Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

Glaube, Geist und Ego… eine Farce?

DaJ23

Geheimer Meister
28. Oktober 2003
150
Glaube, Geist und Ego… eine Farce?

Rückblickend auf das Thema im Thread Was würde passieren wenn... habe ich jetzt auf bitte von Gorgona, doch noch mal einen neuen Thread erstellt.

Mir geht es im gemeinen nur um die Hinterfragung warum wir Menschen eigentlich ein Ego besitzen und warum wir einen Glauben brauchen (Jeder Mensch hat einen Glauben, egal welcher Religion er angehört). Wie schon beschrieben ist meine eigene Einstellung der Sache gegenüber eigentlich nur die das alles was unser Ego uns selbst als „wichtig“ vorgaukelt reine Illusion, also nicht fassbar ist… Es geht mir nicht darum unsere Körper oder unsere Welt als illusorisch abzustempeln. Nein, das ist für mich alles real.

Zum Thema Religionen und Jesus Christus oder anderen „Heiligen“ Propheten. So denke ich das jede Generation, egal zu welcher Zeit Ihre Helden und Superstars benötigte um im Sinne von „Brot und Spiel“ (siehe dazu auch den Link auf Jesus) eine Art Genugtuung zu erreichen. So das die Bevölkerung Abgelenkt bzw. Zufriedengestellt war. Dazu passt dann die Aussage von Karl Marx „Religion = Opium für das Volk“ auch wieder sehr gut. Selbst ich bin noch mit Comicbüchern über „Superman, Batman, Spiderman und She-Ra“ aufgewachsen.

Woher diese Einsicht? Nun ich denke wie gesagt, jeder Mensch hat so seine eigenen Vorstellungen und Meinungen (Illusionen). Dennoch habe ich seid einem Roman durch die Idee des Authors doch den Eindruck gewonnen, das die Theorie durchaus stimmen könnte. Es geht mir vom Roman („Kirinja“) aus um die kleine Passage die Nebenbei erwähnt wurde das sich der Mensch im Endeffekt wahrscheinlich nur durch einen unglücklichen Zufall entstanden ist in dem ein Affe sich mit Psychedelica über eine längere Zeit vermehrt hat und sich dann über mehrere Generationen und immer wieder solchen „Pilzen“ und glücklichen Umgebungsumständen (z.B. eine abgeschottete Insel mit paradiesischen Umwelteinflüssen) soweit weiterentwickelt das sich ein eigenständiges Ego bzw. ein Selbstbewusstsein entwickelt hat. Im Endeffekt ist dies aber nicht anderes als die Illusion des Selbst… etwas was es uns ermöglicht unsere Träume in die Wirklichkeit umzusetzen in dem wir „abstrahieren“ können.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch nur noch mal die Begrifflichkeit Illuminaten hineinbringen, kann es sein das sich die Menschen einer solchen Organisation vielleicht genau mit diesen „Illusionen“ beschäftigt haben? Es geht mir nicht darum irgendjemandem seine eigene Religion abzutuen. Sondern nur meine bisherigen eigenen Einsichten Mitteilen und darüber reden, wer weiss vielleicht schaft es ja doch noch eines Tages jemand mich zu „bekehren“.

Ich hoffe nur dieses Thema ist nicht zu weit gestochen. Ansonsten Viel Spaß beim schreiben und ich hoffe euch fallen noch ein paar eigene Eindrücke ein.

Mit freundlichen Grüßen
DaJ23
 

Imion

Auserwählter Meister der Neun
13. April 2002
940
ich habe mich shcon oft gewundert, warum wir eigentlich die einzigsten mit bewusstsein sind, aber wenn wir dne tieren dieses bewusstsein, dieses ego absagen, tun wir ihnen unrecht, wir betrachten dass ganze nur vielzusehr aus unserer eigenen perspektive, gerade weil realität auch individuell ist. Aber schaut man sich das Verhalten von Tieren an, so sieht man, dass auch die einen Glauben und ein Ego haben, nur halt auf ihre weise ... vielleicht ist glaube und ego ja auch einfach nur wirkung der ursache, dass jede realität aus individuellem denken und handeln geschieht?
 

dimbo

Meister vom Königlichen Gewölbe
30. September 2002
1.434
DaJ23 schrieb:
Mir geht es im gemeinen nur um die Hinterfragung warum wir Menschen eigentlich ein Ego besitzen
Hoffentlich nicht zu mathematisch oder philosophisch, aber die beste Antwort, die ich kenne:

In einem unendlichem Universum ist jeder Punkt Zentrum.

