einzustufen?

Das ist aus der Ferne schwer zu beurteilen. Wenn es aber nicht nur um einzelne Anschläge geht, sondern um echte Kampfhandlungen, dann spricht das für einen Aufstand.

Haben Sie den Eindruck, dass das Kriegsvölkerrecht für die US-Armee im Irak eine Rolle spielt?

Auf jeden Fall. Die "Rules of Engagement", auf deren Grundlage die US-amerikanischen Unterführer agieren, pflegen - so viel ist bekannt - auch von rechtlichen Überlegungen bestimmt zu sein. Das ist zu begrüßen. Ob man diesen Überlegungen im Ergebnis immer zustimmen kann, steht auf einem anderen Blatt.

In Falludscha belagert die US-Armee die Stadt, um die Herausgabe der Mörder von vier US-Bürgern zu erzwingen. Ist das zulässig?

Eine Besatzungsarmee darf nach der vierten Genfer Konvention keine Kollektivstrafen anwenden. Deshalb halte ich das Vorgehen der US-Armee in Falludscha für sehr bedenklich.

Sie haben im Vorjahr den Krieg im Irak als unzulässigen Angriffskrieg kritisiert. Hält dieser Verstoß gegen die UNO-Charta heute noch an - oder ist er inzwischen durch UNO-Resolutionen gewissermaßen geheilt?

Die Vorgeschichte, also den militärischen Angriff auf den Irak, bewertete der UN-Sicherheitsrat bisher nicht. Die UNO-Resolutionen stellen vor allem die Pflichten der USA und ihrer Verbündeten als Besatzungsmacht fest.

In der Resolution 1511 vom Oktober 2003 hat der Sicherheitsrat aber eine "multinationale Truppe" im Irak unter Führung der Vereinigten Staaten erwähnt. Ist das nicht als eine nachträgliche völkerrechtliche Legalisierung der Besatzung zu verstehen?

Hierin kann kein UNO-Mandat für die Besatzung gesehen werden. Es wird nur betont, dass die Besatzungsstreitkräfte zur "Aufrechterhaltung von Sicherheit und Stabilität" im Irak verpflichtet sind.

Die völkerrechtliche Situation im Irak ist aus Sicht der USA also noch nicht bereinigt.

Nein. Das ist aber keine Rechtfertigung für die aktuellen Angriffe auf die Besatzungstruppen.

taz Nr. 7335 vom 16.4.2004, Seite 12, 169 Zeilen (Interview), CHRISTIAN RATH


Anfang des Jahres schrieb Robert Fisk noch: "Hinter dem Widerstand im Irak steht die einfache sunnitische Bevölkerung" und fügte hinzu: "Das Gefährlichste, was nun passieren kann, wäre eine Vereinigung der Schiiten und der Sunniten"

(...)

Vor einigen Tagen hat ein US-amerikanischer Divisionskommandeur im nördlich von Bagdad gelegenen Tikrit angekündigt, den Widerstand in Saddam Husseins Heimatstadt "innerhalb von sechs Monaten" niederzuschlagen. Halten Sie diese Prognose für realistisch?

Robert Fisk: Ganz im Gegenteil. Diese Stellungnahmen sind typisch für Vertreter einer Armee, die sich im Krieg mit Guerillakräften befindet. Vertreter dieser Truppe werden immer wieder behaupten, dass dieser Widerstand "beendet", "zerschlagen" oder "gebrochen" sei oder nur noch von "alten Hardlinern" unterstützt werde. Ich erinnere mich an diese Rhetorik in den siebziger Jahren, als ich aus Nordirland über den Konflikt zwischen der britischen Armee und der IRA berichtete, und ich erinnere mich, wie die Israelis solche Stellungnahmen immer wieder über die Hisbollah im Libanon verbreiten ließen. Nun hören wir die gleichen Sätze also von den US-Amerikanern in Irak. Manchmal hilft aber ein Blick in die Geschichte, denn selbst die Briten nutzten die gleiche Propaganda, nachdem sie 1917 in Irak einmarschierten. Das scheint mir ein Standard zu sein, der belegt, dass Militärs niemals etwas dazu lernen.

(...)

Der Unmut über die soziale Lage im Land und die Wut über die leeren Versprechen der US-Regierung sind aber inzwischen so groß, dass es im Land immer mehr brodelt. Das Gefährlichste, was nun passieren kann, wäre eine Vereinigung der Schiiten und der Sunniten. Aber genau das wird geschehen: Die Kurden sind von den Besatzern enttäuscht, weil sie auf einen eigenen Staat gehofft hatten. Die Schiiten sind enttäuscht, weil ihnen die Wahlen verweigert werden. Und die Sunniten sind enttäuscht, weil sie die anderen beiden übervorteilt sehen. Alle zusammen könnten sich eher früher als später gegen die USA wenden.

Sehen Sie für eine solche Vereinigung denn ernsthafte Anzeichen?

