Fahneneid in der Schule

Dieses Thema im Forum "Off-Topic" wurde erstellt von DrPeterVenkman, 6. November 2002.

  1. DrPeterVenkman

    DrPeterVenkman Lehrling

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    6. November 2002
    Finde es total erschreckend, wie vor jedem Unterrichtsbeginn, der morgendliche Eid auf die US-Fahne (hängt in jedem öffentlichen Raum) gesprochen wird.

    Von klein auf wird auf Patriotismus als Selbstverständlichkeit gedrillt. Das gibt den Mächtigen des Landes, meiner Meinung nach, die Möglichkeit kritiklos und diskussionsunfähig zu reagieren. Daher diese Aussagen, wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Keinen Spielraum für Kompromisse zu lassen, Kritikunfähig zu sein und sich sämtliche Macht mit Waffen (der größten Armee der Welt ) zu versichern,
    Kann ich nicht Freiheit für alle nennen, sondern für Amerika.

    Wie ist Eure Meinung dazu?
     
  2. olaf

    olaf Geheimer Meister

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    Wie zu Adolf's Zeiten kommt mir das vor. Da gabs ja am Morgen auch immer einen Morgenapell.
     
  3. quersumme

    quersumme Großmeister

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    Tja,
    so sind sie nunmal die USA bzw. Bush (der hält sich ja mittlerweile für das alles Representierende in den USA, obwohl er soviele Gegner hat).

    Aber die können ja eh machen was se wollen bzw. eher was sie nicht wollen (siehe z.B. Kiyoto-Protokoll). Und wehe jemand sagt mal was gegen sie oder erhebt den Zeigenfinger ... der wird dann politisch erstmal isoliert und in besonders "schweren" Fällen fliegen sie dann halt mal ein paar Bombenangriffe :? !

    Bush schert sich doch nen Scheiß darum wie es anderen geht. Hauptsache ihm und seinen "Gefolgsleuten" geht es gut und die haben ihr Öl. Komische Methoden sind das wenn ihr mich fragt :evil: .

    Naja, war wohl ein wenig Off-Topic ... egal musste ich mal gesagt haben.

    Zu der FahnenEid-Geschichte: Viele andere Länder machen doch sowas auch, dass wir uns sowas nicht mehr leisten können ist ja klar (bin ich auch ehrlich gesagt froh drüber, hab nämlich keinen Bock mich da morgens hinzustellen und die Flagge "anzubeten").

    so far...
     
  4. Terrapansen

    Terrapansen Geheimer Meister

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    Was ist das denn bitte für eine Aussage! Arm! Ehrlich! Wir können uns das nicht mehr leisten! Ts ts.... Sorry aber wenn ich dich recht verstehe können die Amerikaner das sehr wohl oder wie? Ich meine wir sind wohl nicht das einzige Volk das Dreck am Stecken hat!
     
  5. TheLiberalist

    TheLiberalist Geheimer Meister

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    5. November 2002
    Den Amerikanern würde ich niemals den Fahneneid vorwerfen. Vielmehr würde ich Deutschland vorwerfen, dass wir hier in der Schule keinen Fahneneid ablegen müssen.
    Eine Nation stiftet Identität, eine Nation gibt den Menschen Ziele, Hoffnungen und Träume vor. Eine Nation ist ein Stück Persönlichkeit, ein Stück Individualität, dass man mit sich trägt. Genauso wie die eigene Familie und die eigene Abstammung einen Grossteil der eigenen Persönlichkeit ausmacht, so prägt auch die Nation den Volksgeist. Erst durch den Glauben und das Vertrauen in die eigene Nation wird ein zielgerichtetes Leben in Frieden und Freiheit erst ermöglicht. Das ist nämlich auch das Erfolgsgeheimnis der Amerikaner und aus diesem Grund pflegen sie das Ritual des Fahneneides. Es geht dabei nicht um eine Fahne oder ein Stück Stoff; es geht dabei um nichts anderes als um den Glauben an das Gute im Menschen. Um den Glauben an Freiheit, Demokratie und individuelle Lebensgestaltung.
    Dass aus diesem Grund die Tradition des Fahneneides in den Vereinigten Staaten seit Jahr und Tag gepflegt werden, ist deshalb mehr als verständlich und sinnvoll.
    Folglich sollten wir die USA auch nicht für ihren Glauben an die Nation kritisieren; vielmehr sollten wir uns selbst einmal dafür kritisieren, dass uns der Mut fehlt, durch ein feierliches Ritual für die eigene Herkunft und Abstammung einzutreten und der eigenen Überzeugung durch einen feierlichen Eid Ausdruck zu verleihen.
     
