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Das Mysterium Seele

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
Was ist die Seele? Ist sie ewig oder dem Wandel unterworfen? Was passiert mit der Seele vor der Geburt und nach dem Tod? Verschiedene Religionen haben darauf verschiedene Antworten gefunden. Der Dreiklang Körper-Seele-Geist war schon den alten Philosophen schon bekannt (auch der heutigen Ganzheitsmedizin).



Anhang anzeigen 2332
Quelle: Jahresthema 2007_2008


Gerne wird das Problem heute eingeebnet auf die Dualität Körper und Psyche. Das wird dem Problem nicht gerecht. Sind wir zu ungenau in unserem Denken geworden? Überlassen wir die Psyche vertrauensvoll dem Neurologen/Psychiater? Hoffen wir auf Gott, dass er unsere Seele in seinem Himmelreich aufnimmt? Ist Psyche gar das verweltlichte Pendant für Seele?
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
AW: Das Mysterium Seele

Psyche ist doch wohl eher der nüchterne Begriff für den Output des Gehirns.
Gedanken, Gefühle, Instinkte, Prägungen, Ängste,Manipulationen.
Seele ....die Hoffnung darauf, daß da mehr als Biologie ist.
 

BigBrian

Geheimer Meister
11. September 2012
127
AW: Das Mysterium Seele

Der Begriff Seele ist leider sehr ungenau definiert. Schaut man bei Wikipedia rein, erhält man den Hinweis, dass das deutsche Wort Seele von See und der Vorstellung, dass Wasser Leben bedeutet, abgeleitet. Seele hieße also lebendig oder lebend. Im Laufe der Jahrhunderte wurde dieser Wort mit allen möglichen Vorstellungen befrachtet. Dann war es auch etwas, was das Leben übersteht - also eher das Gegenteil. Es gibt auch Vorstellungen, dass nur Menschen Seelen haben und dies der gravierende Unterschied zu Tieren ist, bis hin, dass Seele nichts anderes bedeutet als Mensch.

Wer über Seele spricht, sollte wenigstens eine grobe Richtung seiner Vorstellung andeuten.
 

Nachbar

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
20. Februar 2011
4.909
AW: Das Mysterium Seele

Was ist denn mit mit der Seele des Seils gemeint?
Etwa dasselbe wie mit der Seele eines Korkenziehers, die einen guten von einem schlechten unterscheidet.
Aber sind wir da nicht ein wenig OT?

Die Seele bin ich. Alles andere ist so etwas wie das, das man nach Klassenarbeiten beim Lehrer abgibt.
 

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
AW: Das Mysterium Seele

Naja beast, Seele des Seils? Ich möchte nicht despektierlich werden. Aber um den Gedanken aufzugreifen. Der Hinduismus kennt die ewige Seele (Atman), die in verschiedenen Körpern wiedergeboren werden kann, in Menschen, Tieren, Steinen, sicher auch in Seilen. Aber da die nicht besonders haltbar sind, müsste die Seele schnell flüchten. :zwinker:
Stellt sich die religiöse Frage: Welchen Zustand hat die Seele vor der Geburt und nach dem Tod.Offenbar reift sie in einem Menschenalter vom Säugling zum Greis, kann aber auch durch Lebensumstände degenerieren (Lange Krankheit, Alterseinsamkeit). Im Hinduismus wird bei Geburt und mit dem Tod nur das "Gefäß" gewechselt, im Christentum entsteht eine NEUE Seele erst mit dem Zeugungsakt.

@Bigbrian See als Verweilort der Seelen der Vestorbenen? Ich verstehe, was du meinst. Die deutsche Sprache ist relativ konsequent. Gleiche Wortstamm bedeutet ähnliche Bedeutung oder Herkunft wie Stuhl, stellen, Gestell. Wahrscheinlich aber nicht verallgemeinerbar im deutschen Sprachraum.
Es stimmt auch: Seele ist so ein unbestimmter Begriff, aber warum das Ganze hier nicht noch treiben lassen. Als Kind hat es mich immer gegruselt vor Moorgeschichten, wo auch von einer Seelenwanderung die Rede war.
Ein besonderes Phänomen spielten die Irrlichter, Irrwisch, auch Spuklicht, Dödenlicht, Tückebold, fürige Kerls oder gläunige Hex genannt. Es handelte sich um kleine und große, flackernde, manchmal stillstehende, wie auch über sumpfige Moorteile hinweg gleitende Flämmchen oder Flammen, die durch keine Menschenhand entzündet wurden. Sie erschienen als etwas Geheimnisvolles und je nach Landstrich hatten die Anwohner der Moore ihren eigenen Volksglauben darüber gebildet. Man sah in ihnen wandernde Seelen verstorbener Menschen, die Moorwanderer in der dunklen Jahreszeit oder in der Abenddämmerung in die Irre führten. Irrlichter im sumpfigen Moor | NWZonline
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
AW: Das Mysterium Seele

