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Israel - Elitesoldaten verweigern Dienst

petrosilius_zwackelmann

Geheimer Meister
15. September 2002
120
SPIEGEL-Online:

13 israelische Elitesoldaten haben Regierungschef Ariel Scharon einen Korb gegeben. In einem Brief an die Regierung kündigten die Soldaten und Offiziere der Spezialeinheit des Generalstabes an, künftig den Dienst in den besetzten Gebieten zu verweigern.

Rest unter: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,279478,00.html

Erste Reaktionen von israelischen Politikern waren am Sonntag allesamt negativ.

Hmm, ich versteh´s nicht. Wie kann man so verbohrt sein und derartige Entscheidungen verurteilen. Sicherlich, die Jungs sind in der Armee und haben einen Vertrag unterschrieben. Sie wussten, was auf sie zukommt. Andererseits ist ihr Verhalten - zumindest aus meiner Sicht - verständlich. Wieso stellen sich die Politiker nicht die Frage, ob sich nicht dringend was ändern müsste, wen selbst Teile der Streitkräfte sich gegen sie stellen; ein kleiner Teil zwar nur, aber immerhin.
Weiß übrigens jemand, was aus den Piloten geworden ist, die vor ein paar Monaten ihren Dienst verweigert hatten? Sind die verurteilt worden?
 

IMplo

Geheimer Meister
22. August 2003
352
...ich weiss z.B. auch nicht, ob es für israelische Soldaten so etwas wie eine "Gewissensinstanz" gibt, die sie für solche Entscheidungen bemühen dürfen (=Verweigerung)...

Diese Soldaten verdienen meine Hochachtung für Ihren Mut, innerhalb eines militärischen Dienstverhältnisses in einer der "toughesten" Streitmacht der Erde ihr Gewissen zum Angelpunkt des Handelns zu machen und nicht etwa die Doktrin....

Das Beispiel dieser Soldaten macht auch ein wenig Hoffnung darauf, daß Israel irgendwann mal wieder mehr von Geist als von Gier geleitet werden könnte.

Ich hoffe inständig, daß die Soldaten für Ihren Schruitt nicht in den "Bunker" müssen, degradiert oder sonstwie sanktioniert werden, sondern daß daraufhin eine faire, öffentliche Diskussion folgt...glauben tu ich daran allerdings nicht

Greetz!
IMplo
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
erst haben sich piloten geweigert, jetzt elitesoldaten.. je mehr ihrer helden die israelis ins gefängnis sperren müssen desto mehr wird das einer öffentlichen diskussion zu ungunsten sharons und seiner verrückten dienen..

ich glaube das ist ein wirklich gutes zeichen....

was wenn erst mal generäle im knast verschwinden müssen weil sie einfach keinen bock mehr haben auf diese irre eskalation der gewalt...

weiter so israeli defense force... zeigt euren politikern dass ihr da seid euer land zu schützen und dass ihr denken könnt und erkennt, dass ihr mit den militärischen aktionen nur einen verhängnisvollen mechanismus zu überleben helft...
 

MILLI-ISTIHBARAT

Großmeister
18. November 2003
51
hehehe viele der israelischen staatsoberhäupten waren selbst armeeangehörige. daher ist es auch nicht verwunderlich wieso diese spatzenhirne alles mit gewalt aus der welt schaffen wollen.

denn die jetzigen grenzen israels ist unrechtsmässig. naja die frage rechtsmässig und unrechtsmässig ist eigentlich sehr relativ. was ist denn eigentlich rechtsmässig oder unrechtsmässig. nach 2000 jahren ein anderes volk vertreiben und deren land weg nehmen, ist das in ordnung ??? naja ein thema für sich selbst.

auf jedenfall, würde sich israel an die für sie vorgesehenen alten grenzen halten und wieder zurück gehen und sich mit dem abfinden was man hat, würde es wenigsten weniger konflikte geben in diesem gebiet geben.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
auf jedenfall, würde sich israel an die für sie vorgesehenen alten grenzen halten und wieder zurück gehen und sich mit dem abfinden was man hat, würde es wenigsten weniger konflikte geben in diesem gebiet geben.
Das wäre zu hoffen.
Ob das tatsächlich so wäre ... das wage ich zu bezweifeln.
Zum Konflikt dort ... gehören ja mehr als nur Israel.

Aber ich hoffe es trotzdem ... das diese Entwicklungen eine Veränderung herbeiführen ... und das die anderen sich auch auf Frieden miteinander besinnen.

Namaste
Lilly
 

Choronzon

Vorsteher und Richter
21. April 2002
704
:( Hmm.
Weiss man eigentlich ,wovon hier gesprochen wird?
Also,ich habe in einer Armee gedient,ich war quasie ermächtigt ,zu töten,und hätte dies auch getan.Heute nicht mehr.Wer will schon "Werkzeug " der "angeblich" mächtigen sein?Hut ab vor einem Isrealischem Soldaten ,der diesen Schritt verweigert.Und die habens wirklich nicht leicht.
mfg..

..
 

