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Folter in Deutschland...

Fetzy

Geheimer Meister
2. Juni 2002
204
So wie ich das ganze verstanden habe, ist lediglich die Androhung zur Folter damit gemeint und nicht die Folter an sich...oder?
 

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
Wenn Du das so lustig findest, dann fahr doch mal nach Frankfurt und lass dich dort mal so ein bisschen foltern... (unter ärztlicher Aufischt natürlich) Macht bestimmt Spaß! Stimmt ja, da gibt es doch Menschen, denen das wirklich gefällt, wahrscheinlich war der VERDÄCHTIGE auch so einer, und der Polizeipräsi wollte ihm nur einen Gefallen tun, oder so...

Und nun mal im Ernst: Der Typ war VERDÄCHTIG, sonst nix! Und wenn er tausend mal ein Geständnis abgelegt hat, spielt es keine Rolle, er ist erst dann ein Mörder oder Kinderficker, wenn ein ORDETNLICHES GERICHT dies so festgestellt hat. Und durchgeknallte, unterbezahlte, frustirierte Schimanski-Bullen sind keine RICHTER! Und stellvertretende Polizeipräsidenten noch weniger...

In Deutschland ist FOLTER aus gutem Grund verboten. Dieses Verbot hat Deutschland der gesamten Welt dadurch dokumentiert, dass es die entsprechende UN-Charta unterzeichnet hat. Da braucht es nicht irgendwelche karrieregeilen Dummbratzen, die meinen, sie könnten in Deutschland wieder LYNCHJUSTIZ einführen.
 

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
Auch die Androhung ist illegal. Genauso die Praxis, solche Typen zu zwei Negern mit in die Zelle zu stecken, die ihn mal kräftig durchbürsten sollen.

So was würde nur bestimmten Mitgliedern dieses Forums gefallen...
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Zitat Bild :
"Der Richter, der Magnus G. eine 3 gegeben hat, muss ein Irrer sein. [...]
Magnus G. ist ein Abtrünniger der Menschheit."
 

Rosskeule

Vorsteher und Richter
7. Oktober 2002
750
@Bundeskanzler:
Ich hatte meine persönlichen Erfahrungen mit einem Frankfurter Gesetzeshüter, ich kann da leider auch kein grünes Blatt an dieser Begegnung lassen.

Aber hier ging es bestimmt nicht um
karrieregeilen Dummbratzen
, sondern um ein Kind, dass evtl. noch lebt, in einer Kiste, in einem Loch, sonstwo und das nachgewiesenermaßen diesem Mann zuletzt ausgeliefert war. Ich möchte nicht in der Situation sein, mir vorzuwerfen, dieses Kind nicht schnell genug gefunden zu haben, Rechte einzuhalten und mich hinterher noch dafür zu verantworten, dass ich dem Täter
habe.

Auch die Androhung ist illegal

Ja, aber mach mal keine Mücke zum Elefanten, sondern ließ Dir noch mal in Ruhe einige der wildesten Diskussionen hier durch. Da warst Du auch nicht der, der sich so laut dagegen verwehrt hat, wenn hier aufgrund von lapidaren Meinungsäußerungen Drohungen ausgestoßen wurden.

Ich kann das Verhalten auch nicht gut heißen und Frankfurter Polizisten stehen bei mir schon gar nicht hoch im Kurs, aber hier sehe ich Emotionen und für die kann ich die Entschuldigung in der Not geboren sehen. Es galt das Kind zu retten, wenn Hoffnung bestanden hätte!
 

Rosskeule

Vorsteher und Richter
7. Oktober 2002
750
Wenn Du das so lustig findest, dann fahr doch mal nach Frankfurt und lass dich dort mal so ein bisschen foltern... (unter ärztlicher Aufischt natürlich)

Lustig? Lustig finde ich die ganze Sache wirklich nicht. Mich verwundert allerdings, dass mir (selten genug) mal der Zynismus im Halse stecken bleibt und Du erst richtig loslegst.
 

truth-searcher

Vollkommener Meister
17. April 2002
565
Ich bin selbst angehender Jurist (2. Staatsexamen in einem halben Jahr) und ich kann nur sagen, wenn der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes so etwas von sich gibt, ist er für den Job ungeeignet und sollte sofort zurücktreten!

Das ist ja wohl zum Kotzen!

Es kann doch, auch im Rahmen einer Rechtsgutabwägung, niemals eine Rechtfertigung für Folter (und selbst die Androhung ist psychische Folter!) in einem Rechtsstaat geben!

Grüsse,
truth-searcher
 

Rosskeule

Vorsteher und Richter
7. Oktober 2002
750
truth-searcher schrieb:
Ich bin selbst angehender Jurist (2. Staatsexamen in einem halben Jahr) und ich kann nur sagen, wenn der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes so etwas von sich gibt, ist er für den Job ungeeignet und sollte sofort zurücktreten!

Dem stimme ich zu, allerdings ist es in diesem Lande nicht mehr üblich, auch wegen weitaus schwerwiegenderen Fehlern zurückzutreten. So bleibt auch dies nur ein frommer Wunsch.
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
Also wenn ich Bulle bin und genügend Indizien dafür habe, dass der Kerl der da vor mir sitzt weiss, wann und wo ein Verbrechen stattfindet oder stattfinden wird, welches möglicherweise weit mehr Schaden anrichten wird als der Kerl da durch ein paar Schlaflose Nächte und Daumenschrauben abkriegt...

JA!
 

Der Nager

Geheimer Meister
21. August 2002
438
Technoir schrieb:
Also wenn ich Bulle bin und genügend Indizien dafür habe, dass der Kerl der da vor mir sitzt weiss, wann und wo ein Verbrechen stattfindet oder stattfinden wird, welches möglicherweise weit mehr Schaden anrichten wird als der Kerl da durch ein paar Schlaflose Nächte und Daumenschrauben abkriegt...

JA!

Es gab eine Zeit, da hatten die Leute auch genug Indizien, dass bestimmte Personen mit dem Teufel in Verbindung standen... rote Haare... Kräuterkundig...

Also bitte, der Bulle, der immer den richtigen Riecher hat, ist eine Erfindung des Fernsehens. Ich erinnere nur an die unschuldig Verurteilten Todeskandidaten in den USA, an die israelischen "Präzisionsexekutionen", bei denen zwei Jugendliche mit einer Rakete umgeballert wurden usw.

Ein Folterverbot besteht aus gutem Grund, weil man sonst dem Delinquenten jede Aussage herauspressen könnte.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Es ist schon ein Unterschied.

Ich habe einen Bekannten gehabt der bei der Polizei gearbeitet hat, in einer ziemlich üblen Ecke ...
Ein Kollege von ihm wurde angespuckt von einem Typen, von dem sie ganz genau wußten was er so alles macht ... aber nichts nachweisen konnten.
Der Polizist durfte sich nicht wehren oder zurückspucken ...dafür hätte er höllischen ärger bekommen.... und hat noch ein paar markige sprüche von ihm einstecken müssen.


Das Einsperren im Verhörraum z.B. ... wird von einigen auch schon als Folter ausgelegt.
Also finde ich die Frage schon berechtigt ...welche methoden.

Namaste
Lilly
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
Ein Folterverbot besteht aus gutem Grund, weil man sonst dem Delinquenten jede Aussage herauspressen könnte.

So wie ich das Ganze verstanden hab, geht die Regelung auch nicht dahin, dass jeder Wald und Wiesenbulle tun und lassen kann was er will, sondern dass - wenn entsprechende Indizien/Beweise vorliegen - ein Richter entscheidet ob zu derlei Maßnahmen gegriffen werden kann, wenn der begründete Verdacht naheliegt, dass der Typ etwas weiss und Menschenleben gerettet werden können durch eine etwas intensivere Befragung.

Stell dir mal vor, man hätte Mounir al Moutassadeq kurz vorm 11.9. gefasst.
Wäre es für dich nicht okay gewesen den Kerl hart ranzunehmen und so 3000 Tote zu verhindern...mal ganz abgesehen von den Folgen, die wir jetzt befürchten müssen.
 

Der Nager

Geheimer Meister
21. August 2002
438
In der Tat kann man, egal, was man macht, was falsch machen. Ich stelle nur die berechtigte Sorge in den Raum, das derlei Praktiken Usus werden. Je größer und unmittelbarer eine Bedrohung ist (=je mehr Angst die Leute haben), desto eher lässt man sich zu solcherlei Schritten hinreißen. Gerade bei der Polizei arbeiten genug Leute mit irgendwelchen Vollstreckerkomplexen; Beispiele, wo solcherlei Sachen aus dem Ruder gelaufen sind, gibts genug. Was macht man mit einem unschuldig gefolterten?
 

Rosskeule

Vorsteher und Richter
7. Oktober 2002
750
Was macht man mit einem unschuldig gefolterten?

Hm, was macht man jetzt mit dem Mörder des Jacob Metzler? War ja auch vollkommen unschuldig. Der Junge war ja bereits tot, als man ihn so hart rangenommen hat. Also? Nach all den schwersten Foltereien schlage ich doch glatt Haftverschonung vor. Der hat ja genug gelitten, als man ihn dort so furchtbar gequält hat, steht ja in keinem Verhältnis zur eigentlichen Tat. Sein Anwalt wird vermutlich sogar so oder ähnlich argumentieren...

Ein Fall in dem tatsächlich ein Unschuldiger bei Verhören zu hart drangsaliert wurde, wird allerdings rasch unter den Tisch gekehrt, da hört man selten so ein Presseecho. Was ist den mit den tatsächlichen sadischen Bullen, die auf Demonstranten einprügelten, als ob sie im Blutrausch wären? Da hört man in der Tat erstaunlich wenig drüber.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Nager das ist auch eine berechtigte Sorge.
Doch die Handlung ... wie Rosskeule sie geschildert hat ... ist mir auch verständlich.
Es wird bei jedem Täter nach den Motiven, die ihn zu der Tat getrieben haben geguckt. Selbst wenn die Tat noch so "unmenschlich" erscheint, bekommt er einen Verteidiger ... der versucht seine Menschlichen Beweggründe zu erklären ...

nur bei einem Polizisten wird selten danach gefragt... sondern erstmal verurteilt.

Im Zweifel für den Angeklagten .... Gilt das nur für Kriminelle ?


.... aber gleichzeitig ist der Tenor im Volk, sie sollen härter durchgreifen ....

Ich errinner mich auch noch sehr lebhaft an die Diskussion über Pädophile ... wo ich selber schon fast dafür verurteilt wurde ... weil ich gegen diese Schwanz_ab_Verurteilungen eingetreten bin.

Ich bin froh das ich kein Polizist oder sowas bin :(

Namaste
Lilly
 

ParaM!nd

Geheimer Meister
23. Mai 2002
320
Technoir schrieb:
Stell dir mal vor, man hätte Mounir al Moutassadeq kurz vorm 11.9. gefasst.
Wäre es für dich nicht okay gewesen den Kerl hart ranzunehmen und so 3000 Tote zu verhindern...mal ganz abgesehen von den Folgen, die wir jetzt befürchten müssen.
Gut, stellen wir uns das vor, dieser Fuzi wird am 10. gefasst und ordentlich durch die Mangel gedreht. Dadurch kann man den Anschlag verhindern, die 3000 Menschen ausm WTC retten. Ausserdem gibts auch keinen Krieg in Afghanistan, nochmal abertausende gerettet. Achja, und mit Irakkrieg käme Bush dann auch nicht durch, geschätzte Opferzahl 500 000 Menschenleben.
Machen alle diese Menschenleben die Folter eines einzigen Fanatikers um einen Deut gerechter ?
NEIN !
Unrecht bleibt Unrecht und Folter bleibt Folter.

ParaM!nd
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
soweit ich weiß ..ging es um die Androhung von Folter.... in dem Interview.


Ich kann mir gut die Schlagzeilen vorstellen, wenn es anders gelaufen wäre.
"Unfähigkeit der der deutschenPolizei! Kind im Versteck des Verbrechers eledig umgekommen, während die Polizei bei Kaffee und Kuchen mit dem bestialischem Verbrecher beisammensaß. Wann wird endlich härter durchgegriffen, damit der anständige Bürger ohne Angst leben kann? Haben die Kriminellen mehr Rechte als die Opfer?"

:evil:
Wie mans macht, macht mans verkehrt
 

truth-searcher

Vollkommener Meister
17. April 2002
565
Ein Polizist darf nicht mit dem gleichen Mass gemessen werden, wie ein Krimineller!

Natürlich sind Polizisten (auch wenn sie die Staatsgewalt, und somit das Volk repräsentieren) auch nur Menschen, aber es ist ja gerade ihr Beruf, das Gesetz durchzusetzen und zu schützen! Das kann nur funktionieren, und Akzeptanz in der Bevölkerung erreichen, wenn Polizisten (im Gegensatz zu Kriminellen) die Menschenrechte einhalten!!

Dazu werden sie schliesslich auch ausgebildet, und dafür werden sie (wenn auch wohl zu schlecht) bezahlt!

Es kann auch keine klare Linie gezogen werden, wann man ein bisschen Foltern darf, und wann es zuviel ist!

"Legale Folter" passt nicht in unser Land und Demokratieverständnis!

Ausserdem ist es absurde Polemik, aus einem Folterverbot auf völlige Straffreiheit zu schliessen!

...Nach all den schwersten Foltereien schlage ich doch glatt Haftverschonung vor. Der hat ja genug gelitten, als man ihn dort so furchtbar gequält hat, steht ja in keinem Verhältnis zur eigentlichen Tat. ..
Nicht die Polizei entscheidet über die angemessene Strafe oder Behandlung eines Verdächtigen, sondern die Justiz!

Das ist gerade die Gewaltenteilung zwischen Exekutive und Judikative! Und die ist ein unerlässlicher Grundpfeiler einer (wenigstens halbwegs) freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft!

Grüsse,
truth-searcher
 

LtHinterheimer

Geheimer Meister
7. Januar 2003
494
zitat eines von jemand neulich beim kegeln "ich überlege mir schon seit jahren, ob ich nicht so zum spass ein riesen verbrechen mache. einfach nur um zu zeigen, daß es mir reicht. das kapiert dann aber wieder keiner."

aus der psychologischen forschung weis man seit jahren, daß belohung von gewünschten verhaltensweisen deutlich effektiver ist, als bestrafung von ungewünschten. das wir diese erkenntnis im rechtssystem (momentan ein unrechtssystem) nicht schon längst auch anwenden???

unser momentanes unrechtssystem versucht ohne nennswerten erflog, feuer mit feuer zu kontrollieren. Mit anderen worten, das böse, was jemand tut, rechtfertigt böses, diesem jemanden anzutun. Fazit: eine perfide doppelmoral. Das kann nur böse ausgehen, denn dem Unterbewußtsein wird damit suggeriert, daß böses zu tun nüzlich und legal ist, wenn die anderen schuld sind. (Das "wenn" versteht das Unterbewußtsein allerdings kaum, da es keine Zeit kennt.) Es folgert in bester deduktiver logik, daß es ideal ist, die verantwortung für alles böse im allgemeinen bei den anderen zu suchen und im einzelnen beim Du.
 

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