"Die Seele bin ich."(Nachbar)
'Ich' ist die Summe all dessen, was mich seit meiner Zeugung 'geprägt' + was aus dieser Prägung entstanden ist.
Seele muss wohl etwas anderes als 'Ich' sein, denn das verschwindet wohl nach dem Tod.
Oder ich setze Seele mit 'Ich' gleich + wenn ich dann noch an ein Leben nach dem Tod glaube, lebt dieses 'Ich' weiter. Das ist das Problem von uns Menschen, dass wir an diesem 'Ich' festhalten wollen. Ist ja auch alles, wonach wir uns definieren.
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Das Mysterium Seele

Hallo a-roy,

'Ich' ist die Summe all dessen, was mich seit meiner Zeugung 'geprägt' + was aus dieser Prägung entstanden ist.
Seele muss wohl etwas anderes als 'Ich' sein, denn das verschwindet wohl nach dem Tod.
In der Tat fühlt sich ein Baby noch nicht von der Außenwelt getrennt, es hat noch keine Ich Vorstellung, erst in etwa ab dem dritten Lenensjahr spricht ein Kind von sich Selbst als Ich.

Oder ich setze Seele mit 'Ich' gleich + wenn ich dann noch an ein Leben nach dem Tod glaube, lebt dieses 'Ich' weiter. Das ist das Problem von uns Menschen, dass wir an diesem 'Ich' festhalten wollen. Ist ja auch alles, wonach wir uns definieren.

Ich und Seele kann man nicht gleichsetzen, am besten gefällt mir noch, die Seele als den Lebensfunken zu betrachten. Eine Vorstellung von der Seele bekommt man, wenn man sich mit der Behandlung von seelischen Krankheiten beschäftigt.
In der aufdeckenden Psychotherapie wird versucht, die einer körperlichen oder seelischen Störung zugrunde liegenden Ursachen zu finden. Diese sind verborgen, wären sie es nicht wäre der Patient gar nicht krank.

C.G.Jung schrieb in seinem Werk Psyche: "Es wirken alle bereits früher einmal zum Bewußtsein gelangten, dann aber wieder unbewußt in der Seele schlummernden Gefühle und Erkenntnisse immerfort auf der bewußten Seelenebene ein; das geordnete, Schöne-wohltätig und fördernd, das Rohe und Unschöne-störend und hindernd"

Wir können insofern unsere Seele tatsächlich beleidigen, indem wir Handlungen tätigen, die unserer inneren Überzeugung widersprechen und uns dann krank machen können.
 

BigBrian

Geheimer Meister
11. September 2012
127
AW: Das Mysterium Seele

@Bigbrian See als Verweilort der Seelen der Vestorbenen?

Nein. Unsere Urahnen, die das Wort Seele "erfanden", glaubten nicht an einen unsterblichen Teil unseres Dasein. Wenn doch, dann haben sie zumindest nicht den Begriff Seele dafür geschaffen.
Nach heutigen Erkenntnissen könnte man es so betrachten: Man nehme einige Kisten, beschrifte sie mit den Worten "Sauerstoff", "Wasserstoff", "Kohlenstoff", "Eisen" usw. Dann zerlege man einen Menschen Atom für Atom und sortiere diese in die Kisten. Ob man nun Kiste für Kiste den Inhalt betrachtet, oder ob man den Inhalt aller Kisten vermengt - etwas toteres, als diesen Anblick, kann man sich kaum vorstellen. Die Frage lautet also: Was ist es, was diese Teilchen zu einer lebenden Einheit werden ließ? Die Antwort darauf: Weiß ich nicht - ich nenne dieses Phänomen Seele, weil mir Wasser als Inbegriff von Leben vorkommt.


@ beast

Du möchtest dich sprachlich einer Deutung nähern? Dann würde wohl "die Seele von etwas" die wesentliche Eigenschaft meinen.

