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Die Todesstrafe

Pelikan

Großmeister
27. August 2003
52
Hallo!

Meine Suchmaschine spielt in letzter Zeit ein wenig verrückt.
Ich weiß nicht ob so ein Thread schon eröffnet wurde wenn ja bitte ich um Entschuldigung.

Nun zum Thema:

Ich hab vor einiger Zeit eine Sendung im TV gesehn,da ging es um Gefangene,die zum Tode verurteilt wurden.

Ich halte nichts von der Todesstrafe denn ein Tod kann einen anderen nicht ausgleichen oder wet machen.
Zum Glück gibts in Deutschland noch keine Todesstrafe...

Lebenslänglich-Ok!
Todesstrafe-Nicht OK!
 

Shiraffa

Geheimer Meister
16. September 2002
372
Noch? Keine mehr passt wohl eher.

In der DDR wurde das letzte Todesurteil wohl 1972 ausgesprochen... In der BRD scheinbar 1950.

Ich halte nichts von der Todesstrafe, da nie wirklich die Gewissheit gegeben sein kann, dass der Verurteilte auch wirklich der Täter ist.

Zudem macht der Tod den Tod nicht wett, sondern eher noch fetter.
 

Tweedledee

Geheimer Meister
20. Dezember 2002
197
Pelikan schrieb:
Zum Glück gibts in Deutschland noch keine Todesstrafe...

"noch keine" ist gut ...

Übrigens wurde in Hessen die Todesstrafe nie abgeschafft, bzw. wird es erst jetzt:

Verfassung des Landes Hessen

Vom 1. Dezember 1946



Artikel 21

Gesetzliche Strafen


(1) Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf Grund der Strafgesetze durch richterliches Urteil die Freiheit und die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen oder beschränkt werden. Bei besonders schweren Verbrechen kann er zum Tode verurteilt werden.
(2) Die Strafe richtet sich nach der Schwere der Tat.
(3) Alle Gefangenen sind menschlich zu behandeln.
http://www.todesstrafe.de/inhalt/gesetze/hessen.htm

und

Hessen schafft Todesstrafe ab


Wiesbaden - Bei besonders schweren Verbrechen droht den Bürgern Hessens bis heute zumindest auf dem Papier die Todesstrafe - doch das soll sich ändern. Eine Enquete-Kommission des Landtages erarbeitet eine Reform der Landesverfassung. Dabei sollen antiquierte Bestimmungen der Landesverfassung geändert werden. So ist es etwa Adeligen verboten, in Hessen ein Ministeramt auszuüben. Zum Tragen kommen diese Bestimmungen ohnehin nicht, da sie dem Grundgesetz widersprechen.
Hamburger Abendblatt 9.10.2003
 
G

Guest

Gast
Also in Hessen gibts die Todesstrafe noch... ^_^
Da sie im deutschen Gesetz aber verboten ist, darf sie hier nicht mehr ausgeführt werden. Sollte es allerdings irgendwann mal wieder eine Spaltung Deutschlands geben und dann die Gesezte der einzelnen Bundesländer gelten, dann gäbs hier die Todesstrafe wieder... :why?:

edit. Nein! da war wer schneller... :cry:
 

Beetlejuice

Geselle
27. August 2003
45
Lebenlänglich: waren es nicht "nur" 15 jahre oder irgendwie so?

Todesstrafe ist doch eigentlich nur ein Versuch der Menschen von einer gerechten Strafe möglichst schnell und sauber zu fliehen.
Wer darf denn schon zwischen Leben und Tod entscheiden, außer der Allmächtige?
So weit ich weiss gibt es die Todesstrafe nicht nur bei Morden sondern bei harmloseren Delikten auch oder irre ich mich da? Wenn nicht dann ist es ganz bestimmt kein Ausgleich. Allein schon daher, dass die Anzahl zB. der trauernden Verwandten und deren Kontakt/ Gefühle zu der ermordeten Person verschieden sind.

Natürlich ist die Todesstrafe grausam, aber bis jetzt kennen wir keine wirklich ausgleichende Methode der Bestrafung.

