Gerechtigkeit

Dieses Thema im Forum "Philosophisches und Grundsätzliches" wurde erstellt von Feuerseele, 4. Mai 2018.

  1. KB_Snatch

    KB_Snatch Geheimer Meister

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    Leider ist Gerechtigkeit auch immer abhängig vom kulturellen Kontext. Und die Bandbreite ist verdammt groß. Was z.B. in den Hirnen religiöser Individuen als Gerechtigkeit gilt, kann in aufgeklärten Kreisen blanker Völkermord sein.
     
  2. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Es ist schon richtig, daß religiöse Spinner auf seltsame Ideen kommen. Aber nicht nur die: politische Spinner sind da nicht besser, gewerkschaftliche, künstlerische...you name it.
    Schade, bis eben hielt ich Dich für einen vernünftigen, nachdenklichen Menschen - Missionare gehören nicht dazu. Entschuldige meinen Irrtum.
     
  3. KB_Snatch

    KB_Snatch Geheimer Meister

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  4. KB_Snatch

    KB_Snatch Geheimer Meister

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    Dafür kannst du mich gerne auch weiter halten, ich hab nur ein exemplarisches Beispiel genommen, welches einfach gut für die Bandbreite taugt. Das sollte gar nicht so sehr ein Angriff auf Religionen sein.

    Du sagst es, das gilt für vieles. Ideologien, Weltanschauungen. Ich überlege gerade, ob man sagen kann, Gerechtigkeit wird meistens von Wortführern definiert?
     
  5. Miranda

    Miranda Geselle

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    Das stimmt nicht. Sondern was Gerechtigkeit tatsächlich ist, analysiert einzig und alleine die Rechtswissenschaft (und die ist in jedem Gebiet und zu jeder Zeit gleich).

    Du verwechselst das mit Ethik, Humanismus, Jura..... (das menschgemachte) Da ist die Bandbreite tatsächlich groß! (Selbstgerechtigkeit)
     
  6. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Diese Frage läßt sich so nicht beantworten.

    Die Rechtswissenschaft beschäftigt sich mit Normen, die naturgemäß Menschenwerk sind. Mit Gerechtigkeit beschäftigen sich eher Philosophie und Religion, wobei es natürlich Überschneidungen gibt. Auch die Wirtschaftswissenschaften und neuerdings die Neurologie machen sich Gedanken darüber.
     
    Vercingetorix gefällt das.
  7. KB_Snatch

    KB_Snatch Geheimer Meister

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    Hier nun bist du es, der nicht sauber zwischen Recht und Gerechtigkeit trennt.
     
  8. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Finde ich nicht. Da steckt eine Menge Try an error drin, die Erfahrungen Vieler. Wenn das dann einer zusammenfasst, hat er es nicht erschaffen, nur ausgedrückt.
     
  9. Nachbar

    Nachbar Ritter-Kommandeur des Tempels

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    Wenn Zwei sich irgendetwas zu teilen haben, geht Gerechtigkeit so:
    Der Eine teilt, der Andere sucht sich die Hälfte aus.

    Aus diesem Grundprinzip, daß jeder auch in der Rolle des anderen zufrieden wäre, erwächst das Empfinden von Gerechtigkeit generell.
     
  10. Feuerseele

    Feuerseele Großer Auserwählter

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    Das ist zwar richtig, kann aber FALSCH gemacht werden, weil das Doppelwirkungen hat!
    Die menschliche Lebenserfahrung zeigt ja auch, dass nicht gut ist, wenn ein Menschen einen anderen Menschen schlägt nur weil der ihn geschlagen hat. Gleich und gleich ist da FALSCH.

    Wenn Ungleiches (Mensch hat Talent+FähigkeitsUngleichheiten) Ungleiches bekommt (Löhne) aber in gleichen Lebensumständen lebt (gleiche Kosten für "XyZ"), dann entsteht mehr Ungleicheit.

    Das Leben kostet dem Mindestlöhner prozentual mehr obwohl alles (relativ) gleichviel kostet.

    Gleiche Lebensumstände bei ungleichen Löhnen erschafft und vermehrt Ungleichheit.

    Für einen Niedriglöhner sind die Kosten z.B. für Miet+Nebenkosten, Nahrungsmittel u.a. lebensnotwendige Güter und notwendig gewordene Lebensstandart-Gebrauchsgüter prozentual zum Einkommen höher als für einen Besserverdiener.
    Das Einkommen ist die Grundlage das sind 100%!
    Das Einkommen liefert die Kaufkraft.
    Wer 700,- € für Miete ausgeben muss und nur 1100,- € Netto hat, der zahlt einen Prozentsatz von 63,64%.
    Ein Mensch der etwas besser verdient z.B. 2000,- € Netto hat, der hat bei gleicher Miete nur 35% seines Lohnes für Wohnen.
    Gleiche Miete = ungleicher Prozentsatz von der einzigen zur Verfügung stehenden Gesammtsumme.
    Wie erklärst Du Dir da das "Ding" mit dem gleich+gleich und ungleich+ungleich?
    Die Miete müsste für den einen niederiger sein als für den anderen, dass wäre das richtige ungleich behandeln.. ..ich weiß, dass das nicht zu machen ist, nur der Staat könnte gerechter rechnen und Ausgleichen.
    Es macht für einen Menschen der nicht viel verdient einen großen Unterschied, ob er 63% vom Lohn für Miete ausgeben muss oder 35% vom Lohn!
    Oder die Sprittkosten...der Mindestlöhner muss prozentual deutlich mehr Fahrtkostengeld z.B. zur Arbeit ausgeben als der Besserverdiener.
    Da kann mir keiner erzählen, dass das gerecht sein soll.
    JEDER Mensch hat NUR 1 Körper den er einsetzen kann um sein Geld zu verdienen.

    Würden alle den gleichen Prozentsatz bezahlen, wären z.B. die Mieten DAS Ungleiche!
    Das Ungleiche wäre nur ein anderes.
    Gleicher SteuerProzentsatz und gleiche Preise sind flasch bei ungleichen Löhnen.
    Es kommt also immer auf die Verhältnisse und Fälle an.

    Das Ungleiche hat ein recht auf eine gerechte Rechnung!!!
    DER Maßstab muss logisch der gleiche sein.
    X%-Kosten für ALLE.
    Nicht für die Armen MEHR X%-Kosten als für die Reichen.
    Die Würde des Menschen hat für ALLE Menschen den gleichen Wert obwohl die Menschen unterschiedlich, also ungleich, sind.
    Der Mensch hat nun mal ungleiche Talente, Kräfte und Fähigkeiten und kein Mensch sollte wegen seiner Schwäche und/oder mangelnder Qualitfikation in die Armut getrieben werden!!!
    Ungleiches ist gleichwertig!
     
  11. Feuerseele

    Feuerseele Großer Auserwählter

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    Denke bitte nochmal nach!
     
  12. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Man kann alles falsch machen. Für die Miete gilt dasselbe wie für Brot.
     
  13. Miranda

    Miranda Geselle

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    wieso? dann ist Dein Gerechtigkeitsmodell mangelhaft.

    nein, die Jura beschäftigt sich mit Normen
    (komm bitte in meinen Thread Rechtswissenschaft, dann besprechen wir das da)

    ja, sie sind aber dafür unfähig
     
  14. Lupo

    Lupo Prinz von Libanon

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    Du darfst mir glauben, dass ich das tue. Nicht erst seit dieser Diskussion hier, sondern seit Jahren schon.
     
  15. Miranda

    Miranda Geselle

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    auf was stützt du diese Aussage?
     
  16. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Ich habe kein Modell, sondern eine mögliche Definition vorgestellt, aber das beste Modell taugt nichts, wenn es mit zu wenig Parametern gefüttert wird. Eine kleine Hilfestellung könnte allerdings sein, daß das SGB II alle gleich behandelt, obwohl wir uns sicher große Unterschiede unter den Leistungsbeziehern vorstellen könnten. (Das ist natürlich kein Ansatz mehr für eine Antwort auf Ihre sehr spezifische Frage.)
     
  17. KB_Snatch

    KB_Snatch Geheimer Meister

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    Auf das, was du geschrieben hast.
     
  18. Sonsee

    Sonsee Auserwählter Meister der Neun

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    Seit Jahrtausenden beschäftigen sich Religion und Philosophie mit der Frage nach Gerechtigkeit, die Ansichten darüber haben sich stetig weiterentwickelt. Je nachdem wie viel Einfluss die Religion noch hat geht die Rechtswissenschaft in den meisten Ländern zum Beispiel davon aus, dass Frauen die gleichen Rechte wie Männer haben.
    Kinder wissen intuitiv was gerecht ist und was nicht. Sie wollen zum Beispiel genauso viel Liebe oder genauso viel materielle Güter, wie der Bruder und die Schwester haben.
    Die Philosophen kommen meiner Meinung nach der Gerechtigkeit am nächsten, besonders Kant mit seinem Kategorischen Imperativ.

    „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Er ist im System Immanuel Kants das grundlegende Prinzip der Ethik. Er gebietet allen endlichen vernunftbegabten Wesen und damit allen Menschen, ihre Handlungen darauf zu prüfen, ob sie einer für alle, jederzeit und ohne Ausnahme geltenden Maxime folgen und ob dabei das Recht aller betroffenen Menschen, auch als Selbstzweck, also nicht als bloßes Mittel zu einem anderen Zweck behandelt zu werden, berücksichtigt wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ"
    Wie fähig bist du selbst ein besseres Konzept zu erfinden als die, die es bis jetzt gibt?
     
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  19. Kadosch

    Kadosch Vollkommener Meister

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    [Quote = Sonsee
    „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Er ist im System Immanuel Kants das grundlegende Prinzip der Ethik. Er gebietet allen endlichen vernunftbegabten Wesen und damit allen Menschen, ihre Handlungen darauf zu prüfen, ob sie einer für alle, jederzeit und ohne Ausnahme geltenden Maxime folgen und ob dabei das Recht aller betroffenen Menschen, auch als Selbstzweck, also nicht als bloßes Mittel zu einem anderen Zweck behandelt zu werden, berücksichtigt wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ"
    Wie fähig bist du selbst ein besseres Konzept zu erfinden als die, die es bis jetzt gibt?[/QUOTE]

    Genau das ist es!
    Kant war und ist klar und eindeutig!
     
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  20. Miranda

    Miranda Geselle

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    6. Januar 2019

    Also dann beantworte doch mal diese Frage damit:
     

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