Todesstrafe und Selbstjstiz

Dieses Thema im Forum "Philosophisches und Grundsätzliches" wurde erstellt von a-roy, 15. April 2019.

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  1. a-roy

    a-roy Mensch

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    22. Oktober 2007
    High, friends,
    als gebürtiger Delmenhorster, der im Stadtteil Düsternort aufgewachsen ist, habe ich gelernt, meine Angelegenheiten selber zu regeln und bei Problemen die Ordnungshüter außen vor zu lassen.
    Zu Selbstjustiz hat mich auch dieses Buch geprägt: https://glarean-magazin.ch/2011/08/06/vergessene-buecher-3-so-gruen-war-mein-tal-r-llewellyn/
    Mittlerweile bin ich aber davon ab, denn ich meine, dass niemand das Recht hat, einen anderen Menschen zu töten, weder privat noch staatlich sanktioniert.
    Es wird ja oft argumentiert, dass es bei der Todesstrafe um Gerechtigkeit gehe, ich denke aber, dass das lediglich Rache ist, auch bei Selbstjustiz.
    Und wie heißt es:
    "Die Rache ist MEIN!", spricht der HERR.
    Klar, einige argumentieren mit dem AT (Auge um Auge, Zahn um Zahn), aber wenn das die ganze Welt praktizieren würde, wäre ziemlich schnell die Hälfte der Menschheit blind.
    Bei mir persönlich ist 1986 etwas vor gefallen, wo ich Jahre lang Rachegelüste gehegt habe, aber mittlerweile konnte ich meinen Frieden damit machen.
    Was denkt ihr über Todesstrafe und Selbstjustiz?
    Und bevor ihr jetzt vorschnell Selbstjustiz ablehnt:
    Die Mütter, Väter und Partner unter euch könnten sich mal vorstellen, wie ihr handeln würdet, wenn ihr den Täter in die Hände bekommen würdet, der euren Partnern/Kindern Schreckliches angetan hatte.
    Ich erinnere da an den Fall Bachmeier (https://de.wikipedia.org/wiki/Marianne_Bachmeier), die den Preis für ihre Selbstjustiz bezahlt hat, als sie mit 46 an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstarb.
    Karma halt, oder?!
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2019
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  2. CHR1S

    CHR1S Vorsteher und Richter

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    Also von der Todesstrafe halte ich persönlich nichts, denn es gibt mit Sicherheit Menschen die eine schreckliche tat begehen und anstatt ihr leben lang hinter gittern zu leben es bei vollstreckung der Todesstrafe hinter sich hätten. Sozusagen "Suizid durchs gesetz" oder so ähnlich. Finde ich zu einfach für manche Menschen.

    Selbstjustiz wird schon etwas schwieriger. Zum einen denke ich dass ich durchaus Selbstjustiz in erwägung ziehen würde wenn zb mein Kind opfer eines Verbrechens werden würde oder jemand meine Frau vergewaltigen oder töten würde (rein hypothetisch), allerdings weiß ich nicht ob es das wert wäre da man ja dann zum einen sich auf die gleiche stufe wie die Verbrecher stellt und zum anderen man selbst in Schwierigkeiten käme (Selbstjustiz wird ja nicht wirklich geduldet hierzulande).

    Schweres Thema ich denke das muss man Situationsbedingt entscheiden oder Diskutieren. Todesstrafe hingegen Nein danke.
     
  3. a-roy

    a-roy Mensch

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    Nun, CHR1S, das mit der Todesstrafe sehe ich genau so:
    Lebenslang eingesperrt sein, ist imho eine viel härtere Strafe als der Tod.
    Ansonsten empfinde ich es auch als Folter, wenn Menschen Jahre lang innem Todestrakt eingesperrt werden und mit der Ungewissheit leben müssen, wann es so weit ist.
     
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