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Jesus

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Ich dachte das Thomasevangelium wäre sehr gnostisch beeinflusst (was man auch merkt) ?
 

Telcontarion

Geheimer Meister
14. Dezember 2003
279
Ja, das Thomasevangeliu mist gnostisch angehaucht.

Die auch in den 4 kanonischen Ev. vorkommenen Stellen ziegn, dass das ThEv authentisch ist.
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Angehaucht ?
Zitat : "Eine Frau muss männlich werden, damit sie in den Himmel kommt."
 

Kaleidoskop

Geheimer Meister
10. April 2002
182
Wow, toller Text.
Leider bin ich nicht sehr bibelfest. Ist der Text aus der Bibel oder von dir geschrieben, Baghwan ?
 

Baghwan

Geselle
14. Juni 2003
22
Der Text ist nicht von mir geschrieben sondern von Baghwan Shree Rajnesh auch bekannt als Osho.



Kann ich nur empfehlen!
 

Graf-Unzahl

Geheimer Meister
1. Februar 2004
117
stand dort nicht auch "die welt ist eine brücke. gehe über sie hinüber, aber lass dich dich nicht auf ihr nieder!"?

unabhängig davon, ob er da stand oder woanders, dieser satz ist einer der zentralsten, der je mit der zunge des "menschensohns" assoziiert wurden.

in einem anderen evangelium, im ägypterevangelium glaube ich, stand: ich bin gekommen, um die werke des weiblichen aufzulösen. was er damit wohl gemeint hat? :mrgreen:

mir scheint, es sind gerade die apokryphen sentenzen des "menschensohns", die wirklich subversiven charakter haben, die also zum nachdenken anregen. wahrscheinlich wurden sie gerade deswegen aus dem mainstream-kanon eliminiert.

nicht auszurechnen, was diese figur alles so erkannt haben mag, was seine umwelt nicht wahrhaben wollte. indeed, eine ziemlich tragische figur, dieser menschensohn :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

sorry, feminists, kiddin is my game. is, was and will always be.

just kiddin of course

unz

_____________________________________________________________


"this is a homage to those who didn't listen before. i need ears, you know, ears! :mrgreen:
 

Zottelfritz

Geheimer Meister
27. November 2002
430
Yeah, sehr schöner Text. Werde mir dieses Buch wohl mal zulegen.

Ich persönlich bin überhaupt kein Kirchenfreund und auch kein Anhänger der großen Buchreligionen, aber was Jesus betrifft bin ich der Auffassung dass er Vorreiter aller Kämpfer für Freiheit und Liebe war. :D

Jesus rocks!

Leider war er seiner Zeit dermaßen vorraus, dass er falsch verstanden werden musste. Selbst in unserer Zeit ist seine Botschaft noch zu revolutionär, als dass sie von der Mehrheit begriffen werden kann.
 

bombaholik

Auserwählter Meister der Neun
14. Oktober 2003
924
Gaara schrieb:
Angehaucht ?
Zitat : "Eine Frau muss männlich werden, damit sie in den Himmel kommt."

ebenso wie ein Mann weiblich werden muss.

buddha sagt: "Töte mich!", alles eine interpretations sache.
 

Talpa

Vorsteher und Richter
15. März 2004
707
http://www-user.uni-bremen.de/~wie/texteapo/thomas.html
http://www-user.uni-bremen.de/~wie/texteapo/thom-home.html


(3) Jesus sprach: Wenn die, die euch führen, euch sagen: Seht, das Königreich ist im Himmel, so werden euch die Vögel des Himmels vorangehen; wenn sie euch sagen: es ist im Meer, so werden euch die Fische vorangehen. Aber das Königreich ist in eurem Inneren, und es ist außerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennen werdet, dann werdet ihr erkannt, und ihr werdet wissen, dass ihr die Söhne des lebendigen Vaters seid. Aber wenn ihr euch nicht erkennt, dann werdet ihr in der Armut sein, und ihr seid die Armut.