Lasker71

Geheimer Meister
30. November 2003
129
Stellt Euch vor, es ist Krieg - und niemand geht hin.
Ich liebe solche Nachrichten. Ich fühl mich dabei so ähnlich, als wenn ich sehe, daß sich jemand die Zigarette anzünden will, und der Wind bläst die Flamme des Feuerzeugs aus. Oder daß sich jemand vom Balkon stürzen will, und die Polizisten, die sich im Balkon unter ihm versammelt haben, fangen ihn einfach auf.
Weiß eigentlich jemand etwas von einer Heldenauszeichnung à la Friedensnobelpreis, aber für die "Kleineren"? Wenn nicht, dann wäre es langsam an der Zeit, eine solche Medaille einzuführen, und Leuten zu verleihen, die z.B. mit einer Antikriegsrede aus der Blair-Regierung zurückgetreten sind oder der Bush-Regierung (obwohl, bei letzterer wird es sowas wohl kaum geben).
 

dkR

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.142
Ich finde das sehr mutig und positiv!
Wenn sicj die Armee einfach weigert mitzumachen, kann Sharon auch nix mehr tun. :D
Stellt Euch vor, es ist Krieg - und niemand geht hin.
...Dann kommt der Krieg zu Euch.
 

Lasker71

Geheimer Meister
30. November 2003
129
Ist doch egal, wie Brecht das gemeint hat. Ich meine das genau so, wie ich es beschrieben habe. Und der Sprengsofferfinderpreis (Nobel) ist hier glaube ich eine Nummer zu groß. Ich wollte eigentlich eine Art Heldenauszeichnung für ebensolche Leute wie die 14 Elitesoldaten oder die 3 Hubschrauberpiloten vorschlagen. Dabei benutze ich bewußt das Wort Heldenauszeichnung, weil eine solche sonst immer nur für Kriegseinsätze vergeben wird.
 

Ducknail

Großmeister
21. April 2002
84
Das eine Gruppe von Leuten den Dienst verweigert ist in Israel schon länger ein immer wiederkehrendes Phänomen. In den 70er Jahren haben 11 Offiziere den Dienst verweigern wollen. 10 davon wurden gefeuert. Genau wie die Piloten.
Da ist das so, das die Soldaten, sobald sie den verdacht haben, nicht mehr zum Schutz des eigenen Volkes zu kämpfen, anfangen an der Legitimität der Befehle zu zweifeln. Ist auch meiner Meinung nach verständlich.
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
löblich ...

bei vielen wird wohl einfach eine verständliche angst das motiv sein... bei anderen aber vielleicht auch eine grundlegend andere definition ihres soldatenberufs als die us-administration sich das so vorstellt.

so leid es mir für diejenigen tut, die akut darunter zu leiden haben, aber das ganze unternehmen könnte auf ein neues vietnam hinauslaufen und ich fürchte die us-administration braucht sowas um endlich wieder bodenhaftung zu bekommen...

es wäre schön gewesen, wenn man diese lektion aus der geschichte mitgenommen hätte anstatt sie jetzt zu wiederholen.
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
hmm in gewissen punkten wohl ja... ein zweites vietnam in dem sinne, dass sie sich als militärische großmacht überschätzen und sch in eine situation begeben in der sie einer guerilla gegenüberstehen, die sie nicht besiegen können... ein langer blutiger krieg mit einem schwer zu fassenden feind und vielen toten auf beiden seiten..

politisch ist die situation sicherlich nicht im geringsten zu vergleichen..

es gibt keinen großen gegenblock.. kein "nordvietnam" dafür gibt es ein afghanistan, dass den amerikanern eine zweite verheerende front bieten könnte... es gibt keinen wohlbekannten waffenlieferer im hintergrund, der ein interesse daran hat den konflikt weiterzuschüren .... zumindest nicht einen politisch motivierten lieferanten... diesmal ist es die schmutzige gier und reine skrupellosigkeit die den rebellen ihre waffentechnik beschert...

das ergebnis könnte durchaus in vielerlei hinsicht ein zweites vietnam sein... die großmacht muss sich zurückziehen und das ziel des krieges das stützen eines bestimmten regimes bzw. das etablieren eines bestimmten politischen regimes ist nicht erreicht... am ende könnte ein irak stehen wie ihn sich die amerikaner nicht gewünscht haben und auf der anderen seite der gleichung könnte viele tote GIs stehen.

die lehre aus der geschichte hätte sein können, dass es nicht ratsam ist in anderen ländern einzumarschieren und sie inklusive neuem regime neu zu errichten...

hat das eigentlich seit dem zweiten weltkrieg noch irgendwo funktioniert?

ich wüßte jetzt nicht in welchem land außer dem nachkriegsdeutschland sowas während des letzten jahrhunderts funktioniert hätte.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Vielleicht hat die USA gerade deswegen die "Achse des Bösen" zu definieren gesucht, die jedoch hin und wieder revidiert wurde. Ein ernstzunehmender Gegenblock ist ein Irak nicht (Aber ein starker Gegner vielleicht doch die vorhandene 'Guerrilla'!?). Ernstzunehmender wären tatsächliche Atommächte, wie Pakistan (ironischer Weise unterstützte dessen ISI die Taliban) oder Indien. Beide Länder gehören jedoch nicht zu der besagten Achse. Anders ist es mit Nordkorea. Der gestoppte deutsche Frachter wirft einiges an Fragen um den "Atomschwarzmarkt" auf (Die Hintermänner der Bombe). Und er zeigt deutlich, dass an einigen Stellen auf dem Globus an Massenvernichtungswaffen weiterentwickelt werden soll.