Fragte man Physiker, insbesondere Thermodynamiker mit Schwerpunkt Entropie, was die Seele des Universums ausmacht, würde sie vielleicht aussagen, dass es das Streben nach einer größtmöglichen Anzahl von erreichbaren Zuständen hat. Ganz simpel gesagt: Es möchte gerne frei sein. Gleichzeitig wird aber damit auch begründet, warum es eine Freiheit nicht geben kann: Die Freiheit, in der Zeit rückwärts zu gehen.
Auf gänzlich anderen Wegen kamen etliche Philosophen zu der Aussage, dass es der menschlichen Seele nach Freiheit dürstet. Obschon mir viele Gegenbeispiele einfallen, möchte ich die Möglichkeit nicht ausklammern, dass es der Kern aller dynamischen Prozesse ist, nicht statisch zu werden. Man sieht ja auch immer wieder, wie sehr sich das Leben darum bemüht, einfach dieses Prinzip am Leben zu halten.
 

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
AW: Das Mysterium Seele

In Wiki steht aber schon drin:
Diese ist einer Hypothese zufolge von dem ebenfalls urgermanischen *saiwaz (See) abgeleitet; der Zusammenhang soll darin bestehen, dass nach einem altgermanischen Glauben die Seelen der Menschen vor der Geburt und nach dem Tod in bestimmten Seen leben. Unklar ist allerdings, wie verbreitet dieser Glaube war; Seele

Interessant ist der Verweilort von Toten (Seelen). Bei den Griechen etwas düsteres, man fürchtete de Tod:
Zum ersten Mal in der abendländischen Kulturgeschichte findet sich bei den Griechen der Begriff der Seele (psyche) klar umrissen. Im Augenblick des Sterbens, so der Glaube, löste sich die Seele vom Körper, um in das Reich der Toten, den Hades zu fliegen. Die Seele wurde als Ebenbild (eidolon) des verstorbenen Menschen angesehen, körper- und schwerelos, aber dennoch fähig zu leiden und sich ins Leben zurückzusehnen. ...Das Totenreich galt allgemein als freudlose, düstere Ruhestatt, sodass der Gedanke an den Tod die Griechen mit Grauen erfüllte. Beim Übergang in den Hades tranken die Toten aus dem Fluss des Vergessens (Lethe) und kannten danach weder Zukunft noch Vergangenheit, sondern nur noch die ewige Gegenwart der Unterwelt. Tod und Totenkult im antiken Griechenland
Für die Indianer ein Ort der Glückseeligkeit:, die ewigen Jagdgründe versprechen immer viel Nahrung:
Fast alle Indianerstämme glaubten an ein Weiterleben nach dem Tod. Der Begriff "Ewige Jagdgründe" stammt wie so vieles von den Weißen. Die Ureinwohner Nordamerikas kannten nur die "Glücklichen Jagdgründe". Allerdings hatten die verschiedenen Völker unterschiedliche Vorstellungen vom Jenseits. So glaubten z. B. die Cheyenne, dass sich die Seelen der Verstorbenen vom Körper lösten und über die Milchstraße, die sie "hängende Straße" nannten, in das Reich des Hauptgeistes Heammawihio wanderten. Die Comanchen hatten eine ähnliche Vorstellung. Sie glaubten an einem Tal, in dem es keine Sorgen und Schmerzen mehr gab, und in dem sie eine Unzahl von Jagdtieren vorfinden konnten. So wie die Comanchen, waren auch viele andere Indianerstämme davon überzeugt, dass sich das Leben in den "Ewigen Jagdgründen" dem auf der Erde ähnelt. Die Irokesen jedoch hatten eine etwas andere Vorstellung vom Jenseits. Sie glaubten nicht, dass die Seelen in eine heile Welt wanderten, sondern dass diese als Schatten bei den Lebenden verweilten. Ewige Jagdgründe

BigBrian schrieb:
Fragte man Physiker, insbesondere Thermodynamiker mit Schwerpunkt Entropie, was die Seele des Universums ausmacht, würde sie vielleicht aussagen, dass es das Streben nach einer größtmöglichen Anzahl von erreichbaren Zuständen hat. Ganz simpel gesagt: Es möchte gerne frei sein. Gleichzeitig wird aber damit auch begründet, warum es eine Freiheit nicht geben kann: Die Freiheit, in der Zeit rückwärts zu gehen.
Auf gänzlich anderen Wegen kamen etliche Philosophen zu der Aussage, dass es der menschlichen Seele nach Freiheit dürstet.
Sehr interessant dieser Gedanke mit dem 3. thermischen Grundgesetz Deshalb ist alles dynamisch. Dass Universum kann keinen Wärmetod erleiden. Der Grad der Unordnung steigt. Nach dem zweiten thermischen Grundgesetz gleichen sich dann (Temperatur)gegensätze aus. Ich sehe darin aber mehr einen dialalektischen Widerspruch zwischen Konflikt und Konsens. Wenn sich einige Objekte die Freiheit nehmen, dann werden andere Objekte eingeengt.
Gut, man kann atomaren Teilchen einen Drang zur Freiheit zuzusprechen. Einen eigenen Willen zur Freiheit oder zur Macht (im negativen Sinne =anderen die Freiheit nehmen) das ist schon sehr gewagt. Es sind eben doch leblose, tote Materie. Für den Menschen passt die (eigentlich unzulässige) Verallgemeinerung aber gut. Er drängt zur Freiheit und kann deshalb anderen die Freiheit nehmen (Machtbegriff), deshalb braucht es eine staatliche Macht, die hier mit Gesetzen Schranken setzt.
 

