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Das Jennifer-Projekt - die Legende einer CIA-Operation

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
Sicherlich schon einige bekannt, durch erzählungen bzw. durch Rundfunk und TV (N24 hat vor ner Woche nen interessanten Bericht hierzu gebracht) trotzdem nochmals hier, da die Story immerwieder faszinierend ist:

Das Jennifer-Projekt war eine geheime Operation der amerikanischen CIA, bei der ein 1968 vor Hawaii gesunkenes sowjetisches U-Boot aus 5.000 m Tiefe gehoben werden sollte.

Am oder um den 11. April 1968 kam es auf dem sowjetischen U-Boot mit ballistischen Raketen (SSB) K-129 zu einer Explosion, in deren Folge das Boot mit 98 Seeleuten an Bord sank. Vermutliche Ursache war eine Fehlfunktion eines Flugkörpers. Die Explosion wurde von verschiedenen amerikanischen Frühwarnsystemen registriert. Die US-Navy schickte mehrere Schiffe ins Unfallgebiet, um die Position des Wracks zu orten. Das "Forschungs"-U-Boot SSN 587 Halibut (in Wirklichkeit gehörte sie zur U-Boot-Flotte für verdeckte Operationen) entdeckte die K-129 schließlich in 16.500 Fuß Tiefe.

Während den Amerikanern die Position der K-129 also bekannt war, versuchten die Sowjets noch verzweifelt, ihr verlorenes U-Boot zu finden. Bei K-129 handelte es sich um ein Boot der Golf-Klasse, dieselelektrische Boote, die hauptsächlich für Auklärung und Spionage benutzt wurden, aber auch drei ballistische Raketen vom Typ SS-N-5 trugen. Von einer Bergung des Bootes erhoffte sich die CIA, an Geheiminformationen und die neueste Technologie der Sowjets zu gelangen, sowie - vor dem Hintergrund der Verhandlungen zur Begrenzung der Zahl der Strategischen Waffen in Ost und West (SALT) - Erkenntnisse zum Stand der sowjetischen Raketenentwicklung.

Für die Bergung ließ die CIA den Hughes Glomar Explorer und eine Schwimmplattform entwickeln, auf der die geborgenen U-Boot-Teile untersucht und versteckt werden sollten. Offiziell handelte es sich bei den Aktivitäten vor Hawaii um ein Versuchsprogramm mit einem experimentellen Tiefsee-Bergbauschiff, mit dem Manganknollen vom Meeresgrund abgebaut werden sollten.



Das Schiff gehörte vorgeblich einer Firma des Milliardärs Howard Hughes.

Es war mit einer massiven Winde mit Greifarmen ausgerüstet, mit der das U-Boot gehoben werden sollte. In einem Lagerhaus von Howard Hughes wurde während der Vorbereitung der Operation eingebrochen. Dabei wurden die streng geheimen Pläne des Projektes entwendet und offenbar den Sowjets zugespielt und die Aktion aufgedeckt. Allerdings glaubten die Sowjets nicht an einen Erfolg ob der enormen Tiefe. Am 4. Juli 1974 begann der Hughes Glomar Explorer mit der Bergeoperation.



Obwohl das gesamte U-Boot mit den gewaltigen Greifarmen angehoben werden konnte, brach einer der Greifarme, infolgedessen das U-Boot zerbrach und teilweise wieder am Meeresgrund versank. Es kam glücklicherweise zu keiner Nuklearexeplosion.
Laut den von der CIA inzwischen veröffentlichten Unterlagen über das Jennifer-Projekt wurde nur der 38 Fuß lange Bug der K-129 geborgen, der verschiedene Torpedos, kryptografisches Equipment und die Leichen von 8 Seeleuten enthielt. Es wird jedoch auch für möglich gehalten, dass entgegen den Behauptungen der CIA doch das komplette U-Boot gehoben werden konnte.

Die Schwimmplattform wurde nach der Operation zunächst an die amerikanische Umweltschutzbehörde vermietet, in den 1990er Jahren diente sie der Navy als Mutterschiff für experimentelle Tarn-U-Boote. Der Hughes Glomar Explorer ist, nachdem er fast 20 Jahre vor sich hin rostete, zum Bohrschiff umgebaut worden und führt für eine von Howard Hughes' Firmen Testbohrungen für Ölquellen im Golf von Mexiko durch.

quelle: http://www.net-lexikon.de/Jennifer-Projekt.html

gruß

trashy
 

StormTec

Geselle
4. Juli 2003
22
Ich kenne die Geschichte auch. Bin mal drauf gestoßen als ich Informationen über Howard Hughes suchte. Er war ja eine mysteriöse Persönlichkeit. Überdies auch Antikommunist, weswegen es ihm ein persönliches Anliegen war, sich an dem Jennifer-Projekt zu beteiligen. Ich glaube, er hat es gar mitfinanziert. Um ihn ranken sich auch viele Legenden. So soll er teilweise gleichzeitig an mehreren Orten gesehen worden sein. Bekannt ist natürlich auch, dass er die Öffentlichkeit scheute und am Ende so paranoid war, dass er in seinem Casino völlig abgeschottet lebte. ( glänzende Parodie hierzu übrigens bei den Simpsons )

Kennt jemand vielleicht eine ausführliche Biografie in Deutsch über ihn? Hab bislang nichts gefunden.
 
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