(113) Seine Jünger sagten zu ihm: Das Königreich, an welchem Tage wird es kommen? Jesus sprach: Es wird nicht kommen, indem man darauf wartet. Man wird nicht sagen: Seht, hier ist es, oder: Seht, dort ist es. Sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.

Schon klar, warum die Kirche sowas lieber unterschlägt...
 

nicolecarina

Meister vom Königlichen Gewölbe
6. Juni 2003
1.414
"Eine Frau muss männlich werden, damit sie in den Himmel kommt."

von aller Mehrdeutigkeit abgesehen, bezieht sich das wohl auf die Forderung, dass sowohl Männer als auch Frauen die doppelte Flamme in sich selbst entzünden sollen, also anima und animus entwickeln sollten.

Weil sonst gibts Ärger, aber Hallo - zumindest von Alice :? :roll: :wink:
 

Jay-Ti

Auserwählter Meister der Neun
2. August 2002
989
Von dem, was ich bisher gelesen habe ist das Thomasevangelium ein durch und durch gnostisches Werk und daher von der Kirche mehr als abgelehnt (..klar). Persönlich könnte ich mir nicht einmal vorstellen, dass die meisten Sprüche auf Jesus von Nazareth zurückgehen.

Schade auch immer wieder, wie Sprüche aus dem Kontext gerissen werden. So beschäftigte ich mich gerade neulich mit dem wohl bekanntesten:

"Eine Frau muss männlich werden, damit sie in den Himmel kommt."

Um es nicht groß auszuführen.
Kultisch waren Frauen in der Gnosis gleichgestellt, vom Denkprozess her allerdings immernoch dem Manne unterstellt.
[Stichpunkte: - Zweigeschlechtlichkeit ist ein Übel der irdischen (in der Gnosis verteufelten) Welt, etc.]
Die Erlösung einer Frau konnte nur möglich sein, wenn diese sich in.. tata.. einen Mann verwandle.
In der Zeremonie des Brautgemaches (in gnostischen Gemeinden praktiziert) gehen zwei Menschen (Mann-Frau) einen Bund ein. Neben anderen Tätigkeiten erlaubt die Frau dem Manne die Einheit zu vollenden, indem dieser, sollte er gestorben und aufgefahren sein, zurückkehrt und ihre Seele aufgrund der vorher eingegangenen Einheit (und somit Erlaubnis) zu sich holt um den ursprünglichen, vorweltlichen Zustand wieder herzustellen.
Im Thomasevangelium steht:
"Simon sprach zu den Jüngern: <Maria (Magdalena) möge von uns weggehen, denn die Frauen sind des Lebens unwürdig.>
Jesus sprach: <Siehe, ich werde sie (empor-)ziehen, um sie zum Manne zu machen, damit auch sie ein lebendiger Geist werde, der euch Männern gleicht.
Denn jede Frau, die sich zum Manne machen wird, wird in das himmlische Königreich eingehen.>"
 

nicolecarina

Meister vom Königlichen Gewölbe
6. Juni 2003
1.414
naja ob das wirklich die richtige Übersetzung der Schrift ist mag ich anzweifeln. Auch im Koran steht ja nirgends, dass Frauen ein Kopftuch tragen müssen - trotzdem berufen die Männer sich ständig darauf. Von daher bleib ich bei meiner Interepretation, denn was Jay-Ti da zitiert hat, halt ich für ehrlich gesagt für sexualrassistisch - ich weiß, stammt nicht von dir, aber angesichts der Tatsache, dass offenbarl viele Männer heute noch so denken, hälts mich auch nicht auf dem Stuhl *gg*
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Nun was das mit dem Koran zu tun haben soll versteh ich nicht ganz, sehe da keinen Zusammenhang, außerdem..., müßte man sich fragen, ob denn totale Gleichberechtigung nicht Gleichmacherei gleichkommen würde. Oder um den Koran zu zitieren: "...denn ein Knabe ist nicht wie ein Mädchen..." (3:36).

Ich kenne auch genügend Frauen, die das Kopftuch gegen den Willen (und oft mit erheblichen Widerstand) ihrer Ehemänner/Väter/Brüder etc. tragen, im Sinne einer "islamischen Emanzipation". Man sollte dieses Schwarz-Weiß-Denken abstellen.