DaJ23 schrieb:
und warum wir einen Glauben brauchen (Jeder Mensch hat einen Glauben, egal welcher Religion er angehört).
Für Wahrnehmung bedarf es:

  • dem wahrnehmenden Prinzip
  • dem Wahrgenommenen
  • einer Verbindung beider Prinzipien

Jede Wahrnehmung bedeutet eine Interpretation von Ideen. Die Sinneswahrnehmungen werden im menschlichen Hirn interpretiert. Da es aber keinen Unterschied macht, ob wir einen Tisch wirklich sehen - das heisst mit den Augen wahrnehmen - oder ob wir einen Tisch wahrnehmen der materiell nicht existiert, aber für uns deswegen existent ist, weil unser Hirn uns erzählt, dass er da ist, sind wir selbst letztendlich verantwortlich für all unsere Wahrnehmungen.

Die Verbindung der drei oben genannten Prinzipien bedingt die Bündelung von Wahrnehmungen in einem Punkt und schafft so einen Fokus, der das Ego zur Folge hat.

Nennen wir Zustand (1) den Gedanken als solchen. (2) ist dann die Erkenntnis des Gedanken, dass es ihn gibt ("Cogito ergo sum"; "Ich denke, also bin ich!"), während (3) die erste Metapher ist, die der usprüngliche Gedanke auf sich selbst bildet und so Bewusstsein schafft.

Er ist erstmal einfach da, unverfälscht und rein. Dann merkt er das und fängt an sich zu fragen, was er ist. Und dann beginnt das hinterfragen, die Abgrenzung. Bin ich Mann oder Frau? Groß oder Klein? Welche Farbe habe ich? Und so weiter und so fort. Hier entsteht das Fundament für das spätere Ego. Ego ist somit nur ein Sammalbegriff für alles, was einen von anderen trennt.

Im Grunde durchläuft jeder Mensch als Kind diese gesamten Stadien, das Problem ist nur, dass es nicht möglich ist, sich an einen Gedanken, der keine Metapher auf sich selbst bildet, zu erinnern, weswegen sich die wenigsten von uns bewusst daran erinneren, wie es war ein Kind zu sein.

Ansonsten sind viele interessante Punkte in dem Post, ich weiß aber nicht, ob sie wirklich dabei helfen, Frage zu beantworten oder doch eher Richtung offtopic gehen. War aber auf jeden Fall interessant zu erfahren, woher du deine Gedanken ableitest. :D
 

DaJ23

Geheimer Meister
28. Oktober 2003
150
dimbo schrieb:
...
Ansonsten sind viele interessante Punkte in dem Post, ich weiß aber nicht, ob sie wirklich dabei helfen, Frage zu beantworten oder doch eher Richtung offtopic gehen. War aber auf jeden Fall interessant zu erfahren, woher du deine Gedanken ableitest. :D
Nein, also mach Dir da mal keine Gedanken :)

Mir ging es ja gerade um die Richtung offtopic - So das hier mal jedem frei gelassen wird seine eigene innere Umwelt von Glaube, Geist und Ego selbst darzustellen und auch wie er dann wiederrum die Aussagen der Anderen für sich selbst wieder interpretiert.

Ist jedenfalls schonmal ein Super Durchstart von euch beiden :)
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
Re: Glaube, Geist und Ego? eine Farce?

DaJ23 schrieb:
Mir geht es im gemeinen nur um die Hinterfragung warum wir Menschen eigentlich ein Ego besitzen und warum wir einen Glauben brauchen (Jeder Mensch hat einen Glauben, egal welcher Religion er angehört). Wie schon beschrieben ist meine eigene Einstellung der Sache gegenüber eigentlich nur die das alles was unser Ego uns selbst als ?wichtig? vorgaukelt reine Illusion, also nicht fassbar ist
Sind Gedanken überhaupt faßbar ? Ist der Selbsterhaltungstrieb faßbar ?