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
AW: Das Mysterium Seele

Hier mal eine philosophische Interpretation. Aristoteles kennt 3 Seelenarten und ist damit wesentlich genauer als seine Vorgänger:

Aristoteles bezeichnet das, was die belebten Wesen im Gegensatz zu den unbelebten Dingen besitzen, als "Seele" ... "Seele besitzen" ist für Aristoteles nur ein anderer Aus*druck für "leben". ... Er nennt dann die drei, sich am stärksten unterscheidenden Teile der Seele: den ernährenden Teil, der (außer dem Menschen) auch den Pflanzen und allen Tieren zukommt, den wahrnehmenden und empfindenden Teil, der bei den Tieren und beim Menschen auftritt, und den denkenden Teil, der nur beim Menschen in Erscheinung tritt. . . Die drei Seelenteile des Aristoteles werden in der neueren Literatur meistens als vegetative oder Vitalseele, empfindende oder sensitive Seele und Vernunft- oder Geistseele bezeichnet. ... Aristoteles weist hier auf eine Gesetzlichkeit hin, die als das Gesetz der Bedingtheit von unten bezeichnet wurde ..: die niederen Teile der Seele können ohne die höheren, nicht aber die höheren ohne die niederen existieren.
Das ganzheitliche Weltbild des Aristoteles

Beim entscheidenden 3. Teil, der Vernuftseele kann man weiter unterscheiden in einem 1) rezeptiven/passiven/erleidenden Teil und 2) einen rezeptivem/passiven/erleidenden Teil:

Die passive („erleidende“) ... Vernunft (...lateinisch intellectus possibilis) bezeichnet das Vorstellungsvermögen hinsichtlich dessen Fähigkeit, dem Verstand Sinneseindrücke zur gedanklichen Durchleuchtung zu präsentieren. Die aktive (oder tätige, wirkende) Vernunft (... lateinisch intellectus agens) ist dann in der Lage, zu abstrahieren, Schlüsse ziehen und Meinungen zu bilden. De anima
Etwas konkreter: Der aktive Geist interpretiert Wahrnehmungen, lädt diese mit Gefühlen auf, gestaltet. Der passive Geist tritt etwa bei Hypnose, Tiefschlaf- oder Bewusstlosigkeitsphasen auf. Hier kann der Hypnotiseur einen Menschen manipulieren, zu Bewegungen veranlassen. Hier werden auch Stopp-Schranken beim Menschen aufgebrochen, das Kritische Denken wird ausgeschaltet und negative Gefühle. Hier können auch psychische Erkrankungen geheilt werden, indem neue positive Gedanken einpflanzt werden. Meditation - Mittel zur geistigen Befreiung

In der Sprache des Aristoteles: Gerne wird heute in langwierigen Sitzungen beim Psychiater der aktive Teil therapiert. Langwierig, weil rationale Gedanken andere verdrängen müssen, um zunächst die Geistseele und dann auch - so die Hoffnung - Teile der sensitiven und vegetativen Seele (Fehlwahrnehmungen und psychosomatische Beschwerden) indirekt mittherapiert werden. Der passive Geist ist enorm interessant/ noch interessanter, weil er gut zu Manipulationen in positiver und auch negativer Hinsicht taugt (Man schaltet eben Gefühle als auch das kritische Denken ab).
 

ditnrtmsmm

Geselle
3. November 2012
8
AW: Das Mysterium Seele

[FONT=&quot][/FONT] Wie finde man die Seele? Gibt es dafür schon Messgeräte oder Vergrößerungsgeräte, die die Seele finden?
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
AW: Das Mysterium Seele