Wie gesagt, im Prinzip kommt diese Forderung der bedingungslosen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, wie sie auch in den modernen Menschenrechten formuliert ist, diesen frauenfeindlichen gnostischen Gedanken des einheitlichen Geschlechtes sehr nahe.

Dies ist auch ein Kritikpunkt der am Islam gerne ausgeübt wird, der ja lehrt dass Mann und Frau nicht gleich sind (ohne Wertung) und deshalb den Männern ihren Frauen gegenüber andere Rechte und Pflichten eingesteht, als den Frauen gegenüber ihren Männern. Es läuft also nicht darauf hinaus die Geschlechter gleichzuschalten, sondern Gerechtigkeit zwischen ihnen zu stiften gemäß ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Eigenarten und auf diese Weise Harmonie zu erreichen.

Und was dies nun mit dieser Gnosis gemein haben soll, kann ich nicht nachvollziehen.


Grüße fumarat
 

Jay-Ti

Auserwählter Meister der Neun
2. August 2002
989
Die Übersetzung wird schon stimmen.
Mit der Interpretation, natürlich ist dies nur eine von vielen Meinungen, aber (und das kommt hier im kleinen Rahmen eines einzigen Post nicht annähernd rüber) schaut man sich diverse Quellen an, die belegt gnostisch sind und das gleiche vermitteln, dann wird das durchaus schlüssig.
Mal abgesehen davon, dass die Worte gerade aus unserer heutigen Sicht Frauenverachtend klingen.. dies sollte nicht auf die Quellen reflektiert werden, denn es war nunmal so.

Mehr Informationen - Die Gnosis
 

nicolecarina

Meister vom Königlichen Gewölbe
6. Juni 2003
1.414
Naja selbst bibeltreue, geschichtlich kundige Christen räumen mitunter ein, dass die Bibelübersetzung an manchen Stellen eben durchaus bereits vom Übersetzer interpretiert wurde.

@ fumarat
ich weiß nicht, was genau an meiner aussage unverständlich war.
Aber worauf ich rauswollte war, dass Religion eben oft als Politikum missbraucht wird, eben auch beim allseits beliebten Streit der Geschlechter.

Von Gleichmacherei halte ich übrigens auch nichts - funktioniert bei uns schon rein biologisch nicht hundertprozentig und auch der Zweck ist finde ich eher fragwürdig. Sollte es nötig sein, wird die Evolution ihr übriges tun denk ich mal.
 

arius

Großer Auserwählter
16. Juli 2003
1.555
Zottelfritz schrieb:
Leider war er seiner Zeit dermaßen vorraus, dass er falsch verstanden werden musste. Selbst in unserer Zeit ist seine Botschaft noch zu revolutionär, als dass sie von der Mehrheit begriffen werden kann.

Es war die frühest mögliche Zeit überhaupt, dass er als Mensch kommen und die schwere Aufgabe übernehmen konnte. Außerdem sprach er ja in einer geistigen Sprache und in Bildern, daher wurde er oft nicht verstanden, selbst den Jüngern mußte er manches genauer darlegen, damit sie es begreifen konnten.
Auch heute verstehen diese Sprache viele Menschen nicht, ist die Mehrheit der Menschen doch noch etwas rückständig, nachdem man von Kirchen und Staatsobrigen vorgeschrieben bekam, was man zu glauben hatte bzw. glauben durfte [nämlich das, was den Herren genehm war, wobei man Gottes Gesetze mißachtete und in seinem Namen die eigenen Vorstellungen ausgab...]. Anderenfalls wurde man als Ketzer und abtrünnig ausgesodnert und verfolgt und verbrannt, wenn sie nicht widerriefen. (siehe: Kopernikus, Galilei, Bruno ect...) Doch diese Zeiten sind langsam vorbei, wo mit Zwang und Gewalt Druck ausgeübt werden konnte...

Das eigenständige Denken des Menschen muss noch weiterentwickelt werden.