Robert Fisk: Als die Briten 1917 nach Irak einmarschierten, war der Widerstand gegen sie der einzige Punkt, der die vielen ethnischen und religiösen Gruppen zusammengehalten hat. (...) Bei meinen Recherchen bin ich auf ein Flugblatt gestoßen, dass der Generalleutnant der Besatzungstruppen Stanley Maude 1917 an die Hauswände von Bagdad hat kleben lassen. Darauf heißt es: "Wir sind in Ihr Land nicht als Besatzer oder als Feinde gekommen, sondern als Befreier."

http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/16659/1.html


Derweilen ist die Moral der Invasoren auf dem Nullpunkt (Tendenz: weiter fallend!) Patten: Irak-Konflikt ernster als Vietnamkrieg

EU-Außenkommissar: "Wenn die Dinge im Irak falsch laufen, dann werden wir sehr, sehr lange Zeit mit den Folgen leben müssen"

Tullamore - Der Konflikt im Irak ist nach den Worten des EU-Außenkommissars Chris Patten "sehr viel ernster" als der Vietnam-Krieg. "Der Vergleich, ... dass der Irak ein so großes Thema wie Vietnam werden könnte, ist unangebracht, denn ich denke, er ist wohl noch sehr viel ernster", sagte Patten am Samstag auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen der EU-Außenminister im irischen Tullamore. "Wenn die Dinge im Irak falsch laufen, dann werden wir sehr, sehr lange Zeit mit den Folgen leben müssen."

Das Aufflammen der Gewalt im Irak und die Entführungen von Ausländern durch Aufständische haben zu Vergleichen mit dem Vietnam-Krieg geführt, in dem mehr als 58.000 US-Soldaten starben und die USA unterlagen. Der demokratische US-Senator Edward Kennedy hatte die Besatzung des Iraks als "George Bushs Vietnam" bezeichnet. US-Präsident Bush hatte erst kürzlich einen Vergleich der beiden Konflikte als unangebracht zurückgewiesen. (Reuters)

http://derstandard.at/?id=1636063


Weitere Nachrichten aus dem Kriegsgebiet:

Sunnitische Gruppe unterstützt al-Sadr
Die sunnitische Moslemische Geistlichen-Vereinigung sprach Fatwas aus -"Besatzungstruppen vertreiben" http://derstandard.at/?id=1636063

US-Soldat in der Hand irakischer Aufständischer
Al Jazeera sendet Video mit gefangenem GI - Gefangenen-Austausch gefordert - Drei Japaner freigelassen http://derstandard.at/?id=1636063


Niederlage auf Niederlage für die Invasoren:

Falludscha: US-treue Soldaten verweigern Dienst http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/ausland/44217



Links:

Irak/USA: Zum irakischen Widerstand werden // "Im Irak entscheidet sich das Schicksal der Dritten Welt"

links entfernt
Solidarität mit dem Irak: "Spendet 10 Euro für den irakischen Widerstand! Unterstützt den Kampf gegen die völkerrechtswidrige Besatzung"

links entfernt
Irakische Suchmaschinen http://www.whitelines.nl/de/html/iq-list.html

Al-Jazeera: http://english.aljazeera.net/HomePage
 

Fantom

Erhabener auserwählter Ritter
9. August 2002
1.198
Aladin schrieb:
Solidarität mit dem Irak: "Spendet 10 Euro für den irakischen Widerstand! Unterstützt den Kampf gegen die völkerrechtswidrige Besatzung" http://www.xxx.com/

ích glaube du spinnst! was machst du hier werbung für solche internetseiten??

am besten du entfernst diesen link, wer wirklich irgendwelche kinderarmeen finanzieren will, soll sich die passenden seiten gefälligst selber suchen!!!
 

Faq

Großmeister
27. März 2004
69
Fantom schrieb:
Aladin schrieb:
Solidarität mit dem Irak: "Spendet 10 Euro für den irakischen Widerstand! Unterstützt den Kampf gegen die völkerrechtswidrige Besatzung" http://www.xxx.com/

ích glaube du spinnst! was machst du hier werbung für solche internetseiten??

am besten du entfernst diesen link, wer wirklich irgendwelche kinderarmeen finanzieren will, soll sich die passenden seiten gefälligst selber suchen!!!

oh,oh

diese links sind sehr heiss,da muss man sehr aufpassen..
so einer wie er kann leicht in eine, im moment "nicht so populäre" ecke geschoben werden..

CIA lässt grüssen :!:
 

Tetsuo

Geheimer Sekretär
9. Juli 2003
649
Also Aladin natürlich ist es gut wenn man viel schreibt aber ich weis nicht so recht... irgendwie ist das nicht so toll unmengen Text in ein Thread zu kopieren.
Und die Links solltest du ENTFERNEN!
 

Ähnliche Beiträge

Oben Unten