Blaue Schrift beinhaltet eine Verlinkung.
In diesem Fall zu Duncan MacDougall, einem amerikanischen Arzt,
der mit seinen Experimenten 1907 festgestellt haben wollte, daß die menschliche Seele
zwischen 8 und 35 Gramm wöge und Hunde keine Seele besäßen.
Offensichtlich war kein Rothaariger unter den von ihm gewogenen. :egal:
 

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
AW: Das Mysterium Seele

Hirnmessverfahren sind EEG und MRT, alles aber zu ungenau. Beim EEG erkannt man gewisse Rhythmusstörungen im Hirn, auch einige Körperfunktionen (Herzschlag) erkennen. Beim MRT sieht man Bereiche im Hirn, die beim Denken mehr durchblutet werden. ... Es ist aufgrund der schlechten Auslösung (bis 5mm) ein zu grobes Muster, um Denken im Detail zu erkennen. Es gibt aber gewisse Ansätze der Mustererkennung, verschiedene Worte bilden verschiedene Muster. Aber weiter entfernt überhaupt, das Wesen von Individualität abzubilden, auch das Wesen von Geisteskrankheiten.
-----
Apropos Auswiegen und wieder zum religiösen Mysterium Seele. Mal ein Zitat aus dem Ägyptischen Totenbuch. Die Seele befindet sich nach dem Tod des Menschen in der Unterwelt beim Totengericht und wenn sie sündenbeladen ist (das Gewicht der Sünden ist größer als das Gewicht der Wohltaten) wird sie von einem Ungeheuer vernichtet. Das ist ja fast wie ein Vorläufer.
War diese Prüfung überstanden, so wurde die Seele von Anubis in Empfang genommen und dieser führte sie an der Hand in die Halle, die auch in der ägyptischen Malerei oft dargestellt ist. In der Mitte der Halle befindet sich die Waage der Gerechtigkeit, auf der im Anschluss das Herz des Verstorbenen gegen die Feder der Maar gewogen wird. Osiris, oberster Richter sitzt unter einem Baldachin, zu seiner Linken und Rechten Isis und Nephthys. Vor ihm hocken 42 weitere Richter. Thot steht in der Nähe der Waage, bereit das Urteil auf einer Schreibtafel festzuhalten. Anubis steht nun wieder an der Waage, wo er das Gewicht am Balken der Waage führt. Nun beginnt die Rechtfertigung des Verstorbenen vor dem Totengericht. Sind seine Worte wahr, bleibt das Herz, das nicht lügt, in Gleichgewicht mit der Feder der Maat, wenn nicht, wird es mit dem Gewicht der Sünden des Verstorbenen beladen. Sollte das Gewicht der Sünden größer sein als das der Gerechtigkeit, so stürzte sich ein dämonenartiges Monster, welches als "Ammit" - die Verschlingerin - bezeichnet wurde, auf die Seele, um sie zu verschlingen und zu vernichten. Hat der Verstorbene aber nicht gelogen und blieb sein Herz im Gleichgewicht mit der Feder der Maat, so war er "gerecht an Stimme" und Osiris höchstpersönlich öffnete ihm den Eingang ins Paradies. Des weiteren wurde dem Verstorbenen nun das Herz zurückgegeben. Faszination Ägypten
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Das Mysterium Seele

Nach den ägyptischen Totenbuch, mal neue wissenschaftliche Erkenntnisse.



Sollten sich die Thesen der Avantgarde unter den Physikern in nachfolgenden Forschungen bestätigen, dürfte dies unser Weltbild maßgeblich beeinflussen. So würden sich Naturwissenschaft und Religion fortan nicht mehr als Gegensätze gegenüberstehen. Vielmehr könnten sie sich komplementär ergänzen – geradewegs wie der rechte und der linke Schuh eines Menschen.

Bereits Albert Einstein ist auf diesen seltsamen Effekt gestoßen, hat ihn aber als "spukhafte Fernwirkung" später zu den Akten gelegt. Erst in jüngerer Zeit hat unter anderen der Wiener Quantenphysiker Professor Anton Zeilinger den experimentellen Nachweis dafür geliefert, dass dieser Effekt in der Realität tatsächlich existiert

Quantenphysik: Die Seele existiert auch nach dem Tod - Nachrichten Wissenschaft - DIE WELT
 

beast

Moderator
Teammitglied
23. Februar 2009
5.806
AW: Das Mysterium Seele

Dann sind die Leutz im Holly-Wald mit ihrer `Possession` der Zeit wohl mal wieder weit voraus...

Die haben nämlich einen `Dibbuk` in diesem Machwerk als Nebendarsteller. :zwinker:

Diese Dibbuk sollen sich ja den Seelen lebender Personen anhängen können.
 

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