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Integration von Menschen mit Behinderungen

Was stellen Eurer Meinung nach Schwachpunkte bei der Integration, von Menschen mit einer Behinderung

  • finanzielle Unterstützung

    Stimmen: 0 0,0%
  • Konzeption von Ämtern und Versicherungen

    Stimmen: 0 0,0%
  • derzeitige Standart von Gebäuden, Straßenverkehr und Fortbewegungsmitteln

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ausrichtung entsprechender Einrichtungen (Zielsetzung/Wirtschaft/Maßnahmen)

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ausbildungsstandart von Heilerziehern, Heilerziehungspflegern, Pädagogen etc.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Umfang/Arbeitsweise des Mitarbeiterstammes in entsprechende Einrichtungen

    Stimmen: 0 0,0%
  • die Gesellschaft an sich (Akzeptanz/Tolleranz/Moral)

    Stimmen: 0 0,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    49

Syrinjha

Großmeister
17. Mai 2002
81
Eure Meinung ist gefragt.

1. Mit welchen Mitteln wird versucht Menschen mit Behinderungen in
die Gesellschaft zu integrieren?

2. Worin liegen Eurer Meinung nach die Schwachpunkte der Integration:
An der Art und Weise, oder an der Gesellschaft selbst?

3. Welche Mittel sind realistisch zur Integration?

Grund meiner Frage ist zum einen, eine Gruppenarbeit in meiner Ausbildung zur HEP (Heilerziehungspflegerin), zum anderen aber auch persönliches Interesse.
Diese Umfrage soll, die Sicht der Allgemeinheit wiederspiegeln.
Wenn ihr allerdings im Pädagogischen Bereich tätig seit, wäre es nett, dies anzufügen, um eine gewisse Repräsentierbarkeit zu gewährleisten.

Gruß Syrinjha
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Re: Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft

Syrinjha schrieb:
Eure Meinung ist gefragt.

1. Mit welchen Mitteln wird versucht Menschen mit einer Behinderung in
die Gesellschaft zu integrieren?
Gar nicht, ausser Christen...

Syrinjha schrieb:
2. Worin liegen Eurer Meinung nach die Schwachpunkte der Integration:
An der Art und Weise, oder an der Gesellschaft selbst?
An intoleranten Menschen

Syrinjha schrieb:
3. Welche Mittel sind realistisch zur Integration?
Es gibt keine Allheilmittel...intolerante Menschen wird es leider immer geben.
 

Zweifler

Geheimer Meister
14. Oktober 2002
356
Schade, dass man bei der Abstimmung nur einen Grund auswählen kann.
Nur so am Rande: ist Euch auch aufgefallen, dass Behindertenwitze seit dem Wirbel um Corinna May beim Rumgesinge-Grand Prix wieder viel Salonfähiger geworden sind?
Quer durch die Bank, sei es im Internet auf Nachrichtenseiten, in Foren oder im TV bei Raab oder Wochenshow...überall übelste Verarsche und keiner hat sich aufgeregt. Einerseits etwas verständlich, so wie sich die Lady gegeben hat, andererseits fragt aber auch keiner nach den verletzten Gefühlen anderer Behinderter.
Zumindest hat man ihr reichlich Aufmerksamkeit zukommen lassen, wenn auch nicht in der Form wie sie es sich vielleicht gewünscht hätte.
Aber wenn man damit reichlich Kohle machen kann, dann geht's doch!
Tolle Gesellschaft hierzulande...
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Behindert wird ja auch leider von unserer größtenteils verkommenen Jugend als Schimpfwort benutzt (Mann ist das behindert)
 

cyberwotan

Geheimer Meister
11. Oktober 2002
297
also ich habe ein jahr lang in der individuellen schwerstbehinderten betreuung gearbeitet und in dieser zeit mit einem halbseitig gelähmten spastiker zusammen gewohnt. in dieser zeit sind mir ein paar dinge durch den kopf gegangen.
also dieser mensch, ich nenne ihn hier mal klaus, war ersmal ein so was von cooler mensch. schon über 50, aber mit einem wachen, offenem verstand, hat menschen (natürlich bedingt durch seine eigene situation) so genommen wie sie sind. keinerlei gesellschaftliche vorurteile.
deswegen war es eine supercoole erfahrung, da ich vorher noch nie mit einem schwerbehinderten kontakt hatte.
andererseits hat mich das leben was er führt doch ziemlich ...betroffen... gemacht.
der hauptsächliche kontakt zur gesellschaft als ganzes bestand im fernseher. und da habe ich mich halt gefragt, ob es überhaupt jemals möglich ist diese menschen in unsere lebensweise zu integrieren.
ich mache zum beispiel viel sport. das ist aber einfach in dem falle kein gutes gesprächsthema. oder wenn man dann doch mal ne frauengeschichte erzählt (jaja o.k., manchmal erzählt man sowas halt :lol: )
es ist bei mir so auch mit anderen leuten, wenn man keine geeigneten gesprächsthemen hat, wird der kontakt echt schwierig.
ich meine es kommt natürlich immer stark auf die behinderung an...
 