Bezüglich einer erfolgreichen Invasion und nachfolgenden Wiederaufbau. Es ist natürlich die Frage, welche Maßstäbe man ansetzt. Will man eine Operation Urgent Fury als erfolgreich einstufen? Es wurde invadiert, es wurde umstrukturiert und wiederaufgebaut. Allerdings nicht 'demokratisch'. Und wirtschaftlich erfolgreich ist Grenada auch nicht. Also ein Misserfolg? Und wenn - aus wessen Sicht? In Grenada war das Ziel die Wiederherstellung des "Status Quo Antes".
 

IMplo

Geheimer Meister
22. August 2003
352
Heh, ich bin dafür, daß so dermassen viele GIs (nichts persönliches) bei all den US-Kreuzzügen draufgehen, daß es in USA für diese Unternehmungen bald keine Rückendeckung mehr gibt...anders scheint das ja nicht zu funktionieren.

Anscheinend müssen unsere KRIEGSTREIBER around the globe erst so DERART was auf die Fresse bekommen, daß es auch ihnen bald aufgeht, daß mit Mitteln des Militärs die Menschheit sich geistig nicht fortentwickeln wird....zu einer friedvollen und vernunftbegabten Spezies......

Greetz!
IMplo
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
ja ich denke die achse des bösen ist der versuch einen konsistenten gegner herzustellen... was waren das noch für zeiten als man auf der einen seite die sowjets hatte und die waren irgendwie schuld an allem bösen... gut gegen böse... das hatte doch was.. es war klar gegen wen man kämpfte und sei es auch nur im kalten krieg... sogar die vietkong waren in dieses raster einordenbar..

jetzt aber passt nichts mehr.. kein konsistenter gegner.. viele kleine gruppen rivalisierend und keineswegs die globale dominanz anstrebend, aber dennoch jede gruppe ein fallstrick auf dem weg zu gefestigten hegemonie der usa.

die achse des bösen mit einer weltweit arbeitenden und alles verbindenden bösen terrororganisation könnte der ultimative ersatz sein... oder besser das ultimative muster um das alte praktische denkmodell aufrech zu erhalten..

dass diverse gruppierungen interesse an massenvernichtungswaffen haben und gewissenlose zulieferer keine probleme damit haben die herstellung der massenvernichtungswaffen zu fördern ist das eine.. die frage nach einer konsistenz jedoch etwas anderes ... ich glaube das schlimmste problem, dass die us-bestrebungen momentan haben ist das chaos der widerstreitenden interessen.

ich denke grenada ist in der tat eher ein mißerfolg.. zumindest für die dortigen bewohner... andererseits.. war deutschland als bollwerk gegen den ostblock auch notwendigerweise als erfolgreiches unternehmen konzipiert.... schließlich sollten wir vorbildlich eine alternative bieten... kuschelkapitalismus bzw. soziale marktwirtschaft um dem ostblock zu zeigen, dass kapitalismus viele verschiedene gesichter haben kann.. freiheit als alternative zur utopie... im falle von grenada könnten die interessen eher im bereich destabilisierung gelegen haben.. eine zielsetzung, die ich auch der weltbank unterstelle...

gemessen an den zielsetzungen könnte also grenada ein erfolg gewesen sein... doch die zielsetzung im irak dürften anderer natur sein.. das interesse hier ist meiner meinung nach wohl eher stabilisierung... eine stabile basis in der region und eine alternative für den hass der islamistischen fundamentalisten..."seht her so schlimm sind wir doch gar nicht" also wieder kuschelwesten...
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
In Irak steht der Erfolg der USA 'in der Pflicht'. Jeder Misserfolg hat einen Rückschlag gegen eine zweite Amtszeit der Regierung. Der traut man zu, weitere militärische Operationen zu veranlassen. Was wäre geeigneter als der Grund des 'Atomschwarzmarktes'?

Bezüglich Destabilität lässt sich kaum ableugnen, dass Armut als Faktor zur Destabilisierung wirkt.
Dem Zusammenhang 'Armut - Destabiliserung' ist man sich bewusst und setzt Embargos als Mittel gezielt zur Destabilisierung ein. Ob die gewollte Spannung sich nach Innen oder nach Aussen entlädt, ist eine weitere Frage, aber solange man sehr viel Macht hat, kann man die Entladungen vielleicht in gewisser Weise steuern, so dass eigene Interessen weitgehend unangetastet bleiben. Das wäre zumindest harte realistische Politik.
 

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