  6. noDoubt

    noDoubt Großmeister

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    27. Oktober 2002

    Sind wir auch nicht! Trotzdem ist jeder von uns(Deutschen), der sagt: "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein!", sofort ein Rassist oder (Neo-)Nazi.
    Ich bin stolz ein Deutscher zu sein! Und ich bin nicht im geringsten ausländerfeindlich! Trotzdem sind wir Deutschen nunmal in dieser Hinsicht die Trittärsche der Welt! Also, können wir uns sowas nicht leisten! Man würde uns als Nation sofort Nationalismus (bzw. Nationalsozialismus) oder Ausländerfeindlichkeit(Rassismus) vorwerfen.
     
  7. HanzGuckInDieLuft

    HanzGuckInDieLuft Geheimer Meister

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    17. Mai 2002
    das mit dem patriotismus ist ja schön und gut, man "gibt seinem land das zurück was man bekommen hat"
    leider werden die amis förmlich drauf getrimmt das SIE die besten sind, SIE sich als das gute personifizieren, nichts geht über die usa. man vergisst glatt das es auch noch andere länder gibt, in denen auch normale menschen leben. ich stelle mir den amerikanischen geschichtsunterricht so vor: Bürgerkrieg - gewonnen(kann man eh nicht verlieren), 1.WK -gewonnen, 2.WK- gewonnen , vietnam -gewonnen(wenn sie gewollt hätten, aber die verluste warn ja zu hoch *lach* ca. 70000 amis 2 Mio vietnamesen) - "und weil wir so toll sind und überall auf der welt den menschen zeigen was frieden ist, singt mal ein loblied auf uns".
    dort höhrts dann auf...
    deswegen glaubt man in den usa immmer noch das Adolf noch da is, das wir noch keine kühlschränke haben oder unser essen noch selbst im wald erlegen müssen. aber das macht ja nichts solange die waldbewohner aus deutschland einen CD-Player besitzen und guten amerikanischen hip-hop importieren.
     
  8. inkubus

    inkubus Geselle

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    15. Oktober 2002
    Ich denke, dass zwischen gesundem Patriotismus und einem erzwungenen Fahneneid doch irgendwo Welten liegen. Niemandem soll sein Patriotismus genommen werden.
    Ein Pflich-Fahneneid von Kindern ist aber schon eher purer Nationalismus und Chauvinismus.
    Sicher leistet so ziemlich jeder deutsche (Mann) seinen Eid auf unsere Demokratie, unser Land und unser Volk (spätestens beim Bund / Zivildienst). Dies aber Kindern abzuverlangen, die noch gar nicht fähig sind, sich eine eigene Meinung gebildet zu haben, ist schlicht pervers!!!
     
  9. quersumme

    quersumme Großmeister

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    26. Oktober 2002
    Das meinte ich ja auch. mir ist schon klar, dass andere auch Dreck am stecken haben. Amerika --> Indianer ; England etc. ----> Kolonien und so weiter ....

    Nur liegt der II.WK niccht soweit zurück und man erinnert sich noch genau daran, bzw. es richtete sich ja auch gegen die westlichen länder + USA und nicht gegen irgendwelche Afrikaner oder Ureinwohner. Das Problem ist, dass sie nur an sich selbst denken und die anderen denen völlig egal sind.

    seh ich genauso!
     

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