Lhasa

Großmeister
11. Juli 2002
66
mal ne andere Frage: Findet ihr das genetisch bedingte Behinderte Menschen Kinder bekommen sollten? Also Kinder die dann auch diese Behinderung haben oder wenigstens das Gen dafür?

Wenn ich meine Meinung dazu sagen würde, dann würdet ihr mich alle beschimpfen.

Ach ja, um noch Sirinjhas Frage zu beantworten: Ich glaube das liegt am Unterbewusstsein des Menschen: Seit Millionen von jahren überleben nur die Starken und die Schwachen werden zurückgelassen, um selbst zu überleben. Das Problem ist also wie immer, das jeder nur an sich denkt.

Außerdem glaube ich das die ganze Frage sowieso sinnlos ist, denn irgendwann(auch wenn's noch ein paar Hundert Jahre dauert) wird es keine Behinderten mehr geben und deshalb brauchen wir uns jetzt auch keinen Kopf zu machen.

Und diese Frage zeigt auch, das Menschen sich immer mit den selben Themen beschäftigen, die schon 1000 mal durchgekaut wurden, ich denke mal um ihr Gewissen zu bessern.
Wer wirklich helfen will tut dies anders, denn es gibt noch viel schlimmere tiefere Probleme...
Ich schweife schonwieder aus, aber ich kann mich eben nicht genug über die Gesellschaft aufregen...
 

Astrox

Geselle
9. Oktober 2002
40
hmmm....

Was würden wir denn ohne Intoleranz tun? Sie hilft uns doch Tag für Tag uns nur mit "vertrauenswürdigen" Menschen abzugeben. Allerdings ist intoleranz gegenüber Behinderten, welche nichts für ihre Behinderung können, traurig...
 

Blubb

Geheimer Meister
5. September 2002
174
Definiert mal bitte das Wort "behindert" !

und ...

Ab wann kann man einen Menschen als solchen bezeichnen?
 

fletcher

Geheimer Meister
4. Oktober 2002
434
Blubb schrieb:
Definiert mal bitte das Wort "behindert" !

und ...

Ab wann kann man einen Menschen als solchen bezeichnen?
behindert ist jemand den etwas behindert. jemand der behindert wird ist also behindert, seis durch sein körper oder seinen geist!
er ist behibdert wenn er von der "norm" abweicht und sich anders verhällt und anders ist!
ich habe nix gegen solche meschen aber ich versuchte meine gedanken in passende worte zu zwängen!
 

Blubb

Geheimer Meister
5. September 2002
174
fletcher schrieb:
Blubb schrieb:
Definiert mal bitte das Wort "behindert" !

und ...

Ab wann kann man einen Menschen als solchen bezeichnen?
behindert ist jemand den etwas behindert. jemand der behindert wird ist also behindert, seis durch sein körper oder seinen geist!
er ist behibdert wenn er von der "norm" abweicht und sich anders verhällt und anders ist!
ich habe nix gegen solche meschen aber ich versuchte meine gedanken in passende worte zu zwängen!
Und was ist diese besagte "Norm"?? Ich glaube, ich falle auch schon aus der "Norm", weil ich mich nicht vom Mainstream bekehren lasse. Bin ich nun behindert? Wenn ich einen gebrochenen Finger habe und nicht mehr schreiben kann, bin ich dann behindert im Sinne von: ich bin ein "Aussetziger"? - Abstrakte Beispiele, ich weiss, aber wo ist die Definition?

