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Der Sinn des Lebens?

Bella Varia

Geheimer Sekretär
30. Juli 2023
672
Der Mensch, wird grundsätzlich als ein unvollkommenes Wesen beschreiben, dessen Lebensziel es sein sollte, nach höherer Weisheit und Erkenntnis zu streben, um dadurch ein besserer, ein vollkommener Mensch zu werden. Letztlich ist dieses streben nach höherer Lebensweisheit, ebenso verbunden mit der Suche nach der Wahrheit, was den Sinn des Lebens damit einschließt. Ziel und Sinn des menschlichen Lebens soll es sein, die göttliche Weisheit zu erlangen, um sein unreifes Wesen dahin zu verändern, keine schlechten und bösartigen Taten in die Welt zu tragen.
Das ist zwar schön gesagt und es mag eine Stimme im Menschen geben, die dem zusprechen wollte, doch die andere denkt an den Tod, dann ist alles aus und keine ausreichende Möglichkeit, Wahrheit und Weisheit erlangen zu können.
 

Bella Varia

Geheimer Sekretär
30. Juli 2023
672
... war bereits zu seinen Lebzeiten unter seinen Zeitgenossen ein umstrittener Intellektueller. Meiner Ansicht nach ist Steiner eine der überschätztesten Personen der Moderne, ein Fantast, ein Blender, ja ein Schwätzer.
Was du hier zusammenfasst, könnte wie an der Theke entstanden sein. Es sind nur Beurteilungen, die schon ins Verurteilen reichen. Es fehlen jegliche Begründungen, dafür aber nicht emotionalisiertes Geschwätz wie bei 2 Promille -hicks!:johnnywalker:
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
14.419
Was du hier zusammenfasst, könnte wie an der Theke entstanden sein. Es sind nur Beurteilungen, die schon ins Verurteilen reichen. Es fehlen jegliche Begründungen, dafür aber nicht emotionalisiertes Geschwätz wie bei 2 Promille -hicks!:johnnywalker:

Dann brich doch mal eine Lanze für Steiner.
Warum ist er heute noch relevant, was von seinen (zum teil doch recht rassistischen) Ideen hat denn Hand und Fuß?
 

Giacomo_S

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
13. August 2003
4.890
Was du hier zusammenfasst, könnte wie an der Theke entstanden sein. Es sind nur Beurteilungen, die schon ins Verurteilen reichen. Es fehlen jegliche Begründungen, dafür aber nicht emotionalisiertes Geschwätz wie bei 2 Promille -hicks!:johnnywalker:

Ich hatte auch fast 2 Promille, als ich dies schrub. :p
An meiner Meinung über Steiner ändert dies freilich nichts.

Steiner begann mit der Edition des wissenschaftlichen Werks Johann Wolfgang von Goethe. Dieses besteht aus nur drei Publikationen, dennoch ließ sich Steiner reichlich Zeit hierfür. Eines der Goethesschen wissenschaftlichen Werke habe ich tatsächlich gelesen, die Farbenlehre - die Goethe selbst als sein wichtigstes und anspruchsvollstes Werk überhaupt bezeichnete.

Goethes Farbenlehre ist heute nur noch von kulturhistorischem Wert, denn Goethes Farbtheorie ist durchweg falsch. Kann man dies Goethe vorwerfen? Ja, das kann man durchaus, denn zu Beginn seiner Farbenlehre attackiert Goethe einen bereits seinerzeit und schon damals seit 100 Jahren etablierten Experten zur Farbanalyse: Isaac Newton, immerhin einer der zwei genialsten Physiker überhaupt (der andere ist Albert Einstein). Und dies auch noch mittels einer völlig unnötigen Polemik ...

Isaac Newton ist zwar nicht der Begründer (Al-Hazen) der induktiv-experimentellen Methode (erst kommt das Experiment, und aus den Ergebnissen wird die Theorie abgeleitet), wohl aber der erste in der westlichen Welt, der die Methode konsequent anwandte.
Steiner hingegen bedient sich im Grunde derselben Methode wie Goethe auch: Man stellt einfach Behauptungen auf, und wir dürfen sie dann alle glauben.

An sich meine Kritik an der "esoterischen" Literatur schlechthin:
- Man bedient sich Begriffen und Kategorien, die ein jeder gut zu kennen meint (Liebe, Hass, Wut, Trauer, Glück, Verstand, Gefühl, Erleuchtung ...) - versucht aber nicht einmal im Ansatz, die Begriffe und Kategorien zu definieren oder ihre Bedeutung auch nur einzugrenzen. Im Grunde ist das wertlos, denn jeder kann etwas anderes darunter verstehen: Paul liebt seine Frau, und sie, sie liebt den Kaffee.
- Man beruft sich auf oft antike Vorbilder, "die Weisheit der Alten", bleibt aber jeden noch so dürftigen Beleg hierfür schlicht schuldig.
- Steiners Visionen, ob eingebildet, real oder getürkt, sind nicht reproduzierbar. Er gibt uns auch keine Anleitung dafür, wie man dahin gelangt. So ist das dann keine Wissenschaft und auch keine Philosophie, sondern blankes Märchen erzählen.
- Man kann dagegen einwenden, dass dies in diesen Gebieten nicht möglich ist. Andere Esoteriker haben sich aber durchaus an einer solideren Arbeit versucht, der Magier Franz Bardon etwa (Die Praxis der magischen Evokation).
 

Bella Varia

Geheimer Sekretär
30. Juli 2023
672
An meiner Meinung über Steiner ändert dies freilich nichts.
Und meine über dich auch nicht! Du verbesserst deinen Stil der unnachvollziehbaren Behauptungen nicht zu nachvollziehbaren, sondern setzt es fort. Du machst vielmehr stark den Eindruck, lediglich dich selbst hören zu wollen und andere sollen auf dich hören.



Dann brich doch mal eine Lanze für Steiner.
Ich betreibe keinen Persönlichkeitskult.



Warum ist er heute noch relevant, was von seinen (zum teil doch recht rassistischen) Ideen hat denn Hand und Fuß?
Da ich die Anthroposophie sehr gut kenne, darf ich sagen, sie besteht nicht aus Ideen, sondern aus wissenschaftlichem Denken. "Rassistische Ideen" kommen da nicht vor.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
14.419
Da ich die Anthroposophie sehr gut kenne, darf ich sagen, sie besteht nicht aus Ideen, sondern aus wissenschaftlichem Denken. "Rassistische Ideen" kommen da nicht vor.

Besonders tief kannst Du Dich mit Steiner nicht beschäftigt haben wenn Du an seiner "Rassenlehre" nicht vorbeigekommen bist.

Der Begriff Wissenschaft ist auch nur schwer anwendbar auf recht viele seiner Inhalte. Wissenschaft arbeitet mit Beweisen und sucht Thesen zu falsifizieren. Glaubenslehren gehören da nicht hin.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.887
Wissenschaft ist nur ein fehlerbehafteter Behelf für uns arme gewöhnliche Menschen, die wir keinen Einblick in die Akaschachronik haben.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
14.419
Gern:
Hier findest Du eine gute Zusammenfassung und Einordnung:

Insbesondere die von Steiner vorgestellte Vorstellung der Entwicklung der "Rassen" und dann insbesondere die enthaltene Wertung sind wohl recht, objektiv, aus heutiger Sicht, rassistisch. Vermutlich ist Dir das nicht bekannt, findet sich in „Aus der Akasha-Chronik“ (1904–1908) und beschreibt die Evolution der Menschheit als geistigen Entwicklungsweg. Die darin beschriebenen Entwicklungsstufen (Wurzelrassen) sind definitiv rassistisch und entspringen deutlich dem Denken Steiners Zeit.

Diese Aufsätze erschienen ursprünglich in der Zeitschrift Lucifer-Gnosis und sind heute in der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA 11) erhältlich.
Ich habe das hier irgendwo im Schrank und kann ggf. auch mit Textstellen dienen.

Übrigens findet sich dieses Denken, mindestens teilweise bis heute in den Theosophischen Kreisen. Etwa in der Buchreihe "der Mensch und seine Tempel" von Frank Teichmann. Die ich sonst sehr schätze.
 
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