Natürlich: Todesstrafe: nein!
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Wir leben im 21. Jahrhundert, deswegen empfinde ich die Todesstrafe als total unangebracht. Eine wirklich gerechte Bestrafung gibt es nicht und wird es auch nie geben, aber mit der Todesstrafe ist keinem geholfen, weder dem Täter noch den Hinterbliebenen. Viel mehr sollten wir uns fragen: WARUM hat er die Tat begangen, WAS hat ihn dazu verleitet. Fast immer ist es die Gesellschaft...
 

lowtide

Geheimer Meister
16. September 2003
469
für mich bedeutet die todesstrafe das wir uns auf die gleiche ebene mit dem mörder stellen, ich will kein mörder sein, Todesstrafe nein.
 

Pelikan

Großmeister
27. August 2003
52
8O Ehrlich!Man lernt nie aus in diesen Foren...

Ich bin ja schon für meine Dummheit bekannt aber jetzt weiß es jeder...

Boah ich hätte echt nicht gedacht dass es die Todesstrafe in Hessen gibt! *vorsichtshalberkein"noch"schreib*

Das ist ja´n Ding!
Mann Mann Mann!

In Ländern wie Irak oder Afghanistan werden schwule,oder Lesben öffentlich gehängt...

*widerlichist*

PS:Um die erste,für die Todesstrafe hergestellte Gaskammer hat man 2 Kaninchen (arme Tiere) da rein gesetzt und hat abgewartet was passiert----->NA was wohl!!!???

Ich hab kein URL zu dieser Aufnahme.
Möchtet ihr überhaupt so etwas perverses sehn?
Wenn ja werd ich mich auf die suche machen...
 

Tweedledee

Geheimer Meister
20. Dezember 2002
197
Pelikan schrieb:
Möchtet ihr überhaupt so etwas perverses sehn?

Nein!

Vielleicht interessanter:

 

Lasker71

Geheimer Meister
30. November 2003
129
Bundesrecht steht über Länderrecht, also is nix mit Todesstrafe, auch nicht in Hessen. Wenn ich mich recht entsinne, gab es in Hessen auch das Verbot, Arbeiter bei einem Streik "auszusperren", das wurde ebenfalls vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt, als es mal angewendet werden sollte.

Was die Todesstrafe angeht: Es gibt schon einen über 20 Seiten langen Thread namens "Todesstrafe JAAAAA!".
Aber ich kann ja hier trotzdem noch schnell die Gelegenheit nutzen, mich einzumischen: Es gibt andauernd irgendwelche Fehlentscheidungen. "Aus Fehlern wird man klug - darum ist einer nicht genug" heißt die Signatur eines Mitglieds des WV-Forums. Die meisten Fehler sind in ihrer Natur nicht so schlimm, daß man sie nicht irgendwie kompensieren kann, oder das man nichts aus ihnen lernen kann.
Bei der Todesstrafe hingegen ist es völlig anders. Niemand lernt etwas daraus, und niemandem nützt sie. Rachegefühle ausleben kann nicht die Aufgabe der hohen Staatsgewalt sein. Wenn wir nicht in der Lage sind, die Größe zu beweisen, mit schweren Straftaten irgendwie umzugehen, wenn sie passieren, dann sind wir allesamt schwache Feiglinge. Ich kann mir nicht anmaßen zu verstehen, was in einem Mörder-Gehirn abläuft, oder was dieses Individuum erlebt hat. Ebensowenig wie ich verstehen kann, was passieren wird, wenn dieses Individuum stirbt.
Wenn wir uns als Menschen schon einbilden, uns von Tieren abzuheben, daß wir das Ergebnis einer langen Entwicklung des Lebens auf diesem Planeten sind, dann können wir nicht einfach ein Vertreter dieses Lebens über den Jordan schicken. Warum sollten wir Mörder in dieser Welt weiterleben lassen? Ich finde, wir sollten gerade solche Mörder weiterleben lassen, denn nur wenn wir uns mit ihnen genau beschäftigen, sei es psychologisch oder sonstirgendwie, können wir irgendwann vielleicht herausfinden, was wirklich passiert ist - und sei es eine noch so erschreckende Wahrheit.
 

orbital

Geheimer Sekretär
19. April 2002
694
es gibt die ein oder andere tat für die ein mensch die todesstrafe verdient hätte aber menschen könnten nie zu 100% über die schuld entscheiden und ausschließen das ein unschuldiger hingerichtet wird. das ist für mich das einzige argument dagegen.
 

individuum

Lehrling
28. Dezember 2003
4
Bevor man sich die frage stellt, mit welchen mitteln bestraft werden darf, sollte man doch als erstes einmal überlegen, welches recht die "Gesetzemacher" überhaupt darauf haben!