Das Einzige, was m.E. nicht faßbar ist, ist das Objekt des Glaubens. Natürlich wird kein Christ zugeben, daß der absolute Beweis der Existenz Gottes eigentlich NICHT in seinem Interesse liegen kann. Gott wäre damit nämlich für all diejenigen berechen- und damit beherrschbar, denen die emotionale Beziehung zu ihm eigentlich total egal ist.

So denke ich das jede Generation, egal zu welcher Zeit Ihre Helden und Superstars benötigte um im Sinne von ?Brot und Spiel? .... eine Art Genugtuung zu erreichen. So das die Bevölkerung Abgelenkt bzw. Zufriedengestellt war. Dazu passt dann die Aussage von Karl Marx ?Religion = Opium für das Volk? auch wieder sehr gut.
Ich glaube, du bringst da was durcheinander.

Brot und Spiele sind zum Ablenken gedacht, die Religion ist jedoch zum Ruhigstellen (deshalb "Opium...") und so gewissermaßen zum Lenken gedacht. Die Religion soll Menschen, die sich mehr vom Gefühl als vom Verstand lenken lassen, eine Hilfe sein. Deswegen meist einfache Erklärungsversuche. Das soll diese Menschen nicht abwerten, schließlich ist Gefühl unabdingbare Voraussetzung für das Zusammenleben einer Gesellschaft, es ist das, was das Leben erst lebenswert macht. Religion und Gefühl sind Voraussetzung für Kultur - ein weiterer Bereich, der davon lebt, daß er nicht kontrolliert werden kann und sollte.

Woher diese Einsicht? Nun ich denke wie gesagt, jeder Mensch hat so seine eigenen Vorstellungen und Meinungen (Illusionen). Dennoch habe ich seid einem Roman durch die Idee des Authors doch den Eindruck gewonnen, das die Theorie durchaus stimmen könnte.
Eindruck = Gefühl !!

Ein weiterer Beweis, daß Gefühl nicht so ohne weiteres zu vernachlässigen ist.

Es geht mir vom Roman (?Kirinja?) aus um die kleine Passage die Nebenbei erwähnt wurde das sich der Mensch im Endeffekt wahrscheinlich nur durch einen unglücklichen Zufall entstanden ist in dem ein Affe sich mit Psychedelica über eine längere Zeit vermehrt hat und sich dann über mehrere Generationen und immer wieder solchen ?Pilzen? und glücklichen Umgebungsumständen (z.B. eine abgeschottete Insel mit paradiesischen Umwelteinflüssen) soweit weiterentwickelt das sich ein eigenständiges Ego bzw. ein Selbstbewusstsein entwickelt hat. Im Endeffekt ist dies aber nicht anderes als die Illusion des Selbst? etwas was es uns ermöglicht unsere Träume in die Wirklichkeit umzusetzen in dem wir ?abstrahieren? können.
Das Selbstbewußtsein kann ohne die anderen Menschen überhaupt nicht funktionieren, denn auf diese bezieht es sich ja.

Was die Intelligenz und das Abstrahierungsvermögen angeht, haben nicht paradiesische Umwelteinflüsse, sondern das genaue Gegenteil dafür gesorgt, daß es überhaupt entstehen konnte. Der Mensch war nur als Gemeinschaft überlebensfähig, Intelligenz und Abstrahierungsvermögen, welches Tiere durchaus auch besitzen (Unterscheidung von Gut/Böse etc.)
bekamen ihre besondere Bedeutung beim Menschen vor allem durch die Sprache, die sich aus dem Zwang zur intensiven Kommunikation heraus bildete.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch nur noch mal die Begrifflichkeit Illuminaten hineinbringen, kann es sein das sich die Menschen einer solchen Organisation vielleicht genau mit diesen ?Illusionen? beschäftigt haben?
Nicht die Illuminaten, sondern die, die ihnen diese wahnsinnige Bedeutung einräumen, sind diejenigen, die sich dessen bewußt sind.
 