Das die Entwicklung so langsam verläuft, hat mehrere Ursachen: Einererseits werden nicht mehr die wiedergeboren, die ein geistig hohes Niveau erreicht haben, sondern es kommen ja immer wieder neue von unten nach, die noch auf niederen Entwicklungsstufen stehen. Anderseits versucht der Herrscher dieser Welt, Rache an den seinem Reich Entflohenen zu nehmen, wenn sie Menschen sind und noch nicht sehr gefestigt im Glauben, dann setzt er alles dran, ihren Aufstieg im Heilsplan zu verzögern, zu bremsen....

Vorstufe zu einer fortschrittlicheren geistigen Denkweise waren der Humanismus, die Reformation und die Aufklärung, die schrittweise wieder an das Denken der ionischen Griechen anknüpften, die seinerzeit den bisher höchsten Stand an Geisteswissen hatten und von dem die Menschheit in großen teilen leider auch heute noch weit entfernt ist....
 

Tacitus

Geselle
11. November 2003
38
Hi !

Das Thomas-Evengelium, bzw. eigentlich alle Schriften des Urchristentums, die in den modernen Auslegungen der Bibel leider keine Erwähnung und Verwendung mehr finden, sind hoch interessant und vermitteln uns mitunter ein stark abweichendes, christliches Glaubensbild. Diese sogenannten Apokryphen laden immer mal wieder zum besinnlichen Schmökern und Nachdenken ein.

So erinnert mich z. B. das von Thomas beschriebene Glaubensbild eher an den Pantheismus, als an den Glauben an einen personalisierten und individualistischen Gott.

Derzeit lese ich ein Büchlein über Ying und Yang und den dahinter stehenden fernöstlichen Glauben des Taoismus. Im Bezug auf die Aussage des "Mann > Frau-Werdens", bzw. des "Frau > Mann-Werdens" gibt es hier ganz ähnliche Aussagen, die darauf hinauslaufen, dass eine hohe Entwicklung des menschlichen Bewußtseins mit einer ausgewogenen Entwicklung sowohl des weiblichen, als auch männlichen Aspektes unserer Wesens einhergehen muss.

Kurz kopiert von: http://wt-kampfkunstschule.de/Info/Taoismus.htm

Ying & Yang



Vernunft und Glaube sind für westliche Denker Gegensätze. Die Chinesen sehen das anders. Sie unterscheiden nicht streng zwischen Religion und Philosophie; das soll heißen:

Bei den Chinesen sind die Grenzen zwischen dem , was sie wissen, und dem, was sie glauben fließend. Der Taoismus, der Konfuzianismus und auch der Buddhismus sind ursprünglich philosophische Systeme. Sie stellen Regeln für das gesellschaftliche Leben auf, die allerdings auf einer kosmischen Ordnung basieren und den Willen des "Herrn darüber" repräsentieren. Deshalb kann der Mensch sowohl an sie glauben als auch um sie wissen.

Ying und Yang der Ursprung chinesischen Denkens gründet auf den Begriffen "Ying und Yang".

*

"Ying" symbolisiert das Erhaltende, das Ausdauernde, das Weibliche, den Mond.
*

"Yang" steht für die schöpferische Kraft, das Dynamische, auch Zerstörende, die Sonne, das Männliche.

Beide Pole bilden durch ihr Zusammenfügen die große Harmonie. Das Männliche kann nicht ohne das Weibliche sein. Die Erde lässt sich nicht ohne den Himmel denken. Es gibt kein Weiß ohne ein Schwarz, kein Oben ohne ein Unten, kein Gutes ohne Böses. Zwischen diesen Polen wogt das Leben. Mal geht es bergauf, mal bergab, mal überwindet Yang das Ying, mal ist es umgekehrt. Auf einen Sieg muss eine Niederlage folgen. Eine Schwäche wird sich irgendwann zur Stärke wenden. Der Kosmos dirigiert das Auf und Ab. Er ist die Synthese von Ying und Yang.


Vielleicht meinte Jesus mit seiner entsprechenden Aussage etwas ganz ähnliches?

Gruss,
T.
 

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