Bestrafungen sind nichts anderes als die reaktion untergeordneter auf verbote, die übergeordnete irgendwann einmal aufgestellt haben.
Wie hieß dieses grundgesetzt nochgleich... Alle Menschen sind VOR DEM GESETZ gleich???
Demnach sind die Gesetzemacher also davon ausgeschlossen, da sie entscheidungsmacht haben?!
Es sollte besser heißen: alle Menschen sind gleich?

Wenn "das Gesetz" jemanden wegen haschischkosum festnehmen darf, hätte ein gegner dieses gesetzes als "gleichberechtigter" eigentlich das recht, die gesetzesmacher selbst wegen dem nicht-konsumieren von haschisch einzusperren.

Jedes Gesetz beruht im ersten moment ersteinmal auf intoleranz, ob jetzt moralisch vertretbare straftaten und strafen oder nicht!
Die meisten Aktivisten müssen ersteinmal begreifen, das die Todesstrafe nur die spitze auf dem eisberg ist
 

blur

Geheimer Meister
1. September 2003
251
Abgesehen von der Wiedereinführung der Todesstrafe sollte man das deutsche Rechtssystem mal gründlich überarbeiten.
Jemand der lebenslänglich verurteilt wurde, kommt nach 15 Jahren wieder raus. Täter die in eine geschlossene Anstalt gebracht wurden, haben da Freigang. Jemand der sich über Jahre an Kindern vergreift kriegt zwei Jahre auf Bewährung.
Das sind nur ein paar Beispiele, die mal durch die Medien gingen. Klingt nicht besonders gerecht, oder?
Das amerikanische Rechtssystem ist auf keinen Fall optimal, aber die Geschworenengerichte halte ich für eine gute Sache.
 

InsularMind

Geheimer Sekretär
9. Dezember 2003
644
Dass ich mir bei dem Thema längere Überlegungen geben muss, wertet mich in vieler Augen sicher schon niederer,aber damit muss ich klarkommen.

Bei wirklich zweifellosen Fällen, bei denen nach einem wieder Losschicken in die gesellschaftliche Integration erneute Verletzung / Morde oder dauerhafte, zermürbende Bedrohung für Andere wohl oder übel ermöglicht würde, finde ich es verantwortungslos in höchstem Maße, dass so ein Risiko desöfteren eingegangen wird.
Ob man dafür die 'Wiederholer' verantwortlich machen sollte, oder die 'Rechtssprecher' , da grüble ich noch.

Das Pädo - Urteil von München fand ich schon recht bedenklich, was die Kompetenz der Verantwortlichen angeht.
Menschen sind zwar nicht erhaben vom Tier --- ehestens darin, dass sie zu erheblich Widerwärtigerem fähig sind, als die meisten Tiere.
Es erhebt sie vom Tier nur ihre grenzenlose Grausamkeit, oder der Genuß am Leid.

Lieber sollte man einem Menschen, der aus Geilheit, Lust am Leid oder aus Spaß an der Freud tötet und quält, mit den Händen an den Kopf fassen können, um ihm das Leid spüren zu lassen, was er verursacht.

Aber ich frage mich, was daran falsch ist, Solchen die Todesstrafe zu verpassen, allein um zu verhindern, dass jene Individuen eine neue Chance zum Töten/ Quälen bekommen, wenn es gleichzeitig hinnehmbar ist, dass ihre Opfer die Lebenslänglichkeit des täglichen inneren Sterbens / Verbranntwerdens hinzunehmen haben, ohne Möglichkeit auf eine zweite Chance.

Aus Vernunftgefühl und Solidarität mit anderen Survivors finde ich die Todesstrafe in erwiesenen Fällen wie beispielsweise Lewendell ect. angebracht. Weniger aus überprojezierter Verabscheuung oder Hassgefühlen, auch wenn sich diese schlecht bändigen lassen, auch nicht, nachdem man erwachsen wurde, und bis zu einer endgültigen Entscheidung Jahrzehnte nachgedacht hat.
In manchen Fällen mag das sogar einer willkommenen Erlösung der Täter nahereichen...auch wenn es sich sicher eiseskalt liest

Nur 1 Meinung aus einem Strom der Milliarden, natürlich wird die Meinung eines Survivors nicht gewertet werden, da man von *Nicht mitreden können* spricht, das war immer so.
In einer Gesellschaft zu leben, die Wiederholungstaten ermöglicht und das Risiko hinnimmt, dass weitere Leben durch die 'Tätermenschen' zerstört werden, ist es schwierig, immer einen kühlen Kopf zu bewahren, sorry. :cry:
 

Ihlenam

Großmeister
11. August 2003
93
Zunächst einmal sollte man sich über den Sinn von "Bestrafungen" bei Vergehen im Klaren werden; sie dienen in erster Linie der Läuterung des zu Bestrafenden und dem Ausgleich in Bezug auf das Opfer.
Wird die Todesstrafe ausgeführt, so hat der Delinquent keine Möglichkeit mehr, seinen evtl. jugendlichen Leichtsinn zu bereuen und sich zu ändern.
Zudem denke ich, dass z.B. die USA die Todesstrafe nicht zuletzt aus u.a. finanziellen Gründen aussprechen; ich denke ein Häftling, der nicht für den Staat arbeitet sondern eingesperrt ist, kann dem Staat nicht dienlich sein (also: das Justizsystem in Deutschland macht es sich mit hohen Haftstrafen nicht unbedingt leicht.)
Und natürlich bietet die Todesstrafe eine große Abschreckung, so steht in den USA z.B. auf Plünderung in Notzeiten die Todesstrafe.
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
Meiner Meinung nach sollten solche Leute, die die Todesstrafe verdient hätten, in ein Arbeitslager gesteckt werden und ihr Leben lang buckeln ... nix Rente, nix Urlaub!
 

geschmackloss

Geheimer Meister
11. Dezember 2002
384
Meiner Meinung nach sollten solche Leute, die die Todesstrafe verdient hätten, in ein Arbeitslager gesteckt werden und ihr Leben lang buckeln ... nix Rente, nix Urlaub!
"arbeit macht frei" 8O

aber die todesstrafe is in 100% nachgewiesenen fällen
angebracht , dabei mein ich jetz aber nich schon bei nem normalen mord sondern auch nur wenn es ein besonders grausamer und barbarischer mord wäre...
und das argument das durch die todesstrafe dem opfer nich geholfen wird und keiner was davon hat is ja auch leicht sinnlos denn durch ne 10 jährige haftstrafe wird nem opfer auch nich geholfen im gegenteil es wird noch bestraft weil es mit den stuergeldern die unterkunft und die nahrung des täters bezahlt
also wenn es nach dem argument ginge und ne haftstrafe dem opfer auch nichts bringt können wir ja gleich alle strafen abschaffen
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
individuum schrieb:
Bestrafungen sind nichts anderes als die reaktion untergeordneter auf verbote, die übergeordnete irgendwann einmal aufgestellt haben.
Wie hieß dieses grundgesetzt nochgleich... Alle Menschen sind VOR DEM GESETZ gleich???
Demnach sind die Gesetzemacher also davon ausgeschlossen, da sie entscheidungsmacht haben?!
Es sollte besser heißen: alle Menschen sind gleich?

Da liegts du daneben.
Das BVerG hat eindeutig festgestellt, das es sich hier um ein Gleichbehandlungs- und nicht um ein Gleichmachungsgebot handelt.
Und nein, es ist kein Grundgesetz. "Grundgesetz" ist nur ein anderes Wort für "Verfassung". Als Teil des Rechtsstaatsprinzips (Art.1+20GG) und somit des Grundgesetzes ist es demnach ein Grundsatz. Und die gesetzemacher sind nicht vom Gesetz ausgeschlossen, ich versteh nicht wie du darauf kommst.

gruss semball
 

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