DaJ23

Geheimer Meister
28. Oktober 2003
150
Re: Glaube, Geist und Ego? eine Farce?

Hm, wie immer hab ich bei deinen Postings das Gefühl (wo wir gerade bei Gefühlen waren... :lol: :roll: ;)) Das Du eine unheimlich aggressive Ader hast. Aber nun gut ich will zu einigen Punkten nochmal meine Stellung nehmen.

btw. das in Dunkelblau sind alles Links die Du Dir vielleicht auch einmal durchlesen solltest, gerade die sache mit Jesus find ich sehr bildend in Bezug auf die Brot und Spiel Geschichte.

Woppadaq schrieb:
So denke ich das jede Generation, egal zu welcher Zeit Ihre Helden und Superstars benötigte um im Sinne von ?Brot und Spiel? .... eine Art Genugtuung zu erreichen. So das die Bevölkerung Abgelenkt bzw. Zufriedengestellt war. Dazu passt dann die Aussage von Karl Marx ?Religion = Opium für das Volk? auch wieder sehr gut.
Ich glaube, du bringst da was durcheinander.

Brot und Spiele sind zum Ablenken gedacht, die Religion ist jedoch zum Ruhigstellen (deshalb "Opium...") und so gewissermaßen zum Lenken gedacht. Die Religion soll Menschen, die sich mehr vom Gefühl als vom Verstand lenken lassen, eine Hilfe sein. Deswegen meist einfache Erklärungsversuche. Das soll diese Menschen nicht abwerten, schließlich ist Gefühl unabdingbare Voraussetzung für das Zusammenleben einer Gesellschaft, es ist das, was das Leben erst lebenswert macht. Religion und Gefühl sind Voraussetzung für Kultur - ein weiterer Bereich, der davon lebt, daß er nicht kontrolliert werden kann und sollte.
... und wo bitte bringt der Unterschied zwischen Ablenkung und Ruhigstellung die Zielsetzung durcheinander? Beides funktioniert ja anscheinend bestens.

Woppadaq schrieb:
In diesem Zusammenhang möchte ich auch nur noch mal die Begrifflichkeit Illuminaten hineinbringen, kann es sein das sich die Menschen einer solchen Organisation vielleicht genau mit diesen ?Illusionen? beschäftigt haben?
Nicht die Illuminaten, sondern die, die ihnen diese wahnsinnige Bedeutung einräumen, sind diejenigen, die sich dessen bewußt sind.
Ja, find ich auch.... [/ironie] :roll: :evil: :!:

mfg DaJ23
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
Re: Glaube, Geist und Ego? eine Farce?

DaJ23 schrieb:
Hm, wie immer hab ich bei deinen Postings das Gefühl (wo wir gerade bei Gefühlen waren... :lol: :roll: ;)) Das Du eine unheimlich aggressive Ader hast.
Ich hab mir wirklich Mühe gegeben, es nicht aggressiv zu schreiben.

Vielleicht wirkt das, was ich schreibe, agressiv, weil ich es nicht umschreibe, sondern klar umrissen sage, wie ich es denke.

... und wo bitte bringt der Unterschied zwischen Ablenkung und Ruhigstellung die Zielsetzung durcheinander? Beides funktioniert ja anscheinend bestens.
Ja, nur daß die Vertreter der Ruhigstellung bisweilen die Vertreter der Ablenkung bekämpfen, weil die Ablenkung eben auch vom Sinn der Ruhigstellung ablenkt. Deswegen haben die lieben Taliban auch Film, Musik und Fernsehen verboten.

Natürlich ist die Ablenkung gewissermaßen auch eine Ruhigstellung - aber eben nur eine temporäre, also zeitlich begrenzte. Die Religion als Ruhigstellung sorgt jedoch für eine Richtung, in die sich bewegt werden kann, ist damit also gewissermaßen pernament, also fest.

Womit kriegst du die Leute eher in einem Krieg: mit Ablenkung oder mit Ruhigstellung in Form von Religion ??
 
Oben Unten