Aber nun definiere mal "behindert sein"!! Keine Diskussion über ein deratiges Thema wird zum Punkt kommen, wenn man nicht anfängt zu definieren! Hier ist der Drang danach groß. Was ist denn "anders"? Ab wann ist jemand körperlich und/oder geistig behindert? Nach welchen Kriterien wird sortiert?
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
@Blubb

Ich denke es wäre sinnig sich an die medizinischen Definitionen zu halten...

@Gaara
1. Mit welchen Mitteln wird versucht Menschen mit einer Behinderung in die Gesellschaft zu integrieren?
Gar nicht, ausser Christen...
Was meinst Du denn bitte damit ?!?

Ich finde es schlimm, das alles immer gleich auf die Gesellschaft geschoben wird und fertig. Was macht die Gesellschaft denn? Stellt sie sich hin und zeigt kollektiv mit dem Finger auf behinderte und ruft laut: "HaHa"? Nein eben nicht, das Problem ist viel vielschichtiger.

Das Problem der Behindertenbetreuung ist IMHO ein völlig anderes. Zunächst ist es mangelnde Ausstattung und Finanzierung, nicht nur von staatlicher Seite, sondern auch von der Versicherung her, die längst nicht alles zahlen wollen was ein behinderter Mensch so benötigt...
Auch die Betreuung ist schwer, da man wenn man einen solchen Beruf ausübt, entweder abstumpft oder rüher oder später ausgebrannt ist. Eine solche Arbeit ist sehr anstrengend und mit grosser psychischer Belastung verbunden, zumal auch jedes behinderte Kind und jeder behinderte Mensch unterschiedlich ist, auch in Punkto seiner Behinderung. Die Jobs dieser Leute sind enorm anstrengend und vielfach unterbezahlt gemessen an dem as sie täglich leisten, zumal ich mir kaum vorstellen kann das weder hier noch sonstwo die bereitschaft überhaupt sowas zu tun sehr gering ist. Das liegt aber nicht nur daran dass alle so "böse intolerant" sind, sondern das der Job nunmal nichts für sie wäre oder sie ihm nicht standhalten können.
Sicher wirkt ein behinderter Mensch auf einen "normalen" komisch, das ist eine psychologische Tatsache. Es liegt schlicht und ergreifend daran, das der Mensch auf "fremdes" anders reagiert als auf "vertrautes".
Die akzeptanz ist nicht das eigentliche Problem ich lebe zur Zeit in einer Stadt mit einer hohen quote von "behinderten" und kann kein Problem auf dieser Ebene ausmachen. Das einzige Problem ist, daß dieser Sektor und seine Angestellten unterfinanziert sind. Wäre das anders wäre es für behinderte Menschen heir viel einfacher.
 

rat

Geheimer Meister
12. Juli 2002
191
Lhasa schrieb:
mal ne andere Frage: Findet ihr das genetisch bedingte Behinderte Menschen Kinder bekommen sollten? Also Kinder die dann auch diese Behinderung haben oder wenigstens das Gen dafür?

Wenn ich meine Meinung dazu sagen würde, dann würdet ihr mich alle beschimpfen.


Hallo

Also meine Frau trägt den dementsprechenden Gendefekt in sich, der eine Wahrscheinlichkeit zuläßt, das Kinder mit dem Downsyndrom geboren werden.
Will ihr irgendjemand verbieten, das sie Kinder bekommt.
man sollte dies immer aus der Sichtweise Betroffener betrachten.
Beschimpfen würde ich deswegen niemand, ist deine Meinung, und die sollte man niemanden streitig machen, man kann ja drüber diskutieren.

Gruß von Rat
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
@Lhasa

Keine Ahnung wo Du das hernimmst aber Darwins Theorie vom Recht des Stärkeren ist längst überholt. Neue Erkenntnisse zeigen, dass sich der Anpassungsfähigste durchsetzt, zudem regiert in der natur das mittelmaß und viele Lebewesen bis hin zu Amöben Kooperieren statt sich zu bekämpfen.
Dann deine These dass in Hundert jahren alle Behinderten verschwudnen sein werden ist falsch, behinderungen wird es immer geben, da gerad auch in sozial schwachen Familien es häufiger vorkommt das schwangere geschlagen werden und als Folge dessen ein behindertes Kind gebären.
nach deiner Theorie könnten wir auch dein post ignorieren, da Du ja auch in absehbarer Zeit von weniger als hundert jahren ablebst ;)
Ich denke dass man Behinderte nicht ausgrenzen darf, denn im Grunde sind wir alle Menschen und wenn man nun mit dem unterteilen anfangen würde in behidnert und normal, dumm und intelligent, würde es nur zu mehr hass führen. Wo kämen wir denn dahin?
Was ich viel wichtiger Fände zu kontrollieren ob ein kind behindert ist oder nicht, ist ob die Eltern fähig sind, ein kind zu ernähren und zu erziehen. Wieviele Kinder leben in Familien, die sich nicht um Sie kümmern und sie täglich im Suff verprügeln? Ich denke solche Menschen sollten viel eher keine kinder bekommen dürfen. Die meisten behinderten Menschen sind sehr fürsorglich und lieb zu ihren Kindern, woran es den "normalen" viel häufiger mangelt.
Ausserdem was willst Du machen wenn Sie doch Kinder bekommen? Euthanasie? Das Kind am besten gleich töten, weil diese Leute "minderwertiges" Erbgut haben und sich nicht vermehren sollen? Au weia....
 

rat

Geheimer Meister
12. Juli 2002
191
Hallo

Im Falle meiner frau könnte man die Behinderung in der 10 woche über eine Fruchtwasserpunktion feststellen. Und dementsprechende Maßnahmen einleiten.
Hoffentlich werden wir nie vor so eine Entscheidung gestellt.

Gruß von Rat
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Keine Ahnung wo Du das hernimmst aber Darwins Theorie vom Recht des Stärkeren ist längst überholt. Neue Erkenntnisse zeigen, dass sich der Anpassungsfähigste durchsetzt, zudem regiert in der natur das mittelmaß und viele Lebewesen bis hin zu Amöben Kooperieren statt sich zu bekämpfen.
Sorry, wenn ich schon wieder drauf herumreite, aber es gibt keine Darwinsche Theorie vom "Recht des Stärkeren". Darwin spricht vom "Survival of the fittest" was nicht bedeutet "Überleben des Stärksten"oder um es nochmal auf den Punkt zu bringen:

Der harte Kern der Darwinschen Theorien kann folgendermaßen beschrieben werden: In jeder Tier- und Pflanzenart gibt es zahlreiche Varianten in Form und Leistung. Die jeweils am besten angepaßte Variante hat eine geringfügig bessere Chance der Fortpflanzung. Dieser Mechanismus führt über sehr lange Zeiträume (tausende Generationen) zu Verschiebungen in der Verteilung der Varianten und schließlich zur Entstehung neuer Arten und zum totalen Verschwinden schlecht angepaßter Typen.
Wichtig sind die dick markierten Stichworte !
Anpassung oder Tüchtigkeit können auch darin bestehen, daß man sich besonders gut sozial organisiert ("zahlreiche Varianten in Form und Leistung").
Oder denkt ihr Darwin kannte noch keine Wölfe, Löwen, Ameisen, Bienen ?
Was da verwechselt wird ist Darwinismus mit Sozialdarwinismus und der stellt eine entstellte Abart des Ersteren dar, der nicht auf Darwin direkt zurückgeht, auch wenn sein Namen dafür missbraucht wird.

@Lhara
Abgesehen davon finde ich finde ehrlichgesagt, daß es weder Dich noch sonst irgendjemanden einen feuchten Kehricht angeht, ob sich jemand entschliesst ein Kind zu bekommen, behindert oder nicht.
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Ich meine damit, dass ich noch nie irgendwo eine Anstrengung der Gesellschaft gesehen habe, Behinderte zu integrieren.
Ausser Katholiken kenne ich leider niemanden, es wird natürlich da und dort ein bisserl angefangen, aber das ist leider nun mal einfach nur Verlust bringend, da die Menschen Angst vor Behinderten haben.
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
Warum gerade katholiken?!?
Es gibt überall bemühungen zur integration... auch von staatlicher seite, denken wir nur an schulen, die den behinderten kindern ein "normales" leben ermöglichen wollen...

@AgentP

Und wo widersprechen wir uns nun genau?
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Abbadon schrieb:
Warum gerade katholiken?!?
Is halt meine Erfahrung...so lange leb ich auch noch net, dass ich alles weiss, aber soviel weiss ich halt
Es gibt überall bemühungen zur integration... auch von staatlicher seite, denken wir nur an schulen, die den behinderten kindern ein "normales" leben ermöglichen wollen...
Das ist wohl das